23.11.2012 · Die Einzugsermächtigung wird abgeschafft: Vom 1. Februar 2014 an gelten nur noch schriftlich erteilte Mandate. Für die Verbraucher bedeutet das mehr Schutz, für die Unternehmen mehr Aufwand.
Von Georg GiersbergRichtlinien für Lesermeinungen
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Keine Panik! Was bedutet das für die GEZ ? Ich hoffe nichts Gutes.
ggf gibt es massenweise Umwandlungen in Vorkassevorgänge, ggf ist das besser als eine Einzugsermächtigung fürs Konto. Wir werden sehen. ggf raffe ich auch gar nichts. Es bleiben auch die Daueraufträge erhalten wo ich als Kunde die Kontrolle habe. Keine Panik
abschaffung der tollhaus-beamten in brüssel wäre mir
allerdings lieber.
ich hatte und habe niemals probleme mit der jetzigen form der einzugsermächtigung.
wenn mit einer einzugsermächtigung etwas falsch lief, konnt ich
problemlos rückbuchen.
aber die brüsseler beamtenschaft hatte wieder viel zu viel zeit
sich neuen unsinn einfallen zu lassen.
Offenbar führen nur noch die Banken Regie in Brüssel-Europa
Mit dem Wegfall der preisgünstigsten Zahlungsmöglichkeit "Lastschrift" verlagert sich das Bezahlgeschäft hin zu den Kreditkartenbanken und Paypal-Systemen. Die kosten allesamt Geld. Dieser vermehrte Geldzufluss zu den Banken ist das eigentliche Moment in dieser schamlosen EU-Apparatschick-Verfügung. Es stimmt: Die Banken ziehen die Strippen überall in Brüssel-Europa und die Politik-Marionetten zappeln im Takt. Im Endeffekt läuft alles auf die Bevorteilung des Kapitals und des politischen Schmarotzertums zu Lasten der Redlichen hinaus. Business as usual.
Feinster EU-Sadismus: Heiteres Bürgerquälen
Jaja, das dient natürlich alles unserer »Sicherheit«.
Von wegen! Erdacht vor einigen Jahren bei einem Abteilungsfest in einem
Brüsseler Edelrestaurant. Nach dem achten Getränk. Dann haben
sich zig hoch bezahlter Bürokratur-Experten an die Arbeit gemacht.
Nun ist das Bürgerquälwerk vollbracht und fertiggestellt. Bei
der Feier zu diesem Anlass in obgenanntem Restaurant lagen die sich
Verfasser zeitweilig vor Lachen kreischend in den Armen:
»Zweiundzwanzigstellige SEPA-Nummern! MUUHAHAHAHA«
»Vorankündigungspflicht einer doppelt zu genehmigenden
Kontenbelastung? Hehehehe!« »Und ... Prust! ... diese Deppen
zu Hause lassen sich das gefallen! Und zahlen uns dafür noch
doppelte Beamtengehälter! Das ... Pruust ... dient alles ihrer
Sicherheit (Brüllendes Gelächter, nicht enden wollend)«
In diesem Fall tritt sogar der Bundestag für das deutsche Volk ein!
In Zeiten von ESM und EFSF muss man sich schon häufig fragen, wie
sehr der Bundestag deutsche Interessen vertritt. Aber dass er sich in
dieser Angelegenheit gegen die Vorschläge der EU stellt (zumindest
wurde es mal versucht), zeigt wie katastrophal dämlich das Vorhaben ist.
Aus der EurActiv Webseite vom 11. Mai 2011:
"Der Bundestag stellt sich fraktionsübergreifend gegen die
Einführung des Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA). Der
Vorsitzende des Europaausschusses Gunther Krichbaum (CDU) hat heute
klare Worte gewählt. Er prophezeit einen Bürgeraufstand, der
die E10-Debatte in den Schatten stellt. Das Bundesfinanzministerium gibt
den Kampf gegen SEPA aber bereits verloren."
Natürlich gibt es keine Möglichkeit, die EU EU sein zu lassen
und unser Zahlsystem national beizubehalten. Oder? Macht mal was richtig!
Ein erneutes riesengroßes und dazu unverschämt teures Ärgernis.
Wenn man dann überlegt, dass ebay, amazon und wie die großen
so heitßen ihre eigenen Zahlungsverkehrssysteme haben oder
entwickeln ist doch klar, wohin die Reise geht. Die Großen haben
damit keine Probleme, sie machen einfach "ihre eigen Bank"
auf. Das Problem wird der Einzelhändler vor Ort oder der kleine
Shopbetreiber haben der so die günstigste aller
Zahlungsverkehrsmethoden beraubt wird.
Ebenfalls freuen werden sich die verschiedenenen Kreditkartenanbieter.
