13.06.2003 · Ein amerikanisches Gericht hat im Zusammenhang mit der Klage des Investors Kirk Kerkorian gegen Daimler-Chrysler die Ausweitung auf eine Sammelklage zugelassen.
Ein amerikanisches Gericht hat im Zusammenhang mit der laufenden Klage des Investors Kirk Kerkorian und anderer gegen Daimler-Chrysler die Ausweitung auf eine Sammelklage gegen den Konzern zugelassen. Das teilte das Unternehmen nach einer Gerichtsentscheidung im Bundesstaat Delaware in den Vereinigten Staaten mit.
Der ehemals größte Einzelaktionär des Autobauers Chrysler, Kerkorian, verklagte das Unternehmen auf acht Milliarden Dollar (6,8 Milliarden Euro) Schadenersatz, weil der Zusammenschluß von Daimler Benz und Chrysler seiner Meinung nach nicht wie angekündigt eine „Fusion Gleicher“, sondern eine Übernahme Chryslers durch Daimler-Benz gewesen sei.
„Die Entscheidung zur Festlegung des Klägerkreises ist eine Routineangelegenheit und kommt nicht unerwartet. Wir glauben nach wie vor, daß unsere Anträge, die Klagen ohne mündliche Verhandlung insgesamt abzuweisen, in der Sache berechtigt sind“, sagte ein Sprecher von Daimler-Chrysler am Freitag.
Von Seiten der Anwälte Kerkorians hieß es, mit Zulassung der Sammelklage sei der Druck auf Daimler-Chrysler gewachsen und die Chancen auf eine außergerichtliche Einigung gestiegen. „Unsere Position ist stärker geworden“, sagte ein Sprecher Kerkorians.
Der Ausgang des Verfahrens ist ungewiß. Richter Joseph J. Farnan vom Bezirksgericht in Wilmington (Delaware) hatte seine Entscheidung über die im November 2000 eingereichte Klage unlängst auf Ende 2003 vertagt. Von Farnan hängt ab, ob es überhaupt zu einem Prozeß kommt.
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