19.09.2012 · Arme Leute leben im Schnitt zehn Jahre kürzer als reiche. Forscher haben die Gründe untersucht. Sie stellen fest: Das Geld spielt dafür nur eine kleine Rolle.
Von Patrick BernauRichtlinien für Lesermeinungen
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Eine leicht ergänzter Lehrplan könnte helfen.
Es gibt ein paar Dinge, die sollte eigentlich jeder der das Schulsystem
durchlaufen hat, beherrschen. Kochen (Ernährungslehre), blind mit
einer Schreibmaschine schreiben und Grundzüge der Buchhaltung, des
Vertragsrechts und der Kostenkalkulation zähle ich dazu.
Im Kochunterricht könnte man z.B. zeigen, wieviel Zucker in einem
Liter Süßgetränk enthalten sind, oder wie die
Zubereitung von Speisen, sich auf deren Qualität auswirkt.
Schreibmaschine, weil es heute praktisch keinen Arbeitsplatz mehr gibt,
an dem man nicht irgendwann einmal in eine Tastatur hacken muss.
Kalkulation und Kostenrechnung, damit man die eigene Leistung und was
sie erbringen muss, besser taxieren kann.
Grundzüge des Vertragsrechts, weil unser ganzes Leben von
Verträgen durchzogen ist.
Grundzüge der Psychologie könnten das Ganze noch
ergänzen. Die meisten Entscheidungen im Leben sind nämlich
nicht rational, sondern werden emotional getroffen, dann rational
verkleidet. Das führt zu Fehlentscheidungen.
Selbstwert und Glaube machen reich
Warum ist der "Arme" arm? Wohl kaum, weil er/ sie wenig Geld für Konsumgüter hat - sondern weil er/ sie sich arm fühlt! Ich unterrichte Studenten, die Tag und Nacht arbeiten um sich ein teures Kreativstudium selbst zu finanzieren. Sie werden als Fotograf, Filmemacher oder Musikproduzent wohl nie viel Geld verdienen (und das wissen sie auch) aber sie glauben an sich, haben Visionen und glauben an etwas. DAS macht reich - auch wenn man in einem 6 qm Zimmer lebt und tagelang nur Reis mit Mais essen kann ;). Es gibt auch viele "arme" Reiche, die verbittert und enttäuscht ihren Lebensabend fristen. Vielleicht werden sie älter, weil sie diszipliniert leben und joggen und fasten - aber glücklich wird man nicht allein durch Disziplin (obwohl harte Arbeit und Struktur nicht schlecht sind...) Glücklich wird man dadurch, dass man lachen muss, wenn man in den Spiegel guckt. Weil man sich mag und gern anguckt - und weil man sich nicht zu ernst nimmt.
Eine Einflussgröße ist sicherlich, wo man über lange Zeitphasen seinen Lebensraum hat. Es ist ein Unterschied, ob man in einer hektischen Großstadt mit Menschenmassen wohnt, arbeitet und ggf. pendeln muss oder ob man im ländlichen Raum seinen Lebensmittelpunkt hat, in dem die Uhren anders gehen, Freizeitaktivitäten ohne Kosten wahrgenommen werden können, Menschen sich entspannen können, weil sie sich an der Natur freuen. Oder auch einen eigenen Garten haben können, d.h. Erdverbundenheit erfahren/empfinden. Jahreszeiten werden intensiver wahrgenommen und mit dem eigenen Lebensrhythmus verbunden.
Quantität ohne Qualität. Warum sterben Reiche qualvoller?
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit von Siechtum und qualvollem Tod. Die Gebrechen häufen sich, die Lebenslust nimmt ab. Lohnen sich die zusätzlichen 10J überhaupt. Das könnte das Thema einer passenden Anschlussstudie sein. Am Ende sind hier die armen Armen die Gewinner? Das könnte manchen erfolgsgewonnten Reichen / unsere Leistungsgesellschaft ganz schön in die Bredoullie bringen. :-) Plötzlich macht Leistung und Erfolg keinen Sinn mehr. Ups :-)
Bildung heisst das lebensverlaengernde Wunderwort
Um es auf einen Nenner zu bringen, es kommt auf die Bildung eines
Menschen an,
die ihm die Voraussetzung fuer ein eventuell gesuenderes,
ausgefuellteres, sorgenfreies
und damit wohl laengeres Leben ermoeglicht. Gute Ausbildung, besserer
Job, mehr Geld
etc.
