25.08.2009 · Die Wirtschaftskrise hat den deutschen Staatshaushalt im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gestürzt. Das Statistische Bundesamt meldete ein Finanzierungsdefizit von rund 17,3 Milliarden Euro. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Wirtschaft ist im Frühjahr wie erwartet aus der Rezession gekommen.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den deutschen Staatshaushalt im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gestürzt. Wegen sinkender Steuereinnahmen und hoher Ausgaben belief sich das Finanzierungsdefizit des Staates auf rund 17,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Im ersten Halbjahr 2008 hatte unter dem Strich noch ein Überschuss von gut 7 Milliarden Euro gestanden.
Das deutsche Staatsdefizit lag in den ersten sechs Monaten bei 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit erfüllte Deutschland das Maastricht-Kriterium von maximal 3,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Erstmals seit 2004 gingen die Einnahmen von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen im ersten Halbjahr wieder zurück. Sie sanken um 1,1 Prozent, während die öffentliche Hand 3,5 Prozent mehr Geld ausgab. Insbesondere die Steuereinnahmen fielen deutlich niedriger aus als vor einem Jahr, vor allem aus der Einkommens- und Vermögenssteuer floss weniger in die öffentlichen Kassen. Dagegen musste der Staat seine Ausgaben für soziale Leistungen und Subventionen deutlich erhöhen.
Auch die Ausgaben für die Kurzarbeit belasteten den Staatshaushalt stark. Zusätzlich schlugen die Erhöhung des Kindergeldes und die Zahlung eines Kinderbonus den Angaben zufolge auf der Ausgabenseite zu Buche.
Mini-Aufschwung durch Kauflust, Export und Bauinvestitionen
Dennoch gibt es auch gute Nachrichten: Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr wie erwartet aus der Rezession gekommen und erstmals seit einem Jahr wieder gewachsen. Im Vergleich zum Vorquartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real um 0,3 Prozent zu. Damit bestätigte das Statistische Bundesamt seine erste Berechnung.
Treiber für das Wachstum waren neben der anhaltenden Kauflust der Verbraucher auch die staatlichen Ausgaben sowie die Bauinvestitionen. Auch der Außenhandel des Exportweltmeisters Deutschland trug zum
Mini-Aufschwung bei, obwohl wegen der Flaute in der Weltwirtschaft die Nachfrage nach deutschen Exportgütern sank. Da die Importe aber stärker zurückgingen als die Exporte, gab es einen positiven Beitrag
des Außenhandels.
Viele Unternehmen verhielten sich dagegen zögerlich und bremsten das Wirtschaftswachstum. Die Firmen bauten ihre Lagerbestände ab und steckten weniger Geld in Maschinen und Ausrüstung als im Vorquartal.
Wegen des dramatischen Einbruchs zum Jahresbeginn steht die deutsche Wirtschaft aber immer noch schlechter da als vor einem Jahr. Im Vorjahresvergleich sank das BIP um 7,1 Prozent, kalenderbereinigt nur um 5,9 Prozent. Auch diese Daten bestätigte das Bundesamt.
Auf sinkende Einnahmen müssen reduzierte Ausgaben folgen!
Marcel Meier (MarcelMeier)
- 25.08.2009, 11:08 Uhr
Anstatt die Pleitebanken und Verursacher der Finanzkrise....
Alfons Crocusé (ALCR)
- 25.08.2009, 13:55 Uhr
@Alfons Crocusé (ALCR)
Marcel Meier (MarcelMeier)
- 25.08.2009, 15:12 Uhr
Das wird auch so bleiben
Peter Kronenberger (Peter-Kronenberger)
- 25.08.2009, 15:16 Uhr
..........bietet die beste Chance..
wolf haupricht (emilgilels)
- 25.08.2009, 18:07 Uhr
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