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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Work-Life-Balance Generation Weichei

 ·  Freizeit statt Karriere, Sabbatical statt Stress: Die jungen Leute geben für den Beruf nicht mehr alles. Fortschritt oder Verfall? - Stimmen Sie selbst mit ab.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (146)

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Walter Dr. Sucrow

Lieber Weichei als Jasager

Die Generation Y ist nicht mehr so dumm wie manche frühere Generation, die jahzehntelang einer Karotte nachgelaufen sind, die Arbeit gemacht hat, um dann irgendeinen Jasager oder Folienmaler als Chef vorgesetzt zu bekommen, der alles wieder zunichte macht, aber beim Vorstand besser die Stiefel leckt.

Die Erkenntnisse über die allgemeinen Leistungen deutscher Manager (s. Thyssen etc.) führt im Übrigen dazu, dass diese Herren (zu Recht) nicht mehr ernst genommen werden.

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Rudi Rassel

Der zufriedene Fischer

Die Geschichte von Böll sagt meiner Meinung nach eigentlich alles aus...

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Ronny Schaffer

Lächerlicher Provokationsversuch

Huh, als Weichei verpönt zu werden von einer Generation, die sich hinter Arbeit versteckt hat, wiegt wahrlich schwer. Eine Generation, die immer noch in Feindbildern denkt, die ohne Ende Schulden gemacht hat, um ihrer Scheinwelt aus Einheitsfamilie und Wohlstand etwas Realität zu verleihen. Eine Generation, die an das Mantra des ewigen Wohltands glaubt, auch aus Angst, sonst Sozialist zu sein. Eine Generation, die gern anderen die Schuld gibt und an die Unanzweifelbarkeit ihrer Sichtweise glaubt (wie dieser Artikel selbst zeigt). Eine Generation, die irgendwo zwischen nationalem Denken und pseudotolerantem Blabla stehengeblieben ist und glaubt, alles in Geld bezahlen zu können.

Und wie immer wartet die neue Generation darauf, dass die arrogante, alte Generation endlich den Löffel abgibt und der Weg frei ist für erfrischende Impulse. Dass die Vergangenheit mit den Alten stirbt und die Jungen ihre Erfahrungen selber machen dürfen ohne die ausgelatschten Wege zu nutzen.

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Dirk Schmidt
Dirk Schmidt (igon3000) - 23.12.2012 14:28 Uhr

Alles eine Frage des Geldes

Ich bin mir sicher, dass auch die Generation Y nach New York geht, wenn man ihr z.B. eine halbe Million € im Jahr zahlt. Warum passiert das denn nicht? Darüber sprechen die Personalverantwortlichen natürlich nicht.
Der Hauptunterschied zwischen den "Alten" und den "Jungen" ist, dass die Alten die Propaganda der Politiker und Unternehmer geglaubt haben, dass sich "Leistung lohnt". Vielleicht war das früher sogar so. Heute gibt es das nicht mehr. Heute gewinnen nur noch die Banken und die Chefs. Das ist den "Jungen" bewusst.
Und, liebe "Alte": bitte glauben Sie doch nicht die Propaganda, dass alle Welt neidisch ist auf die Deutschen. Lachhaft! Leute aus Dritte-Welt-Staaten sind neidisch, klar, aber die sind auch neidisch auf die Griechen oder Rumänen. Wieviele Leute aus entwickelten Ländern (z.B. Nordamerika, Skandinavien, GB, Benelux, Schweiz, Japan etc etc)? kommen denn jährlich nach Deutschland? Die Antwort kennen Sie selbst: fast keiner. Warum?

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Andreas Huber

NY- und dann?

Ich denke, dass das Paket, das den Mitarbeitern angeboten wurde, einfach nicht gepasst hat.

Oftmals werden junge MA entsendet, weil sie billiger sind, als die alten Hasen. Darüber wird nicht gesprochen. Die Masche zieht die deutsche Wirtschaft schon lange durch.

Berufserfahrung will man heute nicht mehr bezahlen. Oftmals ist sie mehr Wert, als ein Studium. Bilden beide eine Liaison - schickt man trotzdem gern den jüngeren, da er "billiger" ist. Man kann ihn besser verheizen.

Die deutsche Wirtschaft drückte die "Alten Hasen" raus, zu teuer - und damit massiv Wissen und Erfahrung.

Die Jungen sind nicht dumm.

Sie haben verstanden, wie man mit den "Alten" (Vätern) umging, die ihr (Ehe- und Familien)Leben für die Unternehmen geopfert haben, weil sie mit dem Beruf verheirat sind/waren. Heute stehen viele vor einem privaten Scherbenhaufen.

