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Veröffentlicht: 21.05.2017, 15:44 Uhr

Atlas der „Todeszonen“ Schlechte Luft im Meer

Die Sauerstoffarmut in den Ozeanen nimmt zu, und daran ist nicht nur der Klimawandel schuld. Vor allem der Stickstoff in der Luft fördert die Atemnot in der Tiefsee.

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© dapd Tauchen im Trüben: Der Sauerstofftrend in den Meeren sinkt weiter ab.

Die jüngste Datenanalyse aus den Weltmeeren macht deutlich: Der Sauerstoffverlust über dem Meeresboden weitet sich aus, die „Todeszonen“ mit extremem Sauerstoffmangel haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren immer stärker ausgebreitet. Bis zum Jahr 1958 reichen die Messdaten zurück, die Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology zusammen mit japanischen Forschern für „Geophysical Research Letters“ ausgewertet haben. Die beschleunigte Erwärmung der Atmosphäre und der Ozeane ist demnach ein Faktor der Sauerstofferosion – allerdings nicht der einzige.

46537689 © Georgia Tech Vergrößern Sauerstofftrend 1958 bis 2015: Ermittelt wurde der gelöste Sauerstoff in 100 Meter Tiefe. Schwarze Meeresflächen markieren fehlende Daten.

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Die erhöhten Temperaturen führen insgesamt dazu, dass sich die oberen Schichten noch etwas deutlicher erwärmen als die kalten Tiefseeschichten – was zur Folge hat, dass sich die Meeresschichten weniger stark durchmischen. Dadurch gelangt auch der von den Photosynthese treibenden Meeresalgen produzierte Sauerstoff seltener in die Tiefe. Hinzu kommt aber eine zusätzliche ökologische Last: Die Verschmutzung der Luft mit Stickstoff und mineralhaltigen Aerosolen treibt die Algenblüten in den oberen Wasserschichten an.

Die absterbenden Einzeller sinken massenhaft in die Tiefe, und das zehrt zusätzlich am Sauerstoffgehalt, bedingt durch die Aktivität der Mikroben, die das organische Material abbauen. Besonders gut ist das vor den Westküsten Nord- und Südamerikas zu beobachten. Der Pazifik wird vor allem von den gewaltigen in Ostasien erzeugten Luftschadstoffmengen beeinträchtigt.

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