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Work-Life-Balance Generation Weichei

 ·  Freizeit statt Karriere, Sabbatical statt Stress: Die jungen Leute geben für den Beruf nicht mehr alles. Fortschritt oder Verfall? - Stimmen Sie selbst mit ab.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (120)
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Anna-Maria Holdenried

Generation Weichei

naja, sind wir doch mal ehrlich - ist unser Nachwuchs nicht das Spiegelbild ihrer Erziehung - und - haben sie nicht das Recht auf 'Vorbilder' zu reagieren, ihre persöndlichen Schlüsse zu ziehen? Generationen haben aus Zwängen heraus Werte geprägt, die sehr wohl das Recht haben sich in Priorität und Schwerpunkt zu verändern. Das Zeitalter der Industrialisierung und Technikerrungenschaft, nicht mal zu sprechen von neuen Technologien - fordern doch eine veränderte und flexiblere Lebensweise - und haben WIR nicht unserem Nachwuchs all die Annehmlichkeiten ermöglicht, die sie heute zu sogenannten 'Weicheiern' macht? Es ist nicht verwerflich, wenn man Dinge heute zeitsparender, ökonomischer tut, die früher mehr Zeit benötigt haben. Die Elterngeneration ist heute mehr denn je gefordert, dem Nachwuchs Spass an Leistung und ein weltoffenes und grosszügiges Denken zu vermitteln. Ich jedenfalls möchte den Herausforderungen, die unsere junge Generation meistern muss, nicht gegenüberstehen.

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Eva Gerszke

Differenzierung der Lage - DAS ist der entscheidende Punkt!

Liebe Leser und "Mitstreiter",
ich habe den Artikel als auch manche Kommentare hier mit Verwunderung gelesen:
Von der FAZ bin ich enttäuscht, da ich eine differenziertere u realistischere Darstellung v Sachverhalten gewöhnt bin. Oder diente derArtikel primär d Provokation?
Aber insgesamt frage ich mich: Ist die Leistungsmotivation unserer Generation eine andere oder sind es nicht vielmehr die Rahmenbedingungen, welche sich teils massiv geändert haben neben d Motivation hinter der Arbeit? Geld u Macht stehen nichtmehr allein im Vordergrund, sondern wirklicher Sinn und Inhalt! Ist das falsch? Ich glaube nein. Und eine Familie und Kinder mit Charakter u guter Ausbildung groß zu ziehen, daneben Hobbies z haben, die auch wieder Energie für den Job geben auch nicht. Wer zahlt sonst die Renten ;-)
Zum Schluss: Viel Motivation zerstören heute Chefs alla Peter-Prinzip, die Nachwuchs mit Energie, Verstand u Leistungsbereitschaft klein halten oder treten. Hat sich jmd damit auseinandergesetzt???

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Hans D. Dreeskornfeld

feige Wattebausch- Generation

Wir- die Eltern und Großeltern der "Wattebausch"- Generation - haben diese Entwicklung zu verantworten, nämlich durch unsere Erziehungsmethoden. Verständnis für alle und alles, ominöses Gerechtigkeitsstreben, alles aus der Warte des Erfolgreichen doziert, haben den Leistungsgedanken, ohne dessen Pflege und Ausabau es auch kein Wachstum gibt, verwässert. Zusammen mit der trägen Lehrergeneration genügte das als Einfluss, den jungen Menschen von heute ( und morgen) jeden Mut zur außerordentlichen beruflichen Anstrengung abzuwürgen; ist ja letztlich auch für alle Beteiligten so bequem. Eine mögliche Lösung zeichnet sich ab, wenn in Gegenwart und Zukunft junge "hungrige" Menschen in den Markt eintreten, die durch Herkunft und Lebenserfahrung (Türken,Südeuropa) ganz anders gestrickt sind und mit Leidenschaft und Energie um das Wohl ihrer Familie erfolgreich kämpfen werden . Dann Gnade Gott unseren Weicheiern; obwohl: es gibt ja noch das beträchtliche Erbe, das man verdaddeln könnte.....

