15.09.2009 · Anleger sollten nur Wertpapiere kaufen, die sie verstanden haben, inklusive aller Risiken jenseits der bunten Werbebroschüren ihres Bankberaters. Wem es zu umständlich ist, sich umfassend zu informieren, sollte dem Kapitalmarkt lieber fernbleiben.
Von Daniel MohrDie Zertifikatebranche bringt ihre Produkte unters Volk, als ob es die Lehman-Insolvenz und all die Geschichten um Rentner nicht gegeben hätte, die ihr Hab und Gut in Produkte investiert haben, deren Risiken ihnen nicht bekannt waren. Der Druck auf die Bankberater bleibt hoch, die für die Banken attraktiven Zertifikate weiterhin rege zu verkaufen.
Das ist grundsätzlich auch nicht verwerflich, schließlich bieten viele Zertifikate einen Mehrwert, den andere Finanzprodukte nicht haben. Allerdings ist zu bezweifeln, dass nun aufgeklärte Anleger am Werk sind, die sich über die Chancen und Risiken ihrer Neuerwerbungen im Klaren sind. Vielmehr ist zu erwarten, dass bei einer abermaligen Insolvenz eines Zertifikateemittenten das Wehgeschrei der Anleger von neuem losgeht, dass ihnen niemand gesagt habe, dass ihre "Garant"-"Anleihe" ein Zertifikat sei und sie deshalb nun wertlos verfalle.
Dem können die Anleger auf eine einzige, ganz einfache Weise Abhilfe verschaffen: Sie sollten nur Wertpapiere kaufen, die sie verstanden haben, inklusive aller Risiken jenseits der bunten Werbebroschüren ihres Bankberaters. Umfassende Information ist der beste Anlegerschutz. Wem das zu umständlich ist, der sollte dem Kapitalmarkt lieber fernbleiben.
Bankberater gibt es nur in den Medien
Jens Martin (ottosuma)
- 15.09.2009, 20:23 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.419,90 | −1,28% |
| EUR/USD | 1,2369 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 103,00 $ | −0,24% |
| Gold | 1.540,00 $ | −2,50% |
Anonym bewerben? Ist das gut?