Bildung ist nicht alles,
wenn Herzensbildung fehlt, denn erst beides zusammen macht es rund.
Nein, dass dürfen Sie nicht schreiben....
Der Großteil der Leute ist doch gerade hier der Meinung, wer
erfolgreich im Beruf ist, wer reich ist.... der muss zwingend böse
sein. Deshalb müssen diese bösen Menschen auch alle Sachen die
sie von den nicht erfolgreichen unterscheidet (z.B. Gesundheit, langes
Leben...) zwingend aufs Geld zurückzuführen sein.
Andernfalls, wenn es so wäre wie Sie es darstellen, dass die
Bildung der Grund ist, geht vielen ja ein Feindbild verloren. Es kann ja
nicht sein, dass die reichen Menschen nicht alles nur aufgrund ihres
Geldes regeln, sondern vieles durch ihre Intelligenz! Das wäre hier
im Forum ein Drama....
Sehr geehrter Herr Borgmann,
ich kann mir sehr gut vorstellen, das Männer mit hohem Einkommen
eher eine Frau finden, aber die Belege aus der Studie deuten bereits
darauf hin, dass die Ehe nicht alles sein kann. Frauen sind im hohem
Maße daran interessiert, dass ihr "reicher" Mann lange
lebt, nur auf diesem Wege genießen sie ein prächtiges Leben.
Sie pflegen ihrem Mann so lange es nur geht. Ich möge an dieser
Stelle ein Zitat vom großen Philosophen Arthur Schopenhauer
nennen:" Das Vermögen! Alle Weiber, mit seltenen Ausnahmen,
sind zur Verschwendung geneigt. Daher muß jedes vorhanden
Vermögen, mit Ausnahme der seltenen Fälle, wo sie es selber
erworben haben, vor ihrer Torheit sicher gestellt werden."
Schopenhauer ist für mich mein großes Vorbild und ich werde
als überzeugter Junggeselle sterben (vielleicht ein oder zwei Jahre
eher), aber dafür ohne Ehestress.
Höheres Einkommen => bessere Chancen auf dem Heiratsmarkt => längeres Leben
Der Zusammenhang ist doch evident: Für Männer ist - wie diese Studie herausgearbeitet erneut bestätigt - für eine längere Lebenserwartung entscheidend, dass sie verheiratet sind. Mit höherem Einkommen, erhöhen sich - nach einer anderen aktuellen Studie auch heute noch - die Chancen, als Versorger und damit als Ehemann Berücksichtigung zu finden. Damit schließt sich der Kreis.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 20:18 UhrUnd er schließt sich doch ...
Nun ja, für die Annahme, dass es tatsächlich das höhere
Einkommen ist, welches für die Verbesserung der Heiratschancen von
Männer verantwortlich zeichnet, habe ich mich ja auf die andere vor
wenigen Wochen veröffentlichte Studie gestützt.
Legt man also beide Studien übereinander, schließt sich der
Kreis sehr wohl - freilich immer unter der Prämisse, dass beide
Studienergebnisse zutreffend sind.
Halten Sie Ihr Beispiel für sinnvoll?
Erstens habe ich ja nicht gesagt, dass ich weiß, dass es so ist.
Ich habe nur dargestellt, dass ein Rückschuss so nicht zwingend
möglich ist.
Zweitens, Ihr Beispiel mit den Frauen. Nachdenken würde auch in
diesem Zusammenhang nicht schaden. Weil man sich dann fragen würde,
ergibt Ihr Beispiel denn den geringsten Sinn? Es handelt sich um eine
Untersuchung aus Deutschland bei der es um "unsere"
Gesellschaft geht. Jetzt frage ich Sie, was hat dies mit
"Männer und vielen Frauen" zu tun? Ist dieses Szenario
denn maßgebend für Deutschland?
Frauen sollten nicht heiraten? Wenn sie länger leben wollen? Was
soll diese Frage? Wenn dies die Untersuchung hergeben würde, was
soll man ihnen darauf antworten?
