22.12.2012 · Freizeit statt Karriere, Sabbatical statt Stress: Die jungen Leute geben für den Beruf nicht mehr alles. Fortschritt oder Verfall? - Stimmen Sie selbst mit ab.
Von Bettina WeigunyRichtlinien für Lesermeinungen
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Hochleister vs. Leistungsverweigerer?
Das ist doch Unsinn. Während meines Studiums in den 70iger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte ich es mit nur wenigen hochleistungs- und leistungswilligen sowie -fähigen Mitstudenten im Bereich Wirtschaftswissenschaften zu tun, das Gros waren Personen, die gestützt auf Papies Scheck, sich ein schönes Studentenleben machten. Und: Hochleister gingen eben nicht in die Privatwirtschaft, sondern suchten ihren Weg in Wissenschaft und Forschung, weil es eine vernünftige Verbindung von sinnvoller Arbeit und Einkommen darstellte. Überhaupt, was ist denn verwerflich, wenn die heutige Generation sich nicht in die von Irrationalismen bestimmte Maschinerie der Ökonomie kritiklos einordnet? Warum soll ich denn mein Leben dieser unter dauerndem Veränderungs- und Beschleunigungsdruck stehenden, gänzlich unsicheren Maschinerie unterwerfen? Vergleichsweise niedrige Einkommen unterhalb der Vorstandsebene, extreme Arbeitszeiten, unsicherer Arbeitsplatz, sinnlose (?) Arbeit. Das ist Vernunft gefragt!
Deutsche Tugenden werden beim Militär im Felde gelehrt!
Der Deutschen Jugend fehlt ganz einfach der Barras. Beim Militär
erhielten die deutschen Männer einst ihren letzten Schliff. Sie
lernten Befehl und Gehorsam und hochgestellte Persönlichkeiten zu achten.
Es war ein großer Fehler, auf die Alt-68er und sozialistischen
Gutmenschen zu hören und die Wehrpflicht abzuschaffen. Im
Kriegsdienst im Felde im Stahlgewitter der Schlachten sind einst
Generationen herangewachsen, die Großes geleistet haben. Es sind
Generationen herangewachsen, die ihre eigenen Bedürfnisse ganz
großen Plänen hintenangestellt haben. Es waren Generationen,
die ihre Pflicht taten.
Es gibt nur eines: Die Deutsche Jugend muss wieder ins Feld. Drei Jahre
militärischer Drill auf dem Exerzierplatz und anschließend
Kriegsdienst an der Waffe und wir haben wieder eine gute Jugend!
oh mann, das glaub ich jetzt aber nicht...
das sowas hier veröffentlicht wird...
der gröfaz lässt grüßen, für den war auch das
militär das allergrößte, der war da regelrecht geil
drauf.
sie auch?
und dass deutsche patrioten, großgeschrieben, wieder kommen,
werden die meisten menschen wohl eher als gefährliche drohung
auffassen.
Das Militär als Schule der Nation
Der Vorstand eines Unternehmens ist den Aktionären verpflichtet.
Ihnen hat er zu dienen. Für sie hat er den Aktienwert des
Unternehmens zu steigern. Alle anderen in einem Betrieb sind ihm
hierarchisch untergeordnet. In amerikanischen Unternehmen gibt es hier
dem Rang entsprechende Bezeichnungen: Soldat, Unter-Offizier, Offizier,
Manager, Genral-Manager. All das basiert auf einem militärischen
Verständnis.
An den Märkten herrscht Krieg, dort werden große Schlachten
um Marktanteile und um Einfluß geschlagen. Dazu sind Kenntnisse in
miltärischer Strategie notwendig. Dazu ist es notwendig, daß
die Untergebenen wissen, daß Befehle auszuführen sind und
Befehlsverweigerung schwerste Konsequenzen hat.
Wenn die deutschen Männer lieber Weicheier sein wollen, wird
Deutschland untergehen. Das Land der Dichter und Denker ist ein Land der
Faulpelze und Weicheier geworden. Nicht ohne Grund verlassen
erklärte DEUTSCHE PATRIOTEN inzwischen das Land und gehen ins Exil.
Aber sie werden wiederkommen!
Deutsche Tugend aus Sicht eines Personalers
Da mir nun das Personalmanagement der Fach- und Führungskräfte nicht fremd ist möchte ich mal aus dieser Sicht ihren Artikel kommentieren. Die Tugenden, die man als Mannschaftler (klassich GWDL, Soldat bis maximal Hauptgefreiter in der AGA und SGA) lernt, sind für die in dem obigen Artikel angesprochenen Berufe (nämlich eben jene Fach- und Führungskräfte) überhaupt nicht zu gebrauchen. Sie müssen proaktiv arbeiten, eigene Ziele setzen, meist in Gleit- oder Vertrauensarbeitszeit (was heist, das sie ihre eigenen Bedürfnisse sehr gut kennen müssen um überhaupt Zeitmanagement betreiben zu können). Heisst auch, dass sie die großen Pläne kennen und hinterfragen müssen, um sich eigene Ziele setzen zu können. Gehorsam bringt gar nichts, weil sie keine konkreten Anweisungen kriegen sondern selbstständig arbeiten müssen; und da ist kritisches Mitgedenken in jeder Etappe gefragt. Damit der Bund für die heutige Wirtschaft was taugt, müssten wir alle Offiziere werden!
"Cave Gladium"!
Ach wäre doch Ihr Beitrag als eine Glosse, gar einer satirischen
Übertreibung gleich, ausgefallen! Statt dessen macht der
alternativlose Ernst Ihres Statements geradezu Erschrecken, indem Sie
"Deutsche Tugenden" in einen ursächlichen Zusammenhang
mit "Kriegsdienst, Stahlgewitter, Schlachten, Drill" stellen
und daraus die Zutaten für eine "gute Jugend" generieren.
