09.07.2012 · In Deutschland kommen immer weniger Kinder zur Welt. Der CDU-Fraktionschef Volker Kauder hat es deshalb in Frage gestellt. Ist das Elterngeld wirklich wirkungslos? FAZ.NET hat mit dem Demographie-Spezialisten Axel Börsch-Supan darüber gesprochen.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Natürlich hängen Kinderzahl und Geld zusammen
Das Elterngeld ist so schlecht vielleicht nicht. Besser wäre es,
die finanziellen und Versorgungsvorteile der Kinderlosen abzuschaffen.
Also doppelte Rentenabgaben für Kinderlose. Höhere Renten
für Mütter, niedrigere oder keine Rentenabgaben gestaffelt
nach Kinderzahlt. Dasgleich bei den Steuern. Statt Ehegattensplitting
mit der Zahl der Kinder steigende Steuervorteile. Das würde die
wirtschaftlichen Anreize der Kinderlosigkeit senken.
Der zweite Punkt ist die bessere Betreuung. Hier sind wir nicht nur in
der Quantität, sondern leider auch in der Qualität schlecht aufgestellt.
Der dritte Punktist die Einstellung. Wer - wie in meiner Schulzeit in
den 70er und 80er Jahren -gelernt hat, Kinderlosigkeit sei Befreiung
und beruflicher Erfolg Alternative zu Familie, der wurde eben auf die
falsche Spur geschickt. Da beschränkt man sich dann bestenfalls auf
ein Kind - um auch das im Leben mitgenommen zu haben. Mehr als zwei
Kinder kommen in Schul- und Jugendbüchern nur als Exoten vor.
Alles Bargeld, das in Familien fließt, ist rausgeworfen
Aufgabe des Staates ist u.a. Infrastruktur zu schaffen. Im Fall
"Kinder" bedeutet dies: Sozializieren und ausbilden.
Werden Kinder durch das Elterngeld besser sozialisiert und ausgebildet?
Nein, natürlich nicht. Es bekommt ja jeder Geld unabhängig
davon wie die Kinder erzogen werden.
Der Staat sollte sich auf seine Aufgaben beschränken und die
Infrastruktur für exzellente kostengünstige (-freie)
Ausbildung schaffen. Dann haben wir auch die Chance, daß wir keine
Generation "Arbeitslos" sondern eine Generation junger
Menschen heranziehen, die tatsächlich auch in der Lage ist den
demografischen Wandel zu tragen.
Politiker, die Gelder verteilen, machen das nur um wiedergewählt zu
werden. Sie sind das Letzte was wir brauchen. Wir brauchen Politiker,
die die eigentlichen Probleme erkennen und beseitigen.
Gehen Sie nach Hause, Herr Kauder. Subventionierer und 4-Jahrespolitiker
haben wir genug!
Elterngeld wird durch prekäre Beschäftigungs- und Lohnpolitik unterlaufen!
Warum nennt die Politik es nicht beim Namen? Wenn rd. 12 Mio.
Beschäftigte in prekäre Beschäftigungsverhältnisse
verwiesen sind - 400,00 €-Jobber, Leiharbeiter, sog. Aufstocker,
Generation Praktikum pp. -, muß das Elterngeld leerlaufen und
verkommt im Ergbenis zu einer bloßen "Akademiker-Wurfprämie"!
Schließlich ist das Elterngeld prozentual an das Nettoeinkommen
der Berechtigten geknüpft; ein Nettoeinkommen, das bereits nicht zu
einem teilhabenden Leben reicht und in seiner Lohnersatzfunktion nur
noch ärmer macht; zudem Hartz-IV - Bezieher erst gar nicht erreicht!
Eine verlogene Diskussion, die durch das Geschwätz einer
Familienministerin, die dank ihres Ministergehaltes ein sehr
auskömmliches Elterngeld beziehen durfte, nur frustrieren kann.
Wer den Geburtenrückgang oder seine Stagnation ernst nimmt,
muß bereit sein, ein politisches Staatsziel zu formulieren, das
seinen geldwerten Einsatz wert ist. Dazu bedarf es allemal einer
angemessene Beschäftigungs- und Lohnpolitik !!
"Wir können doch noch gar nicht wissen, ob das Elterngeld wirkt oder nicht."
Damit ist alles gesagt.
