03.09.2012 · Wie sehen Außerirdische aus? Auf keinen Fall wie in „Star Wars“, spotten Hollywood-Verächter. Doch die Wissenschaft ist sich da nicht mehr so sicher.
Von Ulf von RauchhauptRichtlinien für Lesermeinungen
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@ Konstantinos Dafalias: Es geht um mehr als Aquadynamik
Natürlich trifft die Evolutionstheorie im genannten Beispiel der Meeresbewohner zu. Gleiche Lebensräume werden immer ähnliche Lösungen erfordern, um darin zu existieren. Aber weder handelt es sich bei den genannten Arten um eine evolutionäre "Endform" (man darf zweifeln, dass es so etwas wie eine Endform der Evolution überhaupt gibt), noch ist ausschließlich die ideale Körperform für ein erfolgreiches Überleben verantwortlich. Aspekte wie Nahrungskonkurrenz, Fressfeinde, Tarnung, etc spielen eine ebenso wichtige Rolle und werden gerne vernachlässigt. Außerdem sind hoch spezialisierte Tiere meist die ersten Opfer von dramatischen Umweltveränderungen, wo hingegen sich Generalisten die "alles ein wenig können" meist besser zurecht kommen. Bezieht man dies alles und noch weitere entscheidende Details mit in die Überlegungen ein, so kann man sehr wohl realistische Schlüsse über mögliche Lebensformen unter bestimmten Bedingungen treffen.
Ichtyosaurus, Thunfisch und Delphin
Die Ähnlichkeit im Körperbau von Ichtyosaurus, Thunfisch und
Delphin ist meiner Ansicht nach genau ein Beweis für die
Absurdität der Evolutionstheorie. Wenn diese - für das Leben
im Wasser sehr effiziente - Körperform für Wasserbewohner das
unausweichliche Endprodukt einer Entwicklung egal aus welcher
Ausgangsposition (Säugetier, Fisch oder Amphibie), wo sind dann
erstens alle Millionen von Zwischenformen - die müssen ja alle
überlebensfähig gewesen sein und noch dazu in so großer
Anzahl gelebt haben, dass sie genügend Nachkommen mit der
jeweiligen Mutation erzeugen konnten, dass sich die jeweilige
Zwischenspezies durchgesetzt hat und zweitens - was machen dann die
teilweise sehr bizarren Viecher in den Ozeanen?
Gibt es Atome? Natürlich, man kann ihren Kern sogar spalten
Ansonsten sind sie eine ziemlich leere Angelegenheit. In unserem Bewußtsein setzen sich ihre molekularen Verbindungen zu ziemlich handfesten Dingen zusammen. Wenn wir diesen 'Mechanismus' verstanden haben, können wir weiter über 'Aliens' reden.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.09.2012 10:37 UhrNachtrag
Dann sind wir nämlich - auf der Basis allgemeingültiger Naturkonstanten - selbst welche ;-).
Zu SETI : Würden wirklich intelligente Aliens darauf scharf sein, mit homo sapiens zu reden ?
Einfach so plaudern, weil es Spaß macht ? Nein - das halte ich
für vollkommen ausgeschlossen.
Die Menschheit präsentiert sich erst seit 50-100 Jahren in einem
Zustand, daß sie überhaupt EM - Wellen nutzt/kennt. Daß
sie über Raum und Zeit ohne religiöse Scheuklappen
nachdenkt,oder Galaxien als Sternenansammlung begreift (das entdeckte
erst Hubble in den 20ern ! ). Oder "Weltraum-Raketen" baut. In
allen Epochen zuvor wäre alles, was irgendwie anders ist, in einem
Gurkenglas in Formaldehyd geendet , oder auf dem Markt ausgestellt, oder
gleich totgeschlagen worden.
Eine derart primitive, affenähnliche Versammlung von Primaten wird
sicherlich von wirklich intelligentem Leben gemieden. Zudem steht der
Planet Erde, und die Menschen vor einem zivilisatorischen Supergau, der
aus der hoffnunglosen Überbevölkerung resultiert. Wenn jeder
Mensch einen Kühlschrank/Auto will oder hat, wird es erst richtig
tierisch hier auf der Erde. Der Mensch ist des Menschen Wolf.
Ich sehe das ganz anders
Hätten sie die Möglichkeit einer Zeitreise 4000 Jahre
zurück in das alte Ägypen, würden sie mit diesen Leuten
nicht reden? Rückständig ist nur der, der die Kommunikation
mit weniger technologisch entwickelten Lebewesen verweigert, vielleicht
aus Arroganz.
