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Vulkanismus : Faszinierende Feuerzwillinge

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Der Mauna Kea ist mit seinen etwa 4205 Metern der höchste Berg auf Hawaii. Bild: Horst Rademacher

Sie sind so nah und doch so verschieden: Forscher haben nun herausgefunden warum zwei eng benachbarte Vulkane auf Hawaii doch vollkommen unterschiedlich sind.

          Von weitem sehen sie aus wie identische Zwillinge: Mauna Loa und Mauna Kea auf der Hauptinsel des Hawaii-Archipels. Diese beiden riesigen Schildvulkane reichen jeweils mehr als 4000 Meter hoch über die Meeresoberfläche hinaus, vom Meeresboden aus betrachtet sind die beiden Berge sogar höher als der Mount Everest.

          Wer allerdings auf ihren Gipfeln herumwandert, wird große Unterschiede zwischen den beiden massiven Vulkanen entdecken. Während der Gipfel des Mauna Kea mit Aschekegeln übersät ist, klafft auf dem Mauna Loa ein tiefes, mehrere Quadratkilometer großes Loch, die Mokuaweoweo-Caldera.

          Geologische Ursache entlarvt

          Und auch die chemischen Zusammensetzungen ihrer jeweiligen Laven zeigt, dass es sich bei den beiden Vulkanen um ungleiche Brüder handelt. Forscher um Tim Jones von der Australian National University in Canberra haben nun eine mögliche Erklärung für die Unterschiede vorgelegt.Danach hat die nach Nordwesten driftende Pazifische Platte vor etwa drei Millionen Jahre abrupt die Bewegungsrichtung geändert.

          Mauna Loa

          Wie Tim Jones und seine Kollegen in der Zeitschrift „Nature“ schreiben, beeinflusste dieser Ruck die Druck- und Temperaturverhältnisse in jenem Magmaschlot unter Hawaii, der den Vulkanismus auslöst. Es entstanden zwei Magmastränge, die sich leicht in der Zusammensetzung ihrer Gesteinsschmelzen unterschieden. Mauna Loa wurde von einem Strang gespeist, der nordöstlich davon gelegene Mauna Kea erhielt dagegen Magmazufuhr vom anderen Strang. Was allerdings zur plötzlichen Richtungsänderung der Platte geführt hat, bleibt offen.

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