Was wir aber wissen ist, daß das Elterngeld selektiert! Und das
hat mit Kindern nichts zu tun, sondern einzig mit dem Einkommen und dem
gesellschaftlichen Status. Mit dem Elterngeld soll Auslese betrieben
werden, den besserverdienenden und damit vorgeblich intelligenteren und
wertvolleren Mitgliedern der Gesellschaft soll ein Anreiz gegeben
werden, Kinder zu zeugen. Und das in dem Irrglauben, intelligente Eltern
zeugten intelligente Kinder. Die Plebs aber, die sich keine Kinder mehr
leisten können soll, die soll aussterben.
Das ist der unausgesprochene Gedanke hinter dem Elterngeld - Sarrazin
läßt grüßen.
Nun, Herr Opitz, da wissen Sie ja mehr als die Wissenschaft.
Die kann, weil sie es nicht weiß, nämlich immer noch nicht
erklären, wie Intelligenz entsteht. Oder haben Sie "das
Intelligenzgen" schon gefunden? Daß Intelligenz auch (!)
etwas mit Vererbung zu tun haben muß, das ist nun wirklich
trivial. Allerdings streiten sich die Gelehrten immer noch darüber,
in welchem Umfang. Wichtiger für die Ausbildung der Intelligenz
scheinen Sozialisierung etc. zu sein. Die Intelligenz so manchen
"Einsteins" ist durch die Vererbungslehre jedenfalls nicht
erklärbar. Und so gesehen scheinen die gesellschaftlichen
Veränderungen der letzten Jahrzehnte der Intelligenz nicht
besonders zuträglich zu sein.
Was nun die Population angeht, so hat das Elterngeld jedenfalls nicht
die gewünschte Wirkung erzielt, der finanzielle Anreiz für die
Zielgruppe scheint denn doch erheblich zu gering zu sein. Und das eine
Zielgruppe auch überhaupt nicht bestritten wird, ist Selektion.
Auch deshalb der völlig berechtigte Rassismus-Vorwurf an Sarrazin.
Nein sowas!
"Und das in dem Irrglauben, intelligente Eltern zeugten
intelligente Kinder."
Am Ende glauben die Leute auch noch, Körpergröße oder
Hautfarbe seien vererbt. Immer dieser Biologismus, ts-ts-ts ...
Mal im Ernst: Natürlich ist Intelligenz erblich. Und die
Geburtenraten sprechen nicht gerade für ein Aussterben der Familien
aus finanzschwachen Umständen.
Dieser Artikel ist ein beredtes Beispiel fuer zweierlei: Erstens zeigt er, wie sich Wissenschaftler hinreissen lassen, einen statistischen Befund ideologisch zu interpretieren. Als waere es die Aufgabe des Elterngeldes, den Status Quo der niedrigen Geburtenquote schlicht aufrecht zu erhalten. Im Klartext hiesse dies, die politische Klasse wuerde Milliarden Steuergelder ausgegeben, nur um nichts zu erreichen. Genau das aber sagen die bisherigen Daten zu den Geburten aus: Der Effekt ist Nullkommanull. Die Familienpolitik hat also schon bisher viele Milliarden verschwendet, ohne etwas zu erreichen. Natuerlich kann man hoffen, diese Hoffnung muessen wir aber mit weiteren Milliarden bezahlen. Wissenschaftler, die "Hoffnungen" beschwoeren, fuer deren Berechtigung es aber keinerlei Anhaltspunkte gibt, sind schlicht nicht serioes. Zweitens zeigt der Beitrag, wie festgefahren selbstreferenziell die Diskussion in Deutschland ist. Die refexhaft geforderten Kinderkrippen werden es nicht richten!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 22:32 UhrSo ein (ideologischer?) Quatsch.
"Als waere es die Aufgabe des Elterngeldes, den Status Quo der
niedrigen Geburtenquote schlicht aufrecht zu erhalten. Im Klartext
hiesse dies, die politische Klasse wuerde Milliarden Steuergelder
ausgegeben, nur um nichts zu erreichen."
Diese Schlussfolgerung ist schlicht und einfach sinnfrei. Was, wenn die
Geburtenrate ohne das Elterngeld sinken würde?
Verschwenderisch?