Der Dank dafür: Sie wurden mit 50 rausgedrückt.
Die Unternehmen leben keine traditionellen Werte mehr -sind extrem amerikanisiert.



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günther reichert

Die jüngeren Leute haben eben auch Väter u Mütter,die man ab 50 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand

oder Arbeitslosigkeit geschickt hat.Mit älteren Mitarbeitern sowie auch älteren leitenden Angestellten wird/wurde ja teilweise aufgrund zB sogennannter(oftmals künstlicher) Umstrukturierungen,dh Verjüngung des Personals,dh weniger Betriebskosten,dafür etwas mehr als notwendig Rendite,zumindest fällt die Rendite für den Rausschmeißer in Form von Beförderungen und Boni an,umgegangen,dass Söhne/Töchter sich fragen,ob man sich solchen Verhältnissen später ausliefern soll. -Den Rückzug interpretiere ich irgendwie als Feigheit u Verweigerung.Wir brauchen Leute,möglichst viele,dass wiederum Leute mit Persönlichkeit ,Charakter und einem normalen Verhältnis zur Leistung unter dem Blickpunkt des Ganzens einer Firma.in die Arbeitswelt einziehen.
PS:In manchen Personalabteilungen v Konzernen finden sich oft e. Überzahl an Frauen,die sich besonders stark vorkommen und besonders mit Männern brutal umgehen und zwar unter dem Gesichtspunkt,dass Frauen machtmäßig endlich die Männer überrunden(? )müssen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 15:02 Uhr
Andreas Huber

Es gibt keine Werte

nur noch - Rendite und Gewinn - um jeden Preis.
Was bleibt? Lippenbekenntnisse.

Der Mensch wird nur als Kostenfaktor gesehen.
Er wird ausgepresst und rausgeworfen. Eine Tradition, dass Unternehmen zu ihren MA stehen,
auch in schlechten Zeit, Krisen, gibt es nicht mehr. AG aus altem Holz geschnitzt sucht man fast vergebens.

Die Jungen haben an Ihren Vätern und Müttern gesehen, wie schlecht man sie behandelte von Seiten der Wirtschaft. Wie wenig Wert die vergangene Leistung von d. AG honoriert wird/wurde.

Im Großen und Ganzen wird uns eine Lebenslüge verkauft.
Alles können und wissen, inkl. Auslandserfahrung mit 30 geht nicht. Jeder kann alles erreichen - Karriere, Kinder, Ehe.. ohne Kompromisse, gegenüber Kindern und dem Lebenspartner ist eine Lüge.

Die Stärke der Frauen, ist die Schwäche der Männer.
Wir ließen uns die Butter vom Brot nehmen, ziehen d. "Schwanz" ein.
Aber auch Frauen gebären Söhne und plötzlich ändert sich vieles.

Wer baute das Land auf? Frauen!

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Thomas Mora
Thomas Mora (trailfox) - 23.12.2012 13:44 Uhr

Sehr geehrte BETTINA WEIGUNY

Was genau wollen Sie den Lesern mit ihrem Artikel mitteilen und was genau ist der Zweck?
Sie bringen hier die Ansichten einiger weniger Personalverantwortlicher, dazu ist Ihr Artikel ein journalistischer Patchwork-Abriss.
Allein schon der Titel... 'Generation Weichei', passt eher ins Niveau der Bildleser.
Eine tiefgreifende und genaue Recherche ist die Basis für jede Form von anspruchsvollem Journalismus, sollte aber der hierfür Verantwortliche der FAZ wissen und entsprechend reagieren.
Sie spielen hier drei Generationen durch pauschalierte s/w Ansichten gegeneinander aus. Sie selbst sind das beste Beispiel für unmotivierte und lustlose Arbeit.
Sind Sie jetzt bereits in Sölden oder Davos auf der Skipiste und geniessen das süsse Freizeitleben?!

Man beobachte die Unternehmen genau! Wo Unternehmen geführt werden, funktioniert vieles sehr gut, Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung, die sozialen Aspekte zwischen den Generationen, doch wo Unternehmen nur verwaltet werden...

