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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Work-Life-Balance Generation Weichei

 ·  Freizeit statt Karriere, Sabbatical statt Stress: Die jungen Leute geben für den Beruf nicht mehr alles. Fortschritt oder Verfall? - Stimmen Sie selbst mit ab.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (146)

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Dirk  Lehmann

wer einmal selbstkritisch zurückblickt, der wird differenzierter urteilen

Denn die jetzige Generation ist oftmals Opfer berufsbedingt zerstörter Elternbeziehungen und kennen oftmals keine intakten Familien, mussten oftmals ihre Freunde als Kinder umzugsbedingt hinter sich lassen, sahen ihre Väter oft nur am Wochenende, und dann völlig erschöpft.

Meine Generation hat den Aufbau fertiggestellt, den wiederum die uns vorhergehende generation der "Trümmerfrauen" und von Krieg und Hunger und völliger Zerstörung geprägter männlicher Überlebender entbehrungsreich begann.

Die "Probleme" unserere generation müssen für unsere Eltern auch lächerlich ausgesehen haben: kein Hunger, keine Angst vor Bombentod, keine Vergewaltigung durch fremde Soldaten, sogar ein Dach über dem Kopf - und sich dennoch beschweren???!!

Ich vermisse gelegentlich genervt den "Biss" bei den Jungen, aber ich sehe auch eine durchaus als positiv zu sehende, einfach andere Form der Motivation. Etwas mehr Menschliches, was sich andere Generationen einfach noch nicht in dem Maße leisten konnten..

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Hans-Jürgen  Steffens

"„Soll ich mich kaputt machen“, fragt der flügge Nachwuchs die Karriere-Väter gerne."

Die Karriere Mütter werden btw das gleiche gefragt (von den Töchtern). ;-)

Ist das jetzt der Untergang des Abendlandes?

Karriere um der Karriere willen kann zwar ein selbsttragendes Ziel sein ("der Weg ist das Ziel") und so heißt es auch am Schluß "„Sie haben zwar keine Lust auf Chef - aber wer es einmal ausprobiert hat, dem gefällt es.“" Offensichtlich ist ein solches Ziel aber störanfällig.

Ziele, die sich nicht nur auf den Weg beziehen sind vermutlich unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen etwa sozialpsychologischen Strömungen. Revolutionäre bilden hier ein gutes (Extrem-)Beispiel. In diesem Sinne erhielte ein "Marsch durch die Institutionen" (hier durch die "Hierarchien") einen zusätzlichen Sinn und Zweck.

Dann aber hat man auch nicht (mehr) den Eindruck sich für das Ziel "kaputtzumachen".

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Adrian Gabriel
Adrian Gabriel (najzero) - 23.12.2012 12:12 Uhr

Das ist wirklich seltsam...

Wenn ich mich mit meinen 200 Mitkommilitonen an einem Samstag von 8:00 bis 16:00 Uhr in die Privatuni quäle um neben meiner 40(+) Stundenwoche noch zusätzlich einen Abschluss zu bekommen, um später einmal beruflich wenigstens im vorderen Mittelfeld zu schwimmen.

Irgendwie scheinen wir wohl die Pflicht unserer Generation nach dem faulen Lenz nicht mitbekommen zu haben.

Den Niedergang der Zivilisation kann ich übrigens auch nur müde belächeln, ebenso wie die Klagerufe der "Alten", dass wir keinerlei Respekt und Aufopferung mehr für sie übrig haben.

Wir haben eine MENGE Schulden von euch geerbt, haben selbst keine nennenswerten fossilen Rohstoffe übrig um weiter im Saus und Braus zu leben und sollen neben dieser von euch angehäuften Zeche AUCH NOCH eure Rente bezahlen und für die super Ausbildung und ein behütetes Aufwachsen dankbar sein?

Komisch, mein Vater musste sich alles erarbeiten - und ich hab auch nix in den Arsch gepustet bekommen.
Ich mach wohl was falsch ;-(

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 12:34 Uhr
Hiep Van Tran

Und sonst so?

Eigene Familie, Kinder, Zukunft? Haben Sie auch?

