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Work-Life-Balance Generation Weichei

 ·  Freizeit statt Karriere, Sabbatical statt Stress: Die jungen Leute geben für den Beruf nicht mehr alles. Fortschritt oder Verfall? - Stimmen Sie selbst mit ab.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (120)
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Karl Lietsch
Karl Lietsch (Lietsch) - 23.12.2012 10:18 Uhr

Warum sollte man das tun? Alles Geben. Für diesen Staat? Für den Versailler Vertrag 2.0?

Nein. Natürlich nicht. Man hat nur ein Leben und es gibt keinen Grund dieses durch Totarbeiten sinnlos wegzuschmeissen, nur damit der deutsche Staat noch mehr Geld zum sinnlosen Verzocken bekommt.

Wer mit den Wölfen auf Jagd geht, der will auch an der Beute beteiligt werden. Das ist aber heute nicht mehr der Fall, die Reallohnentwicklung ist seit Jahren rückläufig. Und wenn eine Steigerung durch Beförderung mal möglich ist, steht ein Kanzlerkandidat vor der Tür, spricht von sozialer Gerechtigkeit und nimmt doch alles weg.

Nein, es ist besser, wenn jeder seinen persönlichen Mix aus Freizeit und Arbeitsintensität (die ja nun wirklich nicht alles im Leben ist!) selbst bestimmt und sich dabei einen Dreck um die Wünsche von Staat und Firma kümmert.

Es geht ja auch nicht um eine digitale Betrachtung „Arbeiten ja oder nein, an oder aus“, sondern um eine selbstbestimmte Abgrenzung gegen das Verheizt werden. Man wird für 8 Stunden bezahlt, also arbeitet man auch nur 8 Stunden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 14:28 Uhr
Matthias Herlitzius

...einen Dreck um Staat und Firma...?

Verehrte Leserinnen und Leser,
ich bin höchst erstaunt, das dieser Beitrag die meisten Empfehlungen hat. Eine Wohlstandsgesellschaft wie die unsere funktioniert nur durch Verantwortung des Einzelnen dem Staat und auch seinem Arbeitgeber gegenüber. In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen sind Mitarbeiter beschäftigt, die nicht die Leistung bringen die sie sollten- allein weil sie es nicht können. Trotz dem sind sie Teil des Ganzen.

Dann bedeutet Ihre These im Umkehrschluß das alle die nicht ihr Soll erfüllen rausfliegen.
...einen Dreck um Staat und Firma.. ich bin sprachlos

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 23.12.2012 10:11 Uhr

Das konnte Cicero schon besser


Das ist doch eine einzige Ansammlung von Platitüden. Nur ein Beispile: NY - nur ein Trottel wird sofort Hurra rufen. Alle anderen werden zunächst mal überlegen, ob sich längere Auslandeinsätze in ihrer Firma wirklich auszahlen - häufig ist das nicht der Fall. Oder kurz überlegen, ob es sovile mehr Geld gibt, dass die deutlich höheren Lebenskosten aufgfangen werden etc.
Um mal was Nettes zu sagen: Im deutschen System gibt es heute keine Aufsteiger mehr. Warum auch immer, aber von ganz unten kommt kaum jemand noch auf die Uni. Und die haben schon immer den meisten Biss gehabt. Für ein Kind der guten Mitte mit Background von Daheim gabe es schon immer Alternativen zu dem Lebensentwurf, den sein Personaler ihm vorhielt.

Und: Ich kenne durchaus junge Leute, die einen fast ungesunden Ehrgeiz und Hunger nach Geld entwickeln. Vielleicht muss ein Unternehmen sich mal fragen lassen, ob es die Ambitionen dieser Leute befriedigen kann. Regelmässige Gehaltsanhebungen reichen da nämlich nicht

