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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Neue Studie Warum sterben Arme früher?

 ·  Arme Leute leben im Schnitt zehn Jahre kürzer als reiche. Forscher haben die Gründe untersucht. Sie stellen fest: Das Geld spielt dafür nur eine kleine Rolle.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (59)

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Bernhard Keim
Bernhard Keim (KeimB) - 21.09.2012 08:42 Uhr

Eine leicht ergänzter Lehrplan könnte helfen.

Es gibt ein paar Dinge, die sollte eigentlich jeder der das Schulsystem durchlaufen hat, beherrschen. Kochen (Ernährungslehre), blind mit einer Schreibmaschine schreiben und Grundzüge der Buchhaltung, des Vertragsrechts und der Kostenkalkulation zähle ich dazu.
Im Kochunterricht könnte man z.B. zeigen, wieviel Zucker in einem Liter Süßgetränk enthalten sind, oder wie die Zubereitung von Speisen, sich auf deren Qualität auswirkt.
Schreibmaschine, weil es heute praktisch keinen Arbeitsplatz mehr gibt, an dem man nicht irgendwann einmal in eine Tastatur hacken muss.
Kalkulation und Kostenrechnung, damit man die eigene Leistung und was sie erbringen muss, besser taxieren kann.
Grundzüge des Vertragsrechts, weil unser ganzes Leben von Verträgen durchzogen ist.
Grundzüge der Psychologie könnten das Ganze noch ergänzen. Die meisten Entscheidungen im Leben sind nämlich nicht rational, sondern werden emotional getroffen, dann rational verkleidet. Das führt zu Fehlentscheidungen.

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Eva Ihnenfeldt

Selbstwert und Glaube machen reich

Warum ist der "Arme" arm? Wohl kaum, weil er/ sie wenig Geld für Konsumgüter hat - sondern weil er/ sie sich arm fühlt! Ich unterrichte Studenten, die Tag und Nacht arbeiten um sich ein teures Kreativstudium selbst zu finanzieren. Sie werden als Fotograf, Filmemacher oder Musikproduzent wohl nie viel Geld verdienen (und das wissen sie auch) aber sie glauben an sich, haben Visionen und glauben an etwas. DAS macht reich - auch wenn man in einem 6 qm Zimmer lebt und tagelang nur Reis mit Mais essen kann ;). Es gibt auch viele "arme" Reiche, die verbittert und enttäuscht ihren Lebensabend fristen. Vielleicht werden sie älter, weil sie diszipliniert leben und joggen und fasten - aber glücklich wird man nicht allein durch Disziplin (obwohl harte Arbeit und Struktur nicht schlecht sind...) Glücklich wird man dadurch, dass man lachen muss, wenn man in den Spiegel guckt. Weil man sich mag und gern anguckt - und weil man sich nicht zu ernst nimmt.

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Florian Adler

Affinität zur Natur

Eine Einflussgröße ist sicherlich, wo man über lange Zeitphasen seinen Lebensraum hat. Es ist ein Unterschied, ob man in einer hektischen Großstadt mit Menschenmassen wohnt, arbeitet und ggf. pendeln muss oder ob man im ländlichen Raum seinen Lebensmittelpunkt hat, in dem die Uhren anders gehen, Freizeitaktivitäten ohne Kosten wahrgenommen werden können, Menschen sich entspannen können, weil sie sich an der Natur freuen. Oder auch einen eigenen Garten haben können, d.h. Erdverbundenheit erfahren/empfinden. Jahreszeiten werden intensiver wahrgenommen und mit dem eigenen Lebensrhythmus verbunden.

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Wolfgang Kaeflein
Wolfgang Kaeflein (Wokae) - 19.09.2012 20:58 Uhr

Quantität ohne Qualität. Warum sterben Reiche qualvoller?

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit von Siechtum und qualvollem Tod. Die Gebrechen häufen sich, die Lebenslust nimmt ab. Lohnen sich die zusätzlichen 10J überhaupt. Das könnte das Thema einer passenden Anschlussstudie sein. Am Ende sind hier die armen Armen die Gewinner? Das könnte manchen erfolgsgewonnten Reichen / unsere Leistungsgesellschaft ganz schön in die Bredoullie bringen. :-) Plötzlich macht Leistung und Erfolg keinen Sinn mehr. Ups :-)

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brigitte schulze

Bildung heisst das lebensverlaengernde Wunderwort

Um es auf einen Nenner zu bringen, es kommt auf die Bildung eines Menschen an,
die ihm die Voraussetzung fuer ein eventuell gesuenderes, ausgefuellteres, sorgenfreies
und damit wohl laengeres Leben ermoeglicht. Gute Ausbildung, besserer Job, mehr Geld
etc.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 16:27 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Bildung ist nicht alles,

wenn Herzensbildung fehlt, denn erst beides zusammen macht es rund.