Ich bin froh, mein ganzes Leben so verbracht zu haben, wie es meinen Vorstellungen entsprach. Eben nicht arbeiten bis zum Umfallen, Karriere, Samstag von 8-16 Uhr mit 200 Mitkommilitonen, dafür Familie, genug Freizeit, Arbeit nur so viel, wie es sein musste.

Ich bin nun 60 Jahre alt. Soll ich Ihnen was sagen? Ich habe einige meiner Freunde, die so arbeiteten, wie es Ihnen vorschwebt, schon jetzt überlebt und bin bei bester Gesundheit.
Aber Sie kommen auch noch dahinter. Hoffentlich gibt es dann noch einen Rückweg.

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Thomas  Drescher

Ein Kommentar aus der Generation Y

Ich zähle mich selbst zur Generation Y, gebohren 1985.
Meine Eltern gaben mir in meiner Ausbildungszeit einen Spruch mit auf dem Weg: "Man arbeitet um zu leben. Man lebt nicht um zu arbeiten!".
Dies stellt einen interessanten Rückschluss auf. Wurde nähmlich die Generation Y nicht von der Generation Y-1 dazu angehalten ihr Leben anders zu gestalten! Viele aus der Vorgängergeneration sind unzufriede mit ihrer Arbeit und wünschen sich sicherlich, das es ihren Kindern nicht so ergeht wie ihnen selbst.
Und ehrlich gesagt sehe ich auch für mich keinen Grund wie Generation Y-1 zu arbeiten. Denn nach jahrenlangen Debatten über Heuschrecken/Gier und Klimakatastrophe sehe ich für mich in keiner Bringschuld gegenüber einem unpersönlichen Unternehmen. Loyalität und Einsatzgereitschaft gegenüber einem Unternehmen stehen weit hinter meinen privaten Belangen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 12:42 Uhr
Wolfgang Kreuter

wer nämlich mit h schreibt...

und gebohren wurde statt geboren ist, und sich in keiner
bringschuld sieht und seine einsatzgereitschaft hinter die
privaten belange stellt, stellt jedenfalls interessante
rückschlüsse auf.

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Closed via SSO
Detlef Stark (wool-web) - 23.12.2012 12:03 Uhr

Die Nachteile der "Work-Life-Balance" Generation Y werden sich später zeigen!

Die aufstrebenden Staaten, besonders des fernen Ostens, denken nicht daran, sich einer
"Work-Life-Balance" hinzugeben, sondern wollen mit aller Macht nach vorn und werden uns derart in Zukunft überflügeln.
Die Generation Y kann bei uns nur existieren, weil sie auf dem Wohlstand, den meine Generation
(geb. 1940) aus den Trümmern von WK II hervorgebracht hat, aufbaut.
Der Fehler der Generation Y ist, diesen Wohlstand als naturgegeben zu betrachten.
Das ist er aber nicht; er kann nur im harten Wettbewerb mit den anderen Nationen verteidigt und erhalten werden.
Die "Work-Life-Balance" Generation entpuppt sich so als reine Egoisten.
Mich hat meine Firma zweimal von heute auf morgen für mehrere Monate ans andere Ende der Welt geschickt. Ich habe meiner Familie Bescheid gegeben, Adieu gesagt, meine Koffer gepackt und bin am nächsten Tag abgereist. Meine Familie hat mich dann in den Ferien besucht und meine Kinder waren glücklich, ferne Länder kennen zu lernen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 12:31 Uhr
Hans Meier

Die Alt-68er werden langsam senil...

Das ist ja lustig, dass die 68er-Generation inzwischen von sich selber behauptet, "das Land nach dem WK-2 wieder aufgebaut" zu haben.

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Sebastian Mueller

Jaja die Asiaten...

der böse gelbe Mann, der eine diffuse Drohkulisse aufbauen soll, damit hier alle brav arbeiten und den Mund halten. Die Methode menschenverachtende Arbeit mit ein paar Glasperlen Wohlstand zu erkaufen funktioniert auch in Asien immer schlechter. Mit jedem Jahr, das vergeht, erkennen die Menschen, dass der Preis für ein bisschen mehr Wohlstand zu hoch ist um ihn dauerhaft zu zahlen. Die Entwicklung hat sich in Deutschland (nach '45 der selbe Status wie heute China. Die billige Werkbank Europas, wo jeder schuftet und keiner klagt. Daher haben die Briten ja "Made in Germany" eingeführt), in Osteuropa, in Lateinamerika vollzogen und tut es Stück für Stück nun in Asien.