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Jasper Zürich

Hauptproblem: Vertrauensverlust

Das "Abkommen" schien früher zu sein, hart zu arbeiten und wenigstens am Wochenende oder im Alter etwas davon zu haben.
Seit die soziale Marktwirtschaft zunehmend angelsächsisch geprägt ist, sind die Prinzipien banale Gier, Verantwortungslosigkeit und Egoismus. In einem Kartell aus Finanzfirmen, käuflichen Politikern und rein monetär getriebenen Konzernchefs wurde und wird nicht nur Deutschland die Substanz entzogen und bei Wenigen immer stärker angereichert.
Dass das Vertrauen in Politik, Justiz, Banken, Konzernchefs und Funktionäre nahezu vollständig zerstört ist, hat viel gravierendere Folgen als sich "die Eliten" klarmachen. Dass Herr W. "Ehrensold" bezieht und kein einziger "Bankster" im Knast sitzt, dass wir vor menschenverachtenden Regimes den Bückling machen, das sind die immer deutlicheren Risse in einem Gefüge, das auch besagte Eliten zum Überleben brauchen.
Es ist einfach nicht klug, sich zu verschleissen, wenn man täglich sieht, wie es einem vergolten wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 14:05 Uhr
Thomas Ulherr

Sind Sie so naiv, zu glauben, daß es bei uns mit noch mehr

Untertanengeist, Arbeitswut und Bereitschaft zu Selbstausbeutung besser werden würde? Alle Erfahrung seit den 70er Jahren zeigt, daß die Erpressung zu mehr Leistung, mehr Subventionen, weniger Auflagen (Deregulierung), mehr Finanzwirtschaft, mehr Derivaten und mehr "hochkomplexen Finanzinstrumenten" die Probleme eben nicht gelöst hat.

Demut und Achtung vor dem Leid anderer ist sicher immer angebracht, auch die Bereitschaft den Bedürftigen zu helfen. Falsch ist es aber, sich selbst in die Bedürftigkeit drücken zu lassen! Ich fände es ermutigend, wenn sich die Verhandlungsposition der "Arbeitnehmer" soweit gebessert hätte, daß sie sich die übelsten Zumutungen vom Leib halten können. Mit unterwürfiger Dankbarkeit wird das nicht gelingen.

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Martin Steffens

Publikumsbeschimpfung...

...würde man das im Theater nennen. Es ist mir völlig unbegreiflich, was die FAS/FAZ motiviert, eine ganze Generation potenzieller Abonnenten in dieser Weise madig zu machen. Wahrscheinlich meint die Autorin jetzt, meine Generation halte es nicht einmal aus, den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Aber dieser Artikel ist ein übler Zerrspiegel, der nur die Hilflosigkeit mancher älterer Führungskräfte wiedergibt, die offenbar nicht den "Biss" haben, sich auf die neuen Herausforderungen einzustellen.

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Hans Meier

Nebenan wird gefragt, warum die Leute keine Kinder wollen. (Meine lieben alten Leute!)

Und hier wird gefragt, warum die Leute eine Babypause wollen statt einer Gehaltserhöhung.
Wie man es macht, ist es falsch: Wer keine Kinder hat, ist ein Egoist, der die Zukunft der Nation seiner beruflichen "Selbstverwirklichung" opfert. Wer aber Kinder hat, ist ein Egoist, der die Zukunft der Firma seinem glücklichen Privatleben opfert. Natürlich geht beides auf einmal, und zwar mit der klassischen Rollenverteilung: Vater wohnt in der Firma, Mutti kümmert sich nur um die Kinder. Dass das heute nicht mehr so einfach ist, haben die Alten wohl gar nicht mitbekommen.
.
Dazu kommt noch ein anderer Grund: Auch früher hat man natürlich nie "alles gegeben" für die Firma. Man hat sich ein paar Jahre lang angestrengt, um einen festen Platz zu erhalten, der einem Existenzsicherheit gab. Loyalität beruht auf Gegenseitigkeit. Die Firmen aber haben sich ihrer Pflicht entzogen, betrachten Angestellte ja nur als "human ressources", jederzeit austauschbar! Und wundern sich dann über deren Illoyalität.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 12:47 Uhr
hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 23.12.2012 12:47 Uhr

Genau so halte ich es auch! ...und eines Tages bin ich ganz weg hier...

...