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Rainer Niessen
Rainer Niessen (ArnieTS) - 23.12.2012 13:15 Uhr

Sagte der CEO von Kodak

Mark Zuckerberg würde lachen. Nicht die Angst ums Verbindlich ist das Problem, sondern der zerfallene Wert. Die Digitalisierung bringt eine neue Transparenz. Angestellte der Finanzindustrie sollen allgemein gierig sein und dessen Vorstände hinterziehen Steuern. Polemik pur. Verallgemeinert aber was Wahres ist dran. Es hat eine Signalwirkung. Wir, und auch ich als Young Professional, sehen keine Zukunft im Image des harten Knochenbrecher Managers. Ein Paradigmenwechsel findet statt der zu Lasten des aktuellen Managements geht. Viel Köche verderben den Brei stimmt heute nicht mehr. Social Media schafft Möglichkeiten. Bestätigung durch Marketing 3.0. Fokus aufs Netzwerk, nicht auf den Einen. Wichtig ist das effiziente Entscheidungen getroffen werden. Einer delegiert, ist effektiv. Das Netzwerk effizient. Und wenn dieser Standpunkt nicht wirkt die CFO´s wird es nicht stören --> Qualität in Beschäftigungsverhältnis statt Quantität auf der Gehaltsabrechnung.

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Christian Heine

Leistung lohnt sich auch nicht mehr überall

In meiner Branche (Wissenschaft) gibt nur extrem befristete Zeitverträge, halbe Stellen, unbezahlte Überstunden und sehr niedrige Grundgehälter. Da versucht man sich fast von Anfang an schnell wegzuorientieren und ein 'Pöstchen' in einer Verwaltung, Behörde u.ä. zu bekommen. Auch wenn man da kaum Aufstiegschancen hat, ist eine solide bezahlte, sichere und humane Arbeitsumgebung erst mal wichtiger. Unter prekären Verhältnissen träumt man nicht sehr lange vom Aufstieg in eine Top-Position.
Eine andere Ursache ist die Verdrängung von materiellen Statuswerten durch die digitale Welt. Benz, Pool, Hausbau und Edelklamotten haben für viele in meinem Alter schlicht keine Bedeutung mehr. Sie sind überflüssig geworden.

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Michael Arndt

Dem Beispiel am Anfang fehlt ein wesentlicher Aspekt:

Nämlich die damit verbundene Gehaltsentwicklung. Sollten die Aspiranten mehr bekommen? Oder wurde ihnen die Stelle in New York quasi als Incentive verkauft?
Auch ich habe eine Beförderung in meinem Betrieb (national) abgelehnt, weil der Ertrag nach Steuern und Sozialabgaben den zusätzlichen Aufwand schlicht uninteressant macht. Meine Frau (Steuerklasse V) erhält für ihre kürzlich aufgestockten Stunden ca. 6,50 Euro netto / h, obwohl die Bezahlung vor Steuern eigentlich ordentlich ist.
Aufwand und Ertrag haben unbefriedigende Relationen erreicht, zusätzlicher Einsatz für die Firma verkaufen Personaler als ausreichende Motivation, die eine Gehaltserhöhung überflüssig macht.
So wird das natürlich nichts...

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Nils Büngener

Generationenkampf

Da beklagt sich eine Generation, die grenzenlos egoistisch, konsum- und geldgierig aber zur Fortpflanzung zu bequem war, über die Leistungsverweigerung der Jungen. Die sollen doch nun richtig ausgepresst werden, so haben die Älteren sich das gedacht. Entweder über die Rentenkasse oder durch Kapitalzinsen, was letztlich nichts anderes ist. Demokratisch haben die Jungen gegen die Übermacht der Alten keine Chance. Also machen sie das einzig vernünftige. Schluss mit Generation Praktikum. Ihre Macht besteht darin, dass sie wenige und schon dadurch kostbar sind.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 14:57 Uhr
Thomas Ulherr

Lassen Sie sich nicht auf eine falsche Fährte locken: Die Klagen werden von den Profiteuren

des Leistungsdrucks und Lohndumping geführt, nicht von irgend einer "Generation". Seit den 70er Jahren haben wir in D Dauerkrise, Sockelarbeitslosigkeit, staatliche Sparprogramme bei Bildung, Gesundheit, Renten, öffentlicher Sicherheit - und gleichzeitig eine erhebliche Ausweitung der Staatsverschuldung, Aufblähung der Apparate in Ministerien und Parlamenten. Seit den 70er Jahren bewirkt die Sockelarbeitslosigkeit auch die Disziplinierung der Arbeitnehmer. Dieser Effekt wird nun dank €uro-Krise noch verstärkt: Schließlich sollen die arbeitslosen Massen aus den Krisenländern - soweit sie die entsprechenden Qualifikationen haben - ja europaweit flexibel und mobil sein und werden also auf dem hiesigen Arbeitsmarkt ankommen.
Die Binnennachfrage als volkswirtschaftliche Größe interessiert immer weniger, weil man davon träumt, in den aufstrebenden BRICS phantastische Gewinne zu machen. Das ist die "Zukunftsstrategie" der herrschenden "Fach- und Führungskräfte".