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Sebastian Mueller

Antwort eines Weicheis

Veehrte Autoren und Leser der FAZ,
ich bekenne mich als Weichei schuldig...ich bin schuldig meine Kinder aufwachsen sehen zu wollen, mich mit ihnen zu beschäftigen, und sie nicht nur anzumaulen weil sie mich völlig gestresste Arbeitsdrohne beim Feierabendbier stören. Schuldig weil ich persönlichen Sinn in meiner Arbeit sehen möchte. Ich bin schuldig weil ich Mitgestalten will, statt Anweisungen zu fressen ohne sie zu verstehen. Schuldig weil ich lieber meinen Abend mit meiner Freundin und meinen Freunden verbringe als mit Excel und Outlook. Ja ich bin schuldig weil ich Lebenszeit über Geld setze. Ich bin schuldig weil ich am Wochenende lieber im Ehrenamt als in der Firma bin. Ich bin schuldig weil ich ich meine soziale und natürliche Umwelt nicht dem Wachstum des blinden BIP zum Opfer vorwerfen will. Ja wir Y-ler sind schuldig weil wir uns fragen ob wir nicht bewusst auf materiellen Wohlstand verzichten und dafür ein besseres Leben führen und mehr hinterlassen als eine tote Welt!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2012 16:36 Uhr
Julia Morgenroth

Sie haben das Desaster ja prima zusammengefaßt...

Herr Foerste. Ich bin mir zum Beispiel ziemlich sicher, daß schon früher als in 30/ 40 Jahren die Krankenversicherung, die Rentenversicherung, Pensionen, Altenpflege usw. in dieser Form nicht mehr finanzierbar sind. Ganz zu schweigen von den Staatsschulden, den Schulden durch den Euro, das immense demographische Problem und allem anderen was Sie aufzählen. Und Ihre einzige Antwort ist "Zähne zusammenbeißen, weiter machen, "mehr desselben" (wie es Paul Watzlawick ausdrücken würde)? Hm... Wissen Sie was ich glaube? Die junge Generation rechnet gar nicht mehr mit den von Ihnen beschriebenen Annehmlichkeiten. Die konnte sich die ältere Generation auch nur leisten, weil sie die junge Generation die Zeche zahlen läßt. Da kann diese auch gleich andere Prioritäten setzen als ständige Vermehrung des Wohlstandes...

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Ulrich Foerste
Ulrich Foerste (Ufo1) - 23.12.2012 19:59 Uhr

Ist das Land wirklich reich genug für dosierten Arbeit?

Herr Müller,

wenn 175 Leser Ihrer Ansicht sind, muß man vielleicht einmal Zweifel anmelden an Ihrer impliziten Unterstellung, daß wir uns individuelle Vorlieben nach Art Ihrer Empfehlung leisten können. Sind Sie sicher, daß die starke dt. Wirtschaft uns alle auch noch in 30/40 Jahren versorgen wird: mit Krankenvers., Renten, Pensionen, Alterspflege usw.? Wir haben über 2 Bio. Euro expl. Staatsschulden, offenbar weitere 5-7 Bio. Euro impl. Schulden, ein immenses demograph. Problem vor uns und China als Konkurrurenten. Wir wissen nicht, wie lange der Euro bleiben kann, ob es ohne ihn vielleicht in 5 oder 10 Jahren zu einem massiven Konjunktureinbruch mit entspr. hochschnellender Arbeitslosigkeit samt Erschütterung der Sozialsysteme kommt, wann Japan kippt mit seiner Staatsverschuldung von bald weit über 200 % des BIP, usw. Wenn dies alles wirklich sekundär, Ihre Rente also "sicher" ist, haben Sie recht: nur weiter so, locker & relaxed! PS: Bin trotz 60 Std-Woche noch immer verheiratet.