Hö - Herr Kuhs
Demnach haben dann Männer mit mehreren Frauen
auch noch mehr Fähigkeiten?
.
Und Frauen, die lang leben möchten, sollten besser gar nicht heiraten
(oder wenigstens keine Männer), was dann ja jeden (Männer-)Kreis,
ob nun geschlossen oder nicht, vollständig zerbröselt.
.
Dieses Leben ist eine Krux. Jedenfalls, so lange man nicht reich und
gesund ist.
Nein damit schließt sich eben nicht der Kreis!
Weil Sie zwei Sachen verbinden ohne einen Zusammenhang bewiesen zu
haben. Für Männer gilt, längere Lebenserwartung, wenn sie
verheiratet sind. Richtig. Höheres Einkommen bedeutet, mehr Chancen
auf dem Heiratsmarkt. Richtig.
Nur kann man daraus eben nicht "blind" einen Rückschluss
ziehen. Weil es eben nicht zwingend sein muss, dass der Reichtum
dafür verantwortlich ist. Genauso ist denkbar, dass es eben
Männer gibt, die gewissen "Qualitäten" haben. Und
diese Qualitäten nützen ihnen sowohl im Beruf als auch in der
Beziehung.
Dies ist natürlich wichtig, wenn man Rückschlüsse ziehen
möchte. Weil es einen ja einen Unterschied macht, ab arme
Männer weniger oft verheiratet sind, weil sie arm sind oder ob
ihnen Fähigkeiten fehlen, die so sowohl im Beruf als auch in der
Beziehung behindern.
Von der Koryphäe in den Abgrund
Während meiner Studienzeit bis zu meiner Promotion wurde ich von
manchen Leuten fast gefeiert. Ich fand das damals peinlich, aber so zu
erwarten. Um so größer war der Schock, als meine angeblich
großartigen Fähigkeiten niemand auf dem Arbeitsmarkt haben
wollte. Nach 3 Jahren erfolgloser Jobsuche entschied mich für einen
Schreibtischjob mit eher allgemeinen Anforderungen. Danach: Alle
behandelten mich wie wie überflüssiges Ungeziefer. Vielleicht,
weil ich zu billig eingestiegen war, vielleicht, weil niemand meine
Tätigkeit akzeptierte oder verstand, oder vielleicht, weil ich die
Nase immer noch zu hoch trug. Ich habe angefangen zu saufen, meine Ehe
ging in die Brüche.
Nun ist meine Firma pleite.
Nach über zehn Jahren musste ich danach bemerken, dass es
überraschenderweise doch Leute gibt, die meine alten, leicht
angestaubten Fähigkeiten zu würdigen wissen. Inzwischen
verdiene ich 3 mal so viel und fühle mich auch nicht mehr wie ein
gesellschaftlicher Antikörper.
Gäbe es keine Finanziers für solche Nonsense-Studien,
würden viele "Forscher" verarmt früher sterben...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.09.2012 18:21 UhrWas für ein Armutszeugnis lieber Herr Katz
Ich kann über Ihren Kommentar wirklich nur den Kopf schütteln.
Es gibt einen Effekt (Reiche leben länger). Dann macht man eine
Studie und schaut, woran kann es liegen. Wenn man dann erkennt, gewisse
Punkte machen den "Unterschied" kann man überlegen, wo
kann man aktiv eingreifen um daran etwas zu ändern.
Ihre Einstellung ist doch wirklich mehr als Menschenverachtend!
Ich bin 1960 geboren. Ich kann mich noch gut an die Diskussionen aus den 70ern im Elternhaus erinnern, wie beispielsweise die damals 11-jährige Tochter eines befreundeten Zahnarztes sich vor Lehrer und Klasse zu rechtfertigen hatte, weil deren Eltern einen Mercedes fuhren - was die Kleine mit der Kinderzahl (vier) zu verteidigen suchte. Begriffe wie Elite waren verpönt - Prekariat ist ganz neu - und wurden höchstens einem gewissen Milieu und nicht der fleißigen (Fach)-Arbeiterschaft oder dem potenten Handwerk zugeordnet. Wenn heute ernsthaft diskutiert wird, warum "Arme" nicht so alt werden wie "Reiche" und ein gebildetes Bürgertum zwischen political correctness und einem persönlichen Lebensentwurf folgt, bei dem es schon Existenzängste auslöst, wenn die Kinder im an der "falschen" Schule landen, schwankt, dann frage ich mich schon: Wie verlogen geht´s denn? Ein anstrengendes Leben zehrt eben, die Philister sterben nicht aus und die, die das Leben überfordert eben auch nicht.
