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Annahmequote gesenkt : Deutsche Wohnen kritisiert Vonovia wegen Übernahme-Schachzug

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Das Objekt der Begierde: Deutsche Wohnen soll von Vonovia übernommen werden. Bild: dpa

Vonovia will die Deutsche Wohnen kaufen und hat dafür den Aktionären ein Angebot unterbreitet. Am Montag gab der Branchenprimus bekannt, sich im ersten Anlauf mit 44 Prozent der Anteile zu begnügen.

          Die Deutsche Wohnen hat den Marktführer Vonovia für seinen jüngsten Schachzug im milliardenschweren Übernahmekampf scharf kritisiert. Entgegen wiederholter Versicherungen habe Vonovia die Annahmequote für die Offerte auf 44 Prozent gesenkt, sagte Chief Investment Officer Lars Wittan am Montag. Vonovia habe erkannt, dass eine deutliche Mehrheit das feindliche Angebot ablehne. „Dieses Angebot ist und bleibt wertzerstörend für die Aktionäre der Deutsche Wohnen“, kritisierte der Manager.

          Vonovia will die Deutsche Wohnen kaufen und hat dafür den Aktionären ein Angebot unterbreitet. Am Montag gab der Branchenprimus schließlich bekannt, sich im ersten Anlauf mit 44 Prozent der Anteile zufriedenzugeben. „Die sechs Prozent fallen uns dann sowieso in den Schoß“, sagte Finanzvorstand Stefan Kirsten. Denn viele Inhaber von Wandelanleihen und Indexfonds-Verwalter wollten mitziehen, dürften das aber erst, wenn der Erfolg der 14 Milliarden Euro schweren Übernahme gesichert sei.

          Bei einem Erfolg der Übernahme wäre es die größte, die es auf dem deutschen Immobilienmarkt je gegeben hat. Entstehen würde ein Konzern, der bundesweit rund eine halbe Million Wohnungen verwaltet und die Konkurrenz weit hinter sich lässt. Das Kartellamt hat nichts dagegen, weil es noch viele kommunale Vermieter gibt.

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