19.12.2005 · Geht die Zivilisationen an der Umweltzerstörung zugrunde? Das Buch „Kollaps“ von Jared Diamond nimmt sich dieser Frage an und wurde in kürzester Zeit zum Bestseller. Mit der F.A.Z. sprach der Autor über die Herausforderungen der globalisierten Welt.
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Wer widerlegt den Diamond denn nun mal?
Die Ökonomisten (= die Machteliten und ihre willfährigen Helfer = die Medien, die ihnen lemminghaft nachbeten) können sich drehen und wenden wie sie wollen: die Welt tickt auf Risiko. Wann begreifen wir, daß das Duo Esser/Ackermann das Problem ist; daß diese Chiffre das Problem auf den Punkt bringt: das Verhalten der Eliten.
Dieser Duos gibt es einfach zu viele, als daß der Planet das im Zeichen der Globalisierung aushielte. Das hat nichts mit Pessimismus und halbvollen oder halbleeren Gläsern zu tun; zu viele Menschen vegetieren und krepieren nicht nur sinnlos, sondern auch noch ohne Nutzen dahin. Wenn wir das Problem schon ökonomisch betrachten wollen.
Übrigens, dem Sarkasmus, mit dem Diamond die Militärausgaben der USA in 'zwei Ländern' als mildtätige Zwecke apostrophiert, geht doch tatsächlich ein FAZ-Leser auf den Leim... oder gehe ich jetzt dem Leser auf den Leim :-)
Ein Lob der FAZ für das Interview.
Ist Herr Diamond Neokolonialist?
10 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 90% ihrer Resourcen, die USA allen voran, und das ist kein Zeichen für Dekadenz? Herr Diamond scheint die Probleme der Welt mit der klaren Vernunft und gleichzeitig der grenzenlosen Naivität eines Kindes zu sehen.
Wirklich unfassbar ist jedoch folgender Satz:
"Die Vereinigten Staaten geben derzeit etwa zweihundertfünfzig oder dreihundert Milliarden Euro für mildtätige Zwecke in zwei Ländern (Irak u. Afganistan, Anm. d. A.) aus"
Der Angriffskrieg gegen souveräne Staaten mit stabilen, von den USA an die Macht gebrachten, jedoch dann in Ungnade gefallenen Regierungen ist inzwischen eine Mildtätigkeit? Wenn die USA weiter so mildtätig zur Welt sind, lässt der Untergang der Weltgesellschaft sicher nicht mehr lange auf sich warten.
für Ihren unaufgeregten Kommentar.
Ich möchte nur eines hinzufügen: für die Bewußtseinsbildung jedes einzelnen käme es sehr auf die Vorbildwirkung von ein paar Präsidenten und Eliten an.
Ich kann einigen Ausführungen des Autors zustimmen. Aber er irrt gewaltig, wenn er behauptet, daß der Mensch alleine Verursacher für die Erwärmung der Atmosphäre ist. Der Mensch ist für vieles verantwortlich, aber nicht Alleinverursacher - im globalen Zusammenhang. Und insofern hat er auch natürliche Grenzen bezüglich den Auswirkungen seines Handelns und Wirkens im Guten wie im Bösen.
Aber wie so oft liegt es nicht nur an einem oder zwei Präsidenten. Oder an ganz vielen Menschen die diese Führer wählen. Und es liegt an jedem selbst. Es fängt doch schon an wie sich jeder einzelne verhält. Um den Zustand unseres tatsächlichen Bewußtseins für Umwelt und Ressourcenumgang festzustellen, reicht mir der Blick auf das "Grün" der Autobahntangenten und -abfahrten.