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E-Zigaretten : Zum Aufhören reicht es selten

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Verwandt: E-Zigaretten sind im Design den elektrischen Wasserpfeifen ähnlich, jedoch enthalten die Zigaretten Nikotin. Sie sind altersbeschränkt. Bild: Reuters

Kann man mit E-Zigaretten vom Tabakrauchen loskommen? Eine erste Metastudie zeigt den erhofften Nutzen, doch der Effekt ist gering - das Nikotinpflaster schneidet jedenfalls kaum schlechter ab.

          Elektronische Zigaretten scheinen tatsächlich in der Lage zu sein, manche Raucher vom Tabakkonsum abzubringen. Ihr Nutzen hält sich allerdings stark in Grenzen. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Analyse der Cochrane-Collaboration, die sich auf die Daten von 29 abgeschlossenen und noch laufenden Studien stützt.

          Wie Hayden McRobbie vom Wolfson Institute of PreventiveMedicine der Queen Mary University in London und die anderen Forscher berichten („Cochrane Database of Systematic Reviews“), betrug der Anteil an Probanden, die wenigstens ein halbes Jahr lang keinen Tabak mehr anrührten, bei den Anwendern der echten E-Zigaretten 9 Prozent und bei jenen der „falschen“ – also solchen, die keinen Nikotindampf abgeben – 4 Prozent; jeweils 36 und 27 Prozent der Studienteilnehmer der entsprechenden Gruppen verringerten ihren Tabakverbrauch zudem um die Hälfte. Andererseits führten die elektronischen Glimmstängel in den wenigen Studien, die dieser Frage nachgingen, nicht häufiger zum erhofften Erfolg als die Nikotinpflaster. Nebenwirkungen traten, wenn überhaupt, nur vorübergehend auf und waren zudem nicht schwerwiegender Natur.

          Wie die Autoren einschränkend feststellen, sind die Ergebnisse ihrer Analyse nur ein Hinweis, kein Beleg für den Nutzen von E-Zigaretten. Denn die Evidenz der bisherigen Studien sei zu gering, um klare Aussagen treffen zu können.

          Fakt ist, dass die - noch immer weitgehend unregulierte - Werbung für E-Zigaretten auch in Deutschland auf Hochtouren läuft. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat kürzlich einen Bericht veröffentlicht, in dem die Adressaten der E-Zigaretten-Werbung untersucht werden. Fazit: Die Jugendlichen sind eine Hauptzielgruppe. „Für die öffentliche Gesundheit bergen E-Zigaretten mehr Schadenspotential als Nutzen, da sie die bisherigen Erfolge der Tabakprävention bei Jugendlichen gefährden“, so Martina Pötschke-Langer, die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention am DKFZ.

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