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Peter Frost

Generation Weichei??

Warum wird dem Nachwuchs denn die Freizeit immer wichtiger im Gegensatz zu unseren harten Vorfahren? Die alle schön Ihre Schornsteinkarriere nach 45 Betriebsjahren beendet haben? Heute stellen sie in Großunternehmen compliance nach außen sicher aber entwickeln nichts weiter zum Wohle der Menschheit oder um konkurrenzfähiger zu sein. Heute geht es ausschliesslich um Gewinnmaximierung. Ist in der wirtschaft ja auch ein netter Ansatz aber bedeutet, dass das man deswegen nur Praktikantenverträge verlängert? Welches große Unternehmen stellt den in Deutschland noch ein und viel mehr welches zahlt den heute noch Gehaltserhöhungen (freiwillig?)? Am Ende das Tages war vielleicht früher das Anreizverfahren einfach nur attraktiver als heute. Sind die aktuellen TopManager nicht die Versager??. Sitz gerade alleine im Büro. Von den harten Jungs keine Spur!!!

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Peter Kroll
Peter Kroll (pe28pe) - 26.12.2012 23:25 Uhr

Generation Weichei

Die Weichei-Generaton darf man wirklich so bezeichnen. Es sind entsetzlich feige Menschen, die den Herausfoderungen des Lebens nicht gewachsen sind und im Grunde Wickelkinder der Gesellschaft bleiben werden. Geringste Lüftchen pusten diese Softies um. Für mich sind diese Menschen nicht schlau, wie sie sich verhalten, sondern sie sind m. E. Schmarotzer an der hart arbeitenden Bevölkerung. Das Traurige ist leider, dass der Staat und die Verantwortlichen dieses Schmarotzertum auf so vielen Ebenen erst ermöglicht und gefördert haben und nun als großen Fortschritt feiern. Es ist doch unglaublich, dass ein junger Kerl von 28 Jahren eine legale Auszeit nehmen darf. Wenn ich dann aber von einem 26 jährigen HartzIV-Empfänger höre: Ich habe genug gearbeitet, Hartz IV reicht mir. Dann erkenne ich doch, dass bei uns was nicht stimmt im Staate Deutschland. Dann ist mir ja der Auszeitnehmer als Weichei ja noch lieber als der Hartz IV-Empfänger, der diesem Schmarotzertum noch die Krone aufsetzt.

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Rolf Joachim Siegen

Welcher Deutscher gibt fuer seinen Beruf schon sein Herzblut?

Der Beitrag ist ohne Leidenschaft zum Thema geschrieben.
Ihr und anderen sei der Besuch von 'Toastmasters International' (gemeinnuetzige Organisation fuer oeffentliches Sprechen) empfohlen. Der Auftrag unserer Organisation lautet 'personal growth' (Wachsen der Persoenlichkeit). In meinem Club (Mt. Helix) bin ich selbst nach 15jaehriger Mitgliedschaft noch mit voller Hingabe. Der Geist der Kameradschaft ist das Einzigartige bei uns. Jeden Mittwoch neue Chancen. Auch zu uns kommen 'Weicheier', aber sie scheiden aus angesichts der Herausforderungen - oder nehmen diese an.
Ein Beispiel aus dem europaeischen Kulturkreis: der hollaendische Violonist Andre Rieu und sein 'Johann - Strauss - Orchester'. In ihren Gesichtern kann man ablesen, was Hingabe zum Beruf bedeutet.

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Marc-Daniel Volk
Marc-Daniel Volk (mdvolk) - 24.12.2012 12:02 Uhr

Zu hohe Abgaben?

