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Dach, Fenster, Heizung : Wintercheck fürs Haus

Eiszapfen aus der Dachrinne sehen schön aus, können für Passanten aber zur Gefahr werden. Bild: dpa

Es ist empfindlich kalt geworden, in einigen Regionen Deutschlands rutscht die Temperatur schon unter Null. Höchste Zeit, Haus und Garten noch schnell winterfest zu machen.

          Draußen wird es langsam kalt und nass und ungemütlich. Frost, Schnee und Sturm stören aber nicht nur die Kälteempfindlichen, sie können auch schwere Schäden an Haus und Garten verursachen. Deshalb ist es besonders für Besitzer von Immobilien wichtig, ihr Grundstück jetzt auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

          Anne-Christin Sievers

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Vor allem das Dach sollten Hauseigentümer vor dem Winter genau unter die Lupe nehmen: Haben sich Ziegel verschoben oder gibt es Risse, die ausgebessert werden müssen, damit es nicht durchregnet? Sitzt das Schneefanggitter noch fest? Müssen kaputte Ziegel ausgetauscht werden? Haben sich Dachsteine gelockert, die beim nächsten Herbststurm hinunterfallen könnten? Die Kontrolle des Steildachs sollten Eigentümer dem Fachmann überlassen, rät der Verband Privater Bauherren, ein Flachdach können sie hingegen selbst inspizieren.

          Wenn die Bäume ihre Blätter verloren haben, ist es Zeit, die Dachrinne von Laub und Moos zu reinigen. Denn sind Rinne und Abflussrohre verstopft, staut sich das Wasser und sucht einen anderen Weg - die Nässe läuft die Fassade hinunter und dringt über Risse ins Mauerwerk ein. Die Folge: Feuchtigkeitsschäden und Schimmel. Risse und Löcher an der Fassade sollte man deshalb im Herbst mit Fugenmasse abdichten. Gefriert das gestaute Wasser, kann es die Rohre zum Platzen bringen oder es bilden sich spitze Eiszapfen, die hinunterfallen und Passanten verletzen können. Diese sollten entfernt oder der Bereich darunter abgesperrt werden. Wer schon auf dem Dach steht, kann fürs nächste Jahr auch gleich Laubfreigitter aus dem Baumarkt befestigen.

          Damit keine Wärme über undichte Türen und Fenster entweicht, sollte man diese warten. Durch Dichtungsleisten vor der Tür, aus Gummi oder kleinen Bürsten, und Vorleger lässt sich der Spalt schließen und der Luftzug verringern. Dichtungen an den Fenstern sollten gereinigt, poröse Gummilippen ausgetauscht und alle beweglichen Beschläge mit säurefreien Fetten oder Ölen behandelt werden. Mit einer brennenden Kerze in der Nähe des Fensters lässt sich prüfen, ob es winddicht schließt. Flackert die Flamme stark, so reicht der Anpressdruck des Fensters nicht aus, dieser lässt sich über die Schließzapfen einstellen. Sind Fugen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk undicht, sollte man sie von einem Fachmann schließen lassen, so entstehen keine Wärmebrücken, empfiehlt der Immobilienverband Deutschland.

          Den Garten nicht vergessen

          Außerdem ist es für Eigentümer ratsam, einmal jährlich die Heizungsanlage überprüfen zu lassen und auch selbst Heizkörper regelmäßig zu kontrollieren. Denn eine effiziente Heizung spart Energie und Geld. Rost am Heizkörper deutet auf undichte Stellen hin, macht die Heizung gluckernde Geräusche, so befinden sich Luftblasen im Heizwasser, die durch eine Entlüftung abgelassen werden müssen. Denn sonst verbraucht die Anlage bis zu 15 Prozent mehr Energie als nötig. Auch wenig genutzte Räume wie Bad, Schlaf- oder Gästezimmer sollten von nun an leicht geheizt werden (Regler auf dem Nacht-Symbol genügt), um einfrierende Rohre und einen Wasserschaden zu verhindern.

          Die Wege zur Haustür, Garage, Mülltonne und durch den Garten sollte gut beleuchtet und von glitschigem Laub und Moos befreit sein. Denn rutschen Postboten oder Besucher auf den eigenen Wegen aus und verletzen sich, muss der Besitzer aufgrund seiner Verkehrssicherungspflicht haften. Lose Plattenbeläge von Wegen und Treppen sollten noch schnell befestigt werden, damit sie nicht hochfrieren oder sich Regen in den Unebenheiten sammelt und zur glatten Fläche gefriert.

          Da Rohre im Garten nicht sehr tief liegen, frieren sie bei Minusgraden leicht ein - und drohen zu platzen. Vor dem ersten Frost müssen deshalb die außen verlaufenden Wasserleitungen entleert werden. Dazu schließt man die im Haus liegenden Absperrhähne für die Außenwasserversorgung, öffnet den Außenhahn und lässt alles Wasser ablaufen. Regentonnen sollten geleert und der Teich mit Hilfe eines Teichbelüfters in Bewegung gehalten werden. Wer dann noch Schneeschaufel, Besen und Streusand griffbereit stellt, ist definitiv für den Winter gerüstet.

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