Sie verkennen, dass bereits 2 x die 'Generationen Y' von Ihren
heroischen Generationen verheizt wurden, die jeweils im Namen des
Deutschen Volkes die wahrhaftigen "Deutschen Tugenden"
missbrauchten und entehrten! Und diese Generationen, die derart
Großes geleistet haben, sollen hehre Vorbilder unserer heutigen
Jugend sein?
Nein danke; ein jeder kehre vor seiner Tür und erkenne, dass jede
Generation *die* Jugend hat, die sie selbst und damit verantwortlich(!)
hervorgebracht hat!
Nicht weniger erschreckend ist die Zahl der Zustimmungen, die Drill und
Gehorsam wohl ebenso als einzig taugliches Erziehungsmittel ansehen!
Wozu haben wir 2 Weltkriege mit Millionen von Toten verloren?
Damit hier wieder solch ein Bockmist veröffentlicht werden kann?
Eine verbrachte Zeit bei der Bundeswehr fehlt bestimmt bei manchen Leuten und man merkt es
ihnen auch an,ja. Aber einen Kriegsdienst wie sie ihn fordern??? Befehl und Gehorsam?? ...ok, Gehorsam braucht es auch zum funktionieren. Aber was wir hier bräuchten, wäre angesichts dieser Politik, ein Ungehorsam und keine stupide Gefolgschaft!
Jawoll, Herr Hauptfeldwebel Meyer :) ......
...und vor lauter Befehl und Gehorsam freut man sich bei Ihrer
Grundhaltung, keine hochgestellte Persönlichkeit zu sein - aber,
Herr Hauptfeldwebel: Wie wird man das? Kennen Sie eine?
Gottseidank machen Sie - wie in Ihren anderen Kommentaren - nur
Spaß. Aber es gibt ja wirklich Leute, die Führung brauchen,
suchen und lieben.
Genau... Gehorsam bis zum Niedergang. Auf in den nächsten Krieg
ich hoffe sehr, dass das ein zynistischer Beitrag von Ihnen ist, wenn nicht:
Das hatten wir schon alles.... Vor ca. 70 Jahren. Das Ende ist bekannt.
Die Welt dreht sich weiter. Ich selbst war nicht beim
Militärdienst, sondern habe Zivildienst geleistet. Ich habe
gelernt, andere Menschen zu achten (und nicht "hochgestellte
Persönlichkeiten").
Ich empfinde es als Gewinn, dass die Gesellschaft sich weiter entwickelt
und nicht mehr alles mit sich machen lässt. Mitläufer brauchen
wir nicht.
Nichts gegen eine Wehrpflicht, ...
aber sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg sind keine
Generation herangewachsen, sondern es wurden Generationen
abgeschlachtet, massenhaft und in sinnlosester Weise.
Im übrigen wird sich Karl Theodor zu Guttenberg als "Alt-68er
und sozialistischer Gutmensch" geschmeichelt fühlen. War er es
doch, der in seiner kurzen Dienstzeit die Wehrpflicht abgeschafft hat.
Finde ich auch ...
Die 10 Monate Abseilen, Kampfsaufen und Drücken wo es nur
möchte ich auch nicht mehr missen.
Da hat man was fürs leben gelernt. Endlich war es mir möglich
bei beim Wettkampftrinken nicht gleich als erstes aussteigen zu
müssen sondern bis zum Schluss durchgehalten zu haben. Die
Entziehungskur nach dem Wehrdienst war hart.
(Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten).
Aus der Personalwirtschaftslehre wissen wir,
dass ein Individuum, um eine hohe Leistung zu erbringen, ausreichend
motiviert sein muss.
Damit eine hohe Motivation entsteht, muss der Mensch dem Ergebnis,
für seine Leistung adäquat belohnt zu werden, eine hinreichend
hohe Wahrscheinlichkeit beimessen können.
Genau daran fehlt es heute!
Ein langes Leben voll Arbeit garantiert nicht mehr, im Alter
menschenwürdig leben zu können. Die Bundesregierung unter Frau
Merkel ist dabei, alles was wir erarbeiten zu verpfänden und zu
verschenken - an die Südländer, an "die Märkte"
und an jeden, der die Hand aufhält.
Dabei wird gelogen, getäuscht und betrogen.
Leistung lohnt sich definitiv nicht mehr!
Wenn junge Menschen das erkennen bzw. erahnen, sind sie gut beraten,
sich Kraft und psychische Energie für spätere Jahre
aufzusparen, um auch im Alter noch die eigene Grundversorgung
erwirtschaften zu können und nicht betteln gehen zu müssen.
Wer sich frühzeitig verbrennt wird von rau Merlkel und Co. betrogen
und fallen gelassen!
unlogisch!
Je mehr Geld ich bekomme, desto weniger Arbeits-Zeit brauche ich, um
mich versorgen zu können (auf dem selbst gewählten
Lebensstandard). Darum arbeiten mehr Lehrer als Fabrikarbeiter Teilzeit.
Wer mehr arbeitet als nötig, ist entweder
A) gierig
B) kurzsichtig
C) überzeugt, dass seine Arbeit unverzichtbar für die
Allgemeinheit ist.
Bitte konkreter
Für die Normalos bedeutet die Ablehnung eines miesen, unterqualifizierten Mac-Jobs, Armut durch Kürzungen und Sperre von AlgI und AlgII. Downgrading. Bedeutet in Wirklichkeit einen Arbeitszwang und Entqualifizierung. Schüler wissen das längst.
Tatsache ist, dass es noch nie eine so hohe Wirtschaftsleistung (BIP)
gab wie heute, noch nie so viele Erwerbstätige, noch nie so viele
Steuerzahler. Wer leistet das?