Ihre Zukunftsapokalypse ist ebenfalls Unsinn. Warum soll sich die jetzt
etwa 3 Millionen Jahre alte Menschheit gerade in der Neuzeit gegenseitig
vernichten wollen? Wir haben technologisch immer mehr Möglichkeiten
unsere Probleme zu lösen. Dass man den Bevölkerungswachstum
stoppen kann beweist gerade das bevölkerungsreichste Land der Welt,
also China. Sie haben eine pessimistische Grundeinstellung die sie mal
überprüfen sollten. Sowas kann depressiv machen.
da sind ein paar höchst menschenähnliche Aliens in schicken Anzügen zu sehen, die gerade eine unserer alten Voyager-Sonden gefunden haben. Mit Blick auf die goldene Plakette meint der eine: Schaut mal, die sehen ja genau so aus wie wir - aber sie sind nackt!
Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit gibt es reichlich Leben da draußen, aber SETI ist dumm
SETI ist als würde ich mich an den Strand der Nordsee stellen,
lauschen und verkünden, dass ich so unentdeckte Merreslebewesen
aufzufinden gedenke. Die Zeit in der die Menschen darüber nicht
herzlich lachen, macht mir Sorgen. Die Wahrscheinlichkeit so eine
Meerjungfrau zu finden ist größer als mit SETI Aliens zu
erlauschen.
Die Distanzen sind einfach zu groß und nicht zu
überbrücken, selbst wenn die nächste Intelligenz nur
einige Lichtjahre weit entfernt ist, war's das schon mit der
Kommunikation, es würde Generationen brauchen, allein eine
gemeinsame Sprache zu finden.
Mit welcher Sende-Leistung sollen die zig Lichtjahre entfernten Aliens
denn ihre Botschaften senden, natürlich im Vollkreis?
Selbst wenn die Signale uns erreichen, muss man sie richtig deuten.
"Hallo Mensch!", das kommt nach 20 Jahren an. "Hallo
Alien!" lautet die Antwort nach 40 Jahren. "Wie gehts
Mensch?" (60 Jahre). "Eurokrise!" (80 Jahre). "Wir
können euch Menschen helfen!" (120 Jahre). "Haha!"
(160 Jahre).
Dass SETI dumm ist kann man nur behaupten wenn man eine schlauere Lösung hat
Die haben sie uns aber nicht verraten, vermutlich weil sie auch keine bessere Lösung haben. Wenn sie wüssten mit welcher Raffinesse und mit welchen Algorithmen SETI sucht, hätten sie etwas mehr Respekt. Dass sich die Suchgeschwindigkeit nahezu alle Jahre verdoppelt, lässt die Wahrscheinlichkeit wachsen dass wir in nächster Zeit irgend etwas finden. Unsinnig ist nur die Kommunikation die sie vorschlagen. Etwas nicht übersetzbares kurzes zu senden und dann 20 Jahre zu warten wäre wahrlich dumm. Je mehr und je länger wir senden und erstmal allgemeingültige Naturkonstanten binär übertragen, umso einfacher wird es für die Aliens das zu übersetzen. Empfängt man etwas, würde man danach sicher permanent senden. Nach 20 Jahren Signallaufzeit und etwa 2 bis drei Jahren Auswertezeit wissen die Aliens so viel, dass eine Kommunikation auf hohem Level möglich ist. Die Zeitverzögerung spielt ab diesem Zeitpunkt dann keine so große Rolle mehr wenn man permanent empfängt und auch permanet sendet.
... machen Sie doch mal einen klugen Vorschlag!
statt einfach nur daher zu reden. SETI ist nicht für die Kommunikation mit den Aliens gedacht, sondern um deren Existenz zu beweisen, was wohl die größte Entdeckung der Menschheitsgeschichte wäre. Ja, die Chance ist sehr gering, aber SETI ist besser als garnichts...
Am meisten Angst macht das Alien, wenn man es nicht sieht. Wenn man es
sieht, ist es keine Enttäuschung, aber es ist doch nicht furchtbar.
Bei E.T bekommt man auch Angst - bis man es sieht. Das ist ja gerade so
schön an dem Film (wenn ich mich recht erinnere). Bei Predator ist
vor allem eines außerirdisch: Arnold Schwarzeneggers
Schauspielerei. Ein Film, der durch Synchronisation enorm gewinnt (und
natürlich etwas Kult verliert). Dann könnte man auch noch
youtube-Inkarnationen von Außerirdischen diskutieren: was ist der
Prototyp des Alien in der weltweiten Internetkultur?
