http://www.faz.net/-gwz-8vqea

Amerikanische Umweltbehörde : Trumps Umweltchef: CO2 kein Hauptverursacher der Erderwärmung

  • Aktualisiert am

Scott Pruitt hat die EPA in seiner Zeit als Generalstaatsanwalt von Oklahoma über ein Dutzend Mal verklagt. Bild: AFP

Für Scott Pruitt, den Chef der amerikanischen Umweltbehörde, ist Kohlendioxid kein wesentlicher Grund für die Klimaerwärmung. Damit befindet er sich im fundamentalen Gegensatz zu den meisten Klimaforschern.

          Der neue Chef der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, hält das Treibhausgas Kohlendioxid für keinen wesentlichen Verursacher der Erderwärmung. „Den menschlichen Einfluss auf das Klima präzise zu messen, ist eine große Herausforderung. Die Einschätzungen über das Ausmaß des Einflusses gehen erheblich auseinander. Ich glaube deswegen nicht, dass Kohlendioxid einer der Hauptverursacher der Erderwärmung ist, die wir erleben“, sagte Pruitt am Donnerstag dem Sender NBC.

          Pruitt befindet sich damit im fundamentalen Gegensatz zu den meisten Klimaforschern sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen etwa der Nasa und der Klimabehörde NOAA. Die Weltorganisation für Meteorologie WMO hatte kürzlich erklärt, die Rekordhöhe der Konzentration von Kohlendioxid und Methangas trage zum Klimawandel bei. Vereinzelte Kritiker bezweifeln diese Theorie und nenne sie „CO2-Lüge“.

          Enger Vertrauter der Kohle- und Ölindustrie

          Pruitt sagte NBC außerdem, das Pariser Klimaabkommen sei ein schlechter Deal. Der Vertrag hätte der Zustimmung des Senats bedürft. Pruitt ist Klimaskeptiker, enger Vertrauten der Kohle- und Ölindustrie und hat die EPA in seiner Zeit als Generalstaatsanwalt von Oklahoma über ein Dutzend Mal verklagt.

          Im Pariser Weltklimavertrag verpflichten sich die Länder, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die Vereinigten Staaten haben das Abkommen ratifiziert. Für die Regierung Donald Trumps ist der Klimaschutz kein vordringliches Ziel. Trump baut entsprechende Regulierungen Stück für Stück ab.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Proteste während Trump-Besuch Video-Seite öffnen

          Asean-Gipfel in Manila : Proteste während Trump-Besuch

          Der Besuch von Donald Trump in der philippinischen Hauptstadt wird von Protesten begleitet. Hunderte demonstrieren gegen den amerikanischen Präsidenten. Manila ist die letzte Station auf Trumps Asien-Reise.

          Auf wen hört Donald Trump?

          Beratungsresistenter Präsident : Auf wen hört Donald Trump?

          Wieder einmal twittert Amerikas Präsident wild um sich. Zwar sind die Abläufe im Weißen Haus effizienter geworden, doch weder sein Stabschef noch seine Berater bekommen Donald Trump komplett in den Griff. Wer Einfluss auf ihn ausüben will, muss einen Umweg gehen.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Die französische Philosophin Elisabeth Badinter und die deutsche Publizistin Alice Schwarzer diskutieren in der Pariser Wohung Badinters.

          Islam und Antisemitismus : „In Cafés sitzen keine Frauen mehr“

          Kommt es durch die Einwanderung von Muslimen zum Erstarken des Antisemitismus? Und was bedeutet diese Diskussion für Feministinnen? Ein Gespräch zwischen der französischen Philosophin Elisabeth Badinter und der deutschen Journalistin Alice Schwarzer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.