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Oliver M
Oliver M (MOliver) - 23.12.2012 11:48 Uhr

Das kann ich Ihnen sagen,

es liegt wohl ganz einfach daran, dass die Generation von vor 30 Jahren leider so hart auf Pump gewirtschaftet hat. Den Zinseszinseffekt spüren wir dankenswerterweise heute und dank Egoisten der 70er, 80er und Anfang 90er fangen die Einsteiger heut zu Gehältern an die oftmals jeder Beschreibung spotten... und dann krähen die Alten noch nach mehr Rente...
Die Arbeitsverweigerung kommt auch daher, dass vom Brutto leider nichts mehr übrig bleibt (kalte Progression und steigende Sozialkosten sollten Ihnen bekannt sein). Also warum kaputt schuften?
Die Generation der Babyboomer hat es sich gut gehen lassen, sie hatten alle Möglichkeiten und mit Geld wurde um sich geworfen als gäbe es kein Morgen... Die Generation Y muss das nun bezahlen, dass dabei deren Motivation nicht übermäßig ist mögen Sie ihnen verzeihen.

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Hans Meier

Exakt.

Was fehlt ist eine Partei,die die einfachen Leute mit ihren ganz einfachen, stinklangweiligen, banalen Interessen vertritt: Ein normaler Job, bezahlbare Miete, sichere Rente, usw.
Wenn das vor 30 Jahren funktionierte, warum dann nicht jetzt?

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Karl Lietsch
Karl Lietsch (Lietsch) - 23.12.2012 10:25 Uhr

Eine andere Möglichkeit des Protestes gegen den Staat gibt es im Moment nicht:

Das Zurückhalten von Engagement bei der Arbeit und der „Reproduktion“, sprich Kinder kriegen, scheint die einzige Möglichkeit diesem System/Staat Druck zu machen, sich ein Stück weit zu verweigern und auf eine subtile Form zu protestieren.

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konstantin thumm
konstantin thumm (zoula) - 23.12.2012 09:58 Uhr

Weicheier?

Hand aufs Herz:
Früher hatte unsere Vatergeneration ja auch noch gemeinsame Ziele, den Aufbau des Landes unter der Annahme, daß am Ziel alle in einer besseren Welt leben.
Heute hat die Generation Y schlicht erkannt, daß die Welt eben NICHT besser geworden ist. Kapitalismus pur, Ellenbogengesellschaft wo immer man hinguckt. Die Ressource Mensch im Unternehmen hat keinen Wert mehr, das Klima und unsere gemeinsame Zukunft interessiert ausser den Wissenschaftlern erst Recht nicht. Ich kann nicht erkennen, warum ich tatsächlich eine 60-80 Stunden Woche hinlegen soll, wenn ich am Ende von Heute auf Morgen gekündigt werde und mit dem Stiefel in den Rinnstein geschubst werde.
Mir kann kein Mensch plausibel machen, warum ich mich für Turbokapitalismus und die Weltzerstörung 80h abackern soll.
Nutzen wir also die Zeit für unsere Freunde, die Familie, die Natur und schauen verbittert zu, wie die Welt zugrunde gerichtet wird.
Tolle Errungenschaften!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 14:51 Uhr
konstantin thumm
konstantin thumm (zoula) - 23.12.2012 14:51 Uhr

Turbokapitalismus

Da haben Sie allerdings Recht!

Hier möchte ich insbesondere darauf hinweisen, daß gerade Frau Merkel die Königin der destruktiven Sinnstiftung ist. Sie stiftet nämlich keine. Ihre opportunistische und ideologiefreie Art der Politik ist mehr als demoralisierend.

Auf der anderen Seite habe ich in meinen BWL-Vorlesungen gelernt, daß es neben der Gewinnmaximierung auch andere Unternehmensziele geben kann.
Davon hab ich jedoch in keinster Weise je Erfahrungen machen können. Im Gegenteil, in den letzten Jahren scheint mir, die Gewinnmaximierung geradezu religiös interpretiert zu werden. Der Mensch wird nur noch als Ressource zur Erreichung der Maximierung angesehen.
Vielleicht mag das etwas düster klingen, aber die Realität ist düster!
Unter solchen Umständen, ist es kein Wunder, daß die Generation Y sich Alternativen sucht, die sinnstiftend sind und im Leben Halt geben.
Das sind die Kinder, Familie, Freunde und Ähnliches.