Die Generation nach 1985 nicht. Die Frauen (dümmlich lächelnd)
nicht. Die Studierten nicht. Die Einwanderer nicht. Die Ausländer
nicht. Die Chefs, Politiker, Schauspieler, Künstler nicht. Die
Ökofreaks nicht und der Windstrom schon gar nicht. Wer also?
Richtig! - Einzig und allein die weißen mittelalterlichen
Männer, reinrassige Patrioten, Vereinsmitglieder, Biertrinker und
Nichtraucher, die den eigenen Verfall nach außen projizieren.
Tolle Leistung.
Erstens kein Wunder, zweitens wird sich dies ändern
Hier geht es ja um die Menschen die auch tatsächlich eine Chance
haben. Und da braucht es niemand zu wundern. Entgegen der Märchen
der linken Menschen leben wir im absoluten Wohlstand und der ist auch
jedes Jahr gestiegen. "Mehr" Leistung setzt ja immer einen
Anreiz voraus. Und eine Generation die im Wohlstand aufgewachsen ist,
ist eben schwer zu motivieren (Auto, Elektrogeräte wie TV,
Computer... Urlaub.. es geht nicht mehr ums "überhaupt"
sondern nur noch ums "noch besser").
Zweitens wird sich dies auch schnell ändern. Die Arbeit muss ja
erledigt werden. Ergo übernimmt dies die
"Vorgängergeneration". Nur irgendwann sind die dafür
eben nicht mehr da. Also, muss man selber aktiv werden oder
Arbeitsplätze wandern ins Ausland. Die sind noch anders motiviert.
Und abwarten, wie sich unser Wohlstand bzw. die Motivation entwickelt.
Oder ist jemand ein Träumer und glaubt, mit weniger Leistung wird
alles so bleiben oder sogar besser werden?
Ich möchte tauschen
Kann ich irgendwo die Hälfte meines Geldes und meiner Geräte
irgendwo gegen eine intakte Umwelt, einen sicheren Arbeitsplatz, weniger
stressbedingte, psychosomatische Erkrankungen, ein Klima, dass nicht in
naher Zukunft New York unter Wasser setzt, Arbeitszeiten die Zulassen,
dass ich überhaupt Zeit zum Kinderzeugen finde, weniger
prekäre Arbeitsverhältnisse, verschuldete Kommunen, Ressourcen
die wir überhaupt nutzen können, ein intaktes
Gesundheitssytem, eine Stelle an der ich als Mitarbeiter und nicht als
Humanressource mit blöderweise eigenen Bedürfnissen angesehen
werde, einer Arbeit, die mich nicht bis 75 ausbrennt (früher werde
ich nämlich nicht in Rente gehen können), eine Globalisierung,
die nicht in erster Linie Verlierer produziert, einem absurden Verlangen
nach Flexibilität, dass mich nicht dauernd aus meinem sozialen
Umfeld um meiner Familie reisst eintauschen?
Die Bilanz meiner Vorgängergenerationen ist nicht so glänzend,
wie das bisschen Gold, dass sie geschürft haben.
Und willst du nicht mein Sklave "sei"
...titulier' ich dich als Weichei. Immer mehr Junge erkennen, dass sie ausgebeutet werden dass es knallt. Immer mehr Leistung, Flexibilität und niedrigere Löhne soll man hinnehmen, sich die Fähigkeit zur harten Arbeit absprechen lassen, wenn man sich nicht auf diese Verhältnisse einlassen möchte. Mann muss sich zum Schergen eines gierigen Systemes machen lassen das nur ein Ziel im Blick hat: Wachstum, endloses Wachstum. Human Resources nennt man sie heute, widerlichere Begriffe gab es m.E. nur im Nationalsozialismus. Niemals würde ich mich bei einem Unternehmen bewerben, das schon "Human Resources" in der Stellenausschreibung nutzt. Man arbeitet nicht mehr für sich und für seine Familie und seine Existenz, sondern für den nackten Wahnsinn von Konjunkturwachstum, soll auch nach der Arbeit ständig zur Verfügung stehen und auch nach der Arbeit nicht abschalten dürfen. Nein, darauf kann ich verzichten. Lieber Tagelöhner als Sklave.
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 19:12 UhrHerr Kuhs
geht es den Leuten wirklich so gut wie nie in Deutschland ? ich habe da
meine grosse Zweifel.
Wenn Sie es über Leistung, Arbeiten, Geld definieren - das gut
gehen, mag es sein, aber es zählen doch eigentlich im Leben ganz
andere Werte, die auch WIRKLICH erfüllen. Menschlichkeit, Empathie,
eine lebenswerte Welt, Gemeinsamkeit sind vielfach auf der Strecke
geblieben, für was ? für den Preis nach immer mehr oder sich
vorzumachen, man sei unersetzlich ???
Meiner Generation (Babyboomer) sagte man auch," euch gehts so gut
wie keiner Generation vorher", aber was ist die Definition des gut
gehens, der Wohlstand, Geld - wenig - meine ich,
gut gehen, ist bei mir etwas anderes und da kann ich auch gerne auf
manches "was man haben muss" verzichten. Mit 40 J. habe ich
mich da ausgeklinkt u. war die beste Entscheidung meines Lebens.
Nicht nach der Arbeitsmoral sondern nach den Prioritäten fragen!
Lehnen wir die Vorteile des Wohlstandes ab? Nicht wirklich. Sind wir
arbeitsfaul? Wohl kaum. Lassen wir andere Götter neben der
Erwerbsarbeit zu? Ja das scheint unsere Sünde zu sein.
