Am Tag danach wird wieder das „Blame game“ gespielt. Jeder ist schuld, nur man selbst nicht. Keiner will auf dem jüngsten Euro-Krisengipfel die Idee gehabt haben, auch von Konten zyprischer Kleinsparer Geld für die „Rettung“ des Euro abzuziehen. Plötzlich ist das Chaos wieder da, diesmal in den Köpfen der Sparer, nicht an den Märkten.
In deutschen Radiosendern läuft im O-Ton die Versicherung der Bundeskanzlerin aus dem Jahr 2008. Wer erinnert sich nicht? Große Koalition, Bankenkrise, Hunderter werden knapp. Im Kanzleramt treten Angela Merkel und Peer Steinbrück vor die Kameras: „Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind.“
Nun sah sich der Regierungssprecher genötigt, Merkels Einlagengarantie zu bekräftigen, mit dem Zusatz, Zypern sei ein Sonderfall. Der Eurogruppe war offenbar nicht bewusst, dass sie mit Sprengstoff hantierte. Vertrauen ist das Wesen des Geldes. Vertrauen ist der gesellschaftspolitische Kern der Krise. Es ist verloren gegangen.
Was das bedeutet, führte Merkel in ihrer Regierungserklärung im Oktober 2008 aus: „Es geht um nicht mehr oder weniger als um das Vertrauen in die Gesellschaftsordnung.“
Back to the roots - dann wirds einfacher
Reinhold Wüst (stranger08)
- 24.03.2013, 00:20 Uhr
Zitat Merkel, Regierungserklärung vom 7.10.2008
Jochen Wagner (jochenwagner)
- 20.03.2013, 13:24 Uhr
So Herr Gauck,
Kerstin Leopold (MOLDAUER)
- 19.03.2013, 16:09 Uhr
Es geht um nicht mehr oder weniger als um das Vertrauen in die Gesellschaftsordnung!
Gottfried Lobeck (golo7)
- 19.03.2013, 14:00 Uhr
Es gibt da noch ein Problem.
Karin Jürgens (Bashi49)
- 19.03.2013, 13:39 Uhr