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Bisherige Missionen Mariner, Venera, Magellan

27.10.2005 ·  „Venus Express“ ist beileibe nicht die erste Mission zum Nachbarplaneten. Bereits in den sechziger Jahren startete die Erkundung der heißen Welt. Die Amerikaner werden die ersten, die Sowjets schafften die erste Landung auf einem fremden Planeten.

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Die nach der römischen Göttin der Liebe benannte Venus strahlt als sogenannter Morgen- oder Abendstern an unserem Himmel. Der Planet ist der hellste Körper nach Sonne und Mond. Schon in den frühen Jahren der Raumfahrt schickten Amerikaner und Russen Raumsonden zum Nachbarn der Erde. Die spektakulärsten der rund 30 Missionen seit 1961 waren:

14. Dezember 1962: Die amerikanische Raumsonde „Mariner 2“ passiert die Venus in 35.000 Kilometern Abstand und schickt Daten über die hohen Temperaturen, die dichte Wolkendecke sowie die Rotation. Die Sowjets waren 1961 unter anderem mit „Venera 1“ („Venus 1“) gescheitert. Die Sonde hatte zwar die Venus passiert, aber keine Signale gesendet.

1. März 1966: Die sowjetische Sonde „Venera 3“ zerschellt auf der Oberfläche des Erdnachbarn. Sie übermittelt zwar ebenfalls keine Daten, doch ist „Venera 3“ der erste von Menschenhand gefertigte Flugkörper, der einen fremden Planeten erreicht.

18. Oktober 1967: Mit „Venera 4“ gelingt es den Sowjets, in die Atmosphäre der Venus einzudringen und bis zur Landung Signale zur Erde zu schicken.

15. Dezember 1970: „Venera 7“ setzt auf der Venusoberfläche auf und ist damit die erste Sonde, die unbeschädigt auf der Oberfläche eines anderen Planeten aufsetzt. Die Kapsel sendet 23 Minuten lang Daten über Temperaturen und Atmosphärendichte.

22. Oktober 1975: „Venera 9“ liefert das erste Panoramabild von der Venus. Die erfolgreiche sowjetische Serie lief noch bis 1983 („Venera 16“). Bei den Missionen 13 und 14 im März 1982 wurden Bodenproben in der Sonde analysiert und Farbfotos übertragen.

9. Dezember 1978: „Pioneer Venus 2“ setzt fünf Messonden ab, die in die Gashülle der Venus eindringen und umfangreiche Daten übermitteln. Fünf Tage zuvor war „Pioneer Venus 1“ in eine Umlaufbahn um die Venus eingeschwenkt, um ein Profil der Oberfläche zu zeichnen.

13. Juni 1985: Die sowjetische „Vega 2“ passiert auf ihrem Weg zum Halleyschen Kometen die Venus und setzt wie vier Tage zuvor „Vega 1“ eine Landekapsel ab.

11. Oktober 1994: Die amerikanische Forschungssonde „Magellan“ erreicht nach fünfjährigem Flug die Venus, um weite Teile des Planeten mit Radar abzutasten. Die bislang letzte Venussonde umkreist ihr Ziel mehr als 15.000mal und fertigt eine detaillierte Oberflächenkarte an.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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