14.09.2012 · Eine Studie liefert der Kritik am massenhaften Antibiotika-Einsatz neue Nahrung: Krankheitserreger, die ins Erdreich gelangen, geben Resistenzgene an Bodenbakterien weiter.
Von Hildegard KaulenRichtlinien für Lesermeinungen
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Bitte an diesen Artikel denken, wenn das nächste Mal ein halbes Kilo Huhn für 2 € beim Discounter im Einkaufswagen landet - nicht nur ekelhaft, sondern auch gefährlich.
Wenn sich diese Entwicklung manifestiert, dann bahnt sich im Ackerboden eine echte Bedrohung an!
Die Fruchtbarkeit des Ackerbodens wird massgeblich durch die Bodenbakterien bestimmt. Bodenbakterien sind unverzichtbar für die geochemischen Stoffkreisläufe, insbesondere für den Stickstoffkreislauf. Sollte hier eine signifikante Störung eintreten, dann wird das nicht ohne gravierende Auswirkungen bleiben. In den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts gab's eine ganze Serie von amerikanischen Horrorfilmen, die auf der Mutation von Lebewesen aufgrund von Atomstrahlung aufbauten. Da tauchten dann immer Riesenspinnen & Rieseameisen auf und frassen die Leute oder gleich ganze Autos. Die wirklich gefährlichen Mutanten sieht man aber mit dem bloßem Auge nicht - und Hollywood-Filme lassen sich über Bodenbakterien nun auch nicht drehen. Deshalb wird man diese Gefahr wohl weiter übersehen - mit den entsprechenden Auswirkungen in der Zukunft. Aber Wissenschaftler sind ja sowieso Dummschwätzer die nur Geld für Ihre neuen Computer haben wollen! Oder nicht??
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.09.2012 19:15 UhrManche sehen es schon.
Viele Menschen, die "Bio"-Fleisch essen oder sich gar
vegetarisch ernähren, geben als einen der Gründe an, dass sie
keinen oder einen geringeren Beitrag u.a. zum Einsatz von Antibiotika in
der Nutztierhaltung leisten möchten.
Die Mehrheit steht dem jedoch nicht nur ignorant gegenüber, sondern
fühlt sich bemüßigt, von "Öko-Spinnern",
"Quasi-Religiösen Gutmenschen" oder ähnlichem zu reden.
Im Suchfeld von faz.net einfach mal "Bio" eingeben und in die
letzten Beiträge reinschauen.
Wer der Verbreitung von Antibiotika keinen Vorschub leisten möchte,
wird regelrecht verunglimpft.
Eigentlich schade, dass die Problematik, wenn sie denn zum Tragen kommt,
nicht zwischen Verursachern und Vermeidern unterscheiden wird.
Antibiotika werden zu Neige gehen. Das große Zeitalter des
Penizillins geht vorüber.
Substitute, wie Phagen oder lange Peptidketten aus der Immunabwehr von
Insekten sind im menschlichen Blut sehr schwer zu handhaben.
Der Verantwortungslose Umgang in den Industrieländern ist kaum zu
ertragen,
wenn man sich die Folgen eines Ausfalls vor Augen führt.