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Wirtschaftsstreit eskaliert : Trump: Ich könnte China noch viel mehr schaden

  • Aktualisiert am

Donald Trump besuchte den chinesischen Präsidenten Xi Jinping im November 2017 in Peking. Bild: AFP

Amerikas Präsident lässt gegenüber der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht locker. Zudem glaubt Trump zu wissen, wie die Chinesen über die Amerikaner denken.

          Nachdem seine Regierung bereits Milliardenzölle gegen China verhängt hat, droht der amerikanische Präsident Donald Trump dem Land nun weitere Maßnahmen an. „Ich könnte noch viel mehr tun, wenn ich das will“, sagte er in einem Telefon-Interview im Vormittagsprogramm „Fox & Friends“. Was genau er damit meinte, sagte er nicht.

          Allerdings äußerte er die Auffassung, schon mit seinen bisher ergriffenen Maßnahmen viel erreicht zu haben im Wirtschaftsstreit der beiden größten Ökonomien der Welt. „Ihre Wirtschaft ist deutlich nach unten gegangen“, behauptete Trump, und er sagte zudem: „Ich habe China mit 250 Milliarden Dollar (..) belegt und das hatte einen großen Effekt, wenn ihr euch ihre Wirtschaft anschaut.“ In den offiziellen Statistiken zeigt sich dies bislang allerdings nicht.

          Trump hat in diesem Jahr neue Aufschläge auf Einfuhren aus dem Reich der Mitte in mehreren Schritten auf den Weg gebracht. Er wirft der Führung in Peking vor, Amerika unfair zu behandeln und die Vereinigten Staaten auszunutzen.

          Über seine Gegenüber in Peking sagte er: „Sie wollen verhandeln, sie wollen unbedingt verhandeln, aber ich sagte ihnen ,Ihr seid noch nicht bereit. Ich seid noch nicht bereit.“ Die Chinesen „lebten zu lange zu gut und I (...) denke, sie glauben, dass die Amerikaner dumme Leute sind. Amerikaner sind keine dummen Leute.“

          Trump befindet sich mit seiner republikanischen Partei derzeit im Wahlkampf, die Amerikaner entscheiden demnächst über die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses neu. Gerade erst wies er zurück, mit seiner Handelspolitik für die jüngsten Turbulenzen an der Börse mitverantwortlich zu sein. Stattdessen gab er der amerikanischen Zentralbank die Schuld. Die Währungshüter in Washington bezeichnete er als „verrückt“. Nun bekräftigte er seine Kritik an der Notenbank und sagte, sie hätte die Leitzinsen dieses Jahr „zu aggressiv“ erhöht.

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