Economics is common sense mad difficult
Dieser wunderschöne Satz des Nobelpreisträgers Paul Samuelson trifft auch auf diese Studie zu.
Es wird Ihnen länger vorkommen
Eine alte Medizinerregel lautet: "Es ist nicht unbedingt gesagt, dass Sie länger leben, wenn Sie sich alle Genüsse versagen. Es wird Ihnen aber viel länger vorkommen!"
Natürlich gefällt Menschen ohne Erfolg die Begründung der Studie nicht.
Wir leben in einer Gesellschaft in der reiche und erfolgreiche Menschen
i.d.R. nur beschimpft werden. Neid und Missgunst ist doch typisch
für erfolgreiche Menschen (gegenüber erfolgreichen).
Deshalb freuen sich die Menschen, die nicht so erfolgreich sind,
über das Ergebnis. Wieder was um "rumzuheulen".
Nur haben Sie mit der Begründung ein Problem. Weil viele
Gründe eben nicht mit Geld zu tun hat. Bildung, Freunde,
Arztbesuche... nichts hat mit Geld zu tun. Aber so etwas will man ja
nicht hören.
Auf der anderen Seite darf man ja nicht sagen: Es ist ja kein Wunder,
wer nichts in der Schule zustandebekommen hat, wer im Beruf keinen
Erfolg hat, .... warum soll der für andere interessant sein
(Freunde), warum soll ausgerechnet so jemand auf einmal sich für
seine Gesundheit interessieren....
Bitte keine tränenreichen Einzelschicksale! Wie gesagt, für
mich ist dies nicht verwunderlich. Weil ich glaube, dass eine hängt
selbstverständlich mit dem anderen zusammen.
Herr Kuhs, Sie haben einen vielsagenden
Freud'schen Versprecher in Ihrem Kommentar: Neid und Missgunst ist doch
typisch für erfolgreiche Menschen (gegenüber erfolgreichen).
Ich zähle mich zu den im Beruf erfolgreich gewesenen Menschen (bin
in Rente), allerdings nicht zu den Reichen. Und ich fühle mich
rundum wohl. Was ich Ihrem Kommentar leider nicht entnehmen kann, er ist
sehr grimmig. Warum nur? Was haben Sie nicht, was andere haben?
Freude am Leben hat nichts mit Reichtum zu tun, es liegt an einem
selbst. Reichtum ist allerdings absolut nicht hinderlich, denn wie sagt
man, Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts ;-)
Wenn ich schon länger leben muss, soll es wenigstens keine Freude machen.....
Wer nach diesem Motto sein Leben zu verlängern sucht, wird nicht
glücklich leben - was auch mit wenig Geld geht. Wer es nicht
glauben mag, möge sich einmal am Samstagvormittag in teuren
Einkaufsstrassen die "Shopper" oder die Geschäftsleute in
den Lounges auf Flughäfen ansehen. Alle mit Geld, aber wenige mit Freude.
Die Kunst ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat und möglichst
entspannt zu leben.
Ich denke Herr Fischer, das Motto wird doch keiner haben ?: "wenn ich
schon länger leben muss, soll es wenigstens keine Freude
machen". Was für ein tristes Motto
wäre das.
Da doch schon: die Kunst ist, mit dem zufrieden zu sein, was man hat u.
möglichst entspannt zu leben", dann stößt man auch
auf viele Dinge, die kosten kein Geld oder wenig, sind einfach nur
schön - mit einem Mix aus entspannend und spannend.