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Karin Gossmann-Walter

Herr Müller - bravo !!!!

nein, Sie sind kein Weichei, ganz und gar nicht!! Ein Mann, der Prioriäten setzt - Lebenszeit über Geld setzt.

Mehr von Ihnen und die Welt wäre ein wenig "wärmer", menschlicher vor allem. Hamster im Hamsterrad zu sein, um zu konsumieren, was man eigentlich gar nicht braucht.

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Markus Zeeb

Dazu fiel mir sogleich...

...Sokrates ein, der bereits vor 2500 Jahren über die verwöhnte, verzogene Jugend klagte.

Und was soll ich als Angehöriger dieser faulen, verweichlichten Generation sagen? Dass es unsere Sache ist! Ist nicht das Freiheit? Entscheiden zu können, ob oder nicht? Und dann eben die Konsequenzen zu tragen? Muss meine Generation dasselbe leisten, wie die zahlenmäßig deutlich größere Babyboomer-Generation? Wenn doch spätestens jetzt klar sein dürfte, dass stetiges Wachstum irgendwann nicht mehr möglich sein wird, warum darf eine Generation dann nicht sagen: Gut, nehmen wir die wirtschaftliche Rezession in Kauf und genießen die immateriellen Dinge des Lebens eben ein stückweit mehr?

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Dirk  Lehmann

leider reichen 1000 Zeichen nicht für das spannende Thema...

Daher in Kurzform:
Auch mein Nachwuchs will nicht mehr so schuften wie ich es getan habe, in meinem berufl. Umfeld ist es ebenso.
Vorteil: Es wird weniger Familientragödien und Depressionen, schwere gesundheitl. Probleme , etc geben, die Leute sind nicht mit 40 ausgebrannt. 100 Std/woche = NoGo
Nachteil: Das für Erfolg nötige, begeisterte versinken in viel lehrreiche Arbeit am Berufsanfang, um sehr schnell sehr gut zu werden, wird seltener.
Diese Generation ist nicht die erste, das fing bereits Ende der 80er Jahre an, ich nannte sie damals scherzhaft die "Nutella-Generation" .
Seriöse Motivationsforscher wie Prof. Corell haben über Jahrzehnte eine stetige prozentuale Abnahme der hochmotivierten "Entrepreneur-Typen" in unserer Gesellschaft feststellen müssen. Die für den Fortbestand unserer Gesellschaft Marke von 3% SICH SELBST bei Problemen zu Lösungen hoch motivierenden Menschen in Deutschland fiel seit 20 Jahren von einst weit über 5% bereits gefährlich auf ca. 2%.

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Reinhold Wüst

Deja-vu-Erlebnisse

Oder: "Ewig grüßt das Murmeltier". Unternehmen funktionieren nach kurzfristigen Zielen und sind von Hause aus egoistisch, da sie sich im Wettbewerb durchsetzen müssen. Vor etwa 25 Jahren ging es mit der strategischen Personalplanung richtig los, hat nur niemanden interessiert. Es folgte die Ökonomisierung, Bildungs-Controlling. Jede Massnahme muss sich rechnen! Personaler wurden massenweise entsorgt. Faktor Mensch - Faktor Arbeit gab es immer schon. Entpersönlichung und Technisierung der menschlichen Beziehungen: in den Unternehmen fehlt die Echtheit bzw. Authentizität. Der Mensch steht im Mittelpunkt und da stört er. Jetzt ist wieder mal ein Nachfrageüberhang nach dem Faktor Arbeit da. Daher steigt der Preis, aber die Unternehmen wollen gerne, wenn es zu ihrem Nachteil gerät, nichts mehr davon wissen. Es gibt nur eines: Maximales kurzfristig rausholen und nach 10 Jjahren andere für sich arbeiten lassen.