Schön. Aber ebenso haltlos, wie Sie es unserem Autor vorhalten:
1. Woher belegen Sie ihre Annahme, dass es bewiesen ist, dass das
Elterngeld "nullkommanull" gebracht hat? Den Artikel nicht
gründlich gelesen.
2. Ihr "Argument" der Verschwendung können sie auf alles
andere ebenso anwenden: Bildungspolitik, Verkehrspolitik, Rüstungspolitik…
Lese ich daraus etwa eine festgefahrene, ideologische Motivation heraus…?
Wo eine Wille ist, ist auch ein Weg
Ob man Kinder will oder nicht, ist eine reine Mentalitätsfrage. Der
Ruf nach dem Staat verrät nur mangelnden Willen.
Finanzielle, karrierebedingte oder anders geartete Hinderungsgründe
zeigen nur, dass man sich in einem sozio-kulturellen Umfeld bewegt, wo
der Wille andere Prioritäten setzt.
Das Elterngeld soll es bringen. Ein Witz. In Deutschland werden Millionen Kinder abgetrieben. Niemand muckt auf niemand zeigt Interesse. Man geht für den Egoismus über Leichen. Die Abtreiben werden mit ihren Sorgen danach alleine gelassen. Schlimm was es in Deutschland alles gab schlimm was es in Deutschland heute gibt und über was wird diskutiert über das Elterngeld. Traurig!
sosehr ich diese Argumente nachvollziehen kann, es ist und bleibt
falsch, keine Kinder in die Welt zu setzen. Wie kommt es denn, dass in
Kriegsjahren- und Nachkriegsjahren solche Überlegungen keine Rolle
spielten?
Berappeln Sie sich (andere hier im Forum sind auch damit gemeint) -
Kinder geben Ihnen Dinge, die sind materiell in keinster Wiese messbar!
Wichtig sind auch die Betreuungsmöglichkeiten nach dem ersten Jahr: Kita und Kindergarten. Noch wichtiger wäre berufliche Stabilität. Wenn man alle paar Jahre einer neuen befristeten Anstellung hinterher ziehen muss, ist es schwierig Kinder zu kriegen. Am neuen Wohnort hat man keine Verwandte und zunächst keine Freunde, die mal z.B. auf die Kinder aufpassen können. Das wissenschaftliche Personal an Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen in Deutschland ist zu über 85% befristet angestellt, davon zu über 50% mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr. Wundert es da, dass über 80% dieser befristet angestellten Akademiker keine Kinder hat? Und versuchen Sie mal an einer hessischen Universität Teilzeit während der Elternzeit zu beantragen. Da bekommt man die Antwort: "Laut Gesetz steht Ihnen das zwar zu, aber auf Anweisung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst bewilligen wir Ihren Antrag trotzdem nicht. Wenn Sie wollen, können Sie Rechtsmittel einlegen."
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 17:15 UhrGenau, Frau Berghoff
Die instabile wirtschaftliche Lage ist ein wichtiger Faktor. Ein Arbeitsloser ohne Kinder hat wesentlich leichter als einer mit Kindern. Die Kindergartenzeiten machen das Ganze auch nicht einfacher. Ohne Oma und Opa ist man aufgeschmissen.
"Amerika"? Wie bitte? Also, falls die USA gemeint sein sollte ...
Erstens:
Ein Kindergartenplatz an der US-Ostküste kostet 1000 US$
(günstige Variante), friss oder stirb.
Zweitens:
Die US-Geburtenraten sind von bildungsfernen Schichten getrieben, die
ihre Kinder eher nicht in die Krippe bringen. Wegen ihrem traditionellen
Familienverständnis und weil sie es sich nicht leisten können.
Herr Börsch möge dringend die Wissenschaftlichkeit seiner
Aussagen überprüfen.
Was würde ich tun wenn ich jetzt jung wäre?
Wenn ich jetzt im heiratsfähigen Alter wäre, würde ich
dann Kinder in die Welt setzen. Im Prinzip ja nur nicht hier in diesem
verrückten Deutschland. Wenn ich mir den FSM - Vertrag ansehe, dann
muß ich feststellen, daß Deutschland bedingungslos zur Kasse
gebeten werden kann, in jeder Höhe und ohne Rechenschaft. Ich
müßte also bereit sein, meine Kinder in ein Land zu setzen,
daß sie für alle Zeiten zu Arbeitssklaven für die
lucky-Länder machen soll. Das könnte ich weder vor mir noch
vor meinen Kindern verantworten. Also gäbe es für mich nur
zwei Möglichkeiten:
Entweder in ein vernünftiges Land auswandern, das seine Bürger
vor Versklavung schützt oder verzicht auf Kinder.
