27.01.2009 · Christoph Schmidt soll in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nachrücken. Der 46 Jahre alte Arbeitsmarktökonom werde Nachfolger von Bert Rürup, der im Februar zum Versicherungskonzern AWD wechselt, hieß es am Montag aus Regierungskreisen.
Der Präsident des Rheinisch-Westfälischen für Wirtschaftsforschung, Christoph Schmidt, soll in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nachrücken. Der 46 Jahre alte Arbeitsmarktökonom werde Nachfolger von Bert Rürup, der im Februar als Chefökonom zum Versicherungskonzern AWD wechselt, verlautete am Montag aus Regierungskreisen.
Schmidt leitete das Essener Institut seit 2002; zuvor hatte er sieben Jahre einen Lehrstuhl für Ökonometrie an der Universität Heidelberg. Der im amerikanischen Princeton promovierte Volkswirt hat sich schon in Studienzeiten mit der empirischen Analyse des Arbeitsmarktes befasst. Später erarbeitete er ein umfassendes Konzept zur Evaluierung der Hartz-Reformen. In seiner Amtszeit gelang es ihm, den Ruf seines Instituts zu verbessern. Insbesondere die Konjunkturabteilung erfreut sich einer hohen Reputation.
Noch am Wochenende hatten die Sachverständigenratsmitglieder damit gerechnet, dass Axel Börsch-Supan für den Rat nominiert werde, der das Mannheimer Institut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) leitet. Es gab aber Spekulationen, wonach seine Berufung daran gescheitert sei, dass sein Institut neben staatlichen Forschungsgeldern auch von der Versicherungswirtschaft finanziert wird. Der F.A.Z. sagte Börsch-Supan, dies habe in den Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium „nie eine Rolle gespielt“.
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