Home
http://www.faz.net/-gqe-73ogc
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Karrierechancen Der Start ins Berufsleben ist entscheidend

Ein möglichst glatter Einstieg ins Berufsleben prägt die künftigen Karrierechancen stark. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Wer in einer Rezession seine erste Stelle antritt, verdient zudem oft noch Jahre später weniger.

© Rainer Wohlfahrt / F.A.Z. Vergrößern Eine gute Ausbildung und ein glatter Berufseinstieg sind die halbe Miete.

Ein gelungener Start ins Berufsleben ist nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern der beste Schutz vor einem späteren Stellenverlust. Wer nicht als junger Mensch rasch im Berufsleben Fuß fasse, habe oft auch später mit Problemen zu kämpfen, berichtete der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen IAB-Jahrbuchs in Berlin.

Weder befristete Jobs noch Leiharbeit, die auch bei Berufsneulingen immer stärker verbreitet sind, sind demnach gute Startbedingungen. Jungen Menschen sollte daher mit einer guten Ausbildung „ein möglichst glatter Start ins Berufsleben ermöglicht werden“, forderte der Chef des Bundesagentur-nahen Instituts. „Der Einstieg in das Erwerbsleben prägt die Chancen und Risiken im weiteren Erwerbsverlauf.“

Wer in der Rezession einsteigt, verdient über Jahre weniger

Karriereprägend ist dem IAB zufolge aber auch die Konjunkturlage zum Zeitpunkt des Berufsstarts: „Wer zu einem ungünstigen Zeitpunkt - etwa in einer tiefen Rezession  - in den Arbeitsmarkt eintritt, verdient häufig noch viele Jahre später schlechter als diejenigen, die einen besseren Startzeitpunkt erwischt haben.“

Gerade bei den Berufsneulingen haben die Nürnberger Forscher in den vergangenen Jahren eine Abkehr vom normalen Arbeitsverhältnis mit fester Anstellung beobachtet. Hatten im Jahr 2000 noch 60 Prozent der Berufsstarter im ersten Jahr eine unbefristete Stelle, sind es heute nur noch 50 Prozent. Die Chance auf eine unbefristete Stelle wächst mit dem Bildungsabschluss. Die besten Aussichten auf eine Dauerbeschäftigung haben Hochschulabsolventen.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Studenten-Spezial Lohnt sich die Büffelei?

Bildung lohnt sich, heißt es doch. Ein Studium aber dauert lange und ist teuer. Wer eine Ausbildung macht, verdient gleich Geld. Doch geht diese Rechnung langfristig auf? Mehr Von Sven Astheimer

20.05.2015, 06:00 Uhr | Beruf-Chance
Warnstreik Kitas sind seit Freitag zu

Die Gewerkschaft Verdi erklärt unbefristeten Streik der Erzieher und Sozialarbeiter. Laut dem Lohnspiegel verdienen Erzieher durchschnittlich 2500 Euro pro Monat - weniger als Maurer oder Paketzusteller. Mehr

08.05.2015, 15:36 Uhr | Wirtschaft
Teilzeit-Führungskraft Drei Tage Chefin, zwei Tage zu Hause

Zwei Führungskräfte, eine Stelle: Jobsharing auf Leitungspositionen ist noch selten. Ein Beispiel aus Frankfurt zeigt aber, dass es funktionieren kann. Mehr Von Florentin Schumacher, Frankfurt

16.05.2015, 11:13 Uhr | Rhein-Main
Ende offen Bahnstreik im Personenverkehr hat begonnen

Seit dem frühen Mittwochmorgen bestreikt die Gewerkschaft der Lokführer GDL nun auch den Personenverkehr. Die Lokführer hatten am Dienstag ihren inzwischen neunten Streik begonnen und zunächst die Arbeit im Frachtbereich ruhen lassen. Die neue Streikrunde ist unbefristet. Mehr

20.05.2015, 09:37 Uhr | Wirtschaft
Karriere bei der Bundeswehr Dienstgrade und Besoldung

Soldaten sind eher Beamte als Angestellte. Deshalb ist die Vergütung, die sie erhalten, auch mit dem Beamtensold vergleichbar - in manchen Punkten aber auch wieder nicht. Mehr

14.05.2015, 08:00 Uhr | Beruf-Chance
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 17.10.2012, 14:38 Uhr

Finger weg von der Zeitarbeit

Von Sven Astheimer

Die große Koalition will der Zeitarbeit demnächst engere Grenzen stecken. Die Unternehmen sorgen sich. Denn wenn Arbeitsministerin Nahles auch diesmal den Gewerkschaften folgt, drohen absurde Folgen. Mehr 20 16


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Teurere Flughäfen sind gar nichts

Der neue Hauptstadtflughafen und die Elbphilharmonie sind erhitzen die Gemüter, weil ihr Bau teurer wurde und länger dauerte als gedacht. Bauprojekte insgesamt schneiden in einem bitteren Vergleich jedoch nicht schlecht ab. Mehr 0