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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Work-Life-Balance Generation Weichei

 ·  Freizeit statt Karriere, Sabbatical statt Stress: Die jungen Leute geben für den Beruf nicht mehr alles. Fortschritt oder Verfall? - Stimmen Sie selbst mit ab.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (146)

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Rainer Egold

Hochleister vs. Leistungsverweigerer?

Das ist doch Unsinn. Während meines Studiums in den 70iger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte ich es mit nur wenigen hochleistungs- und leistungswilligen sowie -fähigen Mitstudenten im Bereich Wirtschaftswissenschaften zu tun, das Gros waren Personen, die gestützt auf Papies Scheck, sich ein schönes Studentenleben machten. Und: Hochleister gingen eben nicht in die Privatwirtschaft, sondern suchten ihren Weg in Wissenschaft und Forschung, weil es eine vernünftige Verbindung von sinnvoller Arbeit und Einkommen darstellte. Überhaupt, was ist denn verwerflich, wenn die heutige Generation sich nicht in die von Irrationalismen bestimmte Maschinerie der Ökonomie kritiklos einordnet? Warum soll ich denn mein Leben dieser unter dauerndem Veränderungs- und Beschleunigungsdruck stehenden, gänzlich unsicheren Maschinerie unterwerfen? Vergleichsweise niedrige Einkommen unterhalb der Vorstandsebene, extreme Arbeitszeiten, unsicherer Arbeitsplatz, sinnlose (?) Arbeit. Das ist Vernunft gefragt!

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Ottfried Meyer
Ottfried Meyer (Gladium) - 23.12.2012 10:51 Uhr

Deutsche Tugenden werden beim Militär im Felde gelehrt!

Der Deutschen Jugend fehlt ganz einfach der Barras. Beim Militär erhielten die deutschen Männer einst ihren letzten Schliff. Sie lernten Befehl und Gehorsam und hochgestellte Persönlichkeiten zu achten.
Es war ein großer Fehler, auf die Alt-68er und sozialistischen Gutmenschen zu hören und die Wehrpflicht abzuschaffen. Im Kriegsdienst im Felde im Stahlgewitter der Schlachten sind einst Generationen herangewachsen, die Großes geleistet haben. Es sind Generationen herangewachsen, die ihre eigenen Bedürfnisse ganz großen Plänen hintenangestellt haben. Es waren Generationen, die ihre Pflicht taten.

Es gibt nur eines: Die Deutsche Jugend muss wieder ins Feld. Drei Jahre militärischer Drill auf dem Exerzierplatz und anschließend Kriegsdienst an der Waffe und wir haben wieder eine gute Jugend!

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Antworten (10) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 20:17 Uhr
vera schmidt
vera schmidt (vera-s) - 24.12.2012 20:17 Uhr

oh mann, das glaub ich jetzt aber nicht...

das sowas hier veröffentlicht wird...

der gröfaz lässt grüßen, für den war auch das militär das allergrößte, der war da regelrecht geil drauf.

sie auch?

und dass deutsche patrioten, großgeschrieben, wieder kommen, werden die meisten menschen wohl eher als gefährliche drohung auffassen.

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Ottfried Meyer
Ottfried Meyer (Gladium) - 23.12.2012 15:49 Uhr

Das Militär als Schule der Nation

Der Vorstand eines Unternehmens ist den Aktionären verpflichtet. Ihnen hat er zu dienen. Für sie hat er den Aktienwert des Unternehmens zu steigern. Alle anderen in einem Betrieb sind ihm hierarchisch untergeordnet. In amerikanischen Unternehmen gibt es hier dem Rang entsprechende Bezeichnungen: Soldat, Unter-Offizier, Offizier, Manager, Genral-Manager. All das basiert auf einem militärischen Verständnis.
An den Märkten herrscht Krieg, dort werden große Schlachten um Marktanteile und um Einfluß geschlagen. Dazu sind Kenntnisse in miltärischer Strategie notwendig. Dazu ist es notwendig, daß die Untergebenen wissen, daß Befehle auszuführen sind und Befehlsverweigerung schwerste Konsequenzen hat.
Wenn die deutschen Männer lieber Weicheier sein wollen, wird Deutschland untergehen. Das Land der Dichter und Denker ist ein Land der Faulpelze und Weicheier geworden. Nicht ohne Grund verlassen erklärte DEUTSCHE PATRIOTEN inzwischen das Land und gehen ins Exil. Aber sie werden wiederkommen!

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Sebastian Mueller

Deutsche Tugend aus Sicht eines Personalers

Da mir nun das Personalmanagement der Fach- und Führungskräfte nicht fremd ist möchte ich mal aus dieser Sicht ihren Artikel kommentieren. Die Tugenden, die man als Mannschaftler (klassich GWDL, Soldat bis maximal Hauptgefreiter in der AGA und SGA) lernt, sind für die in dem obigen Artikel angesprochenen Berufe (nämlich eben jene Fach- und Führungskräfte) überhaupt nicht zu gebrauchen. Sie müssen proaktiv arbeiten, eigene Ziele setzen, meist in Gleit- oder Vertrauensarbeitszeit (was heist, das sie ihre eigenen Bedürfnisse sehr gut kennen müssen um überhaupt Zeitmanagement betreiben zu können). Heisst auch, dass sie die großen Pläne kennen und hinterfragen müssen, um sich eigene Ziele setzen zu können. Gehorsam bringt gar nichts, weil sie keine konkreten Anweisungen kriegen sondern selbstständig arbeiten müssen; und da ist kritisches Mitgedenken in jeder Etappe gefragt. Damit der Bund für die heutige Wirtschaft was taugt, müssten wir alle Offiziere werden!

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Kobech Franz

"Cave Gladium"!