Frohe Weihnacht allerseits!

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Jens Peter Bork

O tempora, omores...

Und wieder einmal ist die jetzige junge Generation die schlechteste, die es je gab, verzogene Wohlstandspinsel, die nichts gelernt haben als Anspruchsdenken, die es nie schaffen werden, wenn Ihnen der rauhe Wind des Lebens mal richtig ins Gesicht weht - Genau wie alle Generationen A-X vor ihnen. 5 Euro ins Klischeeschwein , bitte.

Und zwei Artikel weiter kann man dann die gleiche FAZ barmen hören, warum um Gottes heute niemand mehr Kinder will.

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Jürgen Fuhrmann

Die "älteren Führungskräfte"...

... sind meistens männlich und hatten noch Ehefrauen, die ihnen zu Hause *alles* abgenommen haben und selbstverständlich zum neuen Job hinterhergezogen sind. Mit steigendem Engagement und Gleichberechtigung der Frauen im beruflichen Umfeld muss auch die Gleichberechtigung der Männer im privaten Bereich zunehmen. Da geht keine 80-Stunden-Woche
mehr. Wenn die Gesellschaft das intellektuelle Potential der Frauen erschließen will, müssen in der Konsequenz die Männer entsprechend mehr an Hausarbeit und Kinderbetreuung übernehmen.
Ich habe aus meinem Umfeld den Eindruck, dass das bei den Männern der Generation Y angekommen ist. Finde ich das gut (bin selber Y-1...) ? Unbedingt!

Spannend ist tatsächlich die Frage, wie sich das in der internationalen Konkurrenz entwickelt.

-- exk

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Jan Frisch

Wenn das, was Sie schreiben stimmt

nämlich dass monetäre Anreize nicht mehr das ein und alles sind, dann hat dieses gesamte System aus Gewinnmaximierung, Benchmarking und "self optimization" bald ausgedient. Lange keine so rosigen Aussichten mehr beschrieben bekommen - danke!

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gert kock
gert kock (gertKo) - 23.12.2012 12:50 Uhr

So ein Pech aber auch, dass Menschen darauf Wert legen Mensch sein zu können, anstatt sich

maximal ausbeuten zu lassen, nur als Produktionspotienal benutzt zu werden und optimal durchrationalisiert Produktionspotienal reproduzieren sollen.

Die Menschen wollen Familie leben und erleben können und das ist gut so.

Für die Stärke deutsche Wirtschaft ist der Mittelstand und mittelständische Unternehmen wesentlich, um führend in der Weltwirtschaft zu sein und zu bleiben. Wirtschaftlich sind wir so stark wie der Mittelstand groß und breit ist, wenn Vollzeitarbeitende zementierte Unterschicht sind läufts falsch. Wir waren durch soziale Marktwirtschaft in die Weltspitze gekommen nicht durch Neoliberalismus, durch Neoliberalismus kann das nicht weiter optimiert werden, sondern zerstört.
Es sollte mittlerweile jeder kapiert haben, dass man die Bedürfnisse dieser Bürger respektieren muss, wenn man von ihnen profitieren will. Der Bürger ist homo-economicus in eigener Sache.
-
Und wer ihre Wolkenkuckkucksheime bisher finanziert hat müsste einigen "Ideologen" allmählich dämmern.

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Peter Müller

Was wollt ihr?

Bei uns kommt schön langsam die nächste Generation im Betrieb an. Mir gefällt deren entspannte Einstellung. Mir gehen im Gegenteil die verbissenen, krankhaft ehrgeizigen Kollegen (die Söder Generation, Baby Boomer), die mit viel Getöse, Getue und Drama auch nicht mehr erreichen, in der Zwischenzeit entsetzlich auf die Nerven. Da ist die Zusammenarbeit mit den jungen Kollegen viel effektiver.

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Hans Meier

Karriere als männliches Wettkampfspiel (die Chefetage als Parallelgesellschaft)

Im Klagelied der Alten äußert sich auch Trauer über einen Kulturwandel. Sie selber haben ihre Karriere als ein männliches Wettkampfspiel begriffen, aus dem Frauen sowieso ausgeschlossen sind und die Rücksichtnahme auf die Familie eben als "Weichei-Verhalten" gilt. Diese Entscheider-Elite ist objektiv gesehen eine kulturelle Parallelgesellschaft, die andere Werte pflegt als normale Menschen. Die Absurditäten der Präsenzkultur, eine hartnäckige Misogynie und zahllose weitere leicht sadistische Rituale haben den Zweck, die eigene Kerngruppe von den Aussenseitern abzugrenzen, die da nicht mitmachen wollen. Es ist ähnlich wie bei Mönchen, Offizieren oder Rennradlern.
.
Mit "Leistung" hat das alles nichts zu tun, auch wenn die alten Soziopathen es noch so oft behaupten.
.
Es spricht sehr für die Generation 1985, dass sie sich für diesen perversen Sport nicht mehr verschleissen will -- sondern ihre Kräfte aufspart, um wirkliche Leistungen zu erbringen.

