Für Hauskäufer scheinen die besten Zeiten vorüber zu sein. Noch im vergangenen Sommer waren Bauzinsen so niedrig wie niemals zuvor. In der Zwischenzeit sind sie wieder um ein Fünftel gestiegen.
Dafür gibt es gute Gründe, denn der Hypothekenzins orientiert sich am Anleihemarkt. Und dort hat die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stark zugelegt, weil die Sorge über eine weitere Eskalation der europäischen Schuldenkrise nachgelassen hat. Auch zieht die Inflation wieder leicht an, was die Anleihekurse ebenfalls belastet und die Renditen treibt. Seinen Traum von den eigenen vier Wänden muss deshalb niemand begraben.
Historisch betrachtet sind die Baugeldzinsen immer noch im Keller. Allerdings sollte man einen ohnehin geplanten Immobilienkauf nicht mehr auf die lange Bank schieben. Und schon gar nicht sollte man angesichts der höheren Zinsen auf die Idee kommen, Finanzierungen mit kürzeren Zinsbindungsfristen einzugehen. Dem Kostenvorteil einer fünfjährigen Hypothek steht das nicht unerhebliche Risiko einer teuren Anschlussfinanzierung gegenüber.
10 oder besser 15 Jahre mit festen Zinsen sollten in dem immer noch günstigen Umfeld das Minimum sein, um im neuen Heim ruhig schlafen zu können.