Ach wäre doch Ihr Beitrag als eine Glosse, gar einer satirischen Übertreibung gleich, ausgefallen! Statt dessen macht der alternativlose Ernst Ihres Statements geradezu Erschrecken, indem Sie "Deutsche Tugenden" in einen ursächlichen Zusammenhang mit "Kriegsdienst, Stahlgewitter, Schlachten, Drill" stellen und daraus die Zutaten für eine "gute Jugend" generieren.

Sie verkennen, dass bereits 2 x die 'Generationen Y' von Ihren heroischen Generationen verheizt wurden, die jeweils im Namen des Deutschen Volkes die wahrhaftigen "Deutschen Tugenden" missbrauchten und entehrten! Und diese Generationen, die derart Großes geleistet haben, sollen hehre Vorbilder unserer heutigen Jugend sein?

Nein danke; ein jeder kehre vor seiner Tür und erkenne, dass jede Generation *die* Jugend hat, die sie selbst und damit verantwortlich(!) hervorgebracht hat!

Nicht weniger erschreckend ist die Zahl der Zustimmungen, die Drill und Gehorsam wohl ebenso als einzig taugliches Erziehungsmittel ansehen!

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Andreas Pätzold

Wozu haben wir 2 Weltkriege mit Millionen von Toten verloren?

Damit hier wieder solch ein Bockmist veröffentlicht werden kann?

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Weitere Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen
hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 23.12.2012 11:45 Uhr

Eine verbrachte Zeit bei der Bundeswehr fehlt bestimmt bei manchen Leuten und man merkt es

ihnen auch an,ja. Aber einen Kriegsdienst wie sie ihn fordern??? Befehl und Gehorsam?? ...ok, Gehorsam braucht es auch zum funktionieren. Aber was wir hier bräuchten, wäre angesichts dieser Politik, ein Ungehorsam und keine stupide Gefolgschaft!

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Closed via SSO

Jawoll, Herr Hauptfeldwebel Meyer :) ......

...und vor lauter Befehl und Gehorsam freut man sich bei Ihrer Grundhaltung, keine hochgestellte Persönlichkeit zu sein - aber, Herr Hauptfeldwebel: Wie wird man das? Kennen Sie eine?

Gottseidank machen Sie - wie in Ihren anderen Kommentaren - nur Spaß. Aber es gibt ja wirklich Leute, die Führung brauchen, suchen und lieben.

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Boris Z
Boris Z (Blutspende) - 23.12.2012 11:37 Uhr

Genau... Gehorsam bis zum Niedergang. Auf in den nächsten Krieg

ich hoffe sehr, dass das ein zynistischer Beitrag von Ihnen ist, wenn nicht:
Das hatten wir schon alles.... Vor ca. 70 Jahren. Das Ende ist bekannt.
Die Welt dreht sich weiter. Ich selbst war nicht beim Militärdienst, sondern habe Zivildienst geleistet. Ich habe gelernt, andere Menschen zu achten (und nicht "hochgestellte Persönlichkeiten").
Ich empfinde es als Gewinn, dass die Gesellschaft sich weiter entwickelt und nicht mehr alles mit sich machen lässt. Mitläufer brauchen wir nicht.

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Gerold Keefer

Nichts gegen eine Wehrpflicht, ...

aber sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg sind keine Generation herangewachsen, sondern es wurden Generationen abgeschlachtet, massenhaft und in sinnlosester Weise.

Im übrigen wird sich Karl Theodor zu Guttenberg als "Alt-68er und sozialistischer Gutmensch" geschmeichelt fühlen. War er es doch, der in seiner kurzen Dienstzeit die Wehrpflicht abgeschafft hat.

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Bernhard Geyer

Finde ich auch ...

Die 10 Monate Abseilen, Kampfsaufen und Drücken wo es nur möchte ich auch nicht mehr missen.
Da hat man was fürs leben gelernt. Endlich war es mir möglich bei beim Wettkampftrinken nicht gleich als erstes aussteigen zu müssen sondern bis zum Schluss durchgehalten zu haben. Die Entziehungskur nach dem Wehrdienst war hart.

(Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten).

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Joachim Solcher

Aus der Personalwirtschaftslehre wissen wir,

dass ein Individuum, um eine hohe Leistung zu erbringen, ausreichend motiviert sein muss.
Damit eine hohe Motivation entsteht, muss der Mensch dem Ergebnis, für seine Leistung adäquat belohnt zu werden, eine hinreichend hohe Wahrscheinlichkeit beimessen können.

Genau daran fehlt es heute!

Ein langes Leben voll Arbeit garantiert nicht mehr, im Alter menschenwürdig leben zu können. Die Bundesregierung unter Frau Merkel ist dabei, alles was wir erarbeiten zu verpfänden und zu verschenken - an die Südländer, an "die Märkte" und an jeden, der die Hand aufhält.
Dabei wird gelogen, getäuscht und betrogen.

Leistung lohnt sich definitiv nicht mehr!

Wenn junge Menschen das erkennen bzw. erahnen, sind sie gut beraten, sich Kraft und psychische Energie für spätere Jahre aufzusparen, um auch im Alter noch die eigene Grundversorgung erwirtschaften zu können und nicht betteln gehen zu müssen.

Wer sich frühzeitig verbrennt wird von rau Merlkel und Co. betrogen und fallen gelassen!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 16:59 Uhr
Heinz  Müller

unlogisch!

Je mehr Geld ich bekomme, desto weniger Arbeits-Zeit brauche ich, um mich versorgen zu können (auf dem selbst gewählten Lebensstandard). Darum arbeiten mehr Lehrer als Fabrikarbeiter Teilzeit.

Wer mehr arbeitet als nötig, ist entweder
A) gierig
B) kurzsichtig
C) überzeugt, dass seine Arbeit unverzichtbar für die Allgemeinheit ist.

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Reinhold Wüst

Bitte konkreter

Für die Normalos bedeutet die Ablehnung eines miesen, unterqualifizierten Mac-Jobs, Armut durch Kürzungen und Sperre von AlgI und AlgII. Downgrading. Bedeutet in Wirklichkeit einen Arbeitszwang und Entqualifizierung. Schüler wissen das längst.