Die Generation Y erkennt den Preis, der für wirtschaftlichen Erfolg
(im großen wie im kleinen) zu zahlen ist und stellt sich die
Frage, was die Alternativen sind.
Wir sind nicht faul aber wir arbeiten und leben anders.
Dazu passt übrigens der interessante Fakt, dass vor allem
große Industrieunternehmen in immer härterer Konkurrenz zu
NGO's und sozialen Einrichtungen stehen, obwohl hier wesentlich weniger
Geld und Wohlstand zu erwarten ist.
Es sind genau diese Ansichten...
... die unsere Generation Y nachdenklich stimmen. Denn:
Wenn man als Hochschulabsolvent, u.U. verschuldet durch das Studium
obwohl man "nebenbei" arbeiten geht, über Jahre hinweg
immer häufiger lediglich mit befristeten, unterbezahlten oder
sinnbefreiten Jobs konfrontiert wird, dann beginnt man sich zu fragen,
ob diese Wohlstandsgesellschaft in dieser Art weiterhin existieren kann.
Auch wir schuften- man fragt sich allerdings wofür, wenn da KEINE
PERSPEKTIVEN zu erwarten sind.
Es hätte sicherlich nicht geschadet, wenn unsere Vorgänger
(wenigstens in den letzten 10-15 Jahren) nicht nur
"geschuftet", sondern auch mal einen Moment inne gehalten
hätten, um ein wenig nachzudenken. Der Faktor "Mensch"
wird momentan allzu gerne ausgeblendet.
Und noch eines zur Wohlstandsgesellschaft: Meine 89-jährige Oma
sagt, sie habe schon viel mitgemacht, aber eine solche Inhumanität,
wie sie gerade passiere, hätte sie seit der Zeit des NS-Regimes
nicht mehr erlebt. Aber auch davon sind wir weg gekommen.
Da gibt es nicht mehr viel zu sagen-genau den Nagel auf den Kopf getroffen!
Je mehr dieses System die Menschen einschnürt, um so mehr fangen manche doch mal an, darüber nachzudenken, wer oder was für wen da zu sein hat. Kurz und bündig:Lebt man um zu arbeiten, oder arbeitet man um zum Leben? Und überhaupt, nirgends wird so viel Wertschöpfung erbracht wie in Deutschland, nur warum reicht es dann immer noch nicht? Diese Frage sollte sich jeder mal stellen! Dann landet man noch bei ganz anderen Fragestellungen....
Ach Sie haben wirklich mein vollstes Mitleid....
Es gab noch nie in Deutschland eine Zeit in der es den Leuten so gut
ging wie heute. Wer jetzt nicht gerade sehr jung ist, sondern schon
über ein paar Jahre Lebenserfahrung verfügt, muss über
Menschen wie Sie wirklich nur lachen.
Gerade wenn Wohlstandkinder wie Sie von "ausbeuten" sprechen.
Generationen haben tatsächlich "geschuftet" um diesen
heutigen Wohlstand aufzubauen. Und Leute wie Sie stellen sich in diesem
ganzen Wohlstand hin und "heulen" rum.
Man fragt sich ja immer, was so Wohlstandesjünglinge wie Sie als
Maßstab nehmen. Also, dass Ausland wohl nicht. Weil der
Großteil der Weltbevölkerung uns um unseren Wohlstand
beneiden und sehr gerne so leben würden. Und
"früher" können Sie wohl nicht meinen. Weil
"früher" ging es uns ganz sicher nicht besser.
Aber auch Sie "Träumer" werden mal aufwachen. Weil ohne
Leistung wird sich der Wohlstand nicht halten lassen. Und bitte
"heulen" Sie jetzt nicht rum, es würde hier keinen
Wohlstand geben...
Warum sollte man das tun? Alles Geben. Für diesen Staat? Für den Versailler Vertrag 2.0?
Nein. Natürlich nicht. Man hat nur ein Leben und es gibt keinen
Grund dieses durch Totarbeiten sinnlos wegzuschmeissen, nur damit der
deutsche Staat noch mehr Geld zum sinnlosen Verzocken bekommt.
Wer mit den Wölfen auf Jagd geht, der will auch an der Beute
beteiligt werden. Das ist aber heute nicht mehr der Fall, die
Reallohnentwicklung ist seit Jahren rückläufig. Und wenn eine
Steigerung durch Beförderung mal möglich ist, steht ein
Kanzlerkandidat vor der Tür, spricht von sozialer Gerechtigkeit und
nimmt doch alles weg.
Nein, es ist besser, wenn jeder seinen persönlichen Mix aus
Freizeit und Arbeitsintensität (die ja nun wirklich nicht alles im
Leben ist!) selbst bestimmt und sich dabei einen Dreck um die
Wünsche von Staat und Firma kümmert.
Es geht ja auch nicht um eine digitale Betrachtung „Arbeiten ja
oder nein, an oder aus“, sondern um eine selbstbestimmte
Abgrenzung gegen das Verheizt werden. Man wird für 8 Stunden
bezahlt, also arbeitet man auch nur 8 Stunden.
...einen Dreck um Staat und Firma...?
Verehrte Leserinnen und Leser,
ich bin höchst erstaunt, das dieser Beitrag die meisten
Empfehlungen hat. Eine Wohlstandsgesellschaft wie die unsere
funktioniert nur durch Verantwortung des Einzelnen dem Staat und auch
seinem Arbeitgeber gegenüber. In vielen kleinen und
mittelständischen Unternehmen sind Mitarbeiter beschäftigt,
die nicht die Leistung bringen die sie sollten- allein weil sie es nicht
können. Trotz dem sind sie Teil des Ganzen.
Dann bedeutet Ihre These im Umkehrschluß das alle die nicht ihr
Soll erfüllen rausfliegen.