Ich möchte auch meine Kinder nicht in einem Land wissen, deren
Politiker Hochverrat begehen und das Verfassungsgericht, daß vor
der Entscheidung steht, diesen Tatbestand zu beurteilen, unter massivem
Druck setzen, wie gerade heute in Deutschland geschehen.
In dieses jetzige Deutschland würde ich nie Kinder haben!!!
Dass die Geburtenrate (Kinder je Frau) in Deutschland "... seit langem konstant (ist)", ist ein Trugschluss, der nur durch die höhere Fertilitätsrate der Zuwanderer/Migranten bedingt ist. Ohne diese Bevölkerungsgruppe, so Berechnungen, wäre die deutsche Geburtenrate schon weiter drastisch in Richtung von nur noch 1,2 Kindern je Frau abgedriftet. Bloß mit den Migraten verharrt sie etwas über 1,3 - niedrig genug. Und dass in den USA die Infrastruktur für die Kinderbetreuung besser sein soll als hierzulande ist eine Legende. Keine Ahnung, wo der "Demographie-Spezialist" diese Information her hat ...
Elterngeld modifizieren, dann funkionierts
Das Elterngeld ist so angelegt, dass es in der Praxis nich dazu
motiviert, ein zweites oder drittes Kind zu bekommen.
Das Elterngeld vom ersten Kind nimmt noch jeder mit, da die Mutter
vorher berufstätig war und Ansprüche sameln konnte.
Der Normalfall aber, dass zwischen dem ersten und zweiten Kind, bzw
zwischen dem zweiten und dritten Kind 2 Jahre Abstand liegen, lässt
das Elterngeld dann auf den Minimalbetrag von 300,- abschmelzen.
Damit Eltern motiviert werden, ein zweites odr drittes Kind zu bekommen,
müsste die für die Höhe des Elterngelds wichtige
Karenzzeit auf 2 Jahre ausgedehnt werden.
Möchte eine Frau nämlich auch für ihr zweites oder
drittes Kind ein vernünftiges Elterngeld beziehen, muss sie
entweder die Kinder in 12-Monatsabständen bekommen, was medizinisch
problematisch ist.
Oder sie muss zwischendurch immer wieder mindestens 1 Jahr arbeiten,um
neue Ansprüche zu sammeln. Diese erzwungene Rein-Raus-Strategie ist
das grösste Hindernis für mehr Kinder...
ich verstehe nicht, wieso hier leute kommentare schreiben, die sich offensichtlich noch nie
mit dem thema befasst haben.
die aussagen in dem artikel sind irreführen,
"stabilisiert" , "niedrig", "kontstant".
die wahrheit ist: bezogen auf unser umlagenfinanziertes
riesensozialsystem stecken wir bis zum hals im morast.
bei 1,3 oder 1,4 kindern jährlich ist doch klar: von 2 eltern
bleiben 1,4 kinder. die 1,4 kinder bekommen 1,4 kinder. und so weiter.
die berechnungen bzgl. bevölkerungsverteilung kann sich jeder
problemlos ansehen, etwa auf der seite von herwig birg.
am schlimmsten sind die kinderlosen akademiker, denn null bleibt null
für alle ewigkeit. da ist eine ganze genetik weg.
@burt goldmann
"am schlimmsten sind die kinderlosen akademiker, denn null bleibt
null für alle ewigkeit. da ist eine ganze genetik weg. "
Wenn in unserem Land solche unwissenschaftlichen Mythen verbreitet und
geglaubt werden, muss man sich in der Tat Sorgen um unseren
Bildungsstandard machen ....