Diese sind zwar nicht sicherer und besser als Lastschrift (im Gegenteil,
Lastschrift kann ich einfach widersprechen und schwups das Geld ist
sofort wieder da), aber teurer für die Shopbetreiber. Und zahlen
werde ich als Kunde das dann dürfen. Danke, liebe EU. Wo ich doch
so wahnsinnig viel im europäischen Ausland z.B. auf der Seite eines
portugisischen oder lettischen Ladens bestelle...
Einzelhändler und kleine Shopbetreiber
Für den Einzelhändler vor Ort dürfte sich eigentlich
nicht viel ändern. Das Zahlen per Karte gilt weiterhin als
Überweisung und nicht als Lastschrift und die Unterschrift bei
Kartenzahlung gibt es bereits. Kleinere Online-Shop-Betreiber bieten
auch heute schon meist keine Lastschrift oder Rechnungszahlung an. Hier
wird für gewöhnlich per Vorkasse gezahlt, da schon wenige
nicht zahlende Kunden hier den finanziellen Ruin bedeuten können.
Größere Probleme sehe ich allerdings bei Institutionen wie
beispielsweise kleineren Vereinen, die ihre Mitgliedsbeiträge einziehen.
Als kundiger Bürger mit SEPA-Kenntnissen, bin ich entsetzt über die weitreichenden hochgradig bürokratischen Folgen von SEPA, dass gilt sowohl für die Unternehmenssicht wie aber auch für die Endverbraucher. Wer will das im täglichen Geschäftsverkehr noch überblicken bzw. durchführen? Soviel Aufklärung für alle Beteiligten kann es gar nicht geben um das Chaos im Zahlungsverkehr ab 2014 zu verhindern.
Erinnert an die Glühlampe, hat gut funktioniert, muß abgeschafft werden
Zehntausende höchstbezahlte Beamte in Brüssel müssen auch
mal irgendetwas produzieren, damit wir nicht glauben, die zig Milllarden
Euro, die sie kosten, wären zum Fenster hinausgeworfen.
Für die Firmen ergibt sich daraus ein erhebliches Risiko
hinsichtlich der Bonität und Pünktlichkeit ihrer Kunden. Sie
werden demnächst Vorauskasse verlangen, was zu Mehrarbeit
führt, da laufend der Geldeingang überwacht werden muß
und erst dann die Ware raus kann. Es sind also mehr Arbeitsschritte
erforderlich. Der Kunde erhält seine Ware später. Kreditkarten
sind für margenenge Internetanbieter vermutlich kein Alternative.
Im Gegensatz zu Lastschriften sind mir bei diesem Verfahren schon viele
Betrugsfälle zu Ohren gekommen. Warum macht man hier nichts? Ist
die Kreditkartenlobby zu stark?
Schriftliche, unterschriftslose Mandatserteilung lässt das Gesetz grundsätzlich zu
Was geschieht im Zweifelsfall? Muss der Empfänger nachweisen, dass sie echt ist, oder der, der ermächtigt, dass es eine Unterschriftfälschung ohne Unterschrift ist?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.11.2012 14:28 UhrAngeboten werden:
(lt. Wikipedia)
- das papiergebundene Mandat mit der eigenhändigen Unterschrift
- das e-Mandat des EPC (freiwillig, nicht in Deutschland verfügbar)
- das elektronische Mandat mit einer sicheren Unterschrift
Letzteres wird wohl mit "unterschriftslose" Mandatserteilung
gemeint sein. Ich tippe mal darauf, dass das ähnlich wie momentan
mit der chipTAN beim Online Banking laufen wird oder vielleicht sogar
ein Anwendungsfall für den elektronischen Personalausweis sein könnte.
Diese neue EU-Euro-Regelung erschwert den Bürgern das Leben.
Was soll das?
Die EU sollte endlich zurückgeführt werden auf ein normaless
Niveau, das den Bürgern das Leben erleichert.
Schade, insbesondere fürs Internet war das die sicherste Zahlungsweise.
Inbesondere Online Shops werden dann wohl zukünftig keine
Lastschriften mehr akzeptieren. Dabei war das für Kunden die
sicherste Zahlungsweise, sichererer als der Kauf auf Rechnung.
Wer auf Rechnung kauft, anschließend übwerweist und dann erst
einen Mangel feststellt der muss seinem Geld hinterherlaufenm wenn sich
der Verkkäufer querstellt. Wer heute online per Lastschrift bezahlt
kann das Geld mit einem einfachem Klick im Online Banking Konto
zurückgehen lassen und sofort ist das Geld wieder auf dem Konto
gutgeschrieben. Die Angst daß der Händler ja die
Bankverbindung erfährt und unberechtigte Abbuchungen
durchführt ist sowieso albern, denn auch bei einer Überweisung
erfährt der Händler die Bankverbindung.