...einen Dreck um Staat und Firma.. ich bin sprachlos
Das konnte Cicero schon besser
Das ist doch eine einzige Ansammlung von Platitüden. Nur ein
Beispile: NY - nur ein Trottel wird sofort Hurra rufen. Alle anderen
werden zunächst mal überlegen, ob sich längere
Auslandeinsätze in ihrer Firma wirklich auszahlen - häufig ist
das nicht der Fall. Oder kurz überlegen, ob es sovile mehr Geld
gibt, dass die deutlich höheren Lebenskosten aufgfangen werden etc.
Um mal was Nettes zu sagen: Im deutschen System gibt es heute keine
Aufsteiger mehr. Warum auch immer, aber von ganz unten kommt kaum
jemand noch auf die Uni. Und die haben schon immer den meisten Biss
gehabt. Für ein Kind der guten Mitte mit Background von Daheim gabe
es schon immer Alternativen zu dem Lebensentwurf, den sein Personaler
ihm vorhielt.
Und: Ich kenne durchaus junge Leute, die einen fast ungesunden Ehrgeiz
und Hunger nach Geld entwickeln. Vielleicht muss ein Unternehmen sich
mal fragen lassen, ob es die Ambitionen dieser Leute befriedigen kann.
Regelmässige Gehaltsanhebungen reichen da nämlich nicht
Hauptproblem: Vertrauensverlust
Das "Abkommen" schien früher zu sein, hart zu arbeiten
und wenigstens am Wochenende oder im Alter etwas davon zu haben.
Seit die soziale Marktwirtschaft zunehmend angelsächsisch
geprägt ist, sind die Prinzipien banale Gier,
Verantwortungslosigkeit und Egoismus. In einem Kartell aus Finanzfirmen,
käuflichen Politikern und rein monetär getriebenen
Konzernchefs wurde und wird nicht nur Deutschland die Substanz entzogen
und bei Wenigen immer stärker angereichert.
Dass das Vertrauen in Politik, Justiz, Banken, Konzernchefs und
Funktionäre nahezu vollständig zerstört ist, hat viel
gravierendere Folgen als sich "die Eliten" klarmachen. Dass
Herr W. "Ehrensold" bezieht und kein einziger
"Bankster" im Knast sitzt, dass wir vor menschenverachtenden
Regimes den Bückling machen, das sind die immer deutlicheren Risse
in einem Gefüge, das auch besagte Eliten zum Überleben
brauchen.
Es ist einfach nicht klug, sich zu verschleissen, wenn man täglich
sieht, wie es einem vergolten wird.
Sind Sie so naiv, zu glauben, daß es bei uns mit noch mehr
Untertanengeist, Arbeitswut und Bereitschaft zu Selbstausbeutung besser
werden würde? Alle Erfahrung seit den 70er Jahren zeigt, daß
die Erpressung zu mehr Leistung, mehr Subventionen, weniger Auflagen
(Deregulierung), mehr Finanzwirtschaft, mehr Derivaten und mehr
"hochkomplexen Finanzinstrumenten" die Probleme eben nicht
gelöst hat.
Demut und Achtung vor dem Leid anderer ist sicher immer angebracht, auch
die Bereitschaft den Bedürftigen zu helfen. Falsch ist es aber,
sich selbst in die Bedürftigkeit drücken zu lassen! Ich
fände es ermutigend, wenn sich die Verhandlungsposition der
"Arbeitnehmer" soweit gebessert hätte, daß sie sich
die übelsten Zumutungen vom Leib halten können. Mit
unterwürfiger Dankbarkeit wird das nicht gelingen.
Hauptproblem: Realitätsverlust der heutigen Generation
Schreiben Sie doch nichts von hart arbeiten und davon etwas haben. Die
heutige junge Generation wächst doch in einem Wohlstand auf, also
haben eine Basis, die vor noch gar nicht langer Zeit ja das Ziel der
hart arbeitenden Menschen war.
Leute wie Sie finden auch für die "Faulheit" noch genug
ausreden. Reisen Sie mal ins Ausland, schauen sich die sozialen
Verhältnisse an, sprechen Sie mit Ihren Eltern bzw.
Großeltern bzw. schauen sich Familienfotos an, fragen nach den
Arbeitsbedingungen ... und auch Sie würden mal ein wenig
"demütig" werden.
Ich kann nur den Kopf schütteln. Gerade wenn man ins Ausland
schaut. Die Träumen von unserem Wohlstand und sind bereit für
unser "Level" sehr viel Leistung zu erbringen. Sind Leute wie
Sie ernsthaft so naiv und glauben, mit dieser Einstellung wird es bei
uns so weitergehen?
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins...
kannte meine Generation nicht. Wir waren froh und stolz, auf eigenen
Füssen stehen zu können, nicht mehr wegen fünfzig Pfennig
für eine Kinokarte betteln zu müssen und der Abschied für
viele von uns vom Elternhaus war für viele von uns ein Akt der Befreiung.
Schauen sie sich dagegen die jungen Schwafler an, die heute den
Bundestag bevölkern. Beschlossen, den leichten Weg des
Berufspolitikers oder Berufsfunktionärs in den Parteien und
Gewerkschaften zu gehen und lernten nie, richtig zu arbeiten,
Verantwortung zu tragen. Arbeitsscheu als Berufsdrückeberger
machten sie ihren Weg in die Betriebsratsebene oder den Plenarsaal des
Deutschen Bundestages und biedern sich oben als Co-Manager oder als
kopfnickender Abgeordnete des Bundestages an. Ihren Job machen sie auf
den Knochen der arbeitenden Gesellschaft. Doch wir können uns
freuen, das es noch eine Jugend gibt, die den normalen Weg über die
Schule, Ausbildung und Studium wählt und nicht den leichten Weg der
arbeitsscheuen Schwafler geht
...würde man das im Theater nennen. Es ist mir völlig unbegreiflich, was die FAS/FAZ motiviert, eine ganze Generation potenzieller Abonnenten in dieser Weise madig zu machen. Wahrscheinlich meint die Autorin jetzt, meine Generation halte es nicht einmal aus, den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Aber dieser Artikel ist ein übler Zerrspiegel, der nur die Hilflosigkeit mancher älterer Führungskräfte wiedergibt, die offenbar nicht den "Biss" haben, sich auf die neuen Herausforderungen einzustellen.