Als Beamtenwissenschaftler, der als Alimentationsempfänger von der Arbeit und dem Geld wirklich Arbeitender lebt, verschweigt er den wichtigsten Grund: Die Steuer- und Abgabenquote ist in Deutschland so hoch, dass sich der Normalverdiener (50.000 bis 100.000 EUR p.a.) keine Kinder leisten kann, ohne gleich auf Hartz IV Niveau abzurutschen. Kinder Können sich nur noch Beamte und Hartz IV Empfänger leisten. Beamte erhalten zweimal Kindergeld, einmal das klassische Kindergeld, und dann auch noch eine gleichhohe Kinderzulage; ab dem 3. Kind wird diese Kinderzulage auf EUR 300 mtl. erhöht. Und warum ist die Steuer- und Abgabenquote so hoch? Tja, wir müssen die Beamten und Hartz IV Empfänger bezahlen. derweil die Straßen und Schulen verrotten.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 15:08 UhrHartz IV?
Was Sie schreiben, ist reichlich unlogisch. Wer "nur Normalverdiener" ist (50.000 Euro p.a. sind übrigens ein Haufen Geld, wenn das in Deutschland Normalverdienst ist, dann jammern wir hier mal wieder auf extrem hohen Niveau) sinkt also mit Kindern auf Hartz IV Niveau ab, kann sich also keine Kinder leisten. Gleichzeitig können sich Ihrer Argumentation zufolge außer Beamten nur Hartz IV Empfänger Nachwuchs leisten. Also entweder oder. Aber Sie haben irgendwo auch recht: Oft finden gerade weniger betuchte Leute, die sich schon immer bescheiden mussten, eher ein Ja zum Kind als die "Normalverdiener", die sich an einen relativ hohen Lebensstandard gewöhnt haben und nicht mehr davon abrücken können.
Unrichtig
Das ist erstens nicht richtig und zweitens sogar widersprüchlich. Angenommen, ein Beamter (ich bin übrigens keiner) hat zwei Kinder, dann bekommt er nach dem was Sie sagen 2x184 €/Monat, d.h. 4.416 €/Jahr zusätzlich. Nun zeigen Sie mir den Beamten, der mit diesem Zusatzbetrag auf ein Gehalt von über 100.000 €/Jahr kommt - denn darunter kann sich ja angeblich keiner Kinder leisten. Dabei ist diese Behauptung selbst auch noch unrichtig. Bei 100.000 €/Jahr für ein Ehepaar hat dieses ca. 60.000€ netto (tatsächlich ist es mehr). Das müssen schon sehr teure Kinder sein, damit man auf "Hartz IV Niveau" kommt.
@Michael Jansen
Dass hier bei uns in Deutschland die Löhne und Gehälter in den letzten 15 Jahren real gesunken sind, sollte man dann allerdings auch mal erwähnen. Die Menschen im Niedriglohnbereich zahlen teilweise keine oder kaum noch Steuern oder schlimmer noch: Bekommen noch Lohnzuschüsse, um überhaupt (über)leben zu können. Auf HartzIV-Niveau zu leben trotz Vollzeitarbeit lässt einen auch nicht gerade an Famílienplanung denken.
These: Politikergewäsch fördert Volksverdummung
Danke für die schlichte Klarstellung und die Rückkehr zu
plausiblem Denken, Hr. Bösch-Supan.
Beim Geschrei des CDU-Kauder vergangene Woche über die angebliche
Sinnlosigkeit des 2004 eingeführten Elterngeldes kam mir genau
selbiger Gedanke: alles reiner Politik-Populismus, ein selten
dämlicher Aufschrei – ohne auch nur ein mal um die Ecke bzw.
langfristig zu denken… Unglaublich, und sträflich dumm-dreist.
Solange hierzulande namhafte Politiker mit breiter Brust solch einen
Unsinn von sich geben und Familienpolitik nur noch Bewerk ist und
für wahltaktische Scharmüzel taugt, ist dieses Land in einer
politikschen Krise. Mit und ohne die aktuelle Kanzlerin.
Mehr Sozialismus, mehr EU und mehr Abgaben braucht das Land...
Jaja und nennt sich "Spezialist". Wofür? Schwedische Köttbullar?
Aber vielleicht ist die Sicht dieses "Experten" aufgrund
seines Berufsweges, der frei von selbst erarbeitetem Geld scheint, ein
wenig verschwommen.