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Thomas Ulherr

Mit Verlaub, Herr Jörgovic, was wir heute haben ist als

"Staatsmonopolistischer Kapitalismus" bekannt und wurde schon vor Jahrzehnten beschrieben. Die Verflechtungen und Verwerfungen des Systems machen es nicht leicht, es zu erkennen, aber nicht zuletzt die sog. Banken-/€uro-/Finanz-/Staatsschuldenkrise könnte doch zu mehr Durchblick führen.
Die Macht im Staate nutzt den Staat, um ihre Klientel und Gönner zu umsorgen. Seit den Reformen der Regierung Schröder schreiben die Industrien sich ihre Gesetze gleich selbst. Es gab in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg so etwas wie eine funktionierende soziale Marktwirtschaft. Unternehmen - und Unternehmer! - sahen ihre gesellschaftliche Verantwortung und nahmen sie bewusst wahr. Die Firmen-Pensionspläne aus den 60er Jahren sind unerreicht! Seit den 70er Jahren stecken wir in einer Dauerkrise, die genutzt wurde um die Stellung der Arbeitnehmer auf breiter Front zu schleifen. Im Handwerk sind heute z.B. WE, Nacht- und Überstundenzuschläge de facto abgeschafft! "Leiharbeit, Aufstocker" etc.

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Philipp Jörgovic

Wo ist denn Kapitalismus?

Möglicherweise habe ich die Ironie in Ihrem Kommentar nicht mitbekommen. Aber wenn Sie das ernst meinen, würde es mich schon schwer wundern. Wo haben wir bitte Kapitalismus? Ich sehe Staatswirtschaft wohin ich blicke. Beispielsweise der "turbokapitalistische" Bankensektor wird durch Staatseingriffe verzerrt, die Autoindustrie, die Immobilienindustrie, das Lohngefälle, Staat schreibt vor Frauen einzustellen, Staat schreibt Glühbirnen vor, Staat schreibt E10-Benzin vor, Staat schreibt Arbeitszeit vor, Staat schreibt Stromproduktion vor, Staat schreibt Altersicherung vor, Armutsindustrie und Staat schreiben Sozialleistungen vor, Staat sendet Propagandanachrichten (ARD/ZDF) und nicht zu vergessen früher hat Staat die selbst die Krümmung der Gürkchen vorgeschrieben. Als Ludwig Erhard von sozialer Marktwirtschaft gesprochen hat, hatte er dabei etwas ganz anderes im Sinne. Was wir heute haben ist für mich Planwirtschaft mit all seinen Folgen (Fehlplanung und Verfall des Wohlstands).

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Jens  Pfeiffer

Bringen wir Arbeit und Privatleben in Einklang!

Ich kenne viele junge Menschen, Generation ab 1985, über die ich positiv erstaunt bin, wie viel sie geben, wie stark sie sich in den Firmen einbringen - obwohl sie für einen Hungerlohn arbeiten, nahe an der Grenze zu Hartz IV. Darunter sind keine Dummen, auch Studierte. Gleichzeitig fragen sie sich, welche Perspektiven sie haben. Oft sprechen sie von Ausbeutung durch ihren aktuellen Arbeitgeber bis das Projekt beendet ist. Danach fangen sie wieder bei 0 an beim nächsten Arbeitgeber. Ein Teufelskreis. Mein Eindruck nach 30 Jahren Berufserfahrung, angestellt und selbständig, ist, daß daß Arbeitsleben heute sehr viel rauher ist und weniger ehrlich. Es gibt weniger Vertrauen im Verhältnis Arbeitnehmer / Arbeitgeber. Sehr schade! Ich kann sehr gut verstehen, daß sich die Menschen fragen, wozu sie arbeiten sollen. Lohnt sich Arbeit noch?

Aus unsere Arbeit beziehen wir unsere Anerkennung. Sie ist unsere wichtige Lebensaufgabe. Arbeit muß sich gleichzeitig auch lohnen!

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Robert Arnold

Generation Weichei?