Nebenan wird gefragt, warum die Leute keine Kinder wollen. (Meine lieben alten Leute!)
Und hier wird gefragt, warum die Leute eine Babypause wollen statt einer Gehaltserhöhung.
Wie man es macht, ist es falsch: Wer keine Kinder hat, ist ein Egoist,
der die Zukunft der Nation seiner beruflichen
"Selbstverwirklichung" opfert. Wer aber Kinder hat, ist ein
Egoist, der die Zukunft der Firma seinem glücklichen Privatleben
opfert. Natürlich geht beides auf einmal, und zwar mit der
klassischen Rollenverteilung: Vater wohnt in der Firma, Mutti
kümmert sich nur um die Kinder. Dass das heute nicht mehr so
einfach ist, haben die Alten wohl gar nicht mitbekommen.
.
Dazu kommt noch ein anderer Grund: Auch früher hat man
natürlich nie "alles gegeben" für die Firma. Man hat
sich ein paar Jahre lang angestrengt, um einen festen Platz zu erhalten,
der einem Existenzsicherheit gab. Loyalität beruht auf
Gegenseitigkeit. Die Firmen aber haben sich ihrer Pflicht entzogen,
betrachten Angestellte ja nur als "human ressources",
jederzeit austauschbar! Und wundern sich dann über deren Illoyalität.
Genau so halte ich es auch! ...und eines Tages bin ich ganz weg hier...
...
Das kann ich Ihnen sagen,
es liegt wohl ganz einfach daran, dass die Generation von vor 30 Jahren
leider so hart auf Pump gewirtschaftet hat. Den Zinseszinseffekt
spüren wir dankenswerterweise heute und dank Egoisten der 70er,
80er und Anfang 90er fangen die Einsteiger heut zu Gehältern an die
oftmals jeder Beschreibung spotten... und dann krähen die Alten
noch nach mehr Rente...
Die Arbeitsverweigerung kommt auch daher, dass vom Brutto leider nichts
mehr übrig bleibt (kalte Progression und steigende Sozialkosten
sollten Ihnen bekannt sein). Also warum kaputt schuften?
Die Generation der Babyboomer hat es sich gut gehen lassen, sie hatten
alle Möglichkeiten und mit Geld wurde um sich geworfen als
gäbe es kein Morgen... Die Generation Y muss das nun bezahlen, dass
dabei deren Motivation nicht übermäßig ist mögen
Sie ihnen verzeihen.
Exakt.
Was fehlt ist eine Partei,die die einfachen Leute mit ihren ganz
einfachen, stinklangweiligen, banalen Interessen vertritt: Ein normaler
Job, bezahlbare Miete, sichere Rente, usw.
Wenn das vor 30 Jahren funktionierte, warum dann nicht jetzt?
Eine andere Möglichkeit des Protestes gegen den Staat gibt es im Moment nicht:
Das Zurückhalten von Engagement bei der Arbeit und der „Reproduktion“, sprich Kinder kriegen, scheint die einzige Möglichkeit diesem System/Staat Druck zu machen, sich ein Stück weit zu verweigern und auf eine subtile Form zu protestieren.
Hand aufs Herz:
Früher hatte unsere Vatergeneration ja auch noch gemeinsame Ziele,
den Aufbau des Landes unter der Annahme, daß am Ziel alle in einer
besseren Welt leben.
Heute hat die Generation Y schlicht erkannt, daß die Welt eben
NICHT besser geworden ist. Kapitalismus pur, Ellenbogengesellschaft wo
immer man hinguckt. Die Ressource Mensch im Unternehmen hat keinen Wert
mehr, das Klima und unsere gemeinsame Zukunft interessiert ausser den
Wissenschaftlern erst Recht nicht. Ich kann nicht erkennen, warum ich
tatsächlich eine 60-80 Stunden Woche hinlegen soll, wenn ich am
Ende von Heute auf Morgen gekündigt werde und mit dem Stiefel in
den Rinnstein geschubst werde.
Mir kann kein Mensch plausibel machen, warum ich mich für
Turbokapitalismus und die Weltzerstörung 80h abackern soll.
Nutzen wir also die Zeit für unsere Freunde, die Familie, die Natur
und schauen verbittert zu, wie die Welt zugrunde gerichtet wird.
Tolle Errungenschaften!
Turbokapitalismus
Da haben Sie allerdings Recht!
Hier möchte ich insbesondere darauf hinweisen, daß gerade
Frau Merkel die Königin der destruktiven Sinnstiftung ist. Sie
stiftet nämlich keine. Ihre opportunistische und ideologiefreie Art
der Politik ist mehr als demoralisierend.
Auf der anderen Seite habe ich in meinen BWL-Vorlesungen gelernt,
daß es neben der Gewinnmaximierung auch andere Unternehmensziele
geben kann.
Davon hab ich jedoch in keinster Weise je Erfahrungen machen
können. Im Gegenteil, in den letzten Jahren scheint mir, die
Gewinnmaximierung geradezu religiös interpretiert zu werden. Der
Mensch wird nur noch als Ressource zur Erreichung der Maximierung angesehen.
Vielleicht mag das etwas düster klingen, aber die Realität ist düster!
