Aerosole sind ein wichtiger Bestandteil der Atmosphäre. Die Schwebeteilchen - maßgeblich Salz-, Staub-, Sand- und Rußteilchen von zehn Nanometern bis einem Mikrometer – sind nicht nur als Kondensationskeime für die Wolkenbildung verantwortlich. An ihrer Oberfläche laufen auch viele wichtige chemische Reaktionen ab. Die Wissenschaftler interessieren sich für die Beschaffenheit, Größenverteilung und Konzentration der Aerosole, vor allem aber auch über deren Verteilung in den unteren Atmosphärenschichten. Zumal zunehmen auch Aerosole wie Sulfatpartikeln aus fossiler Verbrennung in die Luft gelangen.
Simulationen mit Lupenblick
Mit Modellrechnungen versuchen sich Meteorologen und Klimaforscher ein detailliertes Bild über die Ursprungsorte der Aerosole zu machen und wohin wie schnell die Teilchen strömen. Das gelingt umso besser, je höher die räumliche Auflösung der Simulationen ist. Eine Auflösung von nur drei bis zehn Kilometer erreichen die Wissenschaftler des Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt mit ihrem Simutaltionsprogramm „Goddard Earth Observing System Model“, wenn sie es auf dem Supercomputer „Discover“ laufen lassen. Dadurch können sie verfolgen, in welche Richtung die Schwebeteilchen in welcher Konzentration mit den Luftströmungen transportiert werden. Diese Informationen sind von zentraler Bedeutung für lokale Wettervorprognosen, aber auch für die globale Klimaforschung.