Nun, dann sehe ich mich eben genötigt, das Killerargument zu
liefern: Das Studium (technisch, Privatwirtschaftsangestellter) 2006
bereits beendet, steht nun unzweifelhaft fest, dass dieser Staat mich
Steuer- und Abgabenbedingt auf keinen grünen Zweig kommen
lässt. Da die Hoffnung dass sich an dieser schreienden
Ungerechtigkeit je etwas ändert längst begraben ist, ich also
von der Politik mindestens bis zur Rente auf meine staatsversklavte
Arbeitskraft reduziert werde, die soweit irgend möglich, ohne die
geringste Menschlichkeit, ausgebeutet werden muss, habe ich mich ganz
bewusst dafür entscheiden, diesem Horrorstaat keine Kinder zu
schenken, die dann ebenso rücksichtslos ausgebeutet werden. Zukunft
Eurozonensklave für Konsumschuldner? Wie soll man das den Kindern erklären?
@Magiera
Sie zeihen Herrn Börsch-Supan, nur notdürftig verschleiert (ein Berufsweg "frei von selbst erarbeitetem Geld"), des Schmarotzertums. Sie haben doch studiert: aus welchen Mitteln wurden denn Ihre Professoren bezahlt? Waren das nicht auch (jedenfalls zum größten Teil) Steuergelder? Von den baulichen und technischen Einrichtungen etc. einer Hochschule ganz zu schweigen. Sie sind nur deshalb in der Lage, einen Berufsweg voller "selbst erarbeitetem Geld" zu beschreiten, weil in Sie jede Menge von Ihnen nicht selbst, sondern von Anderen erarbeitetes Geld gesteckt wurde. Und dieser Mechanismus ("Sozialstaat" i. w. S.) soll nun zum Stillstand kommen, weil Sie nun Ihr Geld selbst erarbeiten? Wenn Sie sich vom Sozial- und Steuerstaat "ausgebeutet" fühlen, dann engagieren Sie sich dafür, dass auch absolute Top-Verdiener, große Vermögen, Unternehmen und Banken angemessen zur Finanzierung des Sozialstaates herangezogen werden. D. leidet nicht an zu viel, sondern an zu wenig "Sozialismus".
Für was dieses ständige Schielen auf die Geburtenrate ...
... gut sein soll, hat mir bis heute keiner überzeugend erklären können.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.07.2012 18:17 Uhr@Michael Moehler
Wieso soll es Staaten mit vielen Einwohnern automatisch besser gehen als
Staaten mit weniger Einwohnern?
Sind Brasilianer per se glücklicher als Niederländer? Herrscht
in Ländern wie China grundsätzlich ein sehr hoher
Lebensstandard während in Staaten wie Luxemburg ein niedriger herrscht?
Wo dieser Unsinn mit den aussterbenden Deutschen herkommt habe ich ja
schon mal gefragt. Hier stirbt nichts und niemand aus. Und wenn es in 50
Jahren "nur" noch 75 Millionen Deutsche gibt und nicht mehr 82
Millionen dann ist das auch kein Problem.
Geht's noch?
Warum die Geburtenrate ueberhaupt wichtig ist? Diese Frage koennte von
Alice Schwarzer stammen, die ja schon anmerkte, dass Frauen heuzutage
"dem Fuehrer keine Kinder mehr schenken" muessten. Ich
versuche - was mir schwerfaellt - eine sachliche Antwort:
Weil dieses Land ohne Kinder zugrundegehen wird, die Wirtschaft keine
Arbeits- und Fackkraefte mehr finden wird, das Land weiter ueberaltet
und weit hinter andere Regionen der Welt zurueckfallen wird, der
ueberbordende Sozialstaat unfinanzierbar wird, Alice Schwarzer keine
Staatsrente mehr bekommen wird, keine Beitrags- und Steurzahler da sein
werden, die Wohltaten an die EU verteilen koennen und weil Deutschland
als Kultur sich aufloesen wird.
@K. Peter Luecke
"Es wäre eine Schande und auch ein Verlust für die Welt,
wenn die Deutschen aussterben sollten."
Das ist kompletter Unsinn. Möchte mal wissen, wer diesen Unsinn mal
in die Welt gesetzt hat.
@A. Neubert: Die Deutschen gelten als ein innovatives und fleißiges Volk ...
... (das jetzt sogar ganz Europa "retten" soll). Unzählige Erfindungen und Kulturgüter gehen auf die Deutschen zurück. Im Ausland ist das viel besser bekannt und wird dort viel stärker gewürdigt als hierzulande. Es wäre eine Schande und auch ein Verlust für die Welt, wenn die Deutschen aussterben sollten. Aber wir sind auf dem "besten" Wege ...