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Herbert Wiesböck
Herbert Wiesböck (hkw52) - 23.12.2012 10:34 Uhr

Wer leistet heut noch was?

Tatsache ist, dass es noch nie eine so hohe Wirtschaftsleistung (BIP) gab wie heute, noch nie so viele Erwerbstätige, noch nie so viele Steuerzahler. Wer leistet das?
Die Generation nach 1985 nicht. Die Frauen (dümmlich lächelnd) nicht. Die Studierten nicht. Die Einwanderer nicht. Die Ausländer nicht. Die Chefs, Politiker, Schauspieler, Künstler nicht. Die Ökofreaks nicht und der Windstrom schon gar nicht. Wer also?
Richtig! - Einzig und allein die weißen mittelalterlichen Männer, reinrassige Patrioten, Vereinsmitglieder, Biertrinker und Nichtraucher, die den eigenen Verfall nach außen projizieren.
Tolle Leistung.

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Nils Kuhs

Erstens kein Wunder, zweitens wird sich dies ändern

Hier geht es ja um die Menschen die auch tatsächlich eine Chance haben. Und da braucht es niemand zu wundern. Entgegen der Märchen der linken Menschen leben wir im absoluten Wohlstand und der ist auch jedes Jahr gestiegen. "Mehr" Leistung setzt ja immer einen Anreiz voraus. Und eine Generation die im Wohlstand aufgewachsen ist, ist eben schwer zu motivieren (Auto, Elektrogeräte wie TV, Computer... Urlaub.. es geht nicht mehr ums "überhaupt" sondern nur noch ums "noch besser").
Zweitens wird sich dies auch schnell ändern. Die Arbeit muss ja erledigt werden. Ergo übernimmt dies die "Vorgängergeneration". Nur irgendwann sind die dafür eben nicht mehr da. Also, muss man selber aktiv werden oder Arbeitsplätze wandern ins Ausland. Die sind noch anders motiviert. Und abwarten, wie sich unser Wohlstand bzw. die Motivation entwickelt. Oder ist jemand ein Träumer und glaubt, mit weniger Leistung wird alles so bleiben oder sogar besser werden?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 12:22 Uhr
Sebastian Mueller

Ich möchte tauschen

Kann ich irgendwo die Hälfte meines Geldes und meiner Geräte irgendwo gegen eine intakte Umwelt, einen sicheren Arbeitsplatz, weniger stressbedingte, psychosomatische Erkrankungen, ein Klima, dass nicht in naher Zukunft New York unter Wasser setzt, Arbeitszeiten die Zulassen, dass ich überhaupt Zeit zum Kinderzeugen finde, weniger prekäre Arbeitsverhältnisse, verschuldete Kommunen, Ressourcen die wir überhaupt nutzen können, ein intaktes Gesundheitssytem, eine Stelle an der ich als Mitarbeiter und nicht als Humanressource mit blöderweise eigenen Bedürfnissen angesehen werde, einer Arbeit, die mich nicht bis 75 ausbrennt (früher werde ich nämlich nicht in Rente gehen können), eine Globalisierung, die nicht in erster Linie Verlierer produziert, einem absurden Verlangen nach Flexibilität, dass mich nicht dauernd aus meinem sozialen Umfeld um meiner Familie reisst eintauschen?
Die Bilanz meiner Vorgängergenerationen ist nicht so glänzend, wie das bisschen Gold, dass sie geschürft haben.

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sascha wächter

Und willst du nicht mein Sklave "sei"

...titulier' ich dich als Weichei. Immer mehr Junge erkennen, dass sie ausgebeutet werden dass es knallt. Immer mehr Leistung, Flexibilität und niedrigere Löhne soll man hinnehmen, sich die Fähigkeit zur harten Arbeit absprechen lassen, wenn man sich nicht auf diese Verhältnisse einlassen möchte. Mann muss sich zum Schergen eines gierigen Systemes machen lassen das nur ein Ziel im Blick hat: Wachstum, endloses Wachstum. Human Resources nennt man sie heute, widerlichere Begriffe gab es m.E. nur im Nationalsozialismus. Niemals würde ich mich bei einem Unternehmen bewerben, das schon "Human Resources" in der Stellenausschreibung nutzt. Man arbeitet nicht mehr für sich und für seine Familie und seine Existenz, sondern für den nackten Wahnsinn von Konjunkturwachstum, soll auch nach der Arbeit ständig zur Verfügung stehen und auch nach der Arbeit nicht abschalten dürfen. Nein, darauf kann ich verzichten. Lieber Tagelöhner als Sklave.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 19:12 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Herr Kuhs

geht es den Leuten wirklich so gut wie nie in Deutschland ? ich habe da meine grosse Zweifel.
Wenn Sie es über Leistung, Arbeiten, Geld definieren - das gut gehen, mag es sein, aber es zählen doch eigentlich im Leben ganz andere Werte, die auch WIRKLICH erfüllen. Menschlichkeit, Empathie, eine lebenswerte Welt, Gemeinsamkeit sind vielfach auf der Strecke geblieben, für was ? für den Preis nach immer mehr oder sich vorzumachen, man sei unersetzlich ???

Meiner Generation (Babyboomer) sagte man auch," euch gehts so gut wie keiner Generation vorher", aber was ist die Definition des gut gehens, der Wohlstand, Geld - wenig - meine ich,
gut gehen, ist bei mir etwas anderes und da kann ich auch gerne auf manches "was man haben muss" verzichten. Mit 40 J. habe ich mich da ausgeklinkt u. war die beste Entscheidung meines Lebens.

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Sebastian Mueller

Nicht nach der Arbeitsmoral sondern nach den Prioritäten fragen!