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Nils Kuhs

Nein, dass dürfen Sie nicht schreiben....

Der Großteil der Leute ist doch gerade hier der Meinung, wer erfolgreich im Beruf ist, wer reich ist.... der muss zwingend böse sein. Deshalb müssen diese bösen Menschen auch alle Sachen die sie von den nicht erfolgreichen unterscheidet (z.B. Gesundheit, langes Leben...) zwingend aufs Geld zurückzuführen sein.
Andernfalls, wenn es so wäre wie Sie es darstellen, dass die Bildung der Grund ist, geht vielen ja ein Feindbild verloren. Es kann ja nicht sein, dass die reichen Menschen nicht alles nur aufgrund ihres Geldes regeln, sondern vieles durch ihre Intelligenz! Das wäre hier im Forum ein Drama....

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Peter Kelm

Zitat von Schopenhauer

Sehr geehrter Herr Borgmann,
ich kann mir sehr gut vorstellen, das Männer mit hohem Einkommen eher eine Frau finden, aber die Belege aus der Studie deuten bereits darauf hin, dass die Ehe nicht alles sein kann. Frauen sind im hohem Maße daran interessiert, dass ihr "reicher" Mann lange lebt, nur auf diesem Wege genießen sie ein prächtiges Leben. Sie pflegen ihrem Mann so lange es nur geht. Ich möge an dieser Stelle ein Zitat vom großen Philosophen Arthur Schopenhauer nennen:" Das Vermögen! Alle Weiber, mit seltenen Ausnahmen, sind zur Verschwendung geneigt. Daher muß jedes vorhanden Vermögen, mit Ausnahme der seltenen Fälle, wo sie es selber erworben haben, vor ihrer Torheit sicher gestellt werden." Schopenhauer ist für mich mein großes Vorbild und ich werde als überzeugter Junggeselle sterben (vielleicht ein oder zwei Jahre eher), aber dafür ohne Ehestress.

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Martin Borgward

Höheres Einkommen => bessere Chancen auf dem Heiratsmarkt => längeres Leben

Der Zusammenhang ist doch evident: Für Männer ist - wie diese Studie herausgearbeitet erneut bestätigt - für eine längere Lebenserwartung entscheidend, dass sie verheiratet sind. Mit höherem Einkommen, erhöhen sich - nach einer anderen aktuellen Studie auch heute noch - die Chancen, als Versorger und damit als Ehemann Berücksichtigung zu finden. Damit schließt sich der Kreis.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 20:18 Uhr
Martin Borgward

Und er schließt sich doch ...

Nun ja, für die Annahme, dass es tatsächlich das höhere Einkommen ist, welches für die Verbesserung der Heiratschancen von Männer verantwortlich zeichnet, habe ich mich ja auf die andere vor wenigen Wochen veröffentlichte Studie gestützt.

Legt man also beide Studien übereinander, schließt sich der Kreis sehr wohl - freilich immer unter der Prämisse, dass beide Studienergebnisse zutreffend sind.

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Nils Kuhs

Halten Sie Ihr Beispiel für sinnvoll?

Erstens habe ich ja nicht gesagt, dass ich weiß, dass es so ist. Ich habe nur dargestellt, dass ein Rückschuss so nicht zwingend möglich ist.
Zweitens, Ihr Beispiel mit den Frauen. Nachdenken würde auch in diesem Zusammenhang nicht schaden. Weil man sich dann fragen würde, ergibt Ihr Beispiel denn den geringsten Sinn? Es handelt sich um eine Untersuchung aus Deutschland bei der es um "unsere" Gesellschaft geht. Jetzt frage ich Sie, was hat dies mit "Männer und vielen Frauen" zu tun? Ist dieses Szenario denn maßgebend für Deutschland?
Frauen sollten nicht heiraten? Wenn sie länger leben wollen? Was soll diese Frage? Wenn dies die Untersuchung hergeben würde, was soll man ihnen darauf antworten?