Wozu gibt es denn das Bafög? Im Osten ist studieren unheimlich
billig, von den Wohnmöglichkeiten mal abgesehen. Wenn allerdings
ein Mensch nicht studieren WILL, weil er lieber Geld verdienen
möchte, oder keinen Bock hat, lange die Schulbank zu
drücken... dann ist das eben so. Ich kenne genug Leute, die aus
ärmeren Verhältnissen kommen, wo aber trotzdem ein gewisser
Intellekt vorhanden war, sodass man verstand, dass man das Kind
irgendwie dahin bringen muss. Sind sowohl Eltern als auch Kind der
"verschnöselten Bildungselite" negativ gestimmt, hilft
alles nichts.
Es ist in der Tat wahr: Geld macht glücklich. Nur von Luft und
Liebe kann kein Lebewesen leben.
ein Grund, der das Leben von Reichen verlängert und noch einer und noch einer
Ganz einfach, die haben viel mehr zu verlieren als Arme und klammern
sich daher viel intensiver an ihr Leben.
Weiterhin bieten sich Reichen mehr Möglichkeiten ihre Zeit zu
verbringen, während arme Alte praktisch jeden Tag den gleichen Tag
erleben.
Wenn ein Mensch im Alter eine Aufgabe hat, dann bringt das gern 10 Jahre
mehr Lebenszeit. Arme können sich keine Aufgabe leisten, nicht
einmal Vögel satt machen.
Ich habe während der Zivizeit bei der Caritas genug Arme gesehen
und mag darum nicht über die urteilen, da dieses wenig
schmeichelhaft ausfiele.
Gut, dass die meisten Bürger nicht wissen, wen sie da so
großzügig versorgen.
Anekdote: eine Alkoholikerin (um 30) war bei ihrem Alkofreund
ausgezogen, natürlich ohne einen Finger zu krümmen, denn wir
haben Sozialstaat. Ihr Kerl tat so als ob er auf dem Sofa schlafen
würde, während wir vor seiner Nase den Tisch rausgetragen
haben (nix war vorbereitet). Sie war total stramm, alle ihre Sachen
stanken nach Jauchegrube. Der Rest ist zu hart.
"Arme können sich keine Aufgabe leisten"
Das könnte auch damit zu tun haben, daß nicht nur den Armen jeder Gedanke an die schiere Möglichkeit in unserem Wohlfühlsozialismus aberzogen wurde.
Herr Magiera,
manche können ihr Dasein nur im Suff ertragen. Das hat aber weniger mit arm oder reich zu tun. Das finden Sie auch bei den sogen. Reichen, die dann aber auch noch die Mittel haben, sich anders zu "berauschen".
...verleiht Stabilität.
unter dem Stichwort "Bildung " sind Rauchen, Alkohol,
Übergewicht und mangelnde Fitness
besonders wichtig.
Klischee?
Wer Opern- oder Theatervorstellungen besucht, gesellschaftlich oder beruflich an ganz unterschiedlichen Veranstaltungen teilnimmt, in Restaurants und Bars verkehrt, in denen sich Geschäftsleute mittags und abends aufhalten, wer berufliche Kontakte in Leitungsebenen von Unternehmen oder Konzernen hat, auch wer sich Sitzungen des deutschen Bundestages oder Bundesrates ansieht und weiss, auf welchen Events sich das politische Personal tummelt, der nimmt unübersehbar wahr, dass Ihre These sich definitiv nicht auf Arme konzentrieren kann.
Männer mit Bildung und Geld, wohnen oft in eine saubere, trockene Wohnung,
wo gut geheizt wird im Winter. Sie lesen und reden gern über
komplizierte Sachen, also
sitzen sie auch weniger vor dem Fernsehen, trinken weniger Bier und rauchen
weniger, weil sie länger leben wollen. Im übrigen haben
gebildete Leute, im Allgemeinen,
ihr Leben besser im Griff, das heist, sie sind mehr diszipliniert,
üben oft Sport und
stehen früher auf. So einfach ist's...oder doch nicht?
Wurde hier Korrelation und Kausalität vermischt?
Falscher Ansatz der Studie, die Korrelation mit Kausalität
verwechselt. Jeder von uns kommt mit einer genetischen Struktur zur
Welt, die im Wechselspiel mit der vorgefundenen Milieu die
Persönlichkeit (kognitive Struktur) formt.
Dieses Wechselspiel ermöglicht den einen, hohe Bildung, hohes
Einkommen, Freunde und (zusätzlich, nicht weil!) eben ein
längeres Leben.
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