Lehnen wir die Vorteile des Wohlstandes ab? Nicht wirklich. Sind wir arbeitsfaul? Wohl kaum. Lassen wir andere Götter neben der Erwerbsarbeit zu? Ja das scheint unsere Sünde zu sein.
Die Generation Y erkennt den Preis, der für wirtschaftlichen Erfolg (im großen wie im kleinen) zu zahlen ist und stellt sich die Frage, was die Alternativen sind.
Wir sind nicht faul aber wir arbeiten und leben anders.
Dazu passt übrigens der interessante Fakt, dass vor allem große Industrieunternehmen in immer härterer Konkurrenz zu NGO's und sozialen Einrichtungen stehen, obwohl hier wesentlich weniger Geld und Wohlstand zu erwarten ist.

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Benjamin Keller

Es sind genau diese Ansichten...

... die unsere Generation Y nachdenklich stimmen. Denn:
Wenn man als Hochschulabsolvent, u.U. verschuldet durch das Studium obwohl man "nebenbei" arbeiten geht, über Jahre hinweg immer häufiger lediglich mit befristeten, unterbezahlten oder sinnbefreiten Jobs konfrontiert wird, dann beginnt man sich zu fragen, ob diese Wohlstandsgesellschaft in dieser Art weiterhin existieren kann.
Auch wir schuften- man fragt sich allerdings wofür, wenn da KEINE PERSPEKTIVEN zu erwarten sind.
Es hätte sicherlich nicht geschadet, wenn unsere Vorgänger (wenigstens in den letzten 10-15 Jahren) nicht nur "geschuftet", sondern auch mal einen Moment inne gehalten hätten, um ein wenig nachzudenken. Der Faktor "Mensch" wird momentan allzu gerne ausgeblendet.
Und noch eines zur Wohlstandsgesellschaft: Meine 89-jährige Oma sagt, sie habe schon viel mitgemacht, aber eine solche Inhumanität, wie sie gerade passiere, hätte sie seit der Zeit des NS-Regimes nicht mehr erlebt. Aber auch davon sind wir weg gekommen.

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hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 23.12.2012 11:03 Uhr

Da gibt es nicht mehr viel zu sagen-genau den Nagel auf den Kopf getroffen!

Je mehr dieses System die Menschen einschnürt, um so mehr fangen manche doch mal an, darüber nachzudenken, wer oder was für wen da zu sein hat. Kurz und bündig:Lebt man um zu arbeiten, oder arbeitet man um zum Leben? Und überhaupt, nirgends wird so viel Wertschöpfung erbracht wie in Deutschland, nur warum reicht es dann immer noch nicht? Diese Frage sollte sich jeder mal stellen! Dann landet man noch bei ganz anderen Fragestellungen....

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Nils Kuhs

Ach Sie haben wirklich mein vollstes Mitleid....

Es gab noch nie in Deutschland eine Zeit in der es den Leuten so gut ging wie heute. Wer jetzt nicht gerade sehr jung ist, sondern schon über ein paar Jahre Lebenserfahrung verfügt, muss über Menschen wie Sie wirklich nur lachen.
Gerade wenn Wohlstandkinder wie Sie von "ausbeuten" sprechen. Generationen haben tatsächlich "geschuftet" um diesen heutigen Wohlstand aufzubauen. Und Leute wie Sie stellen sich in diesem ganzen Wohlstand hin und "heulen" rum.
Man fragt sich ja immer, was so Wohlstandesjünglinge wie Sie als Maßstab nehmen. Also, dass Ausland wohl nicht. Weil der Großteil der Weltbevölkerung uns um unseren Wohlstand beneiden und sehr gerne so leben würden. Und "früher" können Sie wohl nicht meinen. Weil "früher" ging es uns ganz sicher nicht besser.
Aber auch Sie "Träumer" werden mal aufwachen. Weil ohne Leistung wird sich der Wohlstand nicht halten lassen. Und bitte "heulen" Sie jetzt nicht rum, es würde hier keinen Wohlstand geben...

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Karl Lietsch
Karl Lietsch (Lietsch) - 23.12.2012 10:18 Uhr

Warum sollte man das tun? Alles Geben. Für diesen Staat? Für den Versailler Vertrag 2.0?

Nein. Natürlich nicht. Man hat nur ein Leben und es gibt keinen Grund dieses durch Totarbeiten sinnlos wegzuschmeissen, nur damit der deutsche Staat noch mehr Geld zum sinnlosen Verzocken bekommt.

Wer mit den Wölfen auf Jagd geht, der will auch an der Beute beteiligt werden. Das ist aber heute nicht mehr der Fall, die Reallohnentwicklung ist seit Jahren rückläufig. Und wenn eine Steigerung durch Beförderung mal möglich ist, steht ein Kanzlerkandidat vor der Tür, spricht von sozialer Gerechtigkeit und nimmt doch alles weg.

Nein, es ist besser, wenn jeder seinen persönlichen Mix aus Freizeit und Arbeitsintensität (die ja nun wirklich nicht alles im Leben ist!) selbst bestimmt und sich dabei einen Dreck um die Wünsche von Staat und Firma kümmert.

Es geht ja auch nicht um eine digitale Betrachtung „Arbeiten ja oder nein, an oder aus“, sondern um eine selbstbestimmte Abgrenzung gegen das Verheizt werden. Man wird für 8 Stunden bezahlt, also arbeitet man auch nur 8 Stunden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 14:28 Uhr
Matthias Herlitzius

...einen Dreck um Staat und Firma...?

Verehrte Leserinnen und Leser,
ich bin höchst erstaunt, das dieser Beitrag die meisten Empfehlungen hat. Eine Wohlstandsgesellschaft wie die unsere funktioniert nur durch Verantwortung des Einzelnen dem Staat und auch seinem Arbeitgeber gegenüber. In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen sind Mitarbeiter beschäftigt, die nicht die Leistung bringen die sie sollten- allein weil sie es nicht können. Trotz dem sind sie Teil des Ganzen.

