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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Zwei-Milliarden-Dollar-Skandal Ratingagentur stuft JP Morgan herab

 ·  Nach dem spektakulären Handelsskandal bei JP Morgan senkt die Ratingagentur Fitch den Daumen über der größten amerikanischen Bank. Allein am Freitag verlor die Bank an der Börse 15 Milliarden Dollar an Marktwert.

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Der jüngste Handelsskandal kommt der größten amerikanischen Bank JP Morgan Chase teuer zu stehen: Das renommierte Institut verlor am Freitag an der New Yorker Börse 15 Milliarden Dollar an Marktwert. Zuvor hatte das Geldhaus einräumen müssen, mit komplexen Finanzprodukten in den vergangenen sechs Wochen zwei Milliarden Dollar verloren zu haben . Dies hat die Ratingagentur Fitch dazu veranlasst, die Bonität der Bank herabzustufen. Die Ratingagentur stufte JP Morgan von AA- auf A+ herunter. Zudem senkte sie auch das langfristige Emittenten-Rating.

Laut der Ratingagentur sind die Einbußen durch den Handelsskandal für die Großbank zwar handhabbar, jedoch nicht die damit verbundenen Risiken, etwa für den Ruf und die Führung der Bank, teilte Fitch am Freitag zur Begründung mit.

Die Aktien von JP Morgan Chase verloren an der New Yorker Börse 9,3 Prozent auf 36,96 Dollar. Damit waren sie am Freitag mit Abstand der größte Verlierer an der Wall Street. Rund 212 Millionen Aktien der Bank wechselten den Besitzer - das war das größte Handelsvolumen seit jeher.

Standard & Poor’s deutet mögliche Herabstufung an

Auch die Ratingagentur Standard & Poor’s reagierte auf den Skandal und senkte den Ausblick von JP Morgan auf „negativ.“ Mit dem Schritt deutete die Ratingagentur eine mögliche Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Großbank an.

Unterdessen kann der Vorstandsvorsitzende von JP Morgan Chase, Jamie Dimon, nach eigenen Angaben nicht sagen, ob das Finanzinstitut mit dem verlustreichen Handel gegen Gesetze verstoßen hat. Dem sollte nun die Regulierungsbehörde nachgehen, sagte Dimon in einem Interview dem amerikanischen Fernsehsender NBC. Diese würde zu ihren eigenen Schlüssen kommen, sagte er in am Freitag veröffentlichten Ausschnitten der Sendung „Meet the Press“. Die Bank sei „schlampig“ und „dumm“ bei der Abwicklung der Handelsgeschäfte vorgegangen, räumte er ein.

Die Vorsitzende der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, Mary Schapiro, sagte derweil vor Reportern, ihre Behörde befasse sich mit dem Milliardenverlust von JP Morgan Chase. Weitere Details nannte sie aber nicht.
 

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