http://www.faz.net/-gwz-74jq5
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 23.11.2012, 13:39 Uhr

Aerosolforschung Verschleierte Welt

Mit ihrem Supercomputer „Discover“ und einem speziellen Simulationsprogramm verfolgen Klimaforscher der Nasa, wie sich Schwebeteilchen in den unteren Luftschichten über den Globus verteilen.

© William Putman / Goddard Space Flight Center der Nasa Aerosolforschung: Verschleierte Welt

Aerosole sind ein wichtiger Bestandteil der Atmosphäre. Die Schwebeteilchen - maßgeblich Salz-, Staub-, Sand- und Rußteilchen von zehn Nanometern bis einem Mikrometer – sind nicht nur als Kondensationskeime für die Wolkenbildung verantwortlich. An ihrer Oberfläche laufen auch viele wichtige chemische Reaktionen ab. Die Wissenschaftler interessieren sich für die Beschaffenheit, Größenverteilung und Konzentration der Aerosole, vor allem aber auch über deren Verteilung in den unteren Atmosphärenschichten. Zumal zunehmen auch Aerosole wie Sulfatpartikeln   aus fossiler Verbrennung in die Luft gelangen.

Simulationen mit Lupenblick

Mit Modellrechnungen versuchen sich Meteorologen und Klimaforscher ein detailliertes Bild über die Ursprungsorte der Aerosole zu machen und wohin  wie schnell die Teilchen strömen. Das gelingt umso besser, je höher die räumliche Auflösung der Simulationen ist. Eine Auflösung von nur drei bis zehn Kilometer erreichen die Wissenschaftler des Goddard Space Flight Center der Nasa in Greenbelt  mit ihrem Simutaltionsprogramm „Goddard Earth Observing System Model“, wenn sie es auf dem Supercomputer „Discover“ laufen lassen. Dadurch können sie verfolgen, in welche Richtung die Schwebeteilchen in welcher Konzentration  mit den Luftströmungen transportiert werden. Diese Informationen sind  von zentraler Bedeutung für lokale Wettervorprognosen, aber auch für die globale Klimaforschung.  

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mini-Tornados Die kleinen Staubteufel

Sie kommen aus den Wüstengebieten der Erde und sind für mineralischen Staub in der Atmosphäre verantwortlich: Staubstürme. Italienische Forscher gingen nun der Frage nach, wie diese entstehen. Mehr Von Horst Rademacher

16.08.2016, 00:14 Uhr | Wissen
Virtuelle Schnitzeljagd Pokémon Go auf Russisch

Schon länger als Pokémon Go soll es in Moskau die App Discover Moscow Photo geben. Damit jagt der User keinen Pokémon hinterher, sondern Persönlichkeiten aus der russischen Geschichte. Mehr

24.08.2016, 19:56 Uhr | Gesellschaft
Deutsche Springreiter Eine Achterbahnfahrt zu Team-Bronze

Für die deutschen Springreiter reicht es in Rio im Team-Wettbewerb nur zu Bronze. Der Titel geht an Frankreich. Am Ende wird sogar eine Medaille noch knapp. Mehr Von Evi Simeoni, Rio de Janeiro

17.08.2016, 18:03 Uhr | Sport
Raumfahrt Nasa testet neues Triebwerk für Marsmission

Die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa hat am Donnerstag einen neuen Raketenantrieb getestet. Das Triebwerk ist Teil des Space Launch Systems SLS mit dem in Zukunft auch Menschen zum Mars gebracht werden sollen. Der Antrieb RS-25 soll dann eines von mehreren Triebwerken sein, die das SLS ins All befördern. Mehr

19.08.2016, 13:55 Uhr | Wissen
Extrasolare Planeten Erde 2.0 gesichtet?

Einen extrasolaren Planeten, der Ähnlichkeit mit unserem Heimatplanet hat, haben Astronomen in kosmischer Nachbarschaft erspäht. Er umkreist den Zwergstern Proxima Centauri in 4,2 Lichtjahren Entfernung. Mehr Von Manfred Lindinger

24.08.2016, 19:00 Uhr | Wissen

Ur-Delfin auf Echojagd Jagen, wo kein Piepsen mehr zu hören ist

Ausgeklügelte evolutionäre Entwicklungen schützen nicht immer vor dem Aussterben - und dennoch ähneln sie den Tieren von heute sehr. Der „Echo-Jäger“ hat den Ultraschall erfunden. Mehr Von Joachim Müller-Jung 1 11