Dann bedeutet Ihre These im Umkehrschluß das alle die nicht ihr Soll erfüllen rausfliegen.
...einen Dreck um Staat und Firma.. ich bin sprachlos

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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 23.12.2012 10:11 Uhr

Das konnte Cicero schon besser


Das ist doch eine einzige Ansammlung von Platitüden. Nur ein Beispile: NY - nur ein Trottel wird sofort Hurra rufen. Alle anderen werden zunächst mal überlegen, ob sich längere Auslandeinsätze in ihrer Firma wirklich auszahlen - häufig ist das nicht der Fall. Oder kurz überlegen, ob es sovile mehr Geld gibt, dass die deutlich höheren Lebenskosten aufgfangen werden etc.
Um mal was Nettes zu sagen: Im deutschen System gibt es heute keine Aufsteiger mehr. Warum auch immer, aber von ganz unten kommt kaum jemand noch auf die Uni. Und die haben schon immer den meisten Biss gehabt. Für ein Kind der guten Mitte mit Background von Daheim gabe es schon immer Alternativen zu dem Lebensentwurf, den sein Personaler ihm vorhielt.

Und: Ich kenne durchaus junge Leute, die einen fast ungesunden Ehrgeiz und Hunger nach Geld entwickeln. Vielleicht muss ein Unternehmen sich mal fragen lassen, ob es die Ambitionen dieser Leute befriedigen kann. Regelmässige Gehaltsanhebungen reichen da nämlich nicht

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Jasper Zürich

Hauptproblem: Vertrauensverlust

Das "Abkommen" schien früher zu sein, hart zu arbeiten und wenigstens am Wochenende oder im Alter etwas davon zu haben.
Seit die soziale Marktwirtschaft zunehmend angelsächsisch geprägt ist, sind die Prinzipien banale Gier, Verantwortungslosigkeit und Egoismus. In einem Kartell aus Finanzfirmen, käuflichen Politikern und rein monetär getriebenen Konzernchefs wurde und wird nicht nur Deutschland die Substanz entzogen und bei Wenigen immer stärker angereichert.
Dass das Vertrauen in Politik, Justiz, Banken, Konzernchefs und Funktionäre nahezu vollständig zerstört ist, hat viel gravierendere Folgen als sich "die Eliten" klarmachen. Dass Herr W. "Ehrensold" bezieht und kein einziger "Bankster" im Knast sitzt, dass wir vor menschenverachtenden Regimes den Bückling machen, das sind die immer deutlicheren Risse in einem Gefüge, das auch besagte Eliten zum Überleben brauchen.
Es ist einfach nicht klug, sich zu verschleissen, wenn man täglich sieht, wie es einem vergolten wird.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 14:05 Uhr
Thomas Ulherr

Sind Sie so naiv, zu glauben, daß es bei uns mit noch mehr

Untertanengeist, Arbeitswut und Bereitschaft zu Selbstausbeutung besser werden würde? Alle Erfahrung seit den 70er Jahren zeigt, daß die Erpressung zu mehr Leistung, mehr Subventionen, weniger Auflagen (Deregulierung), mehr Finanzwirtschaft, mehr Derivaten und mehr "hochkomplexen Finanzinstrumenten" die Probleme eben nicht gelöst hat.

Demut und Achtung vor dem Leid anderer ist sicher immer angebracht, auch die Bereitschaft den Bedürftigen zu helfen. Falsch ist es aber, sich selbst in die Bedürftigkeit drücken zu lassen! Ich fände es ermutigend, wenn sich die Verhandlungsposition der "Arbeitnehmer" soweit gebessert hätte, daß sie sich die übelsten Zumutungen vom Leib halten können. Mit unterwürfiger Dankbarkeit wird das nicht gelingen.

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Nils Kuhs

Hauptproblem: Realitätsverlust der heutigen Generation

Schreiben Sie doch nichts von hart arbeiten und davon etwas haben. Die heutige junge Generation wächst doch in einem Wohlstand auf, also haben eine Basis, die vor noch gar nicht langer Zeit ja das Ziel der hart arbeitenden Menschen war.
Leute wie Sie finden auch für die "Faulheit" noch genug ausreden. Reisen Sie mal ins Ausland, schauen sich die sozialen Verhältnisse an, sprechen Sie mit Ihren Eltern bzw. Großeltern bzw. schauen sich Familienfotos an, fragen nach den Arbeitsbedingungen ... und auch Sie würden mal ein wenig "demütig" werden.
Ich kann nur den Kopf schütteln. Gerade wenn man ins Ausland schaut. Die Träumen von unserem Wohlstand und sind bereit für unser "Level" sehr viel Leistung zu erbringen. Sind Leute wie Sie ernsthaft so naiv und glauben, mit dieser Einstellung wird es bei uns so weitergehen?

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Peter Reisse
Peter Reisse (Buchfink) - 23.12.2012 10:07 Uhr

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins...

kannte meine Generation nicht. Wir waren froh und stolz, auf eigenen Füssen stehen zu können, nicht mehr wegen fünfzig Pfennig für eine Kinokarte betteln zu müssen und der Abschied für viele von uns vom Elternhaus war für viele von uns ein Akt der Befreiung.
Schauen sie sich dagegen die jungen Schwafler an, die heute den Bundestag bevölkern. Beschlossen, den leichten Weg des Berufspolitikers oder Berufsfunktionärs in den Parteien und Gewerkschaften zu gehen und lernten nie, richtig zu arbeiten, Verantwortung zu tragen. Arbeitsscheu als Berufsdrückeberger machten sie ihren Weg in die Betriebsratsebene oder den Plenarsaal des Deutschen Bundestages und biedern sich oben als Co-Manager oder als kopfnickender Abgeordnete des Bundestages an. Ihren Job machen sie auf den Knochen der arbeitenden Gesellschaft. Doch wir können uns freuen, das es noch eine Jugend gibt, die den normalen Weg über die Schule, Ausbildung und Studium wählt und nicht den leichten Weg der
arbeitsscheuen Schwafler geht

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Martin Steffens

Publikumsbeschimpfung...

