Nierenkranke Menschen bekommen ein neues Organ, Schüler einen Platz an ihrer Lieblingsschule, Ärzte eine Stelle an ihrem Wunschkrankenhaus. Das haben die Wirtschafts-Nobelpreisträger Alvin Roth und Lloyd Shapley erreicht. Sie haben völlig neue Organ- und Arbeitsmärkte geschaffen – weil sie sich die richtigen Regeln ausgedacht haben. Aus ihren Erfolgen können Politiker viel lernen.
Wer jetzt aber mehr Regulierung fordert, hat den Preis nicht verstanden. Es geht nicht darum, einen Markt unter möglichst vielen Vorschriften zu erdrücken. Sondern mit wenigen, wohl dosierten und verständlichen Leitplanken dafür zu sorgen, dass Schummeln keine Vorteile bringt.
In einem Markt von Al Roth versteht jeder die Regeln. Wer lügt, schadet sich vor allem selbst. Und wenn Roth mit einem Markt fertig ist, sind die Beteiligten mit der entstehenden Verteilung viel zufriedener als vorher – obwohl es weder mehr Geld noch mehr Organe gibt.
Das würde auch anderswo funktionieren. Aber nur, wenn die Politik durchdachte Regeln aus einem Guss schafft. Und sie nicht ständig um Zusatzparagraphen und Ausnahmen ergänzt.
Ein Nobelpreis fuer den Euro, den anderen fuer die Planwirtschaft
Edda Kuhlmann (DTaggert)
- 15.10.2012, 20:49 Uhr
Lektion für Politiker: Man kann das Volk düpieren, aber nicht
die Märkte
Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)
- 15.10.2012, 19:18 Uhr
PR-Mogelpackung: "Preis für Wirtschaftswissenschaften der
Schwedischen Reichsbank" ...
Klaus Wege (covenants)
- 15.10.2012, 17:44 Uhr
Keiner kann alles
Günter Blümel (guenterbluemel)
- 15.10.2012, 17:20 Uhr
