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Zuchtunternehmen Das Tier als eierlegende Maschine

 ·  Hühner legen heute 350 Eier im Leben. Das reicht den Züchtern nicht. 500 Eier sollten es schon sein. Ein Besuch auf der Nutztiermesse.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (15)
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Thomas Lehner

Qualitätsjournalismus...

Werte Freunde,
als Landwirt und Agraring. traue ich mir zu so manche Zahl zu hinterfragen. Die "Lebensleistung der Kuh" liegt nicht bei 10.000 kg sondern wird angestrebt auf 100.000 kg Milch. Die genannten 10.000 kg Milch sind eine sehr gute Milchleistung/Jahr! Man könnte denken, ja, der hat sich wochl vertippt, aber bei der Legeleistung/Huhn die selbe Panne. 500 Eier/Jahr? 350 Eier/Huhn/Jahr oder 370 Eier/Lebensleistung/Huhn?
Sonst: die Lebensleistung eines Rindes "verlängern"? Kühe werden nicht nach 2 Jahren geschlachtet, sie werden in der Regel 6-7 Jahre alt.
Was mir echt sorgen macht: Wenn andere, sensible Themen wie Naher Osten, Wirtschaftskriese, Schuldenkriese mit einer ähnlichen Qualität geschrieben werden wie der vorliegende Artikel es im Agrarbereich versucht, was soll dann noch gelesen werden?
Warum engagieren Sie keinen Agrarfachmann/Frau der Ihre Artikel "querliest" um Fehler rauszufiltern?
Kann wirklich jeder über Landwirtschaft schreiben?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.11.2012 00:34 Uhr
K Zinser
K Zinser (kzin) - 17.11.2012 00:34 Uhr

Die 10.000 Liter waren sicherlich ein Tippfehler - 50.000 bis 80.000 sind real

Herr Lehner, dass die 10.000 Liter Lebensleistung falsch waren ist klar. Nachdem die heutigen überzüchteten Kühe - unter Zuhilfenahme von Genfutter das den halbem Erdball umrundet - wahrscheinlich eher 6-8 Jahre alt werden kommen wir auf Lebensleistungen von 50.000 bis 80.000 Liter. Pro Tag sind das ca 30-40 Liter.

Früher hatte eine Kuh bei einem Alter von oft über 10 Jahren eine ähnliche Lebensleistung.

Das heisst wir töten doppelt so viele Kühe um auf eine ähnliche Produktion zu kommen. Die Tiere sind überzüchtet. Was zu untersuchen wäre ob diese Kühe bezogen auf den produzierten Liter Milch weniger Klimagase freisetzen.

Als jemand der auf einem landwirtschaflichen Betrieb aufgewachen ist, ist mir der Appetit auf Fleisch weitgehend vergangen.

Die Produktion des Gentechnik Tierfutters unter Verelendung der Landbevölkerung in Lateinamerika ist schlichtweg ein Verbrechen. Auch die EU Fischerei von der Küste Afrika.

Die EU Subventionen zerstören die Familienbetriebe

Nein Danke !

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Antonietta Tumminello

Die meisten Tiere sind noch Kinder, wenn sie ihr Leben lassen müssen,

Spanferkel sogar noch Säuglinge! Kein einziges Tier, welches für einen kurzen Gaumenschmaus geschlachtet wird, erreicht auch nur ein Sechstel seiner natürlichen Lebenserwartung! Fast alle werden getötet, noch bevor sie ausgewachsen sind! Sie leben, um zu sterben! Essen Sie keine Tiere mehr und schränken Sie Ihren Konsum an Milchprodukten und Eiern ein - den Tieren und Ihrer Gesundheit zuliebe! Leben Sie vegetarisch oder noch besser vegan!

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A. Schifflers

Denkt eigentlich noch jemand daran,

dass es sich hier um empfindungsfähige Lebewesen handelt!?

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Peter Hoch
Peter Hoch (luxor) - 16.11.2012 09:35 Uhr

Geistige Verwirrung scheint sich auf alle Lebensbereiche augedehnt zu haben

Political Correctness hat den Menschen scheinbar den letzten Rest an Gesundem Menschenverstand ausgetrieben.

Die Natur wird zurückschlagen. Das ist sicher.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 16.11.2012 09:26 Uhr

Masthühner

Ein Bekannter von mir bekam mal als Kind ein paar Küken aus einem Mastbetrieb geschenkt, die er aufzog. Nach ein paar Wochen sahen die Tiere noch weitestgehend aus wie ganz normale weiße Hühner. Kurz darauf fielen ihnen die Federn aus, sie gingen wahnsinnig in die Breite, bekamen einen ungesund großen Kropf und konnten sich kaum noch auf den Beinen halten. Was dabei herauskam waren irgendwelche mutierten Dinger, die mal sowas Hühner gewesen sein mochten. Letztendlich mussten die Tiere erlöst werden. Ich esse noch immer Hühnchen, aber trotzdem: Es ist schon pervers dass bei der Züchtung inzwischen Lebewesen erschaffen werden, die nur für einen eng begrensten Zeitraum (nämlich den bis zur Schlachtung) wirklich lebensfähig sind, ehe Sie in irgendeinen undefinierbaren Zustand übergehen, über den sich niemand wirklich Gedanken macht.