Dank an Ulf von Rauchhaupt für diesen sehr guten Artikel
Spekulationen über intelligentes Leben außerhalb der Erde findet man ja sonst nur in Telepolis bei F.Rötzer und H.Zaun. Leider lässt mich das Niveau einiger Leserkommentare, die man hier lesen muss, befürchten, dass hier Perlen vor die Säue geworfen werden.
Energiewesen dominieren das Leben
Spirituelle Leute behaupten, das es eine Unmenge an Wesen gäbe, die
aus reiner Energie bestehen. Diese sind überall vorhanden, auch
hier auf der Erde. Wie können sie nur nicht wahrnehmen, weil sie
eine sehr viel höhere Schwingung haben.
Wir Menschen auf der Erde sind Lebewesen, die aus reiner Materie
bestehen, also sozusagen Lebenwesen mit der höchsten Energiedichte.
Auf Grund unserer sehr viel niedrigeren Schwingung sind wir von unserer
Umgebung sehr viel mehr getrennt als höherschwingende Lebewesen.
Der Sinn unserer Existenz besteht unter andern darin, Erfahrungen in
dieser Realität zu machen.
In wie weit diese Behauptungen wahr sind, kann ich persönlich nicht
einschätzen. Aber ich finde diese Sicht auf die Welt faszinierend
und es eröffnet einem sehr viel mehr Horizonte als die rein
materialistische Sichtweise. Wissenschaft ist eine ganz tolle Sache,
aber unser Wissen ist noch sehr begrenzt - wir sollten offen für
Neues sein.
Eigene Erfahrungen ...
Ich lernte einige dieser hochspiritueller Menschen kennen und
mußte mein Weltbild ändern. Die mit diesen Leuten gemachten
Erfahrungen kann man kaum beschreiben, das ist für diesen
FAZ-Kommentar nicht geeignet. Es gibt aber in der Tat Menschen, die
anders "gepolt" sind wir wir und die Dinge "sehen"
können die wir nicht wahrnehmen. Sicher reiten auf dieser
"Welle" auch Spaßmacher und Betrüger mit, aber eine
Minderheit hat diese Fähigkeiten tatsächlich.
Sehen Sie sich ma auf YouTube http://www.youtube.com/watch?v=D7fWodTL3m0
Die Frau heißt Anouk claes.
ich
finde man muss sich aber trotzdem bewusst machen, dass wir menschen nur begrenzte wahrnemungsfähigkeiten haben, und dass es tatsächlich unzählige auditive und visuelle frequenzen gibt die wir einfach nicht oder nur mit werkzeugen wahrnehmen können. wer weiß was es dann sonst noch alles gibt? ich erinnere an das höhlengleichnis. man sollte nicht ignorant alles als esoterik abstempeln, aber natürlich auch nicht jeden müll glauben
Schönes Beispiel für einen gängigen Irrtum
Wissenschaft ist in der Tat eine tolle Sache – eben weil sie stets offen ist für das Neue. Die gegenwärtig paradigmatischen Theorien zu testen und zu hinterfragen ist die Grundbedingung wissenschaftlichen Fortschrittes. Ganz in Gegensatz zu solch haltlosen esoterischen Hirngespinsten. Da wird aus der leeren Luft was zusammenfabuliert und mit aufgeschnappten, aus dem Kontext gerissenen Begriffen pseudowissenschaftlich verbrämt (ich nehme zB mal an, dass der Autor des Beitrages kaum erläutern könnte, was er mit diesen ominösen „Schwingungen“ meint?!). Zur Erklärung der Welt wird einem solchen Modell dann allen zugefügt, was oberflächlich hineinpasst, alles andere ignoriert oder mit zunehmenden Verrenkungen wegerklärt. Bloß am ursprünglichen, willkürlichen Weltmodell wird nichts geändert. Und das wird dann gegen die ach so ignorante Wissenschaft ausgespielt? Die im Gegensatz zu sämtlichen alternativen Modellen des Erkenntnisgewinns seit Jahrhunderten rasanten Fortschritt aufzuweisen hat?
Das Gute daran ist, daß es gleichzeitig...