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Jenny  Maiwald

Die Kritik ist schon nachvollziehbar, denn

diese Generation ist meiner Beobachtung nach die erste, die sich für das Schicksal und die Entbehrungen ihrer Großeltern nicht mehr interessiert; keine Generation war geschichtlich und tagesaktuell so ungebildet. Andererseits: Seit dem Jahre 2000, ziemlich genau mit der Etablierung der New Economy, ist das Arbeitsleben aus den Fugen geraten. Seit dem gibt es keine Überstundengrenzen mehr, keine Fragen nach Belastbarkeit. Notfalls hat man neben seinem Arbeitsplatz zu schlafen. Seit dem funktioniert oft die Arbeitsteilung nicht mehr; Besprechungen dauern bis 8 Stunden, und man trennt sich ergebnislos. Vorgesetzte sind zu dämlich, Aufgaben zu verteilen und Zeitregimes einzuhalten. Man darf nicht vergessen, daß die ach so potenten Altgenerationen das alles noch nicht kannten. Die bekamen nicht täglich 80 Mails und hockten nicht bis nachts um 1 Uhr im Büro. Daß man dann als Wohlstandsspößling beschließt, sich dem zu verweigern, ist natürlich.

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Hans Meier

"Behütet, in Wohlstand gebettet..."

Da heisst es doch tatsächlich: "Es ist die erste Generation, die mit der Work-Life-Balance-Welle groß geworden ist. Behütet, in Wohlstand gebettet und international ausgebildet. Eine Generation, die es von Geburt an gewohnt ist, im Mittelpunkt zu stehen und in allen Belangen gefragt zu werden: Ob sie Fußball spielen wollen, Tennis oder doch lieber Geige. Und natürlich durften sie immer alles ausprobieren..."
Erstens hat man dasselbe hat schon vor 40 Jahren von den heutigen Aufsichtsräten gesagt: Die waren nicht in Stalingrad dabei, oft nichtmal beim Bund! Das waren die 68er mit ihren Kiff-Reisen nach Indien!
Zweitens geht aus dem Zitat auch hervor, was in der Personalpolitik möglicherweise falsch läuft: Die rekrutieren immer nur ihre eigene verwöhnte Brut, anstatt Aufsteigern eine Chance zu geben. Die NICHT von klein auf "im Mittelpunkt" stand und deren Eltern Mühe hatten, die Studiengebühren aufzubringen.

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Thomas Kühne

smarte Personalmanager ....

...sollten ´mal darüber nachdenken, Deutschkurse anzubieten.

In unseren Nachbarländer gibt es viele gut ausgebildete junge Leute, die auf berufliche Chancen warten.

Konkurrenz belebt nämlich das Geschäft...das gilt auch für den Arbeitsmarkt ;-)!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 11:55 Uhr
Hiep Van Tran

Vor allem sorgt das für sinkende Löhne

..für ein unübersichtlich aufgeblähtes Arbeitskraftangebot, damit für sinkende Löhne und für noch mehr hauen und stechen. Für noch mehr freche Unternehmercharaktäre und ausgenutzte Arbeitnehmer.

Man sollte diese Leute warnen, sich in deutsche Unternehmerhände zu begeben. Die erdrücken sie.

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Wolfgang Kreuter

gut so

Gen-Yler sind die ersten, die komplett in der digitalen welt aufgewachsen sind. daher sind ihre werte logischerweise grundlegend anders. das heisst aber nicht, dass sie nicht leistungsfähig sind. im gegenteil. die beruflichen anforderungen sind heute völlig andere als noch vor 20 jahren. was vor 20 jahren noch per trial and error erledigt wurde und deshalb zeit kostete, hat heute ziemlich klare regeln. mit mail und internet ist vieles in einer geschwindigkeit realisierbar, die damals undenkbar gewesen ist. daher ist die Gen-Y eben auch im einem weitaus praxisrelevanteren mass ausgebildet als jede generation vor ihr, und sie lässt sich eben nicht mehr so leicht von bullshit beeindrucken wie die generationen vor ihr. new york, diese stadt ohne herz und hirn, ist so ein bullshit. work-life-balance ist es nicht, weil die unterschiede zwischen arbeit und leben sich in der digitalen welt ebenfalls, zumindest wenn man dienstleistungen betrachtet, aufzulösen beginnen.

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Clara West

Ich hab mich immer gefragt,

ab wann Menschen getrost als alt bezeichnet werden können. Mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es der Zeitpunkt ist, ab dem "früher" oder "damals zu unserer Zeit" alles besser, schöner, größer, schneller und erfolgreicher war. Ab diesem Zeitpunkt beginnen Menschen die Gegenwart zu ignorieren, um in ihren Gedanken in der Vergangenheit zu schwelgen.