Das SEPA Verfahren ist viel zu kompliziert und bürokratisch. Mich
würde nicht wundern wenn viele Unternehmen dieses Verfahren gar
nicht anbieten und die Kunden auffordern selbst regelmäßige
Zahlungen selbst zu überweisen oder einen Dauerauftrag einzurichten.
Unberechtigte Abbuchung
"Wer heute online per Lastschrift bezahlt kann das Geld mit einem
einfachem Klick im Online Banking Konto zurückgehen lassen [...]"
Darf ich den Namen Ihrer Bank erfahren? Zumindest meine bietet einen
solchen Service nicht an und ich kann mir ehrlich gesagt auch keine
andere Bank vorstellen, die das macht. Einfach, weil oft auch zwei
verschiedene Kreditinstitute involviert sind: Eine
Rücküberweisung zu mir käme da ja einer Abbuchung beim
anderen Institut gleich. So etwas könnte ich mir allenfalls bei
einem geschlossenen System wie Paypal vorstellen.
Als Betroffener aus einem Sepia-Land ausserhalb der EU ...
... andert sich da nicht viel. Weil bei uns auch die sog. e-Rechnung anbeboten wird, lasse ich mir diese als elektronische Rechnung direkt meiner Bank oder Finanzdienstleister zusenden und ich habe dann aus dem e-Banking die Möglichkeit, mittels 3 Mausclicks die Rechnung zu bezahlen. Dabei stehen mir verschiedene Optionen offen : Zahlung ablehnen, Betrag ändern und Zahldatum ändern. Ich gebe nur die Erlaubnis, mir eine e-Rechnung zu stellen, den Zahlvorgang löse ich selber aus. Die Einzugsermächtigung musste schon bisher schriftlich abgegeben werden, auch ohne fixen Betrag, weil aber nach dem Beitritt zu Sepia verschiedene Unregelmässigkeiten mit gefälschter Unterschrift publik wurden, habe ich mein Konto gänzlich für diese Einzugsermächtigungen sperren lassen. Nicht betroffen sind natürlich Zahlungen mit EC-Karte und PIN (Geheimcode) im Inland - im Ausland habe ich dies mittels Geoblocking ebenfalls gesperrt.
Mal wieder ganz großes europäisches Kino
Jedes Unternehmen und jeder EU-Bürger hatte sich hinreichend mit
dem Thema befasst wenn er einmal doch in ein fernes Land überweisen musste.
Auch wenn SEPA sicher auf lange Sicht sinvoll ist, wurde hier wieder
nach der Holzhammermethode gehandelt.
Ich verstehe wirklich nicht, warum bestehende
Lastschriftermächtigungen (auch nicht-schriftlicher Form wie z.B.
bei Paypal & Amazon) OHNE zutun der Firmen/Kunden (einmalig)
konvertiert werden können.
Immerhin profitieren am Schluss die Banken durch weniger
kommunikationskosten untereinander und NICHT die Kunden der Bank...
Diese tragen jetzt allerdings nicht ganz unwesentlich die enormen Kosten
für dieses bürokratische Kunststück.
Ein gut funktionierendes System wird ohne Not abgeschafft. Der einzige
scheinbare Vorteil ist der angeblich größere Schutz der
Verbraucher. Aber wozu? Wurden Bankkunden in der Vergangenheit per
falscher Einzugsermächtigung massenhaft ausgeplündert? Ich
habe von keinem einzigen Fall gehört.
Ich erwartete, dass mal Einzugsermächtigungen kommen wie ...
... Email Spam.
Wenn ich das richtig verstanden habe, kommen auf die
Telefonabzock-Betrüger, die den Leuten mit irgend welchen
Märchen die Kontodaten entlocken und dann lustig
abbuchen, schwere Zeiten zu.
Auch der gröÃte EU-Skeptiker muss unumwunden
zugeben: Den Konsumentenschutz treibt die EU wirklich nach vorne.
Abzocker
Der Kontoinhaber kann doch auch jetzt unberechtigte Abbuchungen zurückgeben. Ich sehe nur neuen sinnlosen Bürokratismus (wie in der EU üblich) aber keinen zusätzlichen Schutz für Verbraucher.
22-stellige Kontonummern, danke schön
Mir wird mittlerweile alleine beim Lesen des Wortes "harmonisieren" schlecht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.11.2012 11:52 UhrIch finde es in Ordnung
Überweisungen mache ich eh per Computer und ich hatte bisher eher
Ärger mit Einzugsermächtigungen, auch weil mir dann keine
Rechnung oder ähnliches zugeschickt wurde.
Ich finde es gut!
Georg Giersberg Jahrgang 1955, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.
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