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Klimawandel WWF warnt vor Gefahren durch drastisch steigende Erderwärmung

30.01.2005 ·  Die Durchschnittstemperatur auf der Erde droht zwischen 2026 und 2060 um zwei Grad über das Niveau der vorindustrialisierten Zeit zu steigen. Diese alarmierende Prognose gibt die Umweltschutzorganisation WWF in einer Studie ab.

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Die Umweltschutzorganisation WWF sieht bereits in den nächsten Jahrzehnten wachsende Gefahren durch eine Erwärmung der Erdatmosphäre heraufziehen.

Die Gruppe rechnet in einem am Sonntag bekannt gewordenen Bericht damit, daß ohne geeignete Gegenmaßnahmen die Durchschnittstemperatur auf der Erde zwischen 2026 und 2060 um zwei Grad über das Niveau des vorindustrialisierten Zeitalters gestiegen sein wird. Als Folge dieses kritischen Wertes werde dann auch der Meeresspiegel steigen.

Alarmierende Prognose

Zudem würden zunehmend Fluten, Stürme und Dürren auftreten. Bislang haben nur wenige Wissenschaftler einen so rasanten Temperaturanstieg vorausgesagt. Die Erde hat sich gegenüber dem Jahr 1750 bereits um 0,7 Grad erwärmt. Die meisten Forscher machen dafür den Treibhauseffekt verantwortlich, der auf den vermehrten Ausstoß von Kohlendioxid zurückgeführt wird.

Die meisten europäischen Staaten gehen davon aus, daß eine von Treibhausgasen erzeugte globale Erwärmung eine Tatsache ist und setzen sich für eine Verringerung der Emissionen ein. Die amerikanische Regierung teilt diese Ansicht jedoch nicht. Sie hat sich unter anderem geweigert, das Kyoto-Klimaschutzprotokoll zu unterzeichnen.

Kampf gegen die Zeit

„Die Zeit läuft ab, um den Anstieg um zwei Grad zu verhindern", sagte Klimaexperte Mark New von der Universität Oxford, der Klima-Projektionen für den WWF-Bericht erstellt hat. Der Bericht soll auf einer für den 1. bis 3. Februar geplanten Konferenz im englischen Exeter offiziell vorgestellt werden.

News Modell geht davon aus, daß sich die Arktis um 3,2 bis sechs Grad erwärmen wird, falls sich die Erde insgesamt um zwei Grad erwärmen sollte. Eine solch drastische Erwärmung könnte dazu führen, daß Polareis bis zum Jahr 2100 im Sommer verstärkt schmelzen würde, wodurch etwa Eisbären in der freien Wildbahn praktisch zum Aussterben verurteilt wären. Zudem würden sich starke Veränderungen der Flora ergeben, da Teile nördlicher Tundraregionen allmählich zu Waldgebieten würden.

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