Die Europäische Zentralbank hat abermals die Anforderungen an die Pfänder reduziert, die Banken bei ihr beleihen können. Künftig dürfen die Banken des Euroraums auch Verbriefungen einreichen, die mit Autokrediten und Gewerbeimmobilien besichert sind - wenn sie als zweitbeste Kreditnote wenigstens ein „A“ tragen.
In der Krise hat die Europäische Zentralbank schon mehrmals ihre Anforderungen an Sicherheiten gelockert. Die Bundesbank und Ökonomen wie Hans-Werner Sinn fordern dagegen schon lange zusätzliche Sicherheiten, unter anderem um die Target-Verbindlichkeiten der Peripherie-Staaten besser zu sichern.
Die Bundesbank hatte vor dem Beschluss des EZB-Rats gewarnt, das Mandat der EZB sei schon weit gedehnt. Eine weitere Lockerung könne die Grenze des Vertretbaren überschreiten. Mit dieser Warnung hat sich Bundesbankpräsident Jens Weidmann jedoch nicht durchgesetzt.
Jetzt erlaubt die EZB nicht nur neue Typen von Sicherheiten - sie erleichtert auch die Geldleihe gegen herkömmliche Sicherheiten. Die Anforderung an Verbriefungen, die mit privaten Hauskrediten besichert sind, wird reduziert. Hier gilt künftig ein „BBB“-Rating als hinnehmbar. Insbesondere diese Neuregelung kommt den spanischen Banken entgegen - sie waren es auch, die auf diese Lockerung gedrängt hatten.
Insgesamt akzeptiert die EZB jetzt zusätzliche Wertpapiere im Wert von rund 100 Milliarden Euro als Pfand. Die Verbriefungen werden allerdings nur mit einem hohen Wertabschlag von bis zu 32 Prozent beliehen. Das bedeutet: Für jeden Euro an Marktwert gibt die EZB der einreichenden Bank im Extremfall nur 68 Cent Kredit.
Da wir in D mehr als die übrigen Länder haften müssen
Wolfgang Faßbender (Orwell84)
- 23.06.2012, 15:11 Uhr
Insolvenzverschleppung
Stefan Leitner (Eu-Buerger)
- 23.06.2012, 10:22 Uhr
Wenn Geld vom Himmel fällt
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- 23.06.2012, 10:06 Uhr
Autokredite? Nie gehoert!
Sophia Orti (rum)
- 22.06.2012, 20:48 Uhr
Völlig verantwortungslos!
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- 22.06.2012, 18:55 Uhr