...würde man das im Theater nennen. Es ist mir völlig unbegreiflich, was die FAS/FAZ motiviert, eine ganze Generation potenzieller Abonnenten in dieser Weise madig zu machen. Wahrscheinlich meint die Autorin jetzt, meine Generation halte es nicht einmal aus, den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Aber dieser Artikel ist ein übler Zerrspiegel, der nur die Hilflosigkeit mancher älterer Führungskräfte wiedergibt, die offenbar nicht den "Biss" haben, sich auf die neuen Herausforderungen einzustellen.

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Hans Meier

Nebenan wird gefragt, warum die Leute keine Kinder wollen. (Meine lieben alten Leute!)

Und hier wird gefragt, warum die Leute eine Babypause wollen statt einer Gehaltserhöhung.
Wie man es macht, ist es falsch: Wer keine Kinder hat, ist ein Egoist, der die Zukunft der Nation seiner beruflichen "Selbstverwirklichung" opfert. Wer aber Kinder hat, ist ein Egoist, der die Zukunft der Firma seinem glücklichen Privatleben opfert. Natürlich geht beides auf einmal, und zwar mit der klassischen Rollenverteilung: Vater wohnt in der Firma, Mutti kümmert sich nur um die Kinder. Dass das heute nicht mehr so einfach ist, haben die Alten wohl gar nicht mitbekommen.
.
Dazu kommt noch ein anderer Grund: Auch früher hat man natürlich nie "alles gegeben" für die Firma. Man hat sich ein paar Jahre lang angestrengt, um einen festen Platz zu erhalten, der einem Existenzsicherheit gab. Loyalität beruht auf Gegenseitigkeit. Die Firmen aber haben sich ihrer Pflicht entzogen, betrachten Angestellte ja nur als "human ressources", jederzeit austauschbar! Und wundern sich dann über deren Illoyalität.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 12:47 Uhr
hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 23.12.2012 12:47 Uhr

Genau so halte ich es auch! ...und eines Tages bin ich ganz weg hier...

...

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Oliver M
Oliver M (MOliver) - 23.12.2012 11:48 Uhr

Das kann ich Ihnen sagen,

es liegt wohl ganz einfach daran, dass die Generation von vor 30 Jahren leider so hart auf Pump gewirtschaftet hat. Den Zinseszinseffekt spüren wir dankenswerterweise heute und dank Egoisten der 70er, 80er und Anfang 90er fangen die Einsteiger heut zu Gehältern an die oftmals jeder Beschreibung spotten... und dann krähen die Alten noch nach mehr Rente...
Die Arbeitsverweigerung kommt auch daher, dass vom Brutto leider nichts mehr übrig bleibt (kalte Progression und steigende Sozialkosten sollten Ihnen bekannt sein). Also warum kaputt schuften?
Die Generation der Babyboomer hat es sich gut gehen lassen, sie hatten alle Möglichkeiten und mit Geld wurde um sich geworfen als gäbe es kein Morgen... Die Generation Y muss das nun bezahlen, dass dabei deren Motivation nicht übermäßig ist mögen Sie ihnen verzeihen.

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Hans Meier

Exakt.

Was fehlt ist eine Partei,die die einfachen Leute mit ihren ganz einfachen, stinklangweiligen, banalen Interessen vertritt: Ein normaler Job, bezahlbare Miete, sichere Rente, usw.
Wenn das vor 30 Jahren funktionierte, warum dann nicht jetzt?

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Karl Lietsch
Karl Lietsch (Lietsch) - 23.12.2012 10:25 Uhr

Eine andere Möglichkeit des Protestes gegen den Staat gibt es im Moment nicht:

Das Zurückhalten von Engagement bei der Arbeit und der „Reproduktion“, sprich Kinder kriegen, scheint die einzige Möglichkeit diesem System/Staat Druck zu machen, sich ein Stück weit zu verweigern und auf eine subtile Form zu protestieren.

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konstantin thumm
konstantin thumm (zoula) - 23.12.2012 09:58 Uhr

Weicheier?

Hand aufs Herz:
Früher hatte unsere Vatergeneration ja auch noch gemeinsame Ziele, den Aufbau des Landes unter der Annahme, daß am Ziel alle in einer besseren Welt leben.
Heute hat die Generation Y schlicht erkannt, daß die Welt eben NICHT besser geworden ist. Kapitalismus pur, Ellenbogengesellschaft wo immer man hinguckt. Die Ressource Mensch im Unternehmen hat keinen Wert mehr, das Klima und unsere gemeinsame Zukunft interessiert ausser den Wissenschaftlern erst Recht nicht. Ich kann nicht erkennen, warum ich tatsächlich eine 60-80 Stunden Woche hinlegen soll, wenn ich am Ende von Heute auf Morgen gekündigt werde und mit dem Stiefel in den Rinnstein geschubst werde.
Mir kann kein Mensch plausibel machen, warum ich mich für Turbokapitalismus und die Weltzerstörung 80h abackern soll.
Nutzen wir also die Zeit für unsere Freunde, die Familie, die Natur und schauen verbittert zu, wie die Welt zugrunde gerichtet wird.
Tolle Errungenschaften!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 14:51 Uhr
konstantin thumm
konstantin thumm (zoula) - 23.12.2012 14:51 Uhr

Turbokapitalismus

Da haben Sie allerdings Recht!

Hier möchte ich insbesondere darauf hinweisen, daß gerade Frau Merkel die Königin der destruktiven Sinnstiftung ist. Sie stiftet nämlich keine. Ihre opportunistische und ideologiefreie Art der Politik ist mehr als demoralisierend.

