01.09.2010 · Die CDU bringt einen gesetzlichen Mindestlohn für Zeitarbeiter ins Gespräch. Dahinter steht die Furcht vor polnischen Arbeitnehmern, die sich von Mai 2011 an in Deutschland frei bewegen dürfen.
Von Kerstin SchwennAm Ende des Sommers kommt wieder Schwung in die Debatte über einen Zeitarbeits-Mindestlohn. Der CDU-Sozialpolitiker Peter Weiss bringt von einer Reise die Nachricht mit: Die polnischen Arbeitnehmer, die sich von Mai 2011 an in Deutschland frei bewegen dürfen, stehen in den Startlöchern. Die polnischen Arbeitgeber haben schon Tarifverträge in der Schublade, mit denen sie deutsche Zeitarbeiter unterbieten können.
Diese Aussicht belebt hierzulande das Bemühen um Abschottung. Selbst jene in der Union, die in der großen Koalition die Mindestlohnträume der SPD noch platzen ließen, sind jetzt einer Lohnuntergrenze zugeneigt. Die Arbeitgeber halten gegen die angebliche Bedrohung aus dem Osten zusammen.
Nur die FDP ist dagegen. Doch auch sie erwägt Zugeständnisse – aus dem Gefühl, Menschen vor Lohndumping bewahren zu müssen. Mit der Zeitarbeit gäbe es zum ersten Mal eine branchenübergreifende Lohngrenze. Das wäre der Einstieg in den flächendeckenden Mindestlohn. Der Arbeitsmarkt schottete sich damit nicht gegen Polen und Tschechen ab, sondern gegen Geringqualifizierte. Zu künstlich überhöhten Löhnen stellt sie kein Arbeitgeber mehr ein.
Das wird immer lächerlicher
Andreas Neubert (Citizen_Kane)
- 01.09.2010, 21:22 Uhr
Richtig !
heinz herzing (heinz48)
- 01.09.2010, 21:30 Uhr
Blödsinn!
Tom Berg (veil123)
- 01.09.2010, 22:09 Uhr
@Fuchs Bedingungsloses Grundeinkommen versus Mindestlohn
Stefan Rubens (RubensStefan)
- 02.09.2010, 10:38 Uhr
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