17.01.2005 · Er war eines der großen Genies seiner Zeit. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse wirken bis in die heutige Zeit. Die Sonde, die auf den Mond Titan landen soll, trägt seinen Namen: Christiaan Huygens.
Die Mondlandesonde der „Cassini-Huygens-Mission“ am Saturn erinnert nicht zufällig an Christiaan Huygens. Der große niederländische Mathematiker, Physiker und Astronom entdeckte im Jahr 1655 Titan, den größten aller 31 bisher bekannten Saturn-Monde. In die dichte, undurchdringliche Atmosphäre des Titan ist die europäische Forschungssonde „Huygens“ eingetaucht und auf der Oberfläche gelandet. Ihre Messungen sollen einen Teil der Rätsel dieses Mondes lösen. Ob die Sonde den Flug durch die Atmosphärenschichten
Die Entdeckung des Titan war zu Zeiten Huygens' alles andere als ein Kinderspiel. Das Teleskop war erst 1610 erfunden worden, mehr als eine 50fache Vergrößerung war damals nicht zu erreichen. Damit erkannte der 1629 in Den Haag geborene Huygens am 25. März 1655 zunächst einen vermeintlich hellen Stern in der Nähe des Saturn, erst einige Wochen später realisierte er, daß sich dieser „Stern“ um den Planeten bewegte. Nach dem Erdmond und den vier galileischen Monden um Jupiter war damit der sechste und zugleich größte Trabant eines Planeten im Sonnensystem entdeckt.
Wellentheorie des Lichts
Die Entdeckung des Titan war beileibe nicht die einzige wissenschaftliche Großtat des Niederländers. Er erkannte unter anderem als erster, daß der Saturn nicht von einem einzigen massiven Ring, sondern von vielen, aus zahllosen Teilchen bestehenden Ringen umkreist wird. Zudem wird ihm die erste überlieferte Zeichung des Mars' zugeschrieben. Der Niederländer gilt als Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung und wurde berühmt durch seine Wellentheorie des Lichts (Huygenssches Prinzip). Neben weiteren Entdeckungen erfand er die Pendeluhr, ersann die Unruh für Taschenuhren und verbesserte das zu seiner Zeit noch relativ junge Fernrohr durch die Entwicklung des Huygens'schen Okulars.