Auf der anderen Seite habe ich in meinen BWL-Vorlesungen gelernt, daß es neben der Gewinnmaximierung auch andere Unternehmensziele geben kann.
Davon hab ich jedoch in keinster Weise je Erfahrungen machen können. Im Gegenteil, in den letzten Jahren scheint mir, die Gewinnmaximierung geradezu religiös interpretiert zu werden. Der Mensch wird nur noch als Ressource zur Erreichung der Maximierung angesehen.
Vielleicht mag das etwas düster klingen, aber die Realität ist düster!
Unter solchen Umständen, ist es kein Wunder, daß die Generation Y sich Alternativen sucht, die sinnstiftend sind und im Leben Halt geben.
Das sind die Kinder, Familie, Freunde und Ähnliches.

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Thomas Ulherr

Mit Verlaub, Herr Jörgovic, was wir heute haben ist als

"Staatsmonopolistischer Kapitalismus" bekannt und wurde schon vor Jahrzehnten beschrieben. Die Verflechtungen und Verwerfungen des Systems machen es nicht leicht, es zu erkennen, aber nicht zuletzt die sog. Banken-/€uro-/Finanz-/Staatsschuldenkrise könnte doch zu mehr Durchblick führen.
Die Macht im Staate nutzt den Staat, um ihre Klientel und Gönner zu umsorgen. Seit den Reformen der Regierung Schröder schreiben die Industrien sich ihre Gesetze gleich selbst. Es gab in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg so etwas wie eine funktionierende soziale Marktwirtschaft. Unternehmen - und Unternehmer! - sahen ihre gesellschaftliche Verantwortung und nahmen sie bewusst wahr. Die Firmen-Pensionspläne aus den 60er Jahren sind unerreicht! Seit den 70er Jahren stecken wir in einer Dauerkrise, die genutzt wurde um die Stellung der Arbeitnehmer auf breiter Front zu schleifen. Im Handwerk sind heute z.B. WE, Nacht- und Überstundenzuschläge de facto abgeschafft! "Leiharbeit, Aufstocker" etc.

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Philipp Jörgovic

Wo ist denn Kapitalismus?

Möglicherweise habe ich die Ironie in Ihrem Kommentar nicht mitbekommen. Aber wenn Sie das ernst meinen, würde es mich schon schwer wundern. Wo haben wir bitte Kapitalismus? Ich sehe Staatswirtschaft wohin ich blicke. Beispielsweise der "turbokapitalistische" Bankensektor wird durch Staatseingriffe verzerrt, die Autoindustrie, die Immobilienindustrie, das Lohngefälle, Staat schreibt vor Frauen einzustellen, Staat schreibt Glühbirnen vor, Staat schreibt E10-Benzin vor, Staat schreibt Arbeitszeit vor, Staat schreibt Stromproduktion vor, Staat schreibt Altersicherung vor, Armutsindustrie und Staat schreiben Sozialleistungen vor, Staat sendet Propagandanachrichten (ARD/ZDF) und nicht zu vergessen früher hat Staat die selbst die Krümmung der Gürkchen vorgeschrieben. Als Ludwig Erhard von sozialer Marktwirtschaft gesprochen hat, hatte er dabei etwas ganz anderes im Sinne. Was wir heute haben ist für mich Planwirtschaft mit all seinen Folgen (Fehlplanung und Verfall des Wohlstands).

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Jens  Pfeiffer

Bringen wir Arbeit und Privatleben in Einklang!

Ich kenne viele junge Menschen, Generation ab 1985, über die ich positiv erstaunt bin, wie viel sie geben, wie stark sie sich in den Firmen einbringen - obwohl sie für einen Hungerlohn arbeiten, nahe an der Grenze zu Hartz IV. Darunter sind keine Dummen, auch Studierte. Gleichzeitig fragen sie sich, welche Perspektiven sie haben. Oft sprechen sie von Ausbeutung durch ihren aktuellen Arbeitgeber bis das Projekt beendet ist. Danach fangen sie wieder bei 0 an beim nächsten Arbeitgeber. Ein Teufelskreis. Mein Eindruck nach 30 Jahren Berufserfahrung, angestellt und selbständig, ist, daß daß Arbeitsleben heute sehr viel rauher ist und weniger ehrlich. Es gibt weniger Vertrauen im Verhältnis Arbeitnehmer / Arbeitgeber. Sehr schade! Ich kann sehr gut verstehen, daß sich die Menschen fragen, wozu sie arbeiten sollen. Lohnt sich Arbeit noch?

Aus unsere Arbeit beziehen wir unsere Anerkennung. Sie ist unsere wichtige Lebensaufgabe. Arbeit muß sich gleichzeitig auch lohnen!

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Robert Arnold

Generation Weichei?

Ich bin genau diese Generation auf die so heruntergesehen wird von denen, "die so hart arbeiten." Ich kenne niemanden, der nicht mindestens 70 Stunden arbeitet (Ingenieure, Ärzte, Lehrer). Wohlgemerkt sind die meisten schon längst über ihre Einstiegsjahre hinaus. Was wollen die Chefs denn noch? Ein paar Beispiele: Wenn ein Projektabschluss ansteht machen BWLer teils17 Stunden-Tage und alles was die Verlobten von ihnen sehen sind 7 Stunden in der Nacht in denen sie zu erschlagen sind um irgendetwas zu machen. Ingenieure bleiben zig Stunden, sogar nach dem Ausstempeln, in der Firma, da sie (im Gegensatz zu den 50 Jährigen) alles zeitnah bearbeiten wollen. Lehrer korrigieren 3 Wochen vor jeden Ferien jeden Tag Probeaufsätze und Schulaufgaben und das bis 23Uhr Nachts. Und wozu das ganze? Zu oft wurden die befördert, die dieses Programm nicht ablieferten, sondern mit dem Chef gut auskamen. Und zu erwarten, dass jemand gerne aus deinem sozialen Umfeld gerissen wird (New York) ist lächerlich.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 13:54 Uhr
Peter Reisse
Peter Reisse (Buchfink) - 23.12.2012 13:54 Uhr

Sie sind auch nicht gemeint. Diejenigen, die das Bruttosozialprodukt erwirtschaften, ...