Fakt ist, dass nicht die Generation Y (???), sonderndie Generation Babyboomer es auf ganzer Linie vergeigt hat. Sie hat die persönliche Nabelschau eingeführt, die Nachhaltigkeit ebenso aus dem Programm genommen wie die Verantwortung (für sich und andere). Sie hat die falschen Werte nicht nur angenommen, sondern noch potenziert. Sie hat die Weltwirtschaft in eine der schwersten Wirtschaftskrisen der Geschichte geführt, weil ihr die Gier nach Geld und Macht wichtiger war als Mitmenschen und nachfolgende Generationen.

Mit welchem Recht richtet eine mehr oder weniger kinderlose Generation über die paar Kinder der anderen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 12:04 Uhr
Oliver M
Oliver M (MOliver) - 23.12.2012 12:04 Uhr

Danke!

Hin und wieder die richtigen Schlüsse zu lesen ist erfrischend. Die Babyboomer hinterlassen nichts als verbrannte Erde und man soll Ihnen danken! Überbordende Staatsverschuldung, eine verhunzte Demographie, esoterischer Grünenwahn und auf die alten Tage wollen die Damen und Herren dieser Generation natürlich noch in sozialistischer Manier alles umverteilen was geht...
Die meisten Führungspositionen besetzen diese Menschen, von dort werden Abbauprogramme en masse, Karriereauswahltage und Gehaltsdrückerein durchgesetzt, wenn man aufsteigt dann zur Hälfte des Gehalts des Vorgängers. Und nun bringt man nicht dieselbe Leistung?
Was man dann mehr verdient, wird einem an allen Ecken und Enden weggenommen (keiner soll mir erzählen das die Spitzensteuersätze früher höher waren, das waren damals auch die jeweiligen Steuerklassen, die sind nämlich genauso gesunken wie der Steuersatz selber).
Bevor die Babyboomer nicht erkennen, dass sie verzichten müssen werden sie auch keine Leistung erhalten.

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Dr. Wolfgang Klein

Die Fuehrungskarriere-Karotte vor der Nase des Mitarbeiter-Esels funktioniert nicht mehr

Berechtigt waere eine Diskussion ueber die Qualifikation des Nachwuchses, aber das ist eine andere Sache. Das im Artikel beschriebene Verhalten finde ich rational. Die Fuehrungskraefte-Speckguertel der Unternehmen sind meistens unangemessen gross, eine Folge des Versuchs, die Esel die Karotten fressen zu lassen. Er verursacht hohe Kosten ohne adaequaten Nutzen. Regelmaessig erlebe ich ein Anwachsen des Speckguertels und danach eine Radikal-Diaetkur, mit der versucht wird die ueberfluessigen Fuehrungskraefte wieder loszuwerden. Das Entlassungsrisiko bei Fuehrungskraeften ist erheblich hoeher als bei Spezialisten, die ihr Gehalt meistens wert sind. Richtig viel Geld wird nur in den oberen Fuehrungspositionen verdient, deren Zahl naturgemaess sehr klein ist. Dahin schaffen es die wenigsten. Und mal ehrlich, was eine Fuehrungskraft zu tun hat ist ein bisschen wie ein Kellnerjob. Geistige Anforderung gering, Stress und/oder Langeweile hoch, und kein Einfluss auf den Koch.

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Closed via SSO

Besser sozial intelligente Weicheier als persönlichkeitsdeformierte Sozialversager.

...

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Nils Kuhs

Man kann nur Gott danken, nicht zu dieser Wohlstandsjüngling Generation zu gehören

Welch eine naive Einstellung. Ein Wohlstandjüngling klagt dem anderen Wohlstandjüngling, wie schlecht alles ist. Da wird sich gegenseitig vorgeheult, wie schlecht es uns hier in Deutschland geht. Allen anderen auf der Welt und allen vorherigen Generationen geht es bzw. ging es besser. Welch ein Realitätsverlust.
Aber auch der Schluss der gezogen ist, ist doch nur noch naiv und erschreckend. Anstatt angebliche Probleme anzugehen, anstatt für die nächste Generation den Wohlstand zu halten, wird einfach beschlossen die Leistung zu verweigern.
Mag ja für jeden individuell kurzfristig ja die richtige Entscheidung sein, aber jedem halbwegs intelligenter Mensch erkennt doch, dass dies dann tatsächlich zu einem gesellschaftlichen Rückschritt führen wird.
Da bin ich ja froh, dass ich zu einer Generation (!!!) gehöre, denen man vorhält, zu viel gearbeitet zu haben, aber Wohlstand aufgebaut hat. Was die heutigen Wohlstandjünglingen wohl in 20 Jahren ihren Kindern wohl sagen?

