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World Economic Forum : Rückschritte für die Gleichberechtigung

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Mann und Frau: Die Geschlechter-Unterschiede werden sich einer neuen Prognose zufolge erst in 100 Jahren ausgleichen. Bild: dpa

Rückschritt statt Fortschritt: Nach einem neuen Ranking des World Economic Forums hat sich die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen im vergangenen Jahr verschärft.

          Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern haben sich auf der ganzen Welt im vergangenen Jahr nicht nur zementiert, sondern sogar verschärft. Zu diesem Ergebnis kommen neue Daten des World Economic Forums (WEF), das gerade seinen jährlichen Bericht zur Ungleichheit zwischen Männern und Frauen herausgebracht hat. Demnach ist die Situation von Frauen im Vergleich zu Männern zum ersten Mal seit elf Jahren wieder schlechter geworden.

          Dabei schaut das World Economic Forum auf die Repräsentation von Frauen in der Politik, auf ihre wirtschaftliche Teilhabe, auf ihre Gesundheit und ihre Bildung. Dem Bericht zufolge würde es noch 100 Jahre dauern, bis Frauen in allen vier Bereichen den Männern gleichgestellt sind. Nach der Schätzung des Vorjahres hätte es 83 Jahre gedauert.

          „Enttäuschendes Jahr“

          „Es war ein enttäuschendes Jahr“, sagte Saadia Zahidi, die beim WEF den Bereich Bildung, Gender und Arbeit leitet einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge. Vor allem in den größeren Ländern der Welt habe es Rückschritte gegeben, so etwa in den Vereinigten Staaten, die im Ranking von Platz 45 auf Platz 49 abstiegen.

          In Deutschland allerdings ist die Situation dem WEF zufolge deutlich weniger dramatisch. Deutschland konnte sich im Vergleich zum Vorjahr sogar verbessern und von Rang 13 auf Rang 12 klettern. Damit steht es nur einen Platz hinter Frankreich, das vom WEF ausdrücklich für sein ausgeglichenes Kabinett gelobt wurde.

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