..das Schlechte daran ist, nicht zu wissen wie die "Aliens" in
Wirklichkeit aussehen, wenn es sie denn gibt. Beweise haben wir noch
nicht, aber etliche Indizien. Nicht lachen, aber Erich von Däniken
hat ja bei den Mayas und Atzteken so etliches entdeckt. Leider gibt es
keine Beweise, daß es sich um "Aliens" handelt. Bei den
Pyramiden und in Indien gibt es auch etliche Indizien.
Ich persönlich denke, daß wir nicht die einzige
zufällige Biosphäre mit ein bisschen Intelligenz im ganzen
Universum sind. Wäre sonst ein wirklicher, einzigartiger Zufall.
Wir wissen doch alle: ein Übel kommt selten allein, so ist das auch
mit den Zufällen.
Also warten wir, bis uns die echten "Aliens" entdecken und
hoffen sie sind unserer Denkweise (erst schiessen, dann fragen)
abgeneigt und fragen erst, bevor sie Taten walten lassen (müssen ja
nicht gleich so negative sein wie die Menschheit es tun zu pflegt).
Stephen Baxters "Zeit" spielt - neben viel Unsinn - mit
genmanipulilerten intelligenten Tintenfischen, einer eigentlich sehr
rührenden Teilgeschichte in der Geschichte. Durch sehr rabiate
Fortpflanzung und Schwarmverhalten überflüglelt diese Spezies
ruckzuck die Leistungsfähigkeit der Menschengesellschaft.
Auch spielt der Roman unter der Annahme, dass die Menschheit die erste
Lebensform ist, die mittels Technologie ihre Evolution forschreibt. Was
ist, wenn wir wirklich die Ersten sind? Ein eigentlich sehr unangenehmer Gedanke.
Danke für diesen
für mich neuen Gedanken.....
Es könnte wirklich sein, dass wir die fortschrittlichste Spezies in
unserer Galaxies sind.
Dies ist allerdings rein rechnerisch sehr unwahrscheinlich.
Das Alter unseres Sonnensystems wird meines Wissens mit ca. 4,5
Milliarden Jahren angegeben.
Das Alter unserer Galaxie (innerer Halo) wid mit ca. 11,4 Milliarden
Jahren angegeben.
Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dort intelligentes Leben vor
dem Menschen erwickelt hat sehr viel wahrscheinlicher.
Allerdings bei so einer langen Zeitspanne können wir auch davon
ausgehen, dass viele Zivilisationen sich bereits selbst zerstört haben.
Vielleicht ist der Mensch die fortschrittlichste zur Zeit existierende
Spezies. Vielleicht limitiert sich Intelligenz von ganz allein durch Selbstzerstörung.
Wie auch immer, zu langes Schweifen durch diese Gedankendimensionen
machen deppressiv weil wir so unbedeutend sind =). Also lieber den Fokus
wieder auf kleine Areale dieser Welt lenken.
Kwich
Es wird nie Aliens geben - zum Glück für uns.
Die Frage nach dem möglichen Aussehen von Aliens stellt sich gar nicht, denn es gibt aller Wahrscheinlichkeit gar keine. Wir dürften damit tatsächlich die einzigen intelligenten Wesen im gesamten Universum sein. Selbst wenn man berücksichtigt, dass es, was einige Astronomen behaupten, Milliarden Planeten gibt, die über erdähnliche Bedingungen verfügen. Denn schon das menschliche Leben ist ein ganz seltener Zufall. Kleinste Abweichung der vergangenen Umweltbedingungen sowie eine ganze Kette von Zufällen haben unser Entstehen ermöglicht (bzw. nicht verhindert). Mehrmals stand die Menschheit in der Vergangenheit schon vor ihrer Ausrottung. Also dürften da draußen vielleicht ein paar Algen und Mikroben herumschwirren. Das war´s dann. Und das ist auch gut so. Denn Leben funktioniert in aller Regel nach dem Prinzip "Fressen und gefressen werden". Aliens, die uns so weit überlegen wären, dass sie mal eben die Erde besuchen würden, kämen nicht mit Geschenken sondern mit Vernichtung.
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2012 19:08 Uhrso ist es
genauso ist das. wir sind wie alle anderen organismen, darauf ausgerichtet uns zu verbreiten. genauso wie die europäer amerika besiedelt haben, würden wir anfangen neue bewohnte planeten zu besiedeln und anders rum. uns muss in dem moment nichtmal bewusst sein, dass wir etwas "böses" machen. wir tun es einfach weil es unsere natur ist. insofern wird jedes treffen mit ausserirdischen zwangsläufig zu einem konflikt führen
nicht ganz Richtig...
um nicht zu sagen, falsch.
