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State Festival: Videos Tag 1 : Wann werden Roboter lieben und hassen?

Bild: dpa

Die fühlende Maschine, wird sie bald wahr? Kann man Emotionen programmieren? Und welche dürfen es dann sein? Von heute an wird das State Festival die Zukunft der Emotionen erkunden. Die Videos vom ersten Konferenztag des State Festivals.

          Hinter dem jüngsten Höhenflug der künstlichen Intelligenz und der neuerdings auch von Vordenkern des digitalen Fortschritts geäußerten Sorge um die Machtübernahme durch lernende und denkende Maschinen steht eine zentrale Frage: Wie ähnlich können sie uns werden, wie viel perfider? Nicht nur die Frage also steht im Raum: Können Roboter eines Tages denken wie wir,  womöglich sogar viel effektiver und erfolgreicher, sondern: Werden soziale Maschinenwesen unsere sozialen Kompetenzen, die evolutionären Erfolge, aber auch die in Krieg und Neid mündenden Verirrungen des menschlichen Geistes, letzten Endes überflügeln?

          Joachim  Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Das State Festival 2016 im Berliner Kühlhaus, ein Treffpunkt der jungen, innovativen „Open-Science“-Bewegung, erkundet diesen laufenden Übergang in eine neue Epoche der humanoiden Maschinenwesen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in sechs Themenblöcken.

          „State of Emotion“  - das ist der Versuch, mit Wissenschaftlern, Künstlern sowie interessierten Bürgern und Unternehmern herauszufinden, wie groß die Möglichkeiten und wie eng die Grenzen für einen nächsten Sprung in der digitalen Evolution sind: Die Weiterentwicklung von denkenden zu fühlenden und damit hochgradig sozial agierenden Computeragenten. Nicht erst mit dem Aufkommen lernender Maschinen, sondern schon seit gut zwanzig Jahren erlebt die Emotionsforschung einen beispiellosen Boom, der nun allerdings mit dem digitalen Aufschwung noch sehr viel spannender wird.

          In Workshops, in den Ausstellungsräumen und in einer zweitägigen Wissenschaftskonferenz werden sich international bekannte Experten der affektiven Wissenschaftsfächern mit der Geschichte der Emotionen befassen, es werden die Debatten um die kulturelle Bedeutung und Basis von Emotionen reflektiert, die modernen Methoden der Emotionsanalyse und –manipulation in der Medizin sowie die Bedeutung von Empathie für die Weiterentwicklung künstlicher Intelligenzen. Wie kommunizieren wir künftig mit sozialen Robotern, wie werden wir sie behandeln – und wie sie uns? Wann werden sie lieben oder anfangen, uns zu hassen? 

          Quelle: FAZ.NET

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