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Achim Schad

Hö - Herr Kuhs

Demnach haben dann Männer mit mehreren Frauen
auch noch mehr Fähigkeiten?
.
Und Frauen, die lang leben möchten, sollten besser gar nicht heiraten
(oder wenigstens keine Männer), was dann ja jeden (Männer-)Kreis,
ob nun geschlossen oder nicht, vollständig zerbröselt.
.
Dieses Leben ist eine Krux. Jedenfalls, so lange man nicht reich und gesund ist.

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Nils Kuhs

Nein damit schließt sich eben nicht der Kreis!

Weil Sie zwei Sachen verbinden ohne einen Zusammenhang bewiesen zu haben. Für Männer gilt, längere Lebenserwartung, wenn sie verheiratet sind. Richtig. Höheres Einkommen bedeutet, mehr Chancen auf dem Heiratsmarkt. Richtig.
Nur kann man daraus eben nicht "blind" einen Rückschluss ziehen. Weil es eben nicht zwingend sein muss, dass der Reichtum dafür verantwortlich ist. Genauso ist denkbar, dass es eben Männer gibt, die gewissen "Qualitäten" haben. Und diese Qualitäten nützen ihnen sowohl im Beruf als auch in der Beziehung.
Dies ist natürlich wichtig, wenn man Rückschlüsse ziehen möchte. Weil es einen ja einen Unterschied macht, ab arme Männer weniger oft verheiratet sind, weil sie arm sind oder ob ihnen Fähigkeiten fehlen, die so sowohl im Beruf als auch in der Beziehung behindern.

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Björn Hiemer
Björn Hiemer (bhiemer) - 19.09.2012 17:57 Uhr

Von der Koryphäe in den Abgrund

Während meiner Studienzeit bis zu meiner Promotion wurde ich von manchen Leuten fast gefeiert. Ich fand das damals peinlich, aber so zu erwarten. Um so größer war der Schock, als meine angeblich großartigen Fähigkeiten niemand auf dem Arbeitsmarkt haben wollte. Nach 3 Jahren erfolgloser Jobsuche entschied mich für einen Schreibtischjob mit eher allgemeinen Anforderungen. Danach: Alle behandelten mich wie wie überflüssiges Ungeziefer. Vielleicht, weil ich zu billig eingestiegen war, vielleicht, weil niemand meine Tätigkeit akzeptierte oder verstand, oder vielleicht, weil ich die Nase immer noch zu hoch trug. Ich habe angefangen zu saufen, meine Ehe ging in die Brüche.

Nun ist meine Firma pleite.

Nach über zehn Jahren musste ich danach bemerken, dass es überraschenderweise doch Leute gibt, die meine alten, leicht angestaubten Fähigkeiten zu würdigen wissen. Inzwischen verdiene ich 3 mal so viel und fühle mich auch nicht mehr wie ein gesellschaftlicher Antikörper.

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Gerhard Katz

Gäbe es keine Finanziers für solche Nonsense-Studien,

würden viele "Forscher" verarmt früher sterben...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 18:21 Uhr
Nils Kuhs

Was für ein Armutszeugnis lieber Herr Katz

Ich kann über Ihren Kommentar wirklich nur den Kopf schütteln. Es gibt einen Effekt (Reiche leben länger). Dann macht man eine Studie und schaut, woran kann es liegen. Wenn man dann erkennt, gewisse Punkte machen den "Unterschied" kann man überlegen, wo kann man aktiv eingreifen um daran etwas zu ändern.
Ihre Einstellung ist doch wirklich mehr als Menschenverachtend!

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Annelie Bornheim

Die Armen

Ich bin 1960 geboren. Ich kann mich noch gut an die Diskussionen aus den 70ern im Elternhaus erinnern, wie beispielsweise die damals 11-jährige Tochter eines befreundeten Zahnarztes sich vor Lehrer und Klasse zu rechtfertigen hatte, weil deren Eltern einen Mercedes fuhren - was die Kleine mit der Kinderzahl (vier) zu verteidigen suchte. Begriffe wie Elite waren verpönt - Prekariat ist ganz neu - und wurden höchstens einem gewissen Milieu und nicht der fleißigen (Fach)-Arbeiterschaft oder dem potenten Handwerk zugeordnet. Wenn heute ernsthaft diskutiert wird, warum "Arme" nicht so alt werden wie "Reiche" und ein gebildetes Bürgertum zwischen political correctness und einem persönlichen Lebensentwurf folgt, bei dem es schon Existenzängste auslöst, wenn die Kinder im an der "falschen" Schule landen, schwankt, dann frage ich mich schon: Wie verlogen geht´s denn? Ein anstrengendes Leben zehrt eben, die Philister sterben nicht aus und die, die das Leben überfordert eben auch nicht.