für Arbeitsplätze sorgen.
Aber Sie und Ihre Kollegen sind auch nicht in den Parteien, nicht als Betribsrat und auch nicht in den Parlamenten zu finden. Schade. Denn da drücken sich die Schwafler, Leistungsverweigerer, Berufsbetriebsräte und Berufspolitiker herum. Um über Sie und Ihresgleichen zu entscheiden. Und ich habe diese Sorte Abstauber, zu denen ich früher aufblickte, weil sie noch Gewerkschafter und Politiker der alten Schule waren, in den 43 Jahren meiner Berufstätigkeit kennen gelernt. Und auch ihre Metamorphose vom Kollegen, der noch neben uns an der Linie, am Schraubstock oder Schreibtisch stand und zum Betriebsrat sich unser Vertrauen verdiente und den heutigen Schwaflern, die vorgeben, Gewerkschafter zu sein, sich ein schönes Leben als Co-Manager machen und nicht bereit sind, ihre Einkünfte offen zu legen. Abstauber im System, wie auch diejenigen Berufspolitiker, die nie mit uns, dem Volk, arbeiteten. Und da sind die Weicheier zu finden. Bei den Abstaubern.

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Nils Kuhs

Ja Generation Weichei!

Ich muss immer wieder lachen, wenn ich solchen Kommentare lese. Sie schreiben ja nicht die Unwahrheit, aber die ganze Wahrheit ist es eben auch nicht.
Da werden "angebliche" Beispiele aufgezählt. Unterstellen wir mal die stimmen so tatsächlich. Aber spiegeln Sie auch die Realität wieder?
Fakt ist, zu jeder Zeit gab es Menschen, die absolut "Spitzenleistungen" erbracht haben. Und nein, früher wurden eben nicht alle sofort befördert, früher gab es auch schon "ältere" Kollegen, die die guten Arbeitsplätze besetzt hatten...
Aber es macht doch Spaß so Kommentare zu schreiben, oder? Gerade die heutige Generation ist die einzige die "hart" Arbeiten muss, alle anderen (50 Jährige) machen nichts, es gibt eine Verschwörung mit den Chefs.... auch und das soziale Umfeld...

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Reinhard Kropp

Karriere in einer wertelosen Gesellschaft, etwa für ein stinkendes, lärmendes Fossilmobil...

...ein paar Goldklumpen, wertlosem Spielgeld oder verfallenden Vorstadtreihenhäusern? Und immer für die Rendite fremder Geldganoven, statt fürs eigene Wohlergehen? Von Ackermann bis Zumwinkel, von Guttenberg bis Wulff Verfall - den kann ich bei jungen Leuten (noch?) nicht erkennen.

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Nach 30 Jahren Lohnzurückhaltung und Lohnstückkostensenkung JETZT NEU: Arbeitszurückhaltung

Ursache und Wirkung.

Langfristig setzen sich die Arbeitnehmer genauso sehr für ihre Arbeitgeber ein, wie sich die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer eingesetzt haben. Da letzteres seit Jahrzehnten und in breiten Gesellschaftsschichten herzlich wenig war, sollte es nicht überraschen, wenn die Leistungsbereitschaft auf ebenso breiter Basis schlicht nicht mehr vorhanden ist.

Ein Ausbleiben einer Gegenreaktion konnte man nie ernsthaft erwarten, trotz ständiger Wiederholung des Arbeit, Schweiß und Tränen Mantras bei gleichzeitiger Verschlechterung der Versorgungssicherheit, Lohnkürzungen oder Zuwächsen unterhalb der Inflationsrate, Ignoranz gegenüber jeder Zukunftsplanung in Unternehmen genauso wie der Sozialpolitik, der Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse die von Arbeitgebern wie Politikern vorangetrieben wurde und ständigen Kürzungen in den Bildungsausgaben die schon den Jüngsten Bürgern von Anfang klar machen, dass sie die Gesellschaft letztlich für bedeutungslos hält.

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Sebastian Borck

Was mich noch interessieren würde...

Wäre zum einen a) ein internationaler Vergleich (verhält sich Generation Y nur in Deutschland in dieser Art und Weise) und b) einen Vergleich zwischen den so genannten "Karrieremachern" und den hier verpönten "Weicheiern". Harte Statistiken holen einen manchmal schneller auf den Boden der Tatsachen zurück, als einem lieb ist.
Ganz davon abgesehen ist es aber nur normal, dass sich die nächste Generation Ihre Vorgänger betrachten und fragt" Was wollen wir anders/besser machen". Da müssen sich die Herren (und Damen) in den Personalabteilungen nicht wundern, wenn jetzt andere Prioritäten an den Tag gelegt werden. Die Angst, dass es zukünftig keine Führungskräfte mehr geben wird ist meiner Meinung nach ünbegründet. Allein die Art wie man Mitarbeiter führt wird sich ändern, so wie sich auch die Prioritäten ändern. Die Führungskraft aus "altem Schrot und Korn" wird man in dieser Art und Weise zukünftig wahrscheinlich seltener zu sehen bekommen.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 23.12.2012 09:41 Uhr

Verzicht...

ist das Schlüsselwort zum richtigen Umgang. Man kann sich für den einen oder anderen Weg entscheiden, weil beides in Harmonie nur äußerst selten gelingt. Man sollte wissen, daß man auf der einen oder anderen Seite einen bewußten Verzicht leistet, dann beschwert man sich nicht später beim "Schicksal" oder sich selbst.

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Udo goldstein
Udo goldstein (goldi53) - 23.12.2012 09:38 Uhr

Wirklich ein Problem?

Der Artikel ist über wie ein Kropf. Was soll hier die Botschaft sein? Außer nicht nachweisbare Plattitüden über die heutige „Jugend“ keine substanziellen, nachvollziehbaren Argumentationen. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis „Jeder ist seines Glückes Schmied“ der eine in New York der andere in der Provinz. Wo ist das Problem?

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Jahrgang 1970, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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