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Karrierechancen Der Start ins Berufsleben ist entscheidend

Ein möglichst glatter Einstieg ins Berufsleben prägt die künftigen Karrierechancen stark. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Wer in einer Rezession seine erste Stelle antritt, verdient zudem oft noch Jahre später weniger.

© Rainer Wohlfahrt / F.A.Z. Eine gute Ausbildung und ein glatter Berufseinstieg sind die halbe Miete.

Ein gelungener Start ins Berufsleben ist nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern der beste Schutz vor einem späteren Stellenverlust. Wer nicht als junger Mensch rasch im Berufsleben Fuß fasse, habe oft auch später mit Problemen zu kämpfen, berichtete der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen IAB-Jahrbuchs in Berlin.

Weder befristete Jobs noch Leiharbeit, die auch bei Berufsneulingen immer stärker verbreitet sind, sind demnach gute Startbedingungen. Jungen Menschen sollte daher mit einer guten Ausbildung „ein möglichst glatter Start ins Berufsleben ermöglicht werden“, forderte der Chef des Bundesagentur-nahen Instituts. „Der Einstieg in das Erwerbsleben prägt die Chancen und Risiken im weiteren Erwerbsverlauf.“

Wer in der Rezession einsteigt, verdient über Jahre weniger

Karriereprägend ist dem IAB zufolge aber auch die Konjunkturlage zum Zeitpunkt des Berufsstarts: „Wer zu einem ungünstigen Zeitpunkt - etwa in einer tiefen Rezession  - in den Arbeitsmarkt eintritt, verdient häufig noch viele Jahre später schlechter als diejenigen, die einen besseren Startzeitpunkt erwischt haben.“

Gerade bei den Berufsneulingen haben die Nürnberger Forscher in den vergangenen Jahren eine Abkehr vom normalen Arbeitsverhältnis mit fester Anstellung beobachtet. Hatten im Jahr 2000 noch 60 Prozent der Berufsstarter im ersten Jahr eine unbefristete Stelle, sind es heute nur noch 50 Prozent. Die Chance auf eine unbefristete Stelle wächst mit dem Bildungsabschluss. Die besten Aussichten auf eine Dauerbeschäftigung haben Hochschulabsolventen.

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Quelle: DPA

 
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