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Uli Schweizer

Economics is common sense mad difficult

Dieser wunderschöne Satz des Nobelpreisträgers Paul Samuelson trifft auch auf diese Studie zu.

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Barbara Kirschen

Es wird Ihnen länger vorkommen

Eine alte Medizinerregel lautet: "Es ist nicht unbedingt gesagt, dass Sie länger leben, wenn Sie sich alle Genüsse versagen. Es wird Ihnen aber viel länger vorkommen!"

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Nils Kuhs

Natürlich gefällt Menschen ohne Erfolg die Begründung der Studie nicht.

Wir leben in einer Gesellschaft in der reiche und erfolgreiche Menschen i.d.R. nur beschimpft werden. Neid und Missgunst ist doch typisch für erfolgreiche Menschen (gegenüber erfolgreichen).
Deshalb freuen sich die Menschen, die nicht so erfolgreich sind, über das Ergebnis. Wieder was um "rumzuheulen".
Nur haben Sie mit der Begründung ein Problem. Weil viele Gründe eben nicht mit Geld zu tun hat. Bildung, Freunde, Arztbesuche... nichts hat mit Geld zu tun. Aber so etwas will man ja nicht hören.
Auf der anderen Seite darf man ja nicht sagen: Es ist ja kein Wunder, wer nichts in der Schule zustandebekommen hat, wer im Beruf keinen Erfolg hat, .... warum soll der für andere interessant sein (Freunde), warum soll ausgerechnet so jemand auf einmal sich für seine Gesundheit interessieren....
Bitte keine tränenreichen Einzelschicksale! Wie gesagt, für mich ist dies nicht verwunderlich. Weil ich glaube, dass eine hängt selbstverständlich mit dem anderen zusammen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 19:02 Uhr
Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 19.09.2012 19:02 Uhr

Herr Kuhs, Sie haben einen vielsagenden

Freud'schen Versprecher in Ihrem Kommentar: Neid und Missgunst ist doch typisch für erfolgreiche Menschen (gegenüber erfolgreichen).

Ich zähle mich zu den im Beruf erfolgreich gewesenen Menschen (bin in Rente), allerdings nicht zu den Reichen. Und ich fühle mich rundum wohl. Was ich Ihrem Kommentar leider nicht entnehmen kann, er ist sehr grimmig. Warum nur? Was haben Sie nicht, was andere haben?

Freude am Leben hat nichts mit Reichtum zu tun, es liegt an einem selbst. Reichtum ist allerdings absolut nicht hinderlich, denn wie sagt man, Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts ;-)

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Closed via SSO

Wenn ich schon länger leben muss, soll es wenigstens keine Freude machen.....

Wer nach diesem Motto sein Leben zu verlängern sucht, wird nicht glücklich leben - was auch mit wenig Geld geht. Wer es nicht glauben mag, möge sich einmal am Samstagvormittag in teuren Einkaufsstrassen die "Shopper" oder die Geschäftsleute in den Lounges auf Flughäfen ansehen. Alle mit Geld, aber wenige mit Freude.

Die Kunst ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat und möglichst entspannt zu leben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.09.2012 16:44 Uhr
Karin Gossmann-Walter

Ich denke Herr Fischer, das Motto wird doch keiner haben ?: "wenn ich

schon länger leben muss, soll es wenigstens keine Freude machen". Was für ein tristes Motto
wäre das.

Da doch schon: die Kunst ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat u. möglichst entspannt zu leben", dann stößt man auch auf viele Dinge, die kosten kein Geld oder wenig, sind einfach nur schön - mit einem Mix aus entspannend und spannend.

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Marika Rpunkt

Bafög?

Wozu gibt es denn das Bafög? Im Osten ist studieren unheimlich billig, von den Wohnmöglichkeiten mal abgesehen. Wenn allerdings ein Mensch nicht studieren WILL, weil er lieber Geld verdienen möchte, oder keinen Bock hat, lange die Schulbank zu drücken... dann ist das eben so. Ich kenne genug Leute, die aus ärmeren Verhältnissen kommen, wo aber trotzdem ein gewisser Intellekt vorhanden war, sodass man verstand, dass man das Kind irgendwie dahin bringen muss. Sind sowohl Eltern als auch Kind der "verschnöselten Bildungselite" negativ gestimmt, hilft alles nichts.