Und noch ein denkenswerter Ansatz: Wenn man Herrn Steinbruch und Konsorten zuhört, vergeht einem ja schon fast die Lust, mit viel Arbeit viel zu verdienen. Man soll es ja ohnehin großteils der Allgemeinheit zukommen lassen. Da ist doch jeder zu verstehen, der lieber weniger arbeitet, dafür auch weniger abgeben muss und mehr Freizeit hat. Eine Freizeitsteuer gibt es ja bislang zum Glück nicht!

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Marc-Daniel Volk
Marc-Daniel Volk (mdvolk) - 24.12.2012 11:55 Uhr

Arbeit ist kein Selbstzweck

Die gute alte Generation hat eines bis heute nicht verstanden: Arbeit ist ein Mittel zum Zweck, aber kein Selbstzweck. Für viele scheint das Geldverdienen etwas zu sein, das sich selbst legitimiert. Möglichst viel, um jeden Preis - im Allgemeinen wohl das Privatleben.

Hat denen niemand gesagt, dass Geld nicht glücklich macht? Dass Materielles zwar Spaß macht und von Unglück ablenken kann, es aber gerade die kostenlosen und sogar unkäuflichen Dinge im Leben sind, die wirklich glücklich machen?

Geld ist nur ein Mittel, um dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen - nicht mehr und nicht weniger.

Die Gesellschaft spricht gerne von Werteverfall. Ich glaube jedoch, dass gerade die jüngere Generation wieder stärker die echten Werte erkennt.

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Ferdinand Bohn

"Personalmarketing"

Schon dieses Wort "Personalmarketing" erzeugt Unbehagen. Übrigens, in einem grossen Unternehmen ist auch der Personalchef nur ein kleines Rädchen, das die Vorstellungen vieler anderer erfüllen muss. Fachwissen, Erfahrung, Intuition, Umgänglichkeit gepaart mit Durchsetzungsvermögen hat aber eher der unternehmerisch Denkende. Und der wird sich selbständig machen. Als Befehlsempfänger wollen diese Menschen nicht enden.

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Lisa Nowak

Lebensqualität ist eben nicht gleich Geld und Karriere !!

Gut, der Gegensatz Weichei-Karriere ist natürlich polemisch gemeint. Aber an und für sich ist natürlich überhaupt nicht einzusehen warum ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben überhaupt etwas mit Schwäche zu tun haben sollte. Sind Karrieristen und workoholics wirklich die Stärkeren ?

Ich glaube dass dies eine gesunde Entwicklung ist und wenn eher nach der Babypause als nach Karrieremöglichkeiten gefragt wird lässt dies ja für Deutschland auf mehr Nachwuchs hoffen.

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Karl Gross
Karl Gross (KGross83) - 23.12.2012 20:51 Uhr

Wahrer Artikel, Beispiel

Gehöre zwar mit 28 nur geade so zu der Generation, aber meine Einstellung trifft es. Nach der Uni, vor 3 Jahren 3 Angebote: Gr. Bank, Beratung und eines das mit einer Beamtenlaufbahn verbunden war. Beratungsunternehmen schloss ich von vornherein aus. Den Li-La-Laune-Clown mit PowerPoint machen um heiße Luft zu verkaufen und dafür 60+h/ Woche für anfangs 45k, später vllt.100k p.A. zu arbeiten? Sucht euch einen anderen, aber danke für die Freifahrt nach Berlin zum Gespräch ;)
Die Bank? Ja war interessant, aber Jobsicherheit ist mir schon wichtig. Ergo: Beamtenlaufbahn, mittlerweile inkl. Zulagen 3200 netto im Monat, ne exakte 41h Woche, unkündbar und Traumbedingungen für eine Familie. Ach ja, nach der Verbeamtung vor 1 Jahr beginnt im Januar erst mal eine dreijährige (unentgeldliche) Freistellung zwecks stipendienfinanzierter Promotion und Reiserei. Wenn in D schon Sozialismus statt MW um sich greift, muss man nur auf der richtigen Seite, der Empfängerseite der Steuermittel, stehen.

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Frank Beckmann
Frank Beckmann (rootman) - 23.12.2012 18:59 Uhr

Das ist das Ergebnis...

