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Mieten : In Berlin wohnt sich’s gar nicht so billig

Bild: Google

Die Mieten sind in München hoch, in Chemnitz niedrig – so viel ist klar. Aber in München sind auch die Gehälter höher. Wo wohnt man am günstigsten? Unsere Karte zeigt einige Überraschungen.

          Eigentlich sind die Verhältnisse in Deutschland fest zementiert: Wohnen ist seit Jahrzehnten in München am teuersten, gefolgt von den übrigen Metropolen und ein paar beliebten Universitätsstädten. Umgekehrt lebt es sich in ostdeutschen Städten besonders einkommensschonend.

          Michael Psotta

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

          Doch wenn man die Kaltmieten ins Verhältnis zu den verfügbaren Haushaltseinkommen je Einwohner setzt, ergibt sich ein etwas anderes Bild: Nach einer Analyse des Software-Unternehmens Classmarkets ist dann Frankfurt die Stadt, in der der höchste Anteil des Einkommens für die Miete fällig wird, gefolgt von München, Stuttgart, Mainz, Berlin, Wolfsburg, Freiburg und Hamburg. Die Berliner Mieten finden viele Leute in den Großstädten im Westen niedrig – doch wer sie mit einem Berliner Einkommen bezahlen muss, wird das oft ebenfalls schwierig finden.

          Diese Seite der Liste fällt also noch einigermaßen wie erwartet aus: Frankfurt schiebt sich hier vor München, weil die Einkommen deutlich niedriger ausfallen als in München. Überraschender ist der Blick auf die Städte mit besonders geringem Mietanteil am Einkommen: Nur zwei davon, Chemnitz und Cottbus, liegen in Ostdeutschland, während immerhin sechs der günstigsten zehn Städte in Nordrhein-Westfalen zu finden sind.

          Dieses Bundesland, folgert Classmarkets-Geschäftsführer Matthias Lissner, ist also trotz des oftmals schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ein durchaus attraktiver Standort. Das gilt für das gesamte westliche Bundesland: Während der deutsche Mittelwert des Mietanteils vom Einkommen bei 33 Prozent liegt, kommt Nordrhein-Westfalen auf 22 Prozent. Betrachtet wurden die 70 größten deutschen Städte sowie die von Classmarkets ermittelten Kaltmieten für Wohnungen mit 60 Quadratmeter.

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