Unter solchen Umständen, ist es kein Wunder, daß die
Generation Y sich Alternativen sucht, die sinnstiftend sind und im Leben
Halt geben.
Das sind die Kinder, Familie, Freunde und Ähnliches.
Mit Verlaub, Herr Jörgovic, was wir heute haben ist als
"Staatsmonopolistischer Kapitalismus" bekannt und wurde schon
vor Jahrzehnten beschrieben. Die Verflechtungen und Verwerfungen des
Systems machen es nicht leicht, es zu erkennen, aber nicht zuletzt die
sog. Banken-/€uro-/Finanz-/Staatsschuldenkrise könnte doch zu
mehr Durchblick führen.
Die Macht im Staate nutzt den Staat, um ihre Klientel und Gönner zu
umsorgen. Seit den Reformen der Regierung Schröder schreiben die
Industrien sich ihre Gesetze gleich selbst. Es gab in den Jahren des
Wiederaufbaus nach dem Krieg so etwas wie eine funktionierende soziale
Marktwirtschaft. Unternehmen - und Unternehmer! - sahen ihre
gesellschaftliche Verantwortung und nahmen sie bewusst wahr. Die
Firmen-Pensionspläne aus den 60er Jahren sind unerreicht! Seit den
70er Jahren stecken wir in einer Dauerkrise, die genutzt wurde um die
Stellung der Arbeitnehmer auf breiter Front zu schleifen. Im Handwerk
sind heute z.B. WE, Nacht- und Überstundenzuschläge de facto
abgeschafft! "Leiharbeit, Aufstocker" etc.
Wo ist denn Kapitalismus?
Möglicherweise habe ich die Ironie in Ihrem Kommentar nicht mitbekommen. Aber wenn Sie das ernst meinen, würde es mich schon schwer wundern. Wo haben wir bitte Kapitalismus? Ich sehe Staatswirtschaft wohin ich blicke. Beispielsweise der "turbokapitalistische" Bankensektor wird durch Staatseingriffe verzerrt, die Autoindustrie, die Immobilienindustrie, das Lohngefälle, Staat schreibt vor Frauen einzustellen, Staat schreibt Glühbirnen vor, Staat schreibt E10-Benzin vor, Staat schreibt Arbeitszeit vor, Staat schreibt Stromproduktion vor, Staat schreibt Altersicherung vor, Armutsindustrie und Staat schreiben Sozialleistungen vor, Staat sendet Propagandanachrichten (ARD/ZDF) und nicht zu vergessen früher hat Staat die selbst die Krümmung der Gürkchen vorgeschrieben. Als Ludwig Erhard von sozialer Marktwirtschaft gesprochen hat, hatte er dabei etwas ganz anderes im Sinne. Was wir heute haben ist für mich Planwirtschaft mit all seinen Folgen (Fehlplanung und Verfall des Wohlstands).
Bringen wir Arbeit und Privatleben in Einklang!
Ich kenne viele junge Menschen, Generation ab 1985, über die ich
positiv erstaunt bin, wie viel sie geben, wie stark sie sich in den
Firmen einbringen - obwohl sie für einen Hungerlohn arbeiten, nahe
an der Grenze zu Hartz IV. Darunter sind keine Dummen, auch Studierte.
Gleichzeitig fragen sie sich, welche Perspektiven sie haben. Oft
sprechen sie von Ausbeutung durch ihren aktuellen Arbeitgeber bis das
Projekt beendet ist. Danach fangen sie wieder bei 0 an beim
nächsten Arbeitgeber. Ein Teufelskreis. Mein Eindruck nach 30
Jahren Berufserfahrung, angestellt und selbständig, ist, daß
daß Arbeitsleben heute sehr viel rauher ist und weniger ehrlich.
Es gibt weniger Vertrauen im Verhältnis Arbeitnehmer / Arbeitgeber.
Sehr schade! Ich kann sehr gut verstehen, daß sich die Menschen
fragen, wozu sie arbeiten sollen. Lohnt sich Arbeit noch?
Aus unsere Arbeit beziehen wir unsere Anerkennung. Sie ist unsere
wichtige Lebensaufgabe. Arbeit muß sich gleichzeitig auch lohnen!
Ich bin genau diese Generation auf die so heruntergesehen wird von denen, "die so hart arbeiten." Ich kenne niemanden, der nicht mindestens 70 Stunden arbeitet (Ingenieure, Ärzte, Lehrer). Wohlgemerkt sind die meisten schon längst über ihre Einstiegsjahre hinaus. Was wollen die Chefs denn noch? Ein paar Beispiele: Wenn ein Projektabschluss ansteht machen BWLer teils17 Stunden-Tage und alles was die Verlobten von ihnen sehen sind 7 Stunden in der Nacht in denen sie zu erschlagen sind um irgendetwas zu machen. Ingenieure bleiben zig Stunden, sogar nach dem Ausstempeln, in der Firma, da sie (im Gegensatz zu den 50 Jährigen) alles zeitnah bearbeiten wollen. Lehrer korrigieren 3 Wochen vor jeden Ferien jeden Tag Probeaufsätze und Schulaufgaben und das bis 23Uhr Nachts. Und wozu das ganze? Zu oft wurden die befördert, die dieses Programm nicht ablieferten, sondern mit dem Chef gut auskamen. Und zu erwarten, dass jemand gerne aus deinem sozialen Umfeld gerissen wird (New York) ist lächerlich.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 13:54 UhrSie sind auch nicht gemeint. Diejenigen, die das Bruttosozialprodukt erwirtschaften, ...
für Arbeitsplätze sorgen.
