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Dinosauriersterben Es war tatsächlich der Asteroid

 ·  War es ein plötzlicher Klimawandel, ein heftiger Vulkanausbruch oder der Einschlag eines gigantischen Himmelskörpers? Neue Verfahren stärken die These zum Tod der Dinosaurier.

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Die These, die Dinosaurier seien am Ende der Kreidezeit nach einem Asteroideneinschlag auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán ausgestorben, hat eine internationale Forschergruppe unter der Leitung von Paul Renne von der Universität von Kalifornien in Berkeley jetzt untermauern können. Mit großer Genauigkeit bestimmten sie das Alter verschiedener Materialproben aus  der Zeit, als die Dinosaurier ausstarben, und von Glasobjekte  (sogenannte Tektite), die  beim Einschlag des Asteroiden in Mexiko entstanden waren. Das Ergebnis der Analysen: Beide Ereignisse  hatten sich - im Rahmen der Messfeher -  etwa zur gleichen Zeit abgespielt. Für das Artensterben haben die Forscher um Renne einen Wert von 66,043 Millionen Jahren, für den Asteroiden-Einschlag einen Wert von 66,038  Millionen Jahren erhalten  - mit einer Ungenauigkeit von 32000 Jahren.

Schon im Jahr 1980 hatten die amerikanischen Forscher Luis und Walter Alvarez das Aussterben der Dinosaurier mit einem gewaltigen Asteroideneinschlag auf Yucatán in Verbindung gebracht. Doch für ihre Hypothese fehlten bislang stichhaltige Beweise. Die bisherigen Altersdatierungen der Proben waren mit einer Fehlertoleranz von einem Prozent zu ungenau für eindeutige Aussagen. Bei 66 Millionen Jahren beläuft sich die Unsicherheit auf 660 000 Jahre. Die Ungenauigkeit des Verfahrens, das Renne und seine Kollegen nutzten, liegt merklich darunter

Insbesondere gab es Hinweise, dass der Chicxulub-Krater auf Yucatán schon 300 000 Jahre vor dem Aussterben der Saurier entstanden war. Als mögliche Ursache bevorzugten deshalb einige Wissenschaftler den Ausbruch von Vulkanen in der Region Dekkan (im Westen Indiens), der sich vor etwa 65 Millionen Jahren ereignet hatte.

Geschwächte Dinos vor dem Ende

Mit den genauen Datierungen  von Renne und seinen Kollegen werden andere Ursachen des Massensterbens wie heftige Vulkanausbrüche oder plötzliche Klimaveränderungen zunehmend unwahrscheinlich, wie Renne und seine Kollegen in der Zeitschrift „Science“ (doi: 10.1126/science.1230492)   berichten. Die Forscher glauben aber, dass die Dinosaurier zuvor bereits recht geschwächt waren, möglicherweise infolge von Klimaschwankungen, die mit kühleren Phasen einhergingen. Der Asteroid habe ihnen dann endgültig den Rest gegeben.

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