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Sehenswerte Gärten in Europa : Diese Sieben lohnen sich

  • -Aktualisiert am

Reizvoll auch im Herbst: Stourhead Garden in Wiltshire. Bild: Reuters

Formschnitte, die an Hühner erinnern, Würgefeigen und seltene Stauden: FAZ.NET hat eine Auswahl besonders sehenswerter Gärten in Europa zusammengestellt.

          Botanischer Garten Berlin

          Laubmoose haben winzige, samtweiche Blätter. Lebermoose dagegen sind eigenartig glatt, Hornmoose wiederum ähneln kleinen Salatblättern. Wer sich für solche Details interessiert, ist im Botanischen Garten Berlin richtig, denn hier gibt es sogar einen Moosgarten. Nicht nur dort findet sich auch für Laien Wissenswertes zu Gewächsen. Im Regenwald-Gewächshaus sind Würgefeigen zu sehen, die – in der freien Natur – ihren Wirtsbaum langsam abtöten. In einem anderen Glashaus leben fleischfressende Wasserpflanzen, die sich von winzigen Krebsen ernähren. Auch ohne Wissensdurst lohnt der größte Botanische Garten Deutschlands in Dahlem mit 22.000 Pflanzenarten auf insgesamt 43 Hektar unbedingt einen Besuch: einfach nur zum Genießen.

          Täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, Ausnahmen auf der Internetseite. Adresse: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin, Königin-Luise-Straße 6–8, 14195 Berlin www.bgbm.org

          Ein Besuch im Botanischen Garten Berlin mit 22.000 Pflanzenarten auf insgesamt 43 Hektar lohnt sich.

          Stourhead

          Ein Tempel, eine palladianische Brücke, ein Obelisk. Gruppen von Bäumen, verborgene Grotten: Alle paar Minuten eröffnet sich beim Spaziergang in Stourhead eine andere Perspektive. Als Zentrum des Parks ist der See, aus dem Flüsschen Stour gestaut, stets im Blick. Stourhead ist einer der frühen Landschaftsgärten, gestaltet von 1742 an von seinem Besitzer Henry Hoare – zu einer Zeit, als Capability Brown, der gerne als Erfinder dieser Art von Gestaltung gefeiert wird, selbst noch ein junger Gärtner war. Inspiration fand Hoare auf Reisen und Gemälden und scheute keine Mühen, das Gelände nach seinen Wünschen umzuformen. Entstanden ist eine idyllische Ideallandschaft, die auch heute noch große Besuchermengen anzieht. Dank der Weitläufigkeit verteilen diese sich im Park.

          Geöffnet täglich 9 bis 17 Uhr, 2. April bis 28. Oktober 9 bis 18 Uhr. Adresse: Stourton, Warminster, BA12 6QF www.nationaltrust.org.uk

          Jardin du Bâtiment

          Inspiriert von Barockanlagen des 18. Jahrhunderts ist dieser Garten: Buchs-Parterre, Sichtachsen, ein rechteckiger, den Himmel reflektierender Kanal. Formschnitt spielt hier eine entscheidende Rolle – von zierlichen Zipfeln aus Buchs bis zu opulenten geschwungenen Eibenhecken – doch finden sich auch Präriestauden, bunte Gemüsebeete und eine Obstwiese im Garten von William Christie. Etwas abgelegen im kleinen Ort Thiré, knapp 100 Kilometer südöstlich von Nantes, hat der Dirigent und Cembalist diesen Garten geschaffen, der trotz seiner jungen Jahre als Jardin Remarquable ausgezeichnet wurde. Was wäre ein Musiker-Garten ohne Musik? Jeden Sommer findet ein Festival „Dans les Jardins de William Christie“ statt.

          Geöffnet: 1. bis 30. April, 1. bis 3. Juni, 1. bis 10. Juli, 1. bis 30. September jeweils 13 bis 19 Uhr. Musikfestival vom 25. August bis 1. September. Jardin du Bâtiment, 32 Rue du Bâtiment, 85210 Thiré, Frankreich, www.jardindewilliamchristie.fr

          Garten Moorriem

          Rittersporn und Rosen, Engelwurz und Sonnenhüte, Wiesenrauten und Wiesenknöpfe – Stauden, so weit das Auge reicht, gibt es im Garten Moorriem. Auf 6000 Quadratmetern haben Ute und Albrecht Ziburski in der Wesermarsch östlich von Oldenburg einen Garten voller Pflanzenschätze angelegt. Mittendrin steht ein reetgedecktes Bauernhaus mit weißem Fachwerk. Bei der Gestaltung orientiert sich das Paar an den Bauerngärten der Umgebung, die beiden haben aber auch naturnahe Staudenrabatten geschaffen und das Ufer eines Grabens prachtvoll bepflanzt. Schön für Besucher: Es gibt eine kleine Gärtnerei mit seltenen Stauden, die zum großen Teil vor Ort herangezogen wurden. Schwerpunkt sind Wildstauden und Dahlien.

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