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Woolworth Deutschland Betriebsrat gegen Transfergesellschaft für alle Kräfte

25.05.2009 ·  Der Betriebsrat der insolventen Woolworth-Kette lehnt eine Transfergesellschaft für alle 9000 von der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens betroffenen Beschäftigten ab. Er kontert damit einen Vorstoß des vorläufigen Insolvenzverwalters.

Von Thorsten Winter
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Der Gesamtbetriebsrat der insolventen Billigkaufhauskette Woolworth Deutschland lehnt eine Transfergesellschaft für alle 9000 von der Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens betroffenen Beschäftigten ab. „Eine Transfergesellschaft hat Sinn - allerdings nur für jene Mitarbeiter, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind“, sagte Carsten Kruse, der Vorsitzende des Woolworth-Gesamtbetriebsrats.

Die entsprechende Auffanglösung für sämtliche Mitarbeiter hatte der vorläufige Insolvenzverwalter der DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG, Ottmar Hermann, ins Gespräch gebracht. Der Wechsel aller Beschäftigten in eine Transfergesellschaft sei unverzichtbar, um eine Lösung für möglichst viele Filialen des Frankfurter Unternehmens zu ermöglichen, sagte ein Sprecher Hermanns. Woolworth zählt in Deutschland gut 300 Geschäfte und hatte Mitte April wegen der drohenden Zahlungsunfähigkeit den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

„Angeblich sollen 43 Filialen auf den Fall weitergeführt werden“

Der Gesamtbetriebsrat hält nach Worten Kruses nichts von Hermanns Plan, weil alle Mitarbeiter die meisten ihrer bisher bei Woolworth erworbenen Rechte einbüßten. Wer einen Aufhebungsvertrag unterzeichne und in die Transfergesellschaft gehe, fange mit Blick auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld und die tarifliche Eingruppierung bei Null an. Das könne nicht im Sinne jedes Mitarbeiters sein, gab Kruse zu bedenken.

Video: Woolworth in Deutschland ist insolvent

Zudem vermisst der Gesamtbetriebsratschef genaue Aussagen des vorläufigen Insolvenzverwalters zur Frage, wie viele mögliche Investoren er an der Hand habe. Auch fehle es an Hinweisen, welche Geschäfte dauerhaft weiterbetrieben werden sollten. „Angeblich sollen 43 Filialen auf den Fall weitergeführt werden - wir wissen aber nicht, welche das sind“, sagte Kruse. Angesichts dessen fielen den Arbeitnehmervertretern Verhandlungen mit Hermann schwer. Am Mittwoch werden sich Betriebsräte von Woolworth abermals mit Hermann treffen - „in der Hoffnung, dass wir dann weiterkommen“.

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Jahrgang 1967, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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