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thomas schulz

Schon kurios, wer sich alles angesprochen fühlt

und welche Argumente bzw. Ausreden angeführt werden, warum es sich aus ihrer Perspektive nicht lohne, sich beruflich zu engagieren und dafür auch persönliche Opfer zu bringen. Es ist kein Menetekel, wenn man nicht all seine Energie in eine Karriere stecken will, das Risiko als Selbständiger scheut oder die formalen Vorrausetzungen und/oder Charaktereigenschaften fehlen, um aus der Masse herausragen zu können. Nur kann man sich dann nicht darüber beklagen, wenn man sich wegen der unvermeidbaren Folgen der globalisierten Arbeitswelt von Job zu Job mit mäßiger Entlohnung hangeln und darauf hoffen muß, daß man irgendwann einen Arbeitsplatz ergattert, der einen bis zum Ruhestand ein relativ sorgenfreies Leben mit seiner Qualifikation entsprechendem Wohlstand ermöglicht. Außerhalb der zerbröselnden Festung EU ist das seit je her gang und gäbe.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 13:52 Uhr
Julia Morgenroth

Das ist blanker Hohn...

und Sie wissen es. Wer sich in Praktika verschlissen hat, eine Ich- AG gegründet hat und gescheitert ist oder wer trotz sehr gutem Studienabschluß UND Praxiserfahrung einfach keinen adäquat bezahlten Arbeitsplatz findet läßt es halt irgendwann und versucht sein Glück woanders. Oder zieht sich ins Private zurück.

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Closed via SSO

Das ist mal ein Spass zu Weihnachten

macht sich eine Frau auf die Maenner zum Weichei zu stempeln, obwohl sie noch nicht bereit ist das Hartei darzustellen. Wenn die Maenner nach Meinung Frau Weigunys die Welt nicht mehr beherrschen wollen, dann muessen es halt die Frauen tun, irgendwer muss die Arbeit ja erledigen, oder soll sie fuer die naechste Generation liegen bleiben. Das nichts an dieser Art Glosse dran ist und der Frauenpower Tuer und Tor geoeffnet wird sehen sie an der Regierung, diese zeigt den Maennern so richtig die Harke, denn sie erbringt den Beweis, das man lebenslang nichts tun muss um gut zu leben. Ich finde die Reaktion der Maenner richtig, wenn die Politik eine Spassgesellschaft ist, warum nicht auch die Gesellschaft, die Realitaet wird Deutschland umerziehen, aber es wird noch eine Weile dauern, die Not ist nicht sichtbar, HarzIV reicht noch zum Leben.
Die Musik spielt schon mehrere Jahre nicht mehr in Old Germany, auch wenn dies das Frau Merkel nicht begreift, dieses Land wird aufgeloest, gut so.

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Ingo Burger
Ingo Burger (Ingo111) - 23.12.2012 12:33 Uhr

Warum denn nicht?

Ich denke allen hier mitdiskutierenden ist bewusst, dass sich unsere Arbeitsinhalte massiv! verdichten. Und das gilt nicht nur für die vermeintlichen "Überfliegerjobs" im Ausland sondern auch und gerade für die Jobs im mittleren und gehobenen Management hier in Deutschland. zunehmender Effizienzdruck, zunehmende Anforderungen sind Teil unserer Arbeitswelt.
Was ist denn verwerflich daran, dass jemand sich nicht sofort um Führungspositionen bewirbt, oder sich weigert tradierte Positionen nicht zu übernehmen? Jedem ist doch auch klar, dass nicht jeder zur FK taugt. Hauptaufgabe von uns Fken? wir sollen führen (auch unsere Chefs), managen und vor allem haben wir Verantwortung für unsere Mitarbeiter. Werden wir der gerecht, wenn wir ausgebrannt sind? Wer ist denn die Firma? Die uns anvertrauten Menschen. Wir verlangen schon sehr viel (auch und gerade von ihnen), irgendwann ist die Grenze des Sinnvollen erreicht.
Der Wandel ist zu managen, lamentieren gilt nicht.

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Jahrgang 1970, freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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