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Veröffentlicht: 16.03.2017, 19:05 Uhr

Steven Mnuchin bei Schäuble Amerikas Finanzminister: „Wir wollen keinen Handelskrieg“

Erstmals ist Wolfgang Schäuble Donald Trumps Finanzminister begegnet. Sie besprachen brisante Themen – nicht nur den Handel zwischen Deutschland und Amerika.

© AP Amerikas Finanzminister Steven Mnuchin während der Pressekonferenz mit Wolfgang Schäuble in Berlin.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein neuer amerikanischer Amtskollege Steven Mnuchin wollen die internationale Kooperation ungeachtet aller Differenzen vorantreiben. Es sei klar vereinbart worden, zusammenzuarbeiten und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, sagte Schäuble am Donnerstagabend in Berlin nach einem ersten Treffen mit Mnuchin.

„Wir haben eine gute Basis gefunden, ganz offen miteinander zu reden.“ Natürlich seien noch nicht alle Fragen gelöst worden.

© Twitter

Der amerikanische Minister sprach von einem sehr produktiven Treffen mit einem breiten Themenspektrum. Deutschland und die Vereinigten Staaten wollten sich für einen ausgewogeneren Handel zwischen beiden Volkswirtschaften einsetzen. „Das ist unser Schwerpunkt“, sagte Mnuchin. „Wir wollen keinen Handelskrieg.“

Ungleichgewichte müssten aber beseitigt werden. Das höchste Ziel sei Wirtschaftswachstum. Amerikas Präsident Donald Trump glaube an den freien Handel: „Er muss aber auch fair sein.“ Abkommen müssten auf Wechselseitigkeit beruhen.

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Wichtig sei generell auch, dass die Länder auf der ganzen Welt ihre Währungen nicht manipulieren, sagte Mnuchin weiter. Das sei auch wichtig für das Wirtschaftswachstum. Ein starker Dollar sei langfristig gesehen etwas Gutes und gut für das Vertrauen in die amerikanische Wirtschaft. Zum Euro-Wechselkurs wollte er sich nicht äußern - diesen hatte Trumps Handelsberater Peter Navarro unlängst mit Bezug auf Deutschland kritisiert.

Zur künftigen Unternehmensbesteuerung in den Vereinigten Staaten machte Mnuchin keine näheren Angaben. Diskutiert werde auch eine „Grenzausgleichssteuer“, die die Handelspartner hart treffen würde. Schäuble hatte vor dem Treffen bereits angekündigt, dass er seinem neuen Widerpart erklären würde, warum er dies für keine gute Idee halte.

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Von Werner Mussler, Brüssel

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