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K Zinser
K Zinser (kzin) - 16.11.2012 08:08 Uhr

Ist das Zucht, Überzüchtung oder Tierquälerei ? - Durchschnittliche Herdenobergrenzen zum Schutz

Bei Hühnern war es schon gut wenn es pro Tag ein Ei gab. 250 bis 300 Eier waren real. Eine Milchleistung bei Kühen von ca 5000-7000 Litern pro Jahr. Dafür wurden die Kühe oft mehr als 10 Jahre alt. Das Futter kam aus der eigenen Landwirtschaftlichen Produktion.

Nunmehr haben wir Höchstleistungstiere wobei die Qualität auf der Strecke bleibt. Die Kühe haben nun Jahresleistungen bis zu 12000 Litern. Wahrscheinlich ist ein Alter von 5-7 Jahren schon viel. Das Futter kommt aus Südamerika und ist oft gentechnisch belastet. Viele Menschen entwickeln sich deshalb zum Vegetarier oder Veganer.

Was spricht dagegen eine durchschnittlich Obergrenze für die Herdenleistung und ein Durchschnittsalter bis zur Schlachtung festzulegen ? Dann gibt es womöglich immer noch überzüchtete Ziere. Jedoch muss der Halter Minderleister mitfüttern so dass der Reiz der Überzucht entfällt.

Fleischesser mit Garten werden wohl zu freilaufenden Hühnern übergehen. Eier und Fleisch aus der eigenen Produktion.

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Karl Bass
Karl Bass (ichinen) - 16.11.2012 01:51 Uhr

Aber das habe ich doch in der Hand

Fleisch, Eier, Milch, etc. nur aus nachvollziehbaren, mit meinen ethischen Prinzipien kompatiblen Quellen zu kaufen. Bezahlbarkeit ist eine reine Frage der Menge. Ich esse jedenfalls lieber einmal im Monat Gulasch aus Rinderfilet von freilaufenden Tieren als jeden Tag wässeriges Schweinefleisch aus dem Supermarkt. Milch kann man wunderbar direkt beim Bauern des Vertrauens kaufen und erspart sich den Geschmack "länger haltbarer frischer Milch". Ich schätze, daß der Konsum tierischer Produkte in den letzten 10 Jahren in meiner Familie um 90% gesunken ist. Bestehen auf höchster Qualität des Essens dürfte die effektivste Diät darstellen. Außerdem erzeugt es Haß, den Haß der Tiere auf ihre Lebensbedingungen zu essen. Danke, Thich Nhat Hanh, für diese Erkenntnis.

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Closed via SSO

Ich bin ja durchaus der Meinung, es wäre besser, wir würden weniger Tierisches essen.

Ich meine: Fleisch vor allem.
Gegen Milch und Käse kann kein Vernünftiger was haben: Das Zusammenleben von uns Menschen mit Rindern, Schafen und Ziegen betrachte ich als eher symbiotisch: auch sie profitieren schließlich einen Teil ihres Lebens davon ...
Bei den Hühnern weiß ich es nicht so genau: legen die nicht sowieso, auch unbefruchtete Eier?
Aber es ist schon wahr: Niemand muss jeden Tag eines, zwei oder gar drei Eier zum Frühstück vertilgen - man wird eh zu dick davon ...
Eines, maximal zwei pro Woche sollten doch wohl reichen ? Im Urlaub darf es ja gern mal das Eine oder Andere mehr sein.
Ich lasse mich gern belehren!

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Matthias Katte
Matthias Katte (Hovac) - 15.11.2012 22:48 Uhr

Die Milch-Lebensleistung ist deutlich höher.

40.000 Liter sind eher die Regel. Bei nur 6.000 Litern/Jahr schaffen es viele Kühe auch noch weiter.
10.000/Jahr wäre viel falls der Autor das meint.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.11.2012 01:53 Uhr
Closed via SSO

Waaas ???

40.000 Liter pro Jahr ???
Das sind ja pro Tag 110 Liter, die ungefähr 132 Kilogramm wiegen - das ist Tierquälerei.

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Holger Dorn
Holger Dorn (Holle_D) - 15.11.2012 22:28 Uhr

Verantwortung

Die Verantwortung für eine nicht quälende tierische Nahrungsmittelwerzegung liegt natürlich beim Verbraucher und seinem Kaufverhalten. Dennoch kann und muß ich mich als Verbraucher auch darauf verlassen können, daß der Staat Auswüchse wirksam unterbindet. Wer hat schon ausreichend Zeit und Engagement, sich bei jedem gekauften Ei oder Fleischprodukt durch die Verschleierungstaktiken der Industrie und eine Fülle von tendenziösen Informationen zu wühlen?

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George Rauscher

Pervers

wenn man bedenkt was da aus einem Huhn kommt, das ist einmal täglich schon ein Kraftakt.

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Dounia Moon

Über so viel menschliche Arroganz und Gier

... kann man eigentlich nur noch weinen. Disgusting.

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joachim tarasenko

Wir sollen schuld sein, die alte Laier

Schon wieder ist der Verbraucher schuld, der immer nur alles billig haben möchte. Dabei ist das Profitdenken der Tierhalter zu kritisieren. Nicht der Konsument. Der würde auch mehr zahlen wenn er wüsste dass die Tiere nicht mehr leiden müssten. Aber die Produzenten lassen die Tiere trotz höheren Preises leiden soviel ist sicher.

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15.11.2012, 19:58 Uhr

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