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Ansteckende Tiere

29.04.2009 ·  Parasitäre Zoonosen im Überblick

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Die Schweinegrippe erinnert in diesen Tagen alarmierend daran, dass Tier und Mensch eine Schicksalsgemeinschaft, aber auch eine Gefahr füreinander darstellem können. Viren sind dabei nur eines von vielen Risiken. Im Kontakt mit Haus- und Nutztieren dachte man bisher zunächst an Flöhe oder den Fuchsbandwurm - also an Parasiten, die zum Teil mit bloßem Auge sichtbar sind. Mit der Rolle, die solche Einzeller, Insekten, Egel oder Würmer heute noch spielen, beschäftigt sich eine Neuerscheinung der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Der großzügig bebilderte Atlas "Parasitäre Zoonosen" klärt sachlich und umfassend über häufige und bekannte Infektionen auf, wie etwa die Toxoplasmose, die sich Schwangere durch Verzehr von rohem Fleisch zuziehen. Noch immer kommen dadurch jedes Jahr schwer geschädigte Neugeborene zur Welt. Ausgewählte Fallbeispiele machen aber auch die unterschätzten, unbekannten und seltenen Gefahren deutlich: Wenn possierliche Gerbile die "Tropische Rattenmilbe" ins Kinderzimmer einschleppen, wird das unerklärliche Ekzem der Tierhalter oftmals erst sehr spät richtig diagnostiziert. Das Buch von Wieland Beck und Nikola Pantchev, beide Fachtierärzte für Parasitologie, schafft hier Abhilfe durch aktuelle Fallzahlen und eine ausführliche Schilderung von Infektionswegen und klinischem Bild.

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Wieland Beck, Nikola Pantchev: "Parasitäre Zoonosen". Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover 2009. 180 S., 79 Euro.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2009, Nr. 99 / Seite N2
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