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Wirtschaftsforscher Statistisches Bundesamt und DIW beenden Streit

14.07.2009 ·  Der Streit um einen angeblichen Datenschutzskandal des DIW in Berlin ist überraschend schnell beigelegt worden. Nachdem der Konflikt öffentlich eskalierte, haben das Statistische Bundesamt und das DIW die gegenseitigen Vorwürfe zurückgezogen.

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Der Streit um einen angeblichen Datenschutzskandal des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist überraschend schnell beigelegt worden. Nachdem der Konflikt am Montag öffentlich eskalierte, haben das Statistische Bundesamt (Destatis) und das DIW die gegenseitigen Vorwürfe zurückgezogen.

"Es besteht Einvernehmen, dass das Statistik- und Steuergeheimnis nicht verletzt worden ist", heißt es in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. Das Berliner DIW und das Wiesbadener Statistikamt wollten weiterhin "vertrauensvoll zusammenarbeiten".

Zuvor hatte Destatis noch mit einem Abbruch der Datenlieferung an die DIW-Ökonomen gedroht. Destatis-Präsident Roderich Egeler warf dem DIW vor, anonymisierte Steuerdaten so mit einem anderen Datensatz verknüpft zu haben, dass konkrete Personen - möglicherweise einzelne Großverdiener - identifiziert werden könnten (DIW und Statistikamt streiten). Der Präsident des Statistikamts hatte das DIW daraufhin aufgefordert, alle zur Verfügung gestellten amtlichen Daten bis Ende der Woche zu löschen. Der DIW-Präsident Klaus Zimmermann hatte dies als Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit bezeichnet.

Die Beilegung des Streits erfolgte auch auf Druck des Bundesfinanzministeriums, das besorgt war über eine mögliche Beeinträchtigung der Forschung des DIW.

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