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Antworten (9) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 19:36 Uhr
Julia Morgenroth

Könnte es da einen Zusammenhang geben?

Könnten die Heimbewohner Eltern gewesen sein, die Karriere und Wohlstand immer an die erste Stelle gesetzt haben, vor die Beschäftigung mit ihren Kindern? Und die nun im Alter die Rechnung bekommen? Nämlich Kinder, die überhaupt nicht erfahren haben, daß es sinnvoller sein könnte sich um die nächsten Verwandten zu kümmern als sich nur um sich selbst zu drehen? Oder eben Kinder, die mit ihrer Familie nicht die Fehler der Eltern wiederholen wollen? Das ist ein ziemliches Pensum: Lebensunterhalt verdienen UND für die Familie da sein. Da bleibt einfach nicht viel Zeit für die Großeltern, erst recht wenn sie mehrere hundert Kilometer weg wohnen.

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heide schweizer
heide schweizer (HHJL) - 23.12.2012 18:11 Uhr

Pflegekraft

Ich kümmere mich ehrenamtlich um Heimbewohner eines Pflegeheims. Auf die heutige Generation köinnen sich deren Eltern nicht mehr verlassen! Die müssen in Urlaub fahren! Ein grosser Teil des Heimpersonals ist sowieso schon ausländischer Herkunft. Deutrsche Y-Generation muss sich um Freunde kümmern! S. Lesermeinungen!

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Julia Morgenroth

Und selbst wenn nicht...

kann es immer noch sinnvoller sein seine Lebenszeit mit Familie und Freunden zu verbringen als sich in einer Firma dem Burnout entgegen zu schleppen. Dankbarkeit kann man nicht einfordern, aber wenn man Kinder und Freunde vernachlässigt kann man nicht mal darauf hoffen.

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heide schweizer
heide schweizer (HHJL) - 23.12.2012 12:11 Uhr

Familie/Freunde

Werden Sie sich auf Ihre Freunde verlassen können?

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Hiep Van Tran

Verschreiber

Ich meinte statt "Wohlstandsjünglinge", die der Herr Kuhs beschreibt, natürlich "Arbeitsneurotiker". Herr Kuhs hätte sich ohne diese Korrektur noch bestätigt fühlen können für seinen in meinen Augen indiskutablen Text.

Also nochmal:# Ich danke Gott, dass
dass ich mich auf meine Familie und Freunde verlassen kann und ihnen genug Zeit widmen kann und nicht auf Leute wie Sie reinfalle.
Was werden diese "Arbeitsneurotiker " ihren Kindern sagen: "Seid nicht so bescheuert, wie wir es waren". Genau das werden sie sagen.

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Weitere Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Eberhard Knapp
Eberhard Knapp (eknapp) - 23.12.2012 11:54 Uhr

Welche Kinder?

Kinder behindern Selbstverwirklichung und kosten viel Geld! (..in den Augen der sich selbst Verwirklichenden den aus sich selbst heraus generierenden Wohlstand Genießenden!)

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heide schweizer
heide schweizer (HHJL) - 23.12.2012 11:54 Uhr

vorheriger Generation danken

Ganz Ihrer Meinung, schon früher sagte man: eine Generation baut auf, die nächste gibt aus. Das arrogante Verhalten kann man sich nur im Wohlstand leisten. Stillstand = Rückschritt.

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Boris Z
Boris Z (Blutspende) - 23.12.2012 11:48 Uhr

ob Sie das ihrer künftigen Pflegekraft auch sagen werden?

