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Klima Gletscherschmelze in der Antarktis beschleunigt sich

21.04.2005 ·  Eine neue umfassende Studie liefert neue Belege, daß die sich die Gletscherschmelze am Südpol weiter beschleunigt hat. Die Klimaerwärmung sei nur ein Grund für diese Entwicklung.

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Die Gletscher in der Antarktis schmelzen immer schneller ab. Die Ergebnisse einer umfassenden Studie britischer und amerikanischer Wissenschaftler legt nahe, daß der Klimawandel eine der Hauptursachen ist. Nach den im Wissenschaftsmagazin „Science“ (Bd. 308, S. 541) vom Freitag veröffentlichten Ergebnissen schrumpften in den vergangenen fünf Jahrzehnten 87 Prozent von 244 Gletschern in teils beträchtlichem Ausmaß.

Und die Schmelzrate nimmt weiter zu: „Im Durchschnitt schmolzen die Gletscher, die wir beobachtet haben, in den vergangenen fünf Jahren um 50 Meter pro Jahr ab, schneller als zu jeder anderen Zeit in den letzten 50 Jahren“, sagte Autorin Alson Cook vom British Antarctic Survey (BAS) in Cambridge. Die Forscher werteten mehr als 2000 Luftaufnahmen aus den Jahren ab 1940 sowie gut 100 Satellitenfotos seit den sechziger Jahren aus. Daraus erstellten sie Landkarten von kartografischer Qualität, die demnächst Forschern und auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

Temperaturanstieg nicht allein verantwortlich

Nach den Erkenntnissen der Forscher wuchsen bis vor 50 Jahren die
Gletscher, die sich von den Bergen ins Meer bewegten, zunächst
langsam in der Länge, dann kehrte sich diese Entwicklung aber mit
wachsender Geschwindigkeit um. Dieser Prozeß habe zunächst im wärmeren Norden der antarktischen Halbinsel begonnen und sei mit den ansteigenden Temperaturen in der Atmosphäre südwärts gewandert.

„Diese Region hat sich dramatisch und lokal begrenzt erwärmt, um etwa zwei Grad in den letzten 50 Jahren“, berichtet Cook. Allerdings könne der Temperaturanstieg allein das Abschmelzen nicht erklären. Hier könne ein Vielzahl von Faktoren eine Rolle spielen, wie etwa auch die Meerestemperatur, worüber es aber nicht genügend Erkenntnisse gebe.

Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels

Das rasche Abschmelzen der Gletscher sei deshalb von Bedeutung, weil es zum Anstieg des Meeresspiegels beitrage, hieß es weiter. Außerdem könne es die Abnahme der antarktischen Eisdecke beschleunigen. Besonders betroffen sei der Sjögren-Gletscher, der seit 1993 um 13 Kilometer geschrumpft sei. 32 der beobachteten Gletscher hätten sich allerdings gegenläufig verhalten und seien in geringem Ausmaß gewachsen, hieß es weiter.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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