Ich bin genau diese Generation auf die so heruntergesehen wird von denen, "die so hart arbeiten." Ich kenne niemanden, der nicht mindestens 70 Stunden arbeitet (Ingenieure, Ärzte, Lehrer). Wohlgemerkt sind die meisten schon längst über ihre Einstiegsjahre hinaus. Was wollen die Chefs denn noch? Ein paar Beispiele: Wenn ein Projektabschluss ansteht machen BWLer teils17 Stunden-Tage und alles was die Verlobten von ihnen sehen sind 7 Stunden in der Nacht in denen sie zu erschlagen sind um irgendetwas zu machen. Ingenieure bleiben zig Stunden, sogar nach dem Ausstempeln, in der Firma, da sie (im Gegensatz zu den 50 Jährigen) alles zeitnah bearbeiten wollen. Lehrer korrigieren 3 Wochen vor jeden Ferien jeden Tag Probeaufsätze und Schulaufgaben und das bis 23Uhr Nachts. Und wozu das ganze? Zu oft wurden die befördert, die dieses Programm nicht ablieferten, sondern mit dem Chef gut auskamen. Und zu erwarten, dass jemand gerne aus deinem sozialen Umfeld gerissen wird (New York) ist lächerlich.

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Reinhard Kropp

Karriere in einer wertelosen Gesellschaft, etwa für ein stinkendes, lärmendes Fossilmobil...

...ein paar Goldklumpen, wertlosem Spielgeld oder verfallenden Vorstadtreihenhäusern? Und immer für die Rendite fremder Geldganoven, statt fürs eigene Wohlergehen? Von Ackermann bis Zumwinkel, von Guttenberg bis Wulff Verfall - den kann ich bei jungen Leuten (noch?) nicht erkennen.

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Nach 30 Jahren Lohnzurückhaltung und Lohnstückkostensenkung JETZT NEU: Arbeitszurückhaltung

Ursache und Wirkung.

Langfristig setzen sich die Arbeitnehmer genauso sehr für ihre Arbeitgeber ein, wie sich die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer eingesetzt haben. Da letzteres seit Jahrzehnten und in breiten Gesellschaftsschichten herzlich wenig war, sollte es nicht überraschen, wenn die Leistungsbereitschaft auf ebenso breiter Basis schlicht nicht mehr vorhanden ist.

Ein Ausbleiben einer Gegenreaktion konnte man nie ernsthaft erwarten, trotz ständiger Wiederholung des Arbeit, Schweiß und Tränen Mantras bei gleichzeitiger Verschlechterung der Versorgungssicherheit, Lohnkürzungen oder Zuwächsen unterhalb der Inflationsrate, Ignoranz gegenüber jeder Zukunftsplanung in Unternehmen genauso wie der Sozialpolitik, der Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse die von Arbeitgebern wie Politikern vorangetrieben wurde und ständigen Kürzungen in den Bildungsausgaben die schon den Jüngsten Bürgern von Anfang klar machen, dass sie die Gesellschaft letztlich für bedeutungslos hält.

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Sebastian Borck

Was mich noch interessieren würde...

Wäre zum einen a) ein internationaler Vergleich (verhält sich Generation Y nur in Deutschland in dieser Art und Weise) und b) einen Vergleich zwischen den so genannten "Karrieremachern" und den hier verpönten "Weicheiern". Harte Statistiken holen einen manchmal schneller auf den Boden der Tatsachen zurück, als einem lieb ist.
Ganz davon abgesehen ist es aber nur normal, dass sich die nächste Generation Ihre Vorgänger betrachten und fragt" Was wollen wir anders/besser machen". Da müssen sich die Herren (und Damen) in den Personalabteilungen nicht wundern, wenn jetzt andere Prioritäten an den Tag gelegt werden. Die Angst, dass es zukünftig keine Führungskräfte mehr geben wird ist meiner Meinung nach ünbegründet. Allein die Art wie man Mitarbeiter führt wird sich ändern, so wie sich auch die Prioritäten ändern. Die Führungskraft aus "altem Schrot und Korn" wird man in dieser Art und Weise zukünftig wahrscheinlich seltener zu sehen bekommen.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 23.12.2012 09:41 Uhr

Verzicht...

ist das Schlüsselwort zum richtigen Umgang. Man kann sich für den einen oder anderen Weg entscheiden, weil beides in Harmonie nur äußerst selten gelingt. Man sollte wissen, daß man auf der einen oder anderen Seite einen bewußten Verzicht leistet, dann beschwert man sich nicht später beim "Schicksal" oder sich selbst.