Sie haben ja ein tolles Bild von der jungen Generation. Was für ein gesellschaftlciher Rückschritt kann das denn sein, wenn die Gesellschaft neue Präferenzen setzt?
Und noch ein kleiner Hinweis: Unser Wohlstand ist mit Schulden finanziert, die unsere Generation und die folgenden abarbeiten dürfen. Danke dafür (wenn ich jetzt zurückschießen darf).
Jede Generation hat seine Herausforderungen und die Welt dreht sich weiter. Und ich bin der Meinung, dass das Erbe für meine Generation nicht so unglaublich super ist. Was ein Fortschritt ist, ist die lange Friedenszeit in Europa, um deren Einheit sich die vorangegangene Generation verdient gemacht hat. Ihre Generation war in anderen Punkten Leistungsverweigerer: zukunftsfähige Energiekonzepte? Chancengleichheit je nach Herkunft? Neuartige Mobilitätskonzepte?
Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als meiner Generation zu vertrauen.

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Hiep Van Tran

Und ich danke Gott

dass ich mich auf meine Familie und Freunde verlassen kann und ihnen genug Zeit widmen kann und nicht auf Leute wie Sie reinfalle.
Was werden diese "Wohlstandsjünglinge" ihren Kindern sagen: "Seid nicht soi bescheuert, wie wir es waren". Genau das werden sie sagen.

Sind Sie Unternehmer?

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Roman Puff
Roman Puff (romanpuff) - 23.12.2012 11:15 Uhr

Das muss die Klimakatastrophe sein!

Beruhigenderweise hat es auch zwei Tage nach dem Weltuntergang nachts geschneit (zumindest in Wien) - wie man bei Lektüre des FAZ-Webauftritts erfährt allerdings offenbar mitten im Sommerloch: Das wirkt dann doch eher beunruhigend!
.
Im Ernst: Das ist doch ein alter Hut! Selbst als Platon vor fast 2500 Jahren mit dem 'jugendfrohen Anfang der Tyrannis' ins gleiche Horn gestoßen hat war das schon nicht mehr neu. Und auch die Eltern des zitierten 'Personalchef[s] der Wirtschaftsprüfer' werden sich gefragt haben was wohl aus der Welt werden soll, als ihr Sohn nicht im Panzer für Führer, Volk und Vaterland in die Welt ziehen wollte, sondern nur im Mercedes für Geld, Luxusleben und Prestige.
.
Wie bei Marx nachzulesen bestimmt das Sein das Bewusstsein, und seine Veränderung - zum Guten oder Schlechten - gründet auch in der Tätigkeit derjenigen, die hier über die Folgen klagen: Zu jammern, dass die Jungen heute keine harten Kerls mehr sind, qualifiziert nur die Jammerer als Weichei.

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Christoph Rohde

Leute geben alles: aus

Die meisten Leute, die ich kenne, geben ihr Sparvermögen aus. Das hat zwar scheinbar Altersarmut zur Folge, die Leute wollen sich aber nicht durch eine "Europa-Vision" enteignen lassen. Warum soll man alles geben, wo andere lieber streiken und arbeiten, aber den selben Wohlstand per Umverteilung bekommen sollen?

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Gernot Meyer
Gernot Meyer (gernot99) - 23.12.2012 11:13 Uhr

Die Kinder dieser Generation Y können einem leid tun

denn sie werden in eine Welt hinein geboren, in der sie nichts mehr zu sagen haben werden. Die Mentalität der Generation Y ist ein Luxus, der auf dem von den Vorgängergenerationen erzeugten Wohlstand beruht. Und ihre Einstellung erzeugt wirtschaftlichen Niedergang und ein Vakuum, das sehr schnell und sehr bald von den aufstrebenden Wirtschaftsmächten gefüllt werden wird. Diese, insbesondere die Asiaten werden das Sagen haben und wer deren Vorgaben nicht befolgen will, muß dann halt mit einem Leben auf Zweite-Welt-Niveau zufrieden sein. Wer in die ukrainische Provinz schaut, wird erahnen, daß die ach so schicke "work-life-balance" eher ein Kampf ums nackte Überleben sein wird. Da hilft dann kein Anspruchsdenken.

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Jahrgang 1970, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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