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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Individuelle Kalkulation Was ist mir mein Leben wert?

11.08.2008 ·  Ökonomen gehen davon aus, dass man den subjektiven Wert des Lebens zumindest als statistischen Durchschnittswert erfassen kann. Das Problem: Der so ermittelte Wert steigt stets mit steigendem Einkommen. Das geht natürlich nicht.

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Viele Menschen glauben, ihr Leben sei unendlich viel wert. Trotzdem gehen sie über rote Ampeln oder steigen auf hohe Leitern. Sie gehen Risiken für Leben und Gesundheit ein, wenn ihnen das einen Vorteil bringt (Zeitersparnis bei der Ampel, Geldersparnis bei der Leiter, weil sie keinen Handwerker mehr brauchen).

Deshalb gehen Ökonomen davon aus, dass man den subjektiven Wert des Lebens zumindest als statistischen Durchschnittswert erfassen kann, als Wert des "statistischen Lebens". Den ermitteln sie zum Beispiel, indem sie die Löhne in Berufen mit hohem Risiko (Feuerwehrmann) vergleichen mit Löhnen in Berufen mit ähnlichen Voraussetzungen, aber mit niedrigem Risiko. Dann setzen sie den Lohnaufschlag, den die Feuerwehrmänner erhalten, ins Verhältnis zur Zahl ihrer - rein statistisch - verlorenen Lebensjahre und ermitteln so den Wert eines Lebensjahrs. Eine weitere Möglichkeit ist, Menschen zu befragen, wie viel sie zahlen würden, um beispielsweise ihr Risiko, in zehn Jahren zu sterben, um ein Prozent zu senken.

Der Gesundheitsökonom Friedrich Breyer ist sicher, dass man anhand solcher Studien die monetäre Bewertung eines zusätzlichen Lebensjahres eng eingrenzen kann. "Sie liegt in Deutschland zwischen 50.000 und 100.000 Euro." Pikant daran: Der Wert des so berechneten Lebens steigt stets mit steigendem Einkommen. Deshalb betrachten die Wissenschaftler in der Regel nur den Durchschnittswert pro Land. Sonst wäre der Investmentbanker viel mehr wert als der elfjährige Junge. Das kollidiert mit ethischen Vorstellungen vieler Menschen. Doch wenn Einkommenshöhen gelten, dann ist ein statistisches Leben in Amerika mehr wert als eines in China.

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Fremder Leute Kinder

Von Heike Göbel

Eine Debatte, die das Land in Eltern und Kinderlose spaltet, braucht niemand. In der DDR konnten Paare staatliche Wohnungskredite durch Kinder abstottern. Das ist kein Vorbild für eine freiheitliche Gesellschaft. Mehr 2 12

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