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Angst vor Trump : Klimaforscher bringen massenhaft Daten in Sicherheit

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Aus Sicht von Amerikas Klimaforscher eine akute Gefahr: Donald Trump Bild: AP

Die Angst geht um unter Amerikas Klimaforschern, aber nicht von der anstehenden Klimakatastrophe. Für sie sitzt die Gefahr bald im Weißen Haus und heißt Donald Trump. Auch das Energieministerium bangt um seine Mitarbeiter.

          Aus Angst, ihre über Jahrzehnte sorgfältig gesammelten Daten zum Klimawandel könnten unter der Administration des Republikaners verloren gehen, haben etliche Wissenschaftler begonnen, ihre Erkenntnisse zu kopieren und auf unabhängige Server zu transferieren. Das berichtet die Zeitung „Washington Post“.

          Die Bemühungen der Wissenschaftler umfassen neben einfachem Kopieren und Sichern viele weitere Aktivitäten: In Toronto soll eine Veranstaltung unter dem Motto „Guerrilla-Archivierung“ stattfinden, auf dem Experten gemeinsam Daten sichern wollen. Auf Treffen an der Universität von Pennsylvania soll gezeigt werden, wie in den kommenden Tagen möglichst viele Regierungsdaten kopiert und gesichert werden können. Wissenschaftler und Computerexperten wollen eine gemeinsame Online-Datenbank erstellen, sie soll als sicherer Hafen für wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Klimawandel und Umweltschutz dienen.

          „Einst klang das alles klang für mich ziemlich paranoid“, sagt Nick Santos, Umweltforscher an der Universität von Kalifornien gegenüber der Zeitung „Washington Post“. Doch nun hat Santos selbst damit begonnen, Regierungsdaten zum Klimawandel auf Server verschiedener Nichtregierungsorganisationen zu laden. „Es kann nicht schaden“, versucht Santos möglichst neutral zu klingen. „Hoffentlich lassen sie alles an Ort und Stelle. Doch falls nicht, sind wir vorbereitet.“

          In den vergangenen Tagen hat Amerikas zukünftiger Präsident Trump immer wieder Personen für sein künftiges Kabinett ausgewählt, die Umwelt- und Klimaschutz kritisch sehen. Die meisten eint ihre Ablehnung der wissenschaftlich akzeptierten Theorie des von Menschen gemachten Klimawandels.

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          Auch das Energieministerium erwartet von Trumps Anti-Umweltschutz-Einstellung negative Auswirkungen: So weigert man sich beharrlich, Trump die Namen aller Mitarbeiter zu geben, die am Thema Klimawandel gearbeitet haben. Die Zeitung „Washington Post“ zitiert eine Sprecherin mit den Worten, man werde dem Übergangsteam des designierten Präsidenten alle öffentlich verfügbaren Informationen zukommen lassen - aber keine Namen einzelner Mitarbeiter.

          Trumps Team hatte dem Ministerium ein Memo mit 74 Fragen geschickt: Sie zielen auf die Amtszeit Barack Obamas, für den Klimaschutz ein Herzensanliegen war. Insbesondere solle die Teilnahme an UN-Klimakonferenzen beantwortet werden, aber auch die Mitarbeit an der Bewertung wirtschaftlicher Konsequenzen des Klimawandels. Demokratische Abgeordnete zeigten sich wegen dieses Vorgehens alarmiert.

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