Der Raum vergrössert sich, die Materie bleibt gleich und damit
mögliche neue Sterne und Planeten. Was sogar im Gegenteil zu Ihrer
Meinung eher dazu führt, dass die Chance auf ein Treffen geringer
wird, da die Entfernungen schneller als mit Lichtgeschwindigkeit wachsen.
ähhm
wie kommen Sie zu dem Schluss, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach
keine Aliens gibt???
Die Rechnung ist sehr einfach, man versehe alle eingetretene
Zufälle der Evolution und erdgeschichtlicher Entwicklung mit
Wahrscheinlichkeiten, wenn man dann alles miteinander multipliziert,
kommt man auf eine seehr niedrige Wahrscheinlichkeit für die
menschliche Existenz. Multipliziert man jedoch diese Zahl mit der
angenommenen Anzahl der Planeten in den habitablen Zonen der
unzähligen Sterne, so kommt man auf eine große
Wahrscheinlichkeit für die Existens intelligenten Lebens im All.
Nud wird es vermutlich so sein, dass wir die meisten zeitlich verfehlen.
Mit zunehmender Größe
des Universums vergrößert sich auch die Chance auf weitere Zivilisationen.
Selbst wenn wir annehmen das es nicht unendlich ist wird durch die
Anzahl erdähnlicher Planeten die Wahrscheinlichkeit immer
größer auf irgend eine Form von Zivilisation zu treffen.
Die Unwahrscheinlichkeit das man sich trifft ist aber mindestens so
groß wie die Wahrscheinlichkeit für deren Existenz, was auch
wieder in den enormen Entfernungen begründet liegt.
Wir sind nicht allein im Universum, davon kann man ausgehen. Aber
einsam... und ich denke das ist auch ganz gut so.
besiedlung Amerikas
Ein interessantes Zitat hierzu finde ich: Man betrachte den Umgang mit den Ureinwohnern Amerikas ab 1494 wenn man wissen möchte was passiert wenn eine "weit entwickelte" Zivilisation auf eine weniger weit entwickelte Zivilisation trifft...
das Fell des Bären, den wir nicht sehen und nie erlegen werden
Als begeisterter Science Fiction Leser bin ich quasi auch genuin ein
science fiction Enttäuschter, denn 95 % der Materie hat einfach
kein Format und ist WildWest-Klischee. Ausgenommen sind Autoren wie
S.LEM und auch Assimov. Bei Filmen genau das Selbe: eigentlich fallen
mir nur Solaris (Tarkowski) und Stalker (ders.) ein... vllt. noch das
sozialkritische Milieu wie Matrix etc. .
Die Frage nach ausserirdischem Leben ist wissenschaftl. das Eine. Die
Frage von SETI etwas ganz anderes. Das Interessanteste, was ich zu
dieser Frage gelesen habe, stammt aus Lems Solaris: "Wir sind
ausgezogen, Fremdes zu entdecken und wenn wir es finden, können wir
es nicht erkennen, weil wir immer nur uns selbst begegnen" (frei zitiert).
Alles Andere ist in meinen Augen eine naive Utopie, die Ausdruck
positivistischer Diesseits-Flucht ist: MAN GLAUBT AN DEN FORTSCHRITT um
die Wirklichkeit zu vergessen: Das NEUE ist das Wirkliche und damit gibt
es eigentlich keine existenziale Wirklichkeit mehr.
... für intelligentes Leben außerhalb unseres Planeten ist
der das es uns noch nicht besucht hat und aufgrund unseres Verhaltens
untereinander kann man nur hoffen das das auch noch lange so bleibt.
Von daher bleibt die Frage wie dieses Leben ausschaut hoffentlich noch
lange Gegenstand von Science fiction. Mag diese nun bildend,
aufklärerisch oder schlicht "nur" unterhaltend sein.