Es ist in der Tat wahr: Geld macht glücklich. Nur von Luft und Liebe kann kein Lebewesen leben.

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Roland Magiera

ein Grund, der das Leben von Reichen verlängert und noch einer und noch einer

Ganz einfach, die haben viel mehr zu verlieren als Arme und klammern sich daher viel intensiver an ihr Leben.
Weiterhin bieten sich Reichen mehr Möglichkeiten ihre Zeit zu verbringen, während arme Alte praktisch jeden Tag den gleichen Tag erleben.
Wenn ein Mensch im Alter eine Aufgabe hat, dann bringt das gern 10 Jahre mehr Lebenszeit. Arme können sich keine Aufgabe leisten, nicht einmal Vögel satt machen.

Ich habe während der Zivizeit bei der Caritas genug Arme gesehen und mag darum nicht über die urteilen, da dieses wenig schmeichelhaft ausfiele.

Gut, dass die meisten Bürger nicht wissen, wen sie da so großzügig versorgen.

Anekdote: eine Alkoholikerin (um 30) war bei ihrem Alkofreund ausgezogen, natürlich ohne einen Finger zu krümmen, denn wir haben Sozialstaat. Ihr Kerl tat so als ob er auf dem Sofa schlafen würde, während wir vor seiner Nase den Tisch rausgetragen haben (nix war vorbereitet). Sie war total stramm, alle ihre Sachen stanken nach Jauchegrube. Der Rest ist zu hart.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 18:09 Uhr
Dietmar Fleischhauer

"Arme können sich keine Aufgabe leisten"

Das könnte auch damit zu tun haben, daß nicht nur den Armen jeder Gedanke an die schiere Möglichkeit in unserem Wohlfühlsozialismus aberzogen wurde.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 19.09.2012 17:38 Uhr

Herr Magiera,

manche können ihr Dasein nur im Suff ertragen. Das hat aber weniger mit arm oder reich zu tun. Das finden Sie auch bei den sogen. Reichen, die dann aber auch noch die Mittel haben, sich anders zu "berauschen".

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Adriana  Koenigstein

Finanzielle Sicherheit...

...verleiht Stabilität.

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Gerd Dr. Kanzler

Warum sterben Arme früher

unter dem Stichwort "Bildung " sind Rauchen, Alkohol, Übergewicht und mangelnde Fitness
besonders wichtig.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 23:28 Uhr
Florian Adler

Klischee?

Wer Opern- oder Theatervorstellungen besucht, gesellschaftlich oder beruflich an ganz unterschiedlichen Veranstaltungen teilnimmt, in Restaurants und Bars verkehrt, in denen sich Geschäftsleute mittags und abends aufhalten, wer berufliche Kontakte in Leitungsebenen von Unternehmen oder Konzernen hat, auch wer sich Sitzungen des deutschen Bundestages oder Bundesrates ansieht und weiss, auf welchen Events sich das politische Personal tummelt, der nimmt unübersehbar wahr, dass Ihre These sich definitiv nicht auf Arme konzentrieren kann.

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Robrecht Brike

Wie reicher desto älter?

Männer mit Bildung und Geld, wohnen oft in eine saubere, trockene Wohnung,
wo gut geheizt wird im Winter. Sie lesen und reden gern über komplizierte Sachen, also
sitzen sie auch weniger vor dem Fernsehen, trinken weniger Bier und rauchen
weniger, weil sie länger leben wollen. Im übrigen haben gebildete Leute, im Allgemeinen,
ihr Leben besser im Griff, das heist, sie sind mehr diszipliniert, üben oft Sport und
stehen früher auf. So einfach ist's...oder doch nicht?

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Mathias Behrends

Wurde hier Korrelation und Kausalität vermischt?

Falscher Ansatz der Studie, die Korrelation mit Kausalität verwechselt. Jeder von uns kommt mit einer genetischen Struktur zur Welt, die im Wechselspiel mit der vorgefundenen Milieu die Persönlichkeit (kognitive Struktur) formt.
Dieses Wechselspiel ermöglicht den einen, hohe Bildung, hohes Einkommen, Freunde und (zusätzlich, nicht weil!) eben ein längeres Leben.

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Jahrgang 1981, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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