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Udo goldstein
Udo goldstein (goldi53) - 23.12.2012 09:38 Uhr

Wirklich ein Problem?

Der Artikel ist über wie ein Kropf. Was soll hier die Botschaft sein? Außer nicht nachweisbare Plattitüden über die heutige „Jugend“ keine substanziellen, nachvollziehbaren Argumentationen. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis „Jeder ist seines Glückes Schmied“ der eine in New York der andere in der Provinz. Wo ist das Problem?

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Christian Schulz

Ich weiß nicht

wie es früher war, aber in meinem Kurs (DHBW - ehemals Berufsakademie, Fachrichtung Industrie) haben alle das Studium bestanden. Auch die, die nichmal einen 3-Satz sicher anwenden können. Gab es mal schlechte Noten, haben sich insbesondere einige Damen durch lautstarkes weinen und jammern hervorgetan. Aber dann eine Abschlußarbeit über "Management in Krisensituationen" schreiben - einfach lächerlich. Lustigerweise waren eben besagt Damen durch ein assessment center gegangen - was da wohl geprüft wurde? Zählt dümmlich Lächeln im aktuellen Jahrtausend schon als soft skill?

Work Life Balance ist nicht das Grundproblem. Abitur und leider oft auch das Studium sind viel zu einfach. Heute schafft man es auch ohne den Dreisatz sicher zu beherrschen durchs BWL-Studium. Im Grundstudium gibts ne knappe 4,0 in Mathe und Statistik und im Hauptstudium entscheidet man sich z.B. gleich für Marketing.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 13:21 Uhr
Eva Gerszke

Lautes Lachen

Mit Verlaub:
Sie scheinen a) sehr differenziert auf das andere Geschlecht zu schauen, sehr pauschal und urteilen b) auf kleiner Datenbasis.
Daneben argumentieren Sie am Thema vorbei und lassen Ihren Frust ab.
Ein sehr qualifiziertes Statement! Schade, denn in anderem Kontext hätte ich Teilaussagen Ihrer Argumentation gern wiedergefunden und zum Teil bejaht!
Frohes Neues Jahr!

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Max Muster

Niemand beherrscht mehr den "Dreisatz"?

Ich verrate Ihnen mal was: 99 Prozent aller heutigen Schüler werden Ihnen bei der Frage nach dem Dreisatz antworten, dass sie dieses Wort noch nie gehört haben. Woran das liegt? Ganz einfach: beigebracht wird er sehr wohl noch, aber ohne dass auch nur einmal der Begriff "Dreisatz" in den Mund genommen wird. Kein Wunder, dass immer wieder behauptet wird, die Jugend beherrsche "nicht einmal mehr den Dreisatz".

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Eberhard Stoeckel

"Ein erfülltes Leben neben der Arbeit?"

"Das ist ihre Antwort auf die Elterngeneration." Aber auch auf das überholte Jobwesen. Beruf ist mehr als Job, aber auch weniger als Privatleben. Die erhoffte Balance möge möglichst vielen der "Generation Y" gelingen. Doch dann folgt die "Generation Z", wieder mit einer Antwort auf die eigene Elterngeneration. Und das Neue wird eine Rückkehr zum Alten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.12.2012 13:26 Uhr
Eva Gerszke

Balance ist das Zauberwort

...nicht das Schweben bzw. Bewegen zwischen extremen zwischen den Generationen: Hoffe das eigenverantwortliche und das ganze der Wirtschaft, Welt und Wertesystems betrachtende neue Generationen kommen, mit Leidenschaft für das, was sie u.a. im Job tun und Verantwortungsbewusstsein für das und ihre Konsequenz! Auch heute gibt es zuviel Getriebende aus gesellschaftlichen Konventionen und Status Denke etc heraus.
Bin überzeugt, dass bei wirklichem Interesse und Bewusstsein für alle das eine gute neue Generation kommen wird und setze mich heute dafür bereits ein. Würde mich über Mitstreiter freuen!
Herzliche Grüße zum neuen Jahr! Auf die Zukunft!

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22.12.2012, 13:37 Uhr

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