Endlich. Der Hinweis auf die fehlerhafte und dilletantische
Zahleninterpretation ist absolut berechtigt. Ich verweise auf meinen
Kommentar zum Artikel "So viel für so wenig": (Gekürzt)
Auf den Seiten des Stat.Bund.amtes kann man nachlesen: Lebendgeborene
nach Geburtsjahr der Mutter und Geborene nach Jahr. Die
"Hauptlast" der Geburten wird demnach von den
28-39jährigen geschultert. Nur: Die Babyboomer fallen langsam aus
dem gebährfähigen Alter raus. Waren vor 10 Jahren noch 13.5
Mio. Menschen aus den Jahrgängen 61-71 auf der Welt, sind es 72-82
nur noch 67% davon. Sprich: Die Zahl der Geburten sagt gar nichts aus,
auch nicht die Zahl der Geburten pro Frau. Ungleichgewicht der
Jahrgänge. Zwischen 1990-2000 ca.9Mio Geb. und 2001-2011 8 Mio.Geb.
Unterschied -11%. Siehe oben: Zahl der gebährfähigen
Bevölkerung -33%. Geburtenrückgang?
Auch die Geburten pro Frau sind davon betroffen: So fallen
gebährfreudigere ältere Frauen von vor '71 langsam aus der
Statistik raus, Ungleichgewicht verstärk
"Ab 1964 ist die Geburtenrate massiv zurückgegangen, doch
schon in den siebziger Jahren hat sie sich wieder stabilisiert. Seitdem
ist sie niedrig, aber konstant – und ganz un-abhängig davon,
wer gerade im Familienministerium saß oder sitzt."
Bereits mit diesem Satz dürfte sich Börsch-Supan in der
Politik keine Freunde gemacht haben. Immerhin dürfte die Aussage
bei denkenden Menschen für Verdutzen sorgen. Denn wenn sich die
„Alten“ neuerdings nicht einem Wunder gleich, einfach jedes
Jahr durch Zellteilung verdoppeln, müsste man u.U. kritisch
über den mantraartig von Politik und Industrie beworbenen
Demografiewandel nachdenken. Ist er nicht doch einfach nur eine
wunderbare Rechtfertigung für Rentenkürzungen in durch
stetiges Anheben des Renteneintrittsalters!
So einfach ist es auch nicht!
Das ist ja alles richtig, allerdings befinden wir uns bereits seit gut
40 Jahren in diesem Statium.
Und was bei der Statistik immer wieder gerne unterschlagen wird, ist das
wir vor diesem Zeitraum bei der Kinderzahl zwar höher lagen, von
den Elternpaaren aber seinerzeit (größtenteils) nur der
männliche Part dauerhaft einzahlungspflichtig war, während
heute der Trend ja familienpolitisch in der Doppelerwerbstätigkeit
liegt. Wichtig währe in diesem Zusammenhang demnach eine
einigermaßen genaue Zahl zu ermitteln, wie hoch der damalige
"Hausfrauenanteil" bei den damaligen, höheren
Geburtenraten in etwa war. Aber dieses feine Deteil wird heute ja immer
wieder gerne verschwiegen...
Rechnen aber richtig
GEburtenrate heißt Kinder pro gebärfähiger Frau. Nimmt
die Zahl der Gebärfähigen ab, so sinkt auch die Zahl der
Kinder. Wenn Sie 100 Euro zu 2% verzinsen, erwarten sie ja auch nicht 2
Euro wenn Sie nur 50 anlegen.
Für eine stabile Population benötigen sie etwas über 2,
das Männchen lebt ja nicht ewig. Bleibt die Zahl unter 2 sinkt die
Bevölkerung geradlinig, 1,4 gibt den Neigunswinkel der Geraden an,
die irgendwann auf der Nullachse aufkommt.
Am Ende bleiben aber immer weniger, die die Alten versorgen, 14 junge
auf 20 alte - egal ob mit Sozialbeiträgen oder dem Konsum. Bis zum
Eintreten des neuen Gleichgewichtszustandes d.h. bis zum Aussterben der
letzten Babyboomerkohorte wird die Last für die jungen - bei
gleichbleibender Leistung für die Alten - immer größer,
danach bleibt sie gleich. 1964 geborene können durchaus mit 80 - 90
Jahren rechnen.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?