Lems Solaris ist sicherlich ein seltener Fall, wo mal ausserirdsches Leben entworfen wird, das nicht nur eine faschingshaft verkleidete Form irdischen Lebens ist. Selbst diese Projektion einer gänzlich eigenständig stattgefunden habenden Evolution bleibt dann nicht vollständig der menschlichen Kommunikation unzugänglich, sondern tritt durch ihre Eigenheit, die psychischen Abgründe der Astronauten Gestalt annehmen zu lassen, in eine Art Zwiegespräch zu diesen. Ob der "Ozean" dabei intelligent ist oder ein Bewusstsein hat, ist eigentlich nebensächlich. Dem üblichen SF-Mainstream ist Lem hier wie auch sonst äonenweit voraus. Die übliche Standard-SF à la Star trek ist meist nichts anderes als ein ins All verlegter Kriegsfilm und meist höchst einfältig, wenn bisweilen auch durchaus unterhaltsam. Selbst Ridley Scotts Alien stösst im Bemühen, ein ausserirdisches Wesen abseits des üblichen zu imaginieren, relativ früh an seine Grenzen und ist am Ende dann auch nur noch ein böser Drachen mehr.
Aliens sind vor allem Projektionen der menschlichen Psyche
In ihnen kann das Ego seine Urangst vor dem Unbekannten verwirklichen.
Nicht umsonst haben viele Außerirdische in Filmen
Fähigkeiten, die das menschliche Ego fürchtet oder endlos
fasziniert: rationale und technologische Finesse, Hochtechnologie (meist
der unseren "überlegen", eigentlich geht es in Sci-Fi
immer um Unter- oder Überlegenheit), äußerst brutal oder
äußerst engelsgleich. Ideologisierte Fähigkeiten, meist
"bessere" menschliche Eigenschaften: intelligenter (was immer
das heißt), gewissenloser, empathischer.
Anders und dem Menschen doch so ähnlich, ein Spiegelbild seiner
Selbst. Das muss auch so sein, entspringt die Vorstellung aus seinem
Hirn, Eine Art Gottprojektion eines Egos, dass sich allein im
Raumgefüge wähnt, aber nicht allein sein möchte. Die
Vorstellung von Lebewesen, die anders sein sollen, aber doch nach den
uns bekannten Regeln existieren und funktionieren lassen vor allem zu,
Spekulationen anzustellen. Allein das schon bringt Vergnügen.
Ich glaube, Lebewesen wie wir, die auf einer festen Oberfläche
wandeln und in einem gasförmigen Medium (Luft) leben, stellen eine
Ausnahme dar.
Der Regelfall wird meiner Meinung nach das Leben im Wasser sein, nicht
selten durch eine kilometerdicke Schicht aus Eis gegen das Weltall abgeschirmt.
Wahrscheinlich gibt es viel mehr belebte Monde als belebte Planeten!
Was würde ein Einwohner eines solches Eismondes vom Universum wissen?
Welche Entwicklung müsste eine Kultur, die in einer solchen
Umgebung blüht, nehmen, um Raumfahrt zu betreiben?
Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass eine biogene Form des
Lebens längerfristig intelligent einen Planeten besiedelt. Es wird
relativ rasch einen Übergang zu technischen Systemen geben, da
diese vielen grundsätzlichen biologischen Einschränkungen
nicht unterliegen.
Damit werden die Aliens aber eher wie ein Marsrover aussehen, wobei ich
nicht glaube, dass der Marsrsrover schon der Weisheit letzter Schluss
ist.
Und natürlich gilt "form follows function", was ist denn
genau die Funktion eines Alien, das ist die Kernfrage.
Die Logik hilft uns wie Aliens aussehen könnten
Wesen die technologisch auf unserer Stufe oder sogar höher stehen, brauchen gewisse Fähigkeiten die bestimmte biomechanischen Voraussetzungen erfüllen müssen. Dazu gehört sich in Räumen in der Ebene bewegen zu können. Mindestens zwei Gliedmaße zu haben mit Händen und mindestens 4 Finger um komplexe Dinge greifen und auch schaffen zu können. Augen sind ebenfalls erforderlich um sehen zu können und von Vorteil ist auch stereoskopisches Sehen zur Entfernungserfassung, also mindestens 2 Augen. Genauso das räumliche Hören und eine Kommunikationsfähigkeit durch Sprache, Farben oder bioluminiszente Lichtsignale. Letztlich kann man sagen dass Aliens uns nicht unähnlich sein werden wobei innerhalb dieses Fähigkeitsspektrums starke körperliche Formabweichungen möglich sind. Letztlich gelten die Naturgesetze der Evolution und der Biomechanik im gesamten Universum. Nur für Leben außerhalb der Biologie sind Lebensformen, sollten sie überhaupt existieren, von uns nicht vorstellbar.
Ulf von Rauchhaupt Jahrgang 1964, verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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