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Veröffentlicht: 12.10.2010, 14:04 Uhr

Peter Diamond Nobelpreisträger fordert Hilfspaket für Arbeitsmarkt

Der frisch gekürte Wirtschaftsnobelpreisträger Peter Diamond hat sich für ein zweites Konjunkturpaket in den Vereinigten Staaten ausgesprochen. Die Regierung sollte vor allem Jobs im öffentlichen Dienst etwa bei Lehrern, Sozialarbeitern, Feuerwehr und Polizei sichern.

© AFP „Ich glaube an den Kapitalismus”: Peter Diamond

Eine solche Anstrengung auf Bundesebene wäre sehr wertvoll, sagte Diamond am Montagabend in Cambridge, wo der 70-Jährige als Wirtschaftsprofessor am renommierten Massachusetts Institute for Technologie (MIT) arbeitet. Die Regierung sollte den Bundesstaaten zur Seite springen, vor allem um Jobs im öffentlichen Dienst etwa bei Lehrern, Sozialarbeitern, Feuerwehr und Polizei zu sichern.

Das erste Konjunkturpaket in diesem Bereich sei sehr hilfreich gewesen, sagte der 70-Jährige, den Präsident Barack Obama für das Direktorium der US-Notenbank nominiert hat. Ohne diese Programme wäre die Arbeitslosigkeit deutlich höher. Die Regierung hatte hierfür im Frühjahr 2009 ein Paket im Volumen von 814 Milliarden Dollar geschnürt.

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Der amerikanische Arbeitsmarkt läuft sei längerem schlecht. Im September baute die Wirtschaft den vierten Monat in Folge Stellen ab. Die öffentliche Verwaltung ist mit 76.000 gestrichenen Posten stark betroffen gewesen, hier vor allem Beschäftigte im Lehrbetrieb. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit dürfte auch die Kongresswahlen am 2. November bestimmen.

Diamond, der am Montag zusammen mit einem amerikanischen Kollegen und einem britisch-zyprischen Forscher mit dem Wirtschaftsnobelpreis für seine Verdienste in der Arbeitsmarktforschung ausgezeichnet wurde, soll nach dem Willen Obamas bald in das Direktorium der Federal Reserve einziehen. Die Personalie hat sich wegen Widerstands aus den Reihen der Republikaner aber verzögert, die Diamond mangelnde Qualifikation für den Posten vorhielten (siehe Peter Diamond: Gut genug für Nobelpreis – aber zu schlecht für Fed).

Trotz seiner Unterstützung für staatliche Eingriffe in die Wirtschaft bekannte sich Diamond zur freien Marktwirtschaft. Er „glaube an die Märkte“, sagte er. „Ich glaube an den Kapitalismus.“ Die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten werde indes nur langsam zurückgehen.

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