http://www.faz.net/-gqe-8x4a7

Zinsen : Deutschland spart fast 150 Milliarden Euro

  • Aktualisiert am

Wolfgang Schäuble Bild: dpa

Die Niedrigzinsen haben der deutschen Bundesregierung Geld gespart. Jetzt wird deutlich: Sogar viel Geld.

          Durch die niedrigen Zinsen hat die Bundesregierung in den vergangenen neun Jahren insgesamt 145,7 Milliarden Euro gespart. Allein im vergangenen Jahr musste Finanzminister Wolfgang Schäuble rund 24 Milliarden Euro weniger ausgeben als ursprünglich geplant – so berichtet das „Handelsblatt“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen.

          Die Europäische Zentralbank lässt den Leitzins, zu dem sie Banken Geld leiht, seit Monaten auf null Prozent. Käufer einer zehnjährigen Bundesanleihe bekommen derzeit nur eine Rendite von 0,24 Prozent.

          Insgesamt hatte die Bundesregierung für die Jahre 2008 bis 2016 laut dem Bericht ursprünglich mit 416,2 Milliarden Euro Zinsausgaben gerechnet. Tatsächlich musste sie nur 270,5 Milliarden Euro ausgeben.

          Auf einem Treffen von Finanzministern und Notenbankchefs in Washington ist die Bundesregierung auch für ihren ausgeglichenen Haushalt kritisiert worden. Weil die Wirtschaft weiter wächst, ist die Staatsverschuldung Deutschlands seit 2010 von 81 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung auf 71 Prozent zurückgegangen. Hätte die Bundesregierung die geplanten zusätzlichen Zinsen durch Neuverschuldung bezahlt, stünde die Staatsverschuldung jetzt bei rund 76 Prozent.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Der Mann hinter Wikipedia Video-Seite öffnen

          Jimmy Wales : Der Mann hinter Wikipedia

          Der Gründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia könnte Geld wie Heu scheffeln, wenn die Werbeindustrie Anzeigen auf Wikipedia stellen dürfte. Darf sie aber nicht. Warum ist Jimmy Wales nicht am Profit interessiert?

          Topmeldungen

          Die Schmetterlinge sollen leben: Protest einer europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat.

          Streit um Herbizid : Glyphosat, angezählt

          Ein brisantes Thema der vergangenen Jahre könnte in der kommenden Woche ein Ende finden. In Brüssel stimmen die Staaten über die weitere Zulassung für das Herbizid ab. Bleibt Deutschland Enthaltungsweltmeister? Die Befürworter von Glyphosat in der EU werden weniger.
          So kennt man ihn: Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq, rauchend.

          Houellebecq und der Islam : Religion ist nicht zu zertrümmern

          Welche umstürzende Kraft der Schriftsteller Michel Houellebecq der Religion und dem Islam zutraut, wissen wir seit dem Roman „Unterwerfung“. Jetzt äußert er sich nochmals dazu – und bringt den Katholizismus als Staatsreligion ins Gespräch.

          Anders als Katalonien : Italiens Norden will mehr Autonomie

          Die Krise in Katalonien wirft ihre Schatten: Auch in Italien stehen heute in zwei der wirtschaftsstärksten Regionen Referenden über mehr Autonomie an. Doch dort gibt es einen wichtigen Unterschied.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.