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Geologie Nicht ein einzelner Komet ließ die Dinosaurier aussterben

01.03.2004 ·  Wissenschaftler haben in einer neuen Studie herausgefunden, daß ein einzelner Kometeneinschlag auf der Erde nicht ausreicht, um das Ausstreben der Dinosaurier zu erklären.

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Der Chicxulub-Krater in Mexiko wird oft als Beweis angeführt, daß der Einschlag eines Kometen den Tod der Dinosaurier gebracht hat. Neue Studien ergeben, daß der Einschlag dem Aussterben um 300.000 Jahre voran ging.

Gerta Keller und ihr Team von der Princeton University haben die geologischen Spuren der „Zeitenwende“ untersucht. Dazu nahmen sie die K-T-Grenze, eine Gesteinsschicht, die die kreidezeitliche (K) Schicht von der Tertiär-Schicht (T) trennt, unter die Lupe. Diese Grenze besteht aus sehr iridiumreichen Lehm. Iridium kommt in Asteroiden vor. Daher ging die Forschung davon aus, daß ein Asteroideneinschlag die Schicht erzeugte und das zur gleichen Zeit beobachtete Ausstreben der Dinosaurier auslöste.

Ablagerungen zwischen Einschlag und Aussterben

In einer Bohrung im Chicxulub-Krater fanden die Forscher aus Princeton anderes: Der Asteroid, der den Krater schlug, ließ das Gestein unter ihm schmelzen und hinterließ so eine geologische Spur. Zwischen dieser wiedererstarrten Schicht und der K-T-Grenze fanden die Wissenschaftler eine etwa 50 Zentimeter dicke Schicht aus Kalkstein, der sich in tausenden von Jahren abgelagert hatte. Darin fanden sie fossilisierte Mirkoben aus der späten Kreidezeit.

Aus diesen Beobachtungen schließen die Forscher, daß der Chicxulub-Asteroid weit vor dem Aussterben eingeschlagen sein muß und daß die dramatische Veränderung von Fauna und Flora eine Verkettung von Umständen zur Ursache gehabt haben muß. Sie schlagen einen weiteren Asteroiden-Einschlag, Vulkanismus oder eine globale Erwärmung als Gründe vor.

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