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3000 Milliarden Dollar China hält mehr Devisenreserven als jemals zuvor

14.04.2011 ·  Erstmals mehr als 3000 Milliarden Dollar: So hoch sind Chinas Devisenreserven. Kein anderes Land hat jemals Fremdwährungsbestände in dieser Höhe besessen.

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Chinas Devisenreserven betragen erstmals mehr als 3000 Milliarden Dollar. Kein anderes Land der Welt hat jemals derart hohe Fremdwährungsbestände angehäuft. Im ersten Quartal seien die Vorräte um 197,3 Milliarden auf 3004 Milliarden Dollar gestiegen, teilte die chinesische Zentralbank mit. Das war der zweithöchste je gemessene Zuwachs.

Die Mitteilung erfolgte unmittelbar vor einem Treffen von Finanzfachleuten der 20 wichtigsten Volkswirtschaften (G 20) und vor der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. In diesen Gremien geht es um den Abbau von Ungleichgewichten in den Handels- und Finanzströmen, die als Mitverursacher für die Krise gelten.

Chinas Rekordreserven deuten nach Ansicht von Bankfachleuten darauf hin, dass sich an der Schieflage wenig geändert hat. Noch immer führe China zu viel aus und konsumiere zu wenig, während Amerika seinen Verbrauch weiterhin mit Krediten aus Fernost finanziere. Der Löwenanteil der Fremdwährungsbestände lautet auf Dollar, China ist Amerikas wichtigster Gläubiger.

Die Zahlen kamen überraschend, nachdem Peking für die Monate Januar bis März das erste Handelsbilanzdefizit seit sieben Jahren bekanntgegeben hatte. Die Daten stützen die Vermutungen, dass die Zentralbank weiterhin in großem Stil Dollar kauft und Renminbi (Yuan) verkauft, um den Kurs der Landeswährung niedrig zu halten. Die Unterbewertung soll der Exportwirtschaft Preisvorteile verschaffen und trägt zu den verzerrten Handelsströmen bei. Peking bezichtigt seinerseits Washington, durch den Aufkauf eigener Staatsanleihen (Quantitative Lockerung) den Dollar zu schwächen und unnötige Liquidität auszuschütten. Das Geld fließe als spekulatives Kapital auch nach China.

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