Aber Sie und Ihre Kollegen sind auch nicht in den Parteien, nicht als
Betribsrat und auch nicht in den Parlamenten zu finden. Schade. Denn da
drücken sich die Schwafler, Leistungsverweigerer,
Berufsbetriebsräte und Berufspolitiker herum. Um über Sie und
Ihresgleichen zu entscheiden. Und ich habe diese Sorte Abstauber, zu
denen ich früher aufblickte, weil sie noch Gewerkschafter und
Politiker der alten Schule waren, in den 43 Jahren meiner
Berufstätigkeit kennen gelernt. Und auch ihre Metamorphose vom
Kollegen, der noch neben uns an der Linie, am Schraubstock oder
Schreibtisch stand und zum Betriebsrat sich unser Vertrauen verdiente
und den heutigen Schwaflern, die vorgeben, Gewerkschafter zu sein, sich
ein schönes Leben als Co-Manager machen und nicht bereit sind, ihre
Einkünfte offen zu legen. Abstauber im System, wie auch diejenigen
Berufspolitiker, die nie mit uns, dem Volk, arbeiteten. Und da sind die
Weicheier zu finden. Bei den Abstaubern.
Ja Generation Weichei!
Ich muss immer wieder lachen, wenn ich solchen Kommentare lese. Sie
schreiben ja nicht die Unwahrheit, aber die ganze Wahrheit ist es eben
auch nicht.
Da werden "angebliche" Beispiele aufgezählt. Unterstellen
wir mal die stimmen so tatsächlich. Aber spiegeln Sie auch die
Realität wieder?
Fakt ist, zu jeder Zeit gab es Menschen, die absolut
"Spitzenleistungen" erbracht haben. Und nein, früher
wurden eben nicht alle sofort befördert, früher gab es auch
schon "ältere" Kollegen, die die guten Arbeitsplätze
besetzt hatten...
Aber es macht doch Spaß so Kommentare zu schreiben, oder? Gerade
die heutige Generation ist die einzige die "hart" Arbeiten
muss, alle anderen (50 Jährige) machen nichts, es gibt eine
Verschwörung mit den Chefs.... auch und das soziale Umfeld...
Karriere in einer wertelosen Gesellschaft, etwa für ein stinkendes, lärmendes Fossilmobil...
...ein paar Goldklumpen, wertlosem Spielgeld oder verfallenden Vorstadtreihenhäusern? Und immer für die Rendite fremder Geldganoven, statt fürs eigene Wohlergehen? Von Ackermann bis Zumwinkel, von Guttenberg bis Wulff Verfall - den kann ich bei jungen Leuten (noch?) nicht erkennen.
Nach 30 Jahren Lohnzurückhaltung und Lohnstückkostensenkung JETZT NEU: Arbeitszurückhaltung
Ursache und Wirkung.
Langfristig setzen sich die Arbeitnehmer genauso sehr für ihre
Arbeitgeber ein, wie sich die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer
eingesetzt haben. Da letzteres seit Jahrzehnten und in breiten
Gesellschaftsschichten herzlich wenig war, sollte es nicht
überraschen, wenn die Leistungsbereitschaft auf ebenso breiter
Basis schlicht nicht mehr vorhanden ist.
Ein Ausbleiben einer Gegenreaktion konnte man nie ernsthaft erwarten,
trotz ständiger Wiederholung des Arbeit, Schweiß und
Tränen Mantras bei gleichzeitiger Verschlechterung der
Versorgungssicherheit, Lohnkürzungen oder Zuwächsen unterhalb
der Inflationsrate, Ignoranz gegenüber jeder Zukunftsplanung in
Unternehmen genauso wie der Sozialpolitik, der Prekarisierung der
Arbeitsverhältnisse die von Arbeitgebern wie Politikern
vorangetrieben wurde und ständigen Kürzungen in den
Bildungsausgaben die schon den Jüngsten Bürgern von Anfang
klar machen, dass sie die Gesellschaft letztlich für bedeutungslos hält.
Was mich noch interessieren würde...
Wäre zum einen a) ein internationaler Vergleich (verhält sich
Generation Y nur in Deutschland in dieser Art und Weise) und b) einen
Vergleich zwischen den so genannten "Karrieremachern" und den
hier verpönten "Weicheiern". Harte Statistiken holen
einen manchmal schneller auf den Boden der Tatsachen zurück, als
einem lieb ist.
Ganz davon abgesehen ist es aber nur normal, dass sich die nächste
Generation Ihre Vorgänger betrachten und fragt" Was wollen wir
anders/besser machen". Da müssen sich die Herren (und Damen)
in den Personalabteilungen nicht wundern, wenn jetzt andere
Prioritäten an den Tag gelegt werden. Die Angst, dass es
zukünftig keine Führungskräfte mehr geben wird ist meiner
Meinung nach ünbegründet. Allein die Art wie man Mitarbeiter
führt wird sich ändern, so wie sich auch die Prioritäten
ändern. Die Führungskraft aus "altem Schrot und
Korn" wird man in dieser Art und Weise zukünftig
wahrscheinlich seltener zu sehen bekommen.
ist das Schlüsselwort zum richtigen Umgang. Man kann sich für den einen oder anderen Weg entscheiden, weil beides in Harmonie nur äußerst selten gelingt. Man sollte wissen, daß man auf der einen oder anderen Seite einen bewußten Verzicht leistet, dann beschwert man sich nicht später beim "Schicksal" oder sich selbst.
Der Artikel ist über wie ein Kropf. Was soll hier die Botschaft sein? Außer nicht nachweisbare Plattitüden über die heutige „Jugend“ keine substanziellen, nachvollziehbaren Argumentationen. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis „Jeder ist seines Glückes Schmied“ der eine in New York der andere in der Provinz. Wo ist das Problem?
Bettina Weiguny Jahrgang 1970, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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