Was in den letzten Jahren getrieben wurde entging nicht den Augen des Nachwuchses. Viele arbeiteten brav und sorgten für gute Gewinne, was war den der Dank der Unternehmen? Sie schmissen die Arbeitnehmer auf die Straße im Namen der Gewinne und dem so genannten Shareholder value.

Früher habe ich auch an das Versprechen geglaubt das Leistung sich lohnt. Die Größte Lüge die unser System zu bieten hat! Nach einem Burnout (Hörsturtz etc.) bin ich Geheilt davon. Die Gesundheit ist mehr Wert als das Geld was man für seine Leistung bekommt. Reich werden nur die schon Geld haben...

Also ich kann junge Leute verstehen wenn sie diesen Wahnsinn nicht mitmachen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 20:07 Uhr
Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 23.12.2012 20:07 Uhr

Diese Verbitterung ist abschreckend

Auch als Babyboomer kann ich dieses ewige Gejammer nicht mehr hören. Die fürchterliche neue Zeit. Angst. Das Ende ist nah...

Am eigenen Scheitern ist immer das Böse da draußen schuld.

Wäre ich 20, wäre das schon ein Grund zum Auswandern. Meine Kinder haben alle bewußt Namen bekommen, die man auf Englisch auch kennt. Ich würde verstehen, wenn sie das Jammertal verlassen möchten, wenn sie groß sind.

Erst recht verstehe ich, wenn jemand die Arbeit nicht als Sinn des Lebens sieht. Das geht mir genauso, das ist keine Generationenfrage (jedenfalls nicht wenn ab den 50ern geboren).

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Markus Meier

Unnötiges Klagelied

Ich bin zwar einer von der Generation X, aber insgeheim sympathisiere ich mit den "Schwächen" der beschriebenen Generation Y.

Das kann unserer ganzen Gesellschaft nur gut tun.

Die Märchen von den Alten brauch man nicht zu glauben.
Damals konnte man sich mit ganz normalen Handwerker- oder Sachbearbeiterjobs nach Feierabend und am Wochenende ein Häusschen im Grünen mit Pool hochziehen, viele Stunden im Kleingarten Schnäppschen zischen und nebenbei noch Zeit und Geld für Frau und 2 Kinder haben.

Das Problem sind nicht die Jungen, die das auch alles auf die Reihe kriegen wollen, und dafür nicht ihr Leben auf der Arbeit wegwerfen.

Das Problem sind die Alten, denen langsam die Erkenntnis kommt, dass diese Jungen nicht bereit sind, die Hohen Ansprüche bez. Pensionen, Renten, Pflege etc. zu tragen und dafür ihr eigenes Leben wegzuwerfen ohne aussicht auf Wohlfahrt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 19:42 Uhr
Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 23.12.2012 19:42 Uhr

Diese Zeit gab es nie

Noch vor 1,5 Generationen war ein (1) Auto keineswegs selbstverständlich, die Wohneigentumsquote war noch niedriger als jetzt, und ein Fernseher kostete ein Monatsgehalt. Es war auch nicht alles praktisch kostenlos zu DM-Zeiten, wie die Zukurzgekommenen heute behaupten.

Die sozialen "Errungenschaften" leistete man sich auf Pump (Staatsverschuldung, Renten- und Pensionsansprüche ohne Rücklagen). Es ist nicht der böse Kapitalismus oder Neo-Dingsbums schuld, daß das nicht ewig gutgehen konnte.

Das ist aber auch den Babyboomern immer schon klargewesen. Daraus kann man keinen Unterschied der Generationen konstruieren.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 23.12.2012 16:26 Uhr

Wirklich Klischees

Wie man an den Leserkommentaren sieht, dient auch das hauptsächlich dazu, sich über die böse Welt auszuweinen, quer durch die Generationen. Die Weltuntergangsstimmung wird weitergereicht.

Was bringen überhaupt solch pauschale Behauptungen? Als Babyboomer gebe ich auch nicht alles für den Beruf. In den 80ern haben wir gesagt, wir möchten unser Geld verdienen, ohne daß es uns jeden Tag ankotzt, zur Arbeit zu gehen. Dieses Ziel haben die meisten von uns erreicht. Karrieregeil war nur eine Minderheit, und die gibt es heute genauso.

Übrigens hat gestern einer meiner Söhne seinem Junglehrer/Referendar am Gymnasium eine Mail geschrieben, er solle strenger sein und sich nicht alles gefallen lassen. Das zum Thema relaxed im Beruf.

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Wolfgang Richter

Klischees

Ich weiß nicht, in welcher Branche und in welchen Betrieben die beschriebenen Beobachtungen gemacht wurden.
Jedenfalls passen die Thesen des Artikels gar nicht zu dem Eindruck, den Berufsanfänger in unserer Firma machen: Realistisch, leistungswillig, eher (notgedrungen? zu?) gut angepaßt.
Übertriebene Freizeitorientierung ist nicht beobachtbar.
Daß die Zeit der Möchtegern-Yuppies vorbei ist, die, durch Absolventenmagazine heiß gemacht, gleich den Chef spielen und die ganze Firma übernehmen wollten, ist eher eine Erleichterung.
Und daß einfache Sachbearbeiter nicht ungefragt jeden Tag 12 Stunden knuffen, ist ganz normal.

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peter lust

Ich hab's getan1

Ich habe vor 20 Jahren meine Stelle reduziert: Auf 87 Prozent. Habe dadurch jedes Jahr sechs Wochen zusätzlichen Urlaub. Geht nicht überall, bei mir (wissenschaftliche Tätigkeit in Kulturwissenschaften) ging es. Große Karriere habe ich nicht gemacht, aber das war mir egal. Ich bin viel gereist, allein, zu zweit, mit Familie (zwei Töchter) - es waren, es sind immer noch wunderbare Zeiten. Ich habe so unglaublich schöne Erinnerungen und freue mich immer wieder neu, was man alles unternehmen kann, wenn man Zeit hat. Ich war in den 20 Jahren fast nie krank (Arbeitgeber: aufgepasst!). Und ich will auch nicht früher in Rente gehen, was viele meiner Kollegen wollen. Unterm Strich werde ich wahrscheinlich die gleiche Lebensarbeitszeit wie sie haben, nur war mein Leben viel interessanter. Wer die Chance hat, es nachzumachen: Ich würde immer zuraten!

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Lukas Schnier

Viel wahres dahinter

Als "Mitglied" dieser Generation kann ich nur feststellen, dass viele dieser Beobachtungen zutreffen. Viele sind stolz auf minderleistung, man sitzt seine zeit in der Oberstufe ab, das Abitur ist lächerlich einfach (ohne je etwas zu tun habe ich es mit 1,4 abgeschlossen, was aber nichts heißen will. Es haben Leute, die den Dreisatz nicht beherrschen, mit 2,x abgeschlossen, solche studieren nun i.d.r. BWL oder machen kaufmännische Ausbildungen). Jetzt studiere ich Physik, wo mich der Arbeitsaufwand plötzlich erschlägt - dabei ist es nicht so viel - ich musste mich nur vorher nie anstrengen, das war bei dem " Anspruch" der Oberstufe auch nicht nötig. Dafür, dass ich jetzt was leisten muss, werde ich eher verhöhnt. Und trotzdem haben die gleichen Leute illusorische Erwartungen hinsichtlich späterem beruflichen Erfolg. Und auch mir geht es prinzipiell zu gut. Finanziell durch Eltern absolut gesichert, und netten Betrag in der Zwischenzeit nebenher erarbeitet. Ja, wir sind weicheier.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 21:02 Uhr
hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 23.12.2012 21:02 Uhr

Herr Meyer, ihre kriegerische Ausdrucksweise und ihren geforderten kriegerischen Drill braucht

kein Mensch. Ausserdem wird Deutschland sowieso abgeschafft!

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Andreas Pätzold

Wenn dann aber richtig, Herr Meyer

mit Spieß, Schwert und Morgenstern. Ohne Rüstung, ohne Schild. Die Distanzwaffen der letzten Jahrhunderte sind doch was für Warmduscher, Kinderwagenschieber, Schattenparker. Sarkasmus off

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Max Muster

Ich frage mich ernsthaft...

ob die Soldaten, die die "Stahlgewitter" damals ausbaden mussten (welch schönes Wortspiel!), selbige auch als "Badekur" empfunden haben.
Außerdem heißt es immer noch, wie Sie sehr richtig angemerkt haben, "Land der Dichter und Denker" und nicht "Land der Krieger und Strategen".

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Ottfried Meyer
Ottfried Meyer (Gladium) - 23.12.2012 15:55 Uhr

Deutsche Jugend braucht Badekur im Stahlgewitter

Wir brauchen wieder mehr Drill und mehr militärische Führung. Es kann nicht angehen, daß diese Deutsche Jugend das einstige Land der Dichter und Denker an die Wand fährt. Diese Jugend muß wieder auf Kurs gebracht werden. Und genau da ist das Militär das Richtige. Und beim Militär meine ich nicht so eine Folklore-Truppe, wie die Bundeswehr. Wir brauchen eine Truppe im preußischen Sinn, eine Truppe, die im Felde steht. Es muß eine Ehre sein, Deutschland aktiv mit dem Dienst an der Waffe zu dienen. Deutschland hat große Generationen hervorgebracht. Deutschland hat großes beim Wiederaufbau nach 1945 geleistet. Diese Leistung wäre ohne den Dienst im Stahlgewitter, der großen Badekur der Deutschen Jugend nicht möglich gewesen.

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Carlos Anton

Weltfremde Diskussion

Für eine Spitzenkarriere haben nur 2-3 % der Bevölkerung die nötigen Anlagen. Das wird heute verschleiert durch die exzessive Vergabe guter Noten für mittelmässige Leistungen und Wohlverhalten. Wer die Veranlagung nicht hat, muss das über Mehrarbeit ausgleichen, was natürlich die Lebensqualität beeinträchtigt. Wir haben daher kein Problem veränderter Präferenzen, sondern eines als Folge einer unzureichenden Personalauswahl.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 16:27 Uhr
günther reichert

@Herrn Carlos Anton

"Für eine Spitzenkarriere haben nur 2-3 % der Bevölkerung die nötigen Anlagen".

Das mag stimmen bzw stimmt.Dummerweise sitzen Diejenigen , die entsprechende Begabungen und sonstige relevante Fähigkeiten oftmals mitbringen nicht gerade in den Spitzenfunktionen in zB in Konzernen("Viele Jäger sind des Hasen Tod!")

Da gelten oft andere Regeln.Das sollte man der Leserschaft nicht vorenthalten.Das Leistungsmärchen wird gerne TOP-DOWN verbreitet.Das dürfte für etliche Aktiengesellschaften gelten.

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Walter Dr. Sucrow

Lieber Weichei als Jasager

Die Generation Y ist nicht mehr so dumm wie manche frühere Generation, die jahzehntelang einer Karotte nachgelaufen sind, die Arbeit gemacht hat, um dann irgendeinen Jasager oder Folienmaler als Chef vorgesetzt zu bekommen, der alles wieder zunichte macht, aber beim Vorstand besser die Stiefel leckt.

Die Erkenntnisse über die allgemeinen Leistungen deutscher Manager (s. Thyssen etc.) führt im Übrigen dazu, dass diese Herren (zu Recht) nicht mehr ernst genommen werden.

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Rudi Rassel

Der zufriedene Fischer

Die Geschichte von Böll sagt meiner Meinung nach eigentlich